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Veröffentlicht am 30.07.2025

Politthriller mit Zündschnur – Wenn dein Leben plötzlich eine Verschwörung ist

Sein Wille geschehe
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Ich hab’s wirklich versucht, das Buch aus der Hand zu legen – ehrlich! Aber Andrew Bridgeman hat mich in "Sein Wille geschehe" sowas von an den Seiten festgetackert, dass ich mich gefühlt habe wie Ben ...

Ich hab’s wirklich versucht, das Buch aus der Hand zu legen – ehrlich! Aber Andrew Bridgeman hat mich in "Sein Wille geschehe" sowas von an den Seiten festgetackert, dass ich mich gefühlt habe wie Ben Danvers auf der Flucht: keine Pause, kein Atemholen, immer die nächste Wendung im Nacken. Man wacht morgens auf, denkt an seinen Kaffee, und zack, ist man wieder in den Tentakeln dieses wahnsinnigen Kults gefangen, der sich durch Washingtons Hinterzimmer schleicht.

Ben erfährt also, dass er nicht einfach nur Ben ist, sondern Sohn der zukünftigen Vizepräsidentin. Jackpot? Naja, eher die Mutter aller Identitätskrisen. Gemeinsam mit Emma, einer FBI-Agentin mit mehr Rückgrat als so mancher Politiker im Buch, stürzt er sich in einen Verschwörungsstrudel, der selbst Dan Brown ein nervöses Zucken verpassen würde.

Der Schreibstil? Schnell, hart, ohne Schnörkel – wie ein Espresso nach Mitternacht. Hier wird nicht lange gefackelt, sondern zielsicher durch die Story geprescht. Manche Dialoge haben mich dabei echt zum Schmunzeln gebracht, weil sie so schön trocken und sarkastisch daherkommen. Emma ist sowieso der heimliche Star. Die Frau hat mehr Ecken und Kanten als der Schreibtisch eines FBI-Bürokraten.

Was mir nicht so gefallen hat? Die ein oder andere Action-Szene war für meinen Geschmack ein bisschen over the top – da fliegt gefühlt ganz Washington in die Luft, während Ben und Emma ohne einen Kratzer weiterrennen. Aber gut, ein bisschen Hollywood darf’s sein.

Alles in allem ist "Sein Wille geschehe" ein echter Pageturner für alle, die Verschwörungen, Intrigen und Charaktere mit Biss lieben. Kein literarischer Feingeist, aber verdammt unterhaltsam. Vier Sterne von mir – einen zieh ich ab, weil ich das Gefühl hatte, nach dem Lesen erstmal selbst vom FBI verhört zu werden. Aber hey, Langeweile sieht anders aus!

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Sommer, Sonne, Rachepläne – Wie mich Kit in den Wahnsinn trieb und ich es liebte

Kind der Liebe. Roman
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Also mal ehrlich, ich dachte, ich kenne mich aus mit Teenager-Drama, Sommerflirts und komplizierten Familienkisten – und dann kommt Kind der Liebe daher und pfeffert mir eine literarische Ohrfeige, dass ...

Also mal ehrlich, ich dachte, ich kenne mich aus mit Teenager-Drama, Sommerflirts und komplizierten Familienkisten – und dann kommt Kind der Liebe daher und pfeffert mir eine literarische Ohrfeige, dass ich immer noch grinse. Maureen Duffy hat mit Kit einen Charakter geschaffen, der einem beim Lesen gleichzeitig auf die Nerven geht und doch das Herz stiehlt. Diese Mischung aus Scharfsinn, Eifersucht und einer Prise pubertärer Überheblichkeit ist einfach zu köstlich, um sie nicht zu lieben.

Die ganze Geschichte spielt sich in einer italienischen Villa ab, und ich sage euch: Man spürt förmlich die Hitze auf der Haut und das leise Knistern der Intrigen in der Luft. Was als kleiner Eifersuchtszirkus beginnt, wird zu einem perfiden Rachespiel – und ich saß da und konnte einfach nicht glauben, wie elegant Duffy mich in diese emotionale Achterbahn hineingezogen hat.

Das Beste? Nichts ist so, wie es scheint. Kit ist weder klar Junge noch Mädchen – was herrlich provoziert, ohne aufdringlich zu sein. Und Aias, die Affäre der Mutter, schwebt in diesem ganzen Verwirrspiel wie ein katalanischer Geist zwischen Verführung und Geheimnis. Ich habe mich ständig gefragt: „Was zur Hölle läuft hier eigentlich?“ – und genau das hat mich komplett abgeholt.

Der Schreibstil? Sprachlich so raffiniert, dass ich mehrfach zurückblättern musste, um Zeilen noch einmal zu genießen. Aber keine Sorge, das liest sich trotzdem federleicht – halt so, wie ein literarischer Sommerdrink, der erst süß kommt und dann ordentlich Wumms hat.

Am Ende war ich baff: ein Roman, der es schafft, mich gleichzeitig zu verwirren, zum Lachen zu bringen und tief nachdenklich zu machen – ohne jemals mit erhobenem Zeigefinger zu kommen. Für mich ein kleines Meisterwerk, das definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient.

Also, wer sich auf ein Spiel mit Identitäten, Motiven und bösen kleinen Racheplänen einlassen will – Kind der Liebe ist euer Ticket. Und glaubt mir, diese Fahrt werdet ihr so schnell nicht vergessen.

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Veröffentlicht am 29.07.2025

Wenn Vater und Tochter zu Magenten werden – Unser Leseabenteuer in Barcelona

Magic Agents – In Barcelona flippen die Drachen aus!
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Also, was haben meine Tochter und ich gemacht, als Magic Agents – In Barcelona flippen die Drachen aus! endlich bei uns im Briefkasten lag? Richtig: Wir haben alles stehen und liegen gelassen, als gäbe ...

Also, was haben meine Tochter und ich gemacht, als Magic Agents – In Barcelona flippen die Drachen aus! endlich bei uns im Briefkasten lag? Richtig: Wir haben alles stehen und liegen gelassen, als gäbe es keine Spülmaschine, keine Hausaufgaben und schon gar keine Steuererklärung. Die Mission hieß: Sofort lesen! Und was soll ich sagen? Elia Evander hat uns mal wieder komplett eingesogen in diese herrlich magische Agentenwelt, in der keiner weiß, ob er Freund oder Feind ist – inklusive der Drachen, die diesmal ihre ganz eigene Vorstellung von Teamwork haben.

Die Geschichte ist wie ein wilder Flamenco: voller Tempo, überraschender Drehungen und einem spanischen Flair, bei dem man fast den Churros-Duft in der Nase hat. Besonders cool fanden wir die Magentenregeln – meine Tochter hat direkt vorgeschlagen, die auch bei uns zuhause einzuführen (ich überlege noch).

Anja Wagner hat es geschafft, uns in jedes Kapitel reinzuziehen, als wären wir selbst Teil des Geheimdienstes. Und die Illustrationen von Sonja Gebhardt? Die sind so charmant und lebendig, dass wir jedes Mal laut losgelacht haben, wenn wieder ein Drache sein eigenes Ding durchgezogen hat.

Unsere Buddyread-Mission bestand darin, jedes Mal wild zu spekulieren, wer nun wirklich zu den Bösen gehört – Spoiler: Wir lagen so oft daneben, dass wir die Magentenfaustregel wohl selbst mal ernster nehmen sollten.

Der Spannungsbogen? Hält dich fest im Würgegriff – aber auf die gute Art! Besonders genial: Wie Elia die magischen Ressourcen von Barcelona aktiviert. Wir hatten irgendwann das Gefühl, gleich selbst von einem frechen Gargoyle angesprochen zu werden.

Kurz: Dieses Buch ist nicht einfach nur der vierte Band, es ist eine wilde Achterbahnfahrt voller Magie, Witz und Drachen, die einfach mal auf stur schalten. Meine Tochter hat danach gefragt, wann wir nach Barcelona fliegen – ich frage mich eher, wann der nächste Magenten-Einsatz für uns Leser startet.

Für uns glasklare 5 von 5 Sternen – und ja, wir haben uns nach dem letzten Kapitel erstmal gegenseitig zu Magenten des Monats ernannt.

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Klugscheißer-Level-Up dank WAS IST WAS – Wir können jetzt alles (fast)

Das große WAS IST WAS Antwortbuch
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Mein Neffe und ich wollten eigentlich nur kurz reinschauen… Drei Stunden später standen wir immer noch mit offenem Mund da, weil wir jetzt wissen, warum Zebras Streifen haben und wie schwer die Erde eigentlich ...

Mein Neffe und ich wollten eigentlich nur kurz reinschauen… Drei Stunden später standen wir immer noch mit offenem Mund da, weil wir jetzt wissen, warum Zebras Streifen haben und wie schwer die Erde eigentlich ist (Spoiler: schwerer als mein Kühlschrank, sogar MIT Vorräten drin). „Das große WAS IST WAS Antwortbuch“ hat uns gnadenlos erwischt – im besten Sinne.

Die Fragen sind so abgefahren, dass wir uns ständig gefragt haben: „Wer denkt sich sowas eigentlich aus?“ Und zack – steht die Antwort auch schon drunter. Kein langes Blabla, sondern knackig, witzig und so, dass auch mein Neffe gleich den nächsten Fakt raushaut, als wäre er der neue Professor Klugscheißer. Ich komme kaum noch hinterher!

Das Beste: Es gibt wirklich kein Thema, das dieses Buch nicht anpackt. Vom Weltall bis zu Fußballrekorden – das ist wie ein Wissens-Buffet, bei dem man sich ständig nachnehmen muss, weil es einfach zu gut ist. Und das Layout? Bunt, wild und voller Bilder, die uns beide beim Umblättern regelrecht angesprungen haben.

Was ich richtig genial finde: Das Buch nimmt sich selbst nicht zu ernst. Es will nicht belehren, sondern macht Wissen zu einem Abenteuer. Mein Neffe hat sogar freiwillig das Tablet weggelegt – das schafft sonst nur Pizza.

Kurz gesagt: Wer schlau werden will, ohne dass es sich nach Schule anfühlt, sollte dieses Buch holen. Und dann jemanden suchen, mit dem man laut lachend um die Wette lesen kann. Für uns ist es jetzt das offizielle Familien-Quizbuch, und ich hab schon verloren. Mehrmals.

Fazit: Gehirnjogging mit Spaßgarantie. 5 Sterne, weil es keine 6 gibt!

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Veröffentlicht am 28.07.2025

Ein Buch, das Kindern Angeln beibringt – und Erwachsene wieder träumen lässt

Angeln
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Also ehrlich, ich dachte ja, ich weiß schon alles übers Angeln. Schließlich hab ich als Kind mehr Zeit am Wasser verbracht als in der Schule (was man an meinen Zeugnisnoten auch gesehen hat). Aber dann ...

Also ehrlich, ich dachte ja, ich weiß schon alles übers Angeln. Schließlich hab ich als Kind mehr Zeit am Wasser verbracht als in der Schule (was man an meinen Zeugnisnoten auch gesehen hat). Aber dann kam dieses Buch „Angeln“ von Will Millard daher und hat mir sowas von den Kescher über den Kopf gezogen! Ich hab's eigentlich für meinen Neffen gekauft, aber, Hand aufs Herz, ich hab’s heimlich zuerst selbst durchgeblättert. Und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder der Junge, der mit Papa am See stand, die Füße im Wasser und das Warten auf den ersten Biss spannender fand als jeden Actionfilm.

Das Buch erklärt nicht einfach nur, wie man eine Rute zusammensteckt – nein, es nimmt dich mit auf ein richtiges Abenteuer. Ich hab noch nie ein Buch gesehen, das so kindgerecht (und trotzdem auch für uns Erwachsene nicht peinlich) erklärt, was ein ordentlicher Köder ist, warum der Respekt vor dem Fisch das Wichtigste überhaupt ist und dass Angeln mehr mit Achtsamkeit zu tun hat als mit Action. Da steckt richtig Herzblut drin! Und die Illustrationen? Ein Traum! Man will direkt die Gummistiefel anziehen und lostapern.

Besonders cool finde ich, dass der Ton nie von oben herab ist. Es wird nicht doziert, sondern erzählt – als würde ein guter Kumpel einem alles zeigen. Sogar mein notorisch technikverliebter Neffe hat beim Blättern sofort gesagt: „Opa, wann gehen wir angeln?“ Und das will was heißen.

Das Vorwort von Hubertus Massong ist das Sahnehäubchen obendrauf. Wer den Mann kennt, weiß: Der hat's drauf und schafft es, auch die Generation TikTok für einen Angelausflug zu begeistern.

Kurzum: Dieses Buch ist wie eine Einladung in eine Welt voller Ruhe, Abenteuer und glitzernder Fischschuppen. Für Kinder perfekt – und für uns große Jungs eine Erinnerung daran, warum wir dieses Hobby mal geliebt haben (und wieder lieben sollten). Klare fünf Sterne. Und jetzt entschuldigt mich bitte, ich muss Köder besorgen.

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