Wenn Dämonen erwachen und Herzen brennen
Crown of War and ShadowManche Bücher schlagen die Tür auf und brüllen sofort los. Crown of War and Shadow schleicht sich eher an, baut seine Welt Stein für Stein auf und zieht einen dann immer tiefer in die Dunkelheit.
Sorrel ...
Manche Bücher schlagen die Tür auf und brüllen sofort los. Crown of War and Shadow schleicht sich eher an, baut seine Welt Stein für Stein auf und zieht einen dann immer tiefer in die Dunkelheit.
Sorrel war für mich schnell einer der größten Pluspunkte. Eine junge Frau, die ihr ganzes Leben ausgegrenzt wurde und trotzdem nicht verbittert wirkt. Stattdessen kämpft sie sich irgendwie durch eine Welt, die ihr ständig Steine in den Weg wirft. Genau solche Figuren mag ich. Keine perfekte Heldin, sondern jemand mit Ecken, Zweifeln und echter Entwicklung.
Und dann wäre da noch Merc. Groß, gefährlich, grummelig und ungefähr so gesprächig wie ein Felsbrocken. Natürlich wusste ich ziemlich schnell, dass hinter der harten Schale mehr steckt. Trotzdem hat die Dynamik zwischen den beiden erstaunlich gut funktioniert. Dieses langsame Knistern, die unausgesprochenen Gefühle und die ständigen Spannungen haben deutlich mehr Spaß gemacht als manch überhastete Romantasy Liebesgeschichte.
Besonders gefallen hat mir die düstere Atmosphäre. Dämonen, alte Mächte, Intrigen und eine Welt, die langsam auseinanderfällt. Das erzeugt ständig das Gefühl, dass hinter der nächsten Ecke etwas Gefährliches lauert.
Ganz perfekt war es für mich nicht. Das Tempo schwankt gelegentlich und manche Passagen hätten etwas straffer erzählt werden können. Gerade in der Mitte zog sich die Reise stellenweise ein wenig.
Trotzdem blieb am Ende vor allem eines hängen: Neugier. Neugier auf diese Welt, auf die Geheimnisse und darauf, wie es mit Sorrel und Merc weitergeht. Wer Sarah J. Maas, Rebecca Yarros oder düstere Romantasy mit Slow Burn liebt, bekommt hier einen starken Auftakt serviert, der Lust auf mehr macht.