Ein Mann wird halb tot aus dem Wasser gezogen und wird von einem Arzt behandelt. Als er endlich aus seiner Bewusstlosigkeit erwacht kann er sich an nichts erinnern. Nicht mal an seinen Namen oder seine Identität. Sein einziger Anhaltspunkt daran, wer er ist, liefert ihm eine Nummer, die der Arzt unter seiner Haut gefunden hat. Diese führt ihn zu einem Schweizer Bankkonto. Doch bevor er dort ankommt, muss er feststellen, dass unbekannte Männer versuchen ihn umzubringen und, dass er sich zu verteidigen weiß....
Nachdem ich von dem ersten Bourne-Film richtig begeistert war, dachte ich, ich versuche mich mal an dem Buch. Um es direkt vorne weg zu nehmen: beides hat nicht viel miteinander zu tun, abgesehen von der oben beschriebenen Handlung. An vielen Stellen (vor allem wenn es darum geht, wie Bourne versucht herauszufinden, wer er ist) unterscheiden sich beide komplett voneinander.
So nun dazu, wie es mir gefallen hat.
Man braucht zunächst ein bisschen um sich an den Schreibstil zu gewöhnen, da das Buch zum einen sehr alt ist und dementsprechend auch die Sprache sehr gewöhnungsbedürftig ist und zum anderen, weil der Autor sich mit vielen Beschreibungen und unnötigen Details aufhält. Der rationale und veralterte Schreibstil hat besonders in Dialogen gestört. Dabei klang alles sehr rational und emotionslos, was besonders bei romantischen Szenen störend war. Daher konnte man leider keine richtige Beziehung zu den Charakteren und dem Buch aufbauen. Oftmals wusste man auch gar nicht, um wen von den zahlreichen Charakteren es geht. Am Anfang eines Kapitels oder nach einem Absatz wird lediglich von "Ihm" gesprochen. Erst nach einigen Sätzen, wenn man mehr über die Handlung oder andere Charaktere der entsprechenden Szene erfahren hat, kann man zuordnen wer "Ihm" ist. Das ist manchmal sehr schwierig, vor allem wenn man nach ein oder zwei Tagen erst weitergelesen hat und nicht mehr weiß, was zuvor passiert ist. Vor allem ist das aber ein Problem, weil wirklich viele Charaktere in diesem Buch auftauchen.
Dann zieht sich die Geschichte manchmal wirklich, entweder, wenn sehr viel geredet wird und man nicht mehr weiß, um wen es sich da handelt oder, wenn wirklich viel beschrieben wurde.
Trotz alledem war das Buch stellenweise sehr spannend und actionreich. Besonders gut gelungen ist das Katz und Maus-Spiel, welches sich nach und nach aufbaut. Außerdem hat mir gut gefallen, wie sich nach und nach die Puzzleteile zusammensetzen und man immer mehr über Bournes-Geschichte erfährt.
Für die tolle Geschichte und die doch überwiegenden, spannenden und actionreichen Szenen gebe ich noch 3 Sterne.