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Veröffentlicht am 01.08.2025

Wenn ein Virus bessere Laune macht als Kaffee – Shustermans genialer Dystopie-Trip

All Better Now
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Kaum schlägt man die erste Seite auf, hat einen dieses Buch schon am Kragen und schüttelt einen wach – und zwar mit einem Lächeln im Gesicht. All Better Now von Neal Shusterman (großartige Übersetzung ...

Kaum schlägt man die erste Seite auf, hat einen dieses Buch schon am Kragen und schüttelt einen wach – und zwar mit einem Lächeln im Gesicht. All Better Now von Neal Shusterman (großartige Übersetzung von Andreas Helweg!) ist keine klassische Dystopie, sondern eher eine freche Mischung aus Weltuntergang und Glückspille. Die Idee: Ein Virus, das alle plötzlich happy macht. Klingt wie ein Scherz? Denkste.

Plötzlich ist schlechte Laune out, die Leute grinsen, als hätten sie im Lotto gewonnen, und ich saß da und dachte mir: "Wo kann ich mich anstecken?" Doch natürlich lässt der Kapitalismus grüßen – Glückliche kaufen halt keine unnötigen Sachen mehr. Also braucht’s dringend ein Gegenmittel. Irre, oder?

Die beiden Hauptfiguren, Mariel im klapprigen Ford Fiesta und Ron, der reiche Schnösel mit null Bock auf alles, sind wie Cola und Mentos – man weiß, das wird knallen. Und das tut es auch. Die Dialoge sprühen vor Witz, der Plot schraubt sich rasant hoch, und man ertappt sich ständig beim Grinsen, auch wenn die Story immer wieder den Finger in gesellschaftliche Wunden legt.

Was Shusterman hier serviert, ist keine leichte Kost, verpackt es aber in so viel Charme, dass man beim Lesen gar nicht merkt, wie sehr einem das Ganze unter die Haut geht. Wer dachte, Glück sei einfach nur ein Gefühl, wird hier eines Besseren belehrt. Es geht um Macht, um Kontrolle, um die simple Frage: Wer profitiert davon, wenn wir unglücklich sind?

Jede Seite fühlt sich an wie eine Einladung, das eigene Denken mal ordentlich durchzuspülen. Ganz ehrlich: Wer All Better Now liest, wird danach nie wieder an einem Montagmorgen einfach nur grummelig aus dem Bett steigen. Dieses Buch ist ein bittersüßer Schlag ins Gesicht – und genau deswegen ein absoluter Volltreffer.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Weltreise auf dem Teller – Natürlich vegan rockt die Küche

Natürlich vegan
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Schon beim Durchblättern von Natürlich vegan von Julius Fiedler war klar: Hier geht’s nicht um den x-ten hippen Avocado-Toast. Dieses Buch nimmt einen mit auf Weltreise – kulinarisch, pflanzenbasiert und ...

Schon beim Durchblättern von Natürlich vegan von Julius Fiedler war klar: Hier geht’s nicht um den x-ten hippen Avocado-Toast. Dieses Buch nimmt einen mit auf Weltreise – kulinarisch, pflanzenbasiert und ohne Chichi. Von türkischen Koftesi, die so zitronig-frisch daherkommen, dass man direkt Sehnsucht nach Istanbul bekommt, bis zu den legendären Biang Biang Nudeln, die mir in der Küche fast zum Sportprogramm wurden – und ja, es hat sich gelohnt!

Julius schafft es, traditionelle Gerichte aus aller Welt so authentisch und gleichzeitig alltagstauglich zu präsentieren, dass selbst beim ersten Versuch richtig was auf dem Teller landet. Keine abgefahrenen Ersatzprodukte, sondern Zutaten, die Mutter Natur persönlich freigegeben hat. Dazu erzählt er in seinen Anekdoten charmant, wie viel Geschichte und Herzblut in jedem Rezept steckt – fast so, als stünde er mit einem Glas Tee in meiner Küche und plaudert.

Ganz großes Kino auch die Fotos: da will man am liebsten direkt in die Seiten beißen. Besonders feiere ich, dass hier niemand mit erhobenem Zeigefinger missioniert. Es geht um Genuss, Geschmacksexplosionen und den Spaß am Kochen. Und wer gedacht hat, pflanzenbasiert sei langweilig, wird beim Blättern schon eines Besseren belehrt – spätestens beim ersten Bissen vollends überzeugt.

Dieses Buch ist wie ein Kumpel, der einem zeigt, wie vielfältig und überraschend einfach richtig gutes Essen sein kann – vegan, natürlich, ehrlich. Natürlich vegan hat mich definitiv vom Sofa in die Küche katapultiert. Wer Lust auf eine kulinarische Weltreise ohne Flugmeilen hat, wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Abenteuer in der Stadt der vielen Götter – So wird Bibel spannend und lebendig

Daniel
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Plötzlich stehe ich mitten in Babylon, als hätte mich jemand heimlich in eine Zeitmaschine gesteckt! „Daniel – In der Stadt der vielen Götter“ von Marcus Witzig ist kein normales Kinderbuch, sondern eher ...

Plötzlich stehe ich mitten in Babylon, als hätte mich jemand heimlich in eine Zeitmaschine gesteckt! „Daniel – In der Stadt der vielen Götter“ von Marcus Witzig ist kein normales Kinderbuch, sondern eher ein Abenteuer-Portal mit eingebautem Überraschungseffekt. Dank dem BOOKii-Stift quasseln Mauern, brüllen Löwen (zum Glück nur digital) und der König Nebukadnezar persönlich flüstert mir seine Träume ins Ohr – was für ein Spektakel!

Hier wird nicht einfach vorgelesen, hier wird angetippt, entdeckt, gelacht und mitgesungen. Über 1000 (!) kleine Audio-Schätze warten nur darauf, neugierig gekitzelt zu werden. Und wer denkt, Bibelgeschichten wären langweilig, kennt offensichtlich Mina Muntermaus und ihre tierischen Freunde noch nicht. Die Truppe sorgt mit ihrer schrägen Art dafür, dass selbst der ernste Thronsaal ein Ort für Lachanfälle wird.

Besonders genial finde ich die Mischung aus Spannung, Wissen und Quatsch. Ein Moment stehe ich noch staunend vor den babylonischen Hängenden Gärten, im nächsten Moment versucht Anton Aktivaffe mir ein Spiel unterzujubeln, das ich garantiert verliere. Selbst ich als Erwachsener ertappe mich dabei, wie ich heimlich weitertippe, weil ich wissen will, was als Nächstes passiert.

Die Illustrationen sind übrigens ein echter Hingucker. Neele Alberts und Rahel Schmid haben Babylon so detailverliebt gemalt, dass ich fast den Geruch von exotischen Pflanzen in der Nase habe. Es macht einfach Spaß, mit den Kids durch Daniels Welt zu reisen, während der BOOKii-Stift das Ganze zum Leben erweckt.

Ein absolut geniales Mitmachbuch, das Wissen nicht mit dem Holzhammer vermittelt, sondern mit Witz, Musik und jeder Menge Aha-Momenten. Wer seinen Kindern die Bibelgeschichte von Daniel nicht trocken aus einem Buch herunterleiern will, sondern mit ihnen zusammen erleben möchte, wird dieses Buch lieben. Und ich gestehe: Ich habe mich selbst dabei ertappt, dass ich den Stift auch ohne Kinder in der Hand hatte.

Fazit: Babylon war noch nie so bunt, lebendig und spaßig. Fünf Sterne? Viel zu wenig!

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Nimmerland zum Anfassen – Dieses Buch hat mich zurückfliegen lassen

Peter Pan
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Diese MinaLima-Ausgabe von Peter Pan ist keine schnöde Buchlektüre, sondern ein Abenteuer, das förmlich aus dem Regal hüpft und einem ins Gesicht ruft: „Zweiter Stern von rechts und dann immer geradeaus ...

Diese MinaLima-Ausgabe von Peter Pan ist keine schnöde Buchlektüre, sondern ein Abenteuer, das förmlich aus dem Regal hüpft und einem ins Gesicht ruft: „Zweiter Stern von rechts und dann immer geradeaus bis zum Morgen!“ Ich habe schon viele Bücher gesehen, aber was Coppenrath hier wieder gezaubert hat, ist schlichtweg magisch – und ja, ich stehe dabei grinsend wie ein Honigkuchenpeter vorm Regal.

Jede Seite knistert vor Nostalgie, Abenteuerlust und diesem augenzwinkernden Charme, den nur Peter Pan versprühen kann. Und wenn dann plötzlich eine Drehscheibe aus dem Buch purzelt oder eine Landkarte aufgefaltet werden will, fühlt man sich selbst wie ein verlorener Junge auf Schatzsuche. Ganz ehrlich: Ich habe mich erwischt, wie ich mit ausgestrecktem Arm durch die Wohnung geflogen bin – die Nachbarn hatten was zu gucken.

Die Illustrationen von MinaLima sind einfach Kunstwerke. Kein überladener Schnickschnack, sondern detailverliebte Hingucker, die den Geist von Nimmerland so richtig wachkitzeln. Dazu kommt der edle Leinenstruktur-Einband – fühlt sich an, als hätte man ein echtes Relikt aus Wendy’s Schatztruhe in den Händen.

Die Geschichte von Peter Pan selbst? Klassiker. Unantastbar. Aber durch diese interaktiven Spielereien wirkt sie frischer als ein Morgentau in Nimmerland. Bernd Wilms’ Übersetzung hat genau den richtigen Ton getroffen: poetisch, charmant und doch mit einem kleinen Augenzwinkern.

Ich liebe diese MinaLima-Ausgaben sowieso – sie sind in meinem Bücherregal absolute Stars, aber Peter Pan setzt mit seinen Spielereien wirklich die Krone auf. Man hat das Gefühl, dass Captain Hook jeden Moment aus einer Zeitungsausschnitt-Klappe lugt oder die Krokodiluhr im Wohnzimmer tickt.

Kurzum: Dieses Buch ist kein Buch. Es ist ein Tor nach Nimmerland. Und nein – erwachsen werde ich jetzt erst recht nicht mehr. 5 funkelnde Sterne von mir – ich fliege dann mal weiter!

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Veröffentlicht am 30.07.2025

Warum ich nach diesem Buch nie wieder über Trauma diskutieren muss

Das erschütterte Ich
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Also mal ehrlich, wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, ich würde freiwillig ein Buch über Trauma lesen – und es dann auch noch begeistert weiterempfehlen – dem hätte ich wohl einen Vogel gezeigt. ...

Also mal ehrlich, wenn mir vor ein paar Wochen jemand gesagt hätte, ich würde freiwillig ein Buch über Trauma lesen – und es dann auch noch begeistert weiterempfehlen – dem hätte ich wohl einen Vogel gezeigt. Und jetzt? Jetzt sitze ich hier, ziemlich beeindruckt von Frank Schneiders „Das erschütterte Ich“ und überlege, wem ich das als nächstes unterjubeln kann.

Schneider schafft das Kunststück, ein absolut schweres Thema so zu verpacken, dass man sich beim Lesen nicht fühlt, als hätte man einen Bleigürtel um den Kopf. Klar, der Inhalt ist heftig – es geht um Trauma, PTBS, Flashbacks und all das Zeug, das man sonst lieber wegschiebt. Aber er erklärt’s so, dass man am Ende nicht völlig fertig, sondern eher klüger und irgendwie… gestärkt ist.

Besonders gut fand ich, dass er mit diesen ganzen Mythen aufräumt. Nein, Trauma ist nicht nur was für Soldaten oder Kriegsflüchtlinge. Und ja, auch der „harte Kerl von nebenan“ kann eine PTBS kriegen. Die Fallbeispiele sind wie ein Blick durchs Schlüsselloch in eine Welt, die man sonst nur aus dramatischen TV-Dokus kennt – aber hier wirkt das echt und nachvollziehbar.

Obwohl ich weder Therapeut noch Betroffener bin, habe ich unglaublich viel gelernt – über Resilienz, die Mechanismen im Hirn, wenn’s richtig knallt, und auch, wie wichtig der Umgang mit Betroffenen ist. Da gab’s einige Aha-Momente, die man nicht mehr so schnell loswird.

Am Ende bleibt bei mir hängen: Trauma betrifft uns alle irgendwie. Und das Buch sollte man gelesen haben, bevor man wieder vorschnell urteilt. Frank Schneider hat ein Standardwerk hingelegt, das gleichzeitig verständlich, berührend und erstaunlich unterhaltsam ist.

Also von mir glasklare fünf Sterne – und ich hätte gern noch 50 Seiten mehr gehabt. Wer hätte das gedacht?

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