Wenn Liebe die Welt retten – oder zerstören – will
Till the End of the Moon 1Wer hätte gedacht, dass Zeitreisen, Dämonen und toxische Hofintrigen so unterhaltsam sein können? Dieses Buch hat mich mit Anlauf in ein Fantasy-Chaos katapultiert, das irgendwo zwischen Herzklopfen, Schwertgeklirr ...
Wer hätte gedacht, dass Zeitreisen, Dämonen und toxische Hofintrigen so unterhaltsam sein können? Dieses Buch hat mich mit Anlauf in ein Fantasy-Chaos katapultiert, das irgendwo zwischen Herzklopfen, Schwertgeklirr und „Was zur Hölle passiert hier eigentlich?“ oszilliert. Li Susu reist 500 Jahre zurück, um die Welt zu retten – und natürlich läuft alles komplett anders, als geplant. Klassischer Montag, nur mit mehr Magie.
Tantai Jin, der spätere Dämonengott, ist so tragisch, dass man ihm am liebsten eine Tasse Tee und eine Therapie spendieren würde. Seine Entwicklung ist bitter, grausam, herzzerreißend – und trotzdem kann man nicht aufhören, ihn zu mögen. Li Susu alias Ye Xiwu ist der perfekte Gegenpart: stark, bissig, mit einem Schuss Drama-Queen, der jedem K-Drama Konkurrenz macht.
Die Dynamik zwischen den beiden? Pure Folter in Buchform. Enemies to Lovers at its finest – mit so vielen Blicken, Gesten und unterschwelliger Spannung, dass man beim Lesen fast vergisst zu atmen. Das Worldbuilding ist komplex, manchmal etwas überwältigend, aber wunderschön bildhaft. Und wer asiatische Romantasy mag, bekommt hier die volle Dröhnung Emotionen, Mythen und Plot-Twists.
Klar, das Buch nimmt sich zwischendurch etwas zu ernst, und manche Dialoge schreien geradezu nach einer Prise Selbstironie. Aber hey – es ist eine epische Liebestragödie mit Zeitreise und Dämonengott, keine WG-Komödie in Berlin-Mitte.
Unterm Strich: Dramatisch, poetisch, emotional – mit genug Schmerz, Magie und Romantik, um mich völlig zu versenken. Und jetzt will ich sofort Band zwei, bevor ich selbst zum Dämon werde.
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen