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Veröffentlicht am 15.03.2026

Eine Saison für die Ewigkeit in Grün und Weiß

Das Werder Double
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Manchmal gibt es Saisons, die sich nicht wie Fußball anfühlen, sondern wie ein einziges langes Glücksgefühl. Genau so liest sich Das Werder Double. Seite für Seite kommt dieses grün weiße Kribbeln zurück, ...

Manchmal gibt es Saisons, die sich nicht wie Fußball anfühlen, sondern wie ein einziges langes Glücksgefühl. Genau so liest sich Das Werder Double. Seite für Seite kommt dieses grün weiße Kribbeln zurück, das damals durch Bremen und durch jeden Werder Fan gegangen ist. Schon nach wenigen Kapiteln fühlt es sich an, als würde man wieder auf dem Sofa sitzen, Samstag Nachmittag, Herzklopfen, Radio oder Fernsehen an und hoffen, dass dieser Wahnsinn einfach weitergeht.

Das Buch schafft etwas, das nur wenige Sportbücher hinbekommen. Es erzählt nicht nur Ergebnisse oder Statistiken, sondern holt die Stimmung dieser Saison zurück. Die Stimmen von Schaaf, Ailton, Baumann und den anderen machen die Geschichte unglaublich lebendig. Plötzlich sind da wieder diese Bilder im Kopf. Ailton auf dem Weg zum Tor, das Weserstadion im Ausnahmezustand, diese Mischung aus Stolz, Unglauben und purem Fußballglück.

Besonders stark ist, wie persönlich das Ganze erzählt wird. Man merkt sofort, dass hier jemand schreibt, der Werder nicht nur beobachtet hat, sondern Werder lebt. Diese kleinen Geschichten am Rand, die Erinnerungen an Spiele, an Momente, an Gespräche mit den Helden von damals, machen das Buch zu einer echten Zeitreise.

Und dann diese Fotos. Beim Durchblättern grinst man automatisch wie ein Idiot, weil sofort wieder klar wird, warum diese Saison bis heute so besonders ist. Meisterschaft und Pokalsieg in einer Spielzeit. Ein Rausch, der eine ganze Stadt verändert hat.

Für Werder Fans ist dieses Buch kein normales Fußballbuch. Es ist ein Stück Erinnerung, ein bisschen Gänsehaut und ganz viel grün weißes Herz.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Wenn Vertrauen zur gefährlichsten Lüge wird

Du gehörst zu uns
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Manchmal reicht ein kleiner Riss im perfekten Leben und plötzlich fällt alles auseinander. Genau so beginnt die Geschichte von Sorcha und schon nach wenigen Seiten war klar: Das hier wird kein gemütlicher ...

Manchmal reicht ein kleiner Riss im perfekten Leben und plötzlich fällt alles auseinander. Genau so beginnt die Geschichte von Sorcha und schon nach wenigen Seiten war klar: Das hier wird kein gemütlicher Wohlfühlroman, sondern ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel.

Sorcha hat sich nach dem Seitensprung ihres Mannes wieder aufgerappelt und hilft nun anderen Frauen, die ähnlichen Schmerz erlebt haben. Klingt erstmal nach Selbsthilfegruppe mit Tee und Taschentüchern. Aber dann taucht Tina auf. Schüchtern, zurückhaltend, fast zerbrechlich. Und irgendwo im Hinterkopf meldet sich sofort dieses kleine Gefühl, dass hier etwas nicht stimmt.

Mit jeder Seite wächst diese unterschwellige Spannung. Man merkt, wie sich langsam etwas zusammenbraut. Kleine Bemerkungen, seltsame Situationen, Blicke zwischen den Zeilen. Immer wieder dachte ich mir: Moment mal, hier spielt doch jemand ein ganz eigenes Spiel.

Claire Allan schafft es verdammt gut, dieses Gefühl von Misstrauen aufzubauen. Man glaubt, die Figuren zu verstehen, und im nächsten Moment zweifelt man wieder an allem. Besonders spannend ist, wie sich die Beziehung zwischen Sorcha und Tina entwickelt. Freundschaft, Abhängigkeit, Manipulation. Alles verschwimmt ein bisschen.

Zwischendurch habe ich mich tatsächlich dabei ertappt, dass ich beim Lesen kurz pausiert habe, um meine eigene Theorie zu basteln. Natürlich lag ich komplett daneben.

Kein Thriller mit Actionfeuerwerk, sondern einer, der sich langsam unter die Haut schleicht. Genau die Sorte Geschichte, bei der man irgendwann denkt: Okay, jetzt will ich wirklich wissen, wer hier eigentlich mit wem spielt.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein Gute Nacht Buch voller Geborgenheit

Gute Nacht, ich hab dich lieb
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Sanfte Reime, warme Farben und liebevolle Tierfamilien schaffen in diesem Pappbilderbuch eine wunderbar ruhige Atmosphäre, die perfekt zum Abend passt. Seite für Seite werden kleine Tierkinder müde, kuscheln ...

Sanfte Reime, warme Farben und liebevolle Tierfamilien schaffen in diesem Pappbilderbuch eine wunderbar ruhige Atmosphäre, die perfekt zum Abend passt. Seite für Seite werden kleine Tierkinder müde, kuscheln sich in die Arme ihrer Eltern und lassen den Tag langsam hinter sich. Beim Umblättern entsteht durch die besonderen Cut-Outs der Eindruck, als würden sich die Tiere tatsächlich umarmen. Dieser Effekt ist nicht nur niedlich, sondern sorgt jedes Mal für einen kleinen Moment des Staunens.

Die Illustrationen von Thomas Elliott sind unglaublich weich und herzerwärmend. Runde Formen, freundliche Gesichter und harmonische Farben vermitteln sofort ein Gefühl von Geborgenheit. Während ich die Reime vorlese, entsteht automatisch eine ruhige, gemütliche Stimmung. Genau solche Bücher liebe ich für die letzten Minuten vor dem Einschlafen, wenn der Tag langsam leiser wird.

Besonders schön ist, dass die kurzen Reime so eingängig sind. Nach ein paar Abenden spricht man einzelne Zeilen ganz automatisch mit und blättert gemeinsam langsam durch die Seiten. Dabei ist es einfach schön, unserem kleinen Tyler daraus vorzulesen, bis er ganz friedlich einschläft.

Auch die Verarbeitung passt perfekt zu einem Kinderbuch für die Kleinsten. Die dicken Pappseiten sind stabil, das Format liegt gut in kleinen Händen und die abgerundeten Ecken machen das Buch angenehm sicher. Ein liebevolles, ruhiges Bilderbuch, das jeden Abend ein kleines Stück Geborgenheit ins Kinderzimmer bringt.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Freundschaft, die stärker ist als der Krieg

Freunde
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Der Krieg liegt in diesem Buch nicht nur im Hintergrund, er durchzieht jede Seite. Zerstörte Landschaften, erschöpfte Menschen und eine Welt, in der Moral plötzlich keine einfachen Antworten mehr kennt. ...

Der Krieg liegt in diesem Buch nicht nur im Hintergrund, er durchzieht jede Seite. Zerstörte Landschaften, erschöpfte Menschen und eine Welt, in der Moral plötzlich keine einfachen Antworten mehr kennt. Und mitten darin vier junge Menschen, die sich eigentlich nie hätten begegnen sollen und trotzdem alles füreinander werden.

Tarek, Nata, Ren und der kleine Tuk treffen sich in den letzten Tagen eines Krieges, der ihnen längst alles genommen hat. Als sie mit Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld geschickt werden sollen, entscheiden sie sich für etwas, das mehr Mut braucht als jeder Angriff. Sie laufen weg. Beim Lesen dieser Szene blieb plötzlich eine Seite länger offen. Neben mir kam nur ein leises Das kann doch nicht gut gehen. Wir haben beide kurz innegehalten und weitergelesen, als müssten wir selbst wissen, ob sie es schaffen.

Was dieses Buch so besonders macht, ist nicht nur die Geschichte selbst, sondern die Nähe zu den Figuren. Ihre Angst, ihre Scham, ihre Erinnerungen fühlen sich erschreckend echt an. An einer Stelle haben wir gleichzeitig aufgeschaut, weil eine Szene so brutal ehrlich war. Ein leises Das ist schlimm kam von der Seite des Sofas, und ich konnte nur nicken. Genau solche Momente haben unser gemeinsames Lesen begleitet.

Und dann gibt es diese stillen Augenblicke zwischen den vier Freunden. Kleine Gesten, vorsichtige Gespräche, ein vorsichtiges Vertrauen, das langsam wächst. Während ich eine Passage laut vorgelesen habe, kam plötzlich ein überraschtes Aber sie beschützen sich ja wirklich. Genau in solchen Momenten merkt man, wie stark diese Geschichte von Freundschaft getragen wird.

Eva Kranenburg schreibt intensiv, ehrlich und mit einer Wärme, die selbst durch die dunkelsten Szenen hindurchscheint. Am Ende haben wir das Buch zugeklappt und noch einen Moment still dagesessen. Dann kam nur der leise Satz Das war ein richtig starkes Buch. Mehr musste eigentlich gar nicht gesagt werden.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Wenn Männer plötzlich Wechseljahre haben

Wir Freitagsmänner
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Manchmal reicht ein Blick in den Spiegel, um zu merken, dass das Leben gerade heimlich eine neue Runde eingeläutet hat. Genau da steht Henri. Loch im Bart, Date läuft mäßig, Ehe Geschichte und dann kommt ...

Manchmal reicht ein Blick in den Spiegel, um zu merken, dass das Leben gerade heimlich eine neue Runde eingeläutet hat. Genau da steht Henri. Loch im Bart, Date läuft mäßig, Ehe Geschichte und dann kommt auch noch der Arzt mit der Diagnose Wechseljahre um die Ecke. Für Männer. Klingt erstmal wie ein schlechter Witz. Ist aber ziemlich nah am echten Leben.

Dieses Buch fühlt sich an wie ein ehrliches Gespräch unter Männern. Mit einem Bier in der Hand, irgendwo zwischen Selbstironie, Frust und dem leisen Gedanken, dass da vielleicht doch noch mehr geht im Leben. Henri stolpert durch sein Gefühlschaos, versucht Würde zu bewahren und merkt dabei langsam, dass älter werden nicht unbedingt bedeutet, aus dem Spiel zu sein.

Besonders stark ist der Humor. Trocken, selbstironisch und manchmal herrlich unbequem ehrlich. Da wird über kleine körperliche Veränderungen gelacht, über Datingfrust und über diese merkwürdige Phase, in der man sich weder alt noch jung fühlt. Genau diese Mischung macht das Buch so sympathisch.

Zwischendurch blitzt aber auch etwas Nachdenkliches auf. Beziehungen, verpasste Chancen, zweite Anläufe im Leben. Und plötzlich merkt man beim Lesen, dass man über Henri nicht nur lacht, sondern auch ein bisschen mit ihm fühlt.

Am Ende bleibt ein warmes Gefühl zurück. Älter werden ist vielleicht kein Abstellgleis, sondern einfach nur ein neuer Streckenabschnitt. Und manchmal hilft ein gutes Buch dabei, genau das wieder zu sehen.

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