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Veröffentlicht am 14.02.2020

Wer will schon perfekt, wenn er die große Liebe haben kann?

Throttle me - Halte mich
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Meine Meinung
„Throttle me - Halte mich“ ist der erste Band der „Men of Inked“ Reihe. Geschrieben wurde er von der US-amerikanischen Autorin Chelle Bliss. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Suzette „Suzy“ ...

Meine Meinung
„Throttle me - Halte mich“ ist der erste Band der „Men of Inked“ Reihe. Geschrieben wurde er von der US-amerikanischen Autorin Chelle Bliss. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Suzette „Suzy“ McCarthy und Joseph „City“ Gallo.

Suzy, die sich selber als Kontrollfreak bezeichnet, plant ihr Leben bis ins kleinste Detail und kann absolut nichts dem Zufall überlassen. Als eines Abends ihr Auto liegen bleibt und sie von einem mysteriösen Biker gerettet wird, wirft das ihre ganze Lebensplanung über den Haufen, den City ist zwar ein Gentleman passt von seiner Art her aber so überhaupt nicht zu Suzys Vorstellungen.

City der von seiner Familie meistens „Joey“ genannt wird und dessen Körper über und über mit Tattoos verziert ist arbeitet als Tätowierer, fährt eine Harley Davidson und steht auf hemmungslosen Sex. Doch hinter Citys harter Schale verbirgt sich in Wirklichkeit ein weicher Kern, denn aber seitdem Verlust seines Herzens vor aller Welt versteckt.

Bei den meisten Liebesromanen, die ich lese, geht mir der weibliche Hauptcharakter früher oder später auf die Nerven. Als ich im Klappentext gelesen habe, dass Suzy ein Kontrollfreak sein soll war mein erster Gedanke „Na super, die ist wahrscheinlich extrem anstrengend.“. Im Nachhinein muss ich zugeben, dass ich positiv überrascht wurde, denn ja Suzy ist ein Kontrollfreak aber der Autorin ist es gelungen diese Eigenschaft auf eine solch erfrischende und witzige Art umzusetzen, dass ich Suzy innerhalb kürzester Zeit in mein Herz geschlossen habe. Und irgendwie habe ich mich sogar ein bisschen in ihr wiedererkannt, denn auch ich kann bisweilen zum Kontrollfreak mutieren und das hat sie mir nur noch sympathischer gemacht.

City konnte ich anfänglich nur schwer einschätzen. Zwar fand ich seine mysteriöse Art sehr anziehend und faszinierend, so richtig greifen konnte ich ihn aber nicht, denn ich hatte die ganze Zeit das Gefühl nur seine Maske zu kennen. Irgendwann lässt er diese Maske dann tatsächlich fallen und von da an war ich süchtig nach diesem Mann. City mag auf den ersten Blick alles andere als vertrauenserweckend wirken, aber das sind nur die Mauern, hinter denen er sich zu seinem eigenen Schutz versteckt.

Ich habe eine große Schwäche für schöne Tattoos und Männer mit dieser Art von Körperschmuck finde ich unglaublich anziehend. Alleine schon das traumhafte Cover konnte meine Neugierde wecken und nachdem mir die Leseprobe verraten hatte, dass der männliche Protagonist als Tätowierer arbeitet, wusste ich das könnte ein Buch ganz nach meinem Geschmack werden. In solchen Momenten (wenn mir klar wird, dass ich das Buch unbedingt lesen will) springt meine Fantasie an und das bedeutet bei mir leider immer das ich Erwartungen an ein Buch stelle. Bei dieser Geschichte hätte ich das mal lieber gelassen. Die Szene, auf die ich mich von der ersten Seite an gefreut habe, gab es nämlich nicht und jetzt bin ich ziemlich enttäuscht, weil ich das Gefühl habe, dass der Geschichte etwas fehlt, dabei war sie alles andere als schlecht.

Mein einziger Kritikpunkt wären die Sexszenen. Ich möchte damit nicht sagen, dass mir die Sexszenen von ihrer Beschreibung her nicht gefallen haben sondern, dass es mir zu viele waren. Ich habe ja nichts dagegen, wenn es innerhalb der ersten Kapitel bereits zur Sache geht aber, dann sollte es sich bei dem Sex um einen One-Night-Stand handeln und nicht um die langfristige Art. Bei dieser Art von Sexszenen setzte ich dann doch lieber auf weniger ist mehr. Heißt ein zwei wirklich gut beschriebene Sexszenen statt gefühlloses übereinander herfallen in jedem zweiten Kapitel. Bei dieser Menge kann es nämlich auch sehr schnell passieren, dass die eigentliche Handlung in den Hintergrund gedrängt wird.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Sichten von Suzy und City erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die Kapitel hatten eine angenehme Länge, die Wortwahl passte gut zur Handlung und der Schreibstil ließ sich flüssig lesen.

Fazit
Chelle Bliss ist mit diesem Buch ein interessanter Reihenauftakt gelungen, der bei mir definitiv die Neugierde für die Folgebände wecken konnte. Mich konnte dieses Buch so gut unterhalten, dass ich es innerhalb von zwei Tagen regelgerecht verschlungen habe. Von mir gibt es daher eine Leseempfehlung an all die Leser*innen, die kein Problem mit explizierter Wortwahl und regelmäßigen Sexszenen haben.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.02.2020

Meine Erwartungen wurden leider nicht erfüllt

Beautiful Liars, Band 1 - Verbotene Gefühle
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„Verbotene Gefühle“ ist der erste Band der „Beautiful Liars“ Trilogie, die aus der Feder der US-amerikanischen Autorin Katharine McGee stammt. Mit ihrem Jugendbuch Debüt reist die Autorin ins Jahre 2118. ...

„Verbotene Gefühle“ ist der erste Band der „Beautiful Liars“ Trilogie, die aus der Feder der US-amerikanischen Autorin Katharine McGee stammt. Mit ihrem Jugendbuch Debüt reist die Autorin ins Jahre 2118. Im Manhattan der Zukunft leben die Menschen in einem fiktiven Wolkenkratzer, der als der höchste der Welt gilt und der von allen nur „Tower“ genannt wird. An diesem futuristischen Ort leben die Reichen oben und die Armen unten.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen fünf Bewohner des Towers, zwischen denen im Laufe der Geschichte immer mehr Verbindungen entstehen. Denn obwohl sie über den gesamten Tower verteilt leben und somit aus unterschiedlichen sozialen Schichten kommen, kreuzen sich ihre Wege öfters als ihnen lieb ist. Jeder der fünf ist eine individuelle Persönlichkeit doch dank ihrer Geheimnisse sitzen sie im selben Boot, denn sie alle stecken in einem gigantischen Netz aus Intrigen fest.

Die Charaktere

Avery lebt zusammen mit ihrem Stiefbruder Atlas und ihren Eltern im tausendsten Stock und scheint ein perfektes Leben zu führen. Doch der Schein trügt, denn Avery hütet ein Geheimnis, das alles zerstören könnte.

Leda ist Averys beste Freundin. Eine soziale Stellung, die für sie Segen und Fluch zugleich bedeutet, denn Leda ist es noch nie gelungen aus dem Schatten ihrer makellos perfekten Freundin herauszutreten. Obwohl Leda extrem ehrgeizig ist steht sie sich mit ihrem manipulativen Verhalten selber im Weg.

Eris gilt als das It-Girl, mit dem jedes Mädchen gerne befreundet wäre und das alle um ihr scheinbar perfektes Leben beneiden. Bis sich ihre Eltern plötzlich trennen und Eris mit ihrer Mutter umziehen muss. Von jetzt auf gleich wird Eris unbeschwertes Leben völlig aus den Angeln gehoben.

Watt lebt zusammen mit seiner Familie in den unteren Etagen des Towers doch seine außergewöhnlichen Fähigkeiten als Hacker öffnen ihm ungeahnte Türen. Dabei wird Watt unvorsichtig und am Ende steht für in weit mehr als nur sein Herz auf dem Spiel.

Rylin ist seit dem Tod ihrer Mutter für das Wohlergehen ihre kleine Schwester verantwortlich. Um ihr ständig knappes Budget aufzubessern nimmt sie eine Stelle als Dienstmädchen bei dem reichen Herzensbrecher Cord an.

Meine Meinung

Wer Serien wie „Gossip Girl“ und „Pretty Little Liars“ mochte, könnte an diesem Buch seine wahre Freude haben. Nein es ist keine Kopie der beiden Serien aber gewisse Gemeinsamkeiten sind durchaus vorhanden. Ich selber habe die Buchreihen nie gelesen, dafür aber die Verfilmungen gesehen und zumindest von Gossip Girl war ich ein großer Fan. Letzten Endes war das dann auch der ausschlaggebende Grund warum ich das Buch auf meinen Wunschzettel gesetzt habe.

Theoretisch wollte ich sofort mit dem Lesen beginnen, wurde aber von einer guten Freundin gebremst. Sie hatte das Buch gerade beendet und informierte mich über ein wichtiges Detail. Die Geschichte endet mit einem sehr fiesen Cliffhanger und für mich war das Grund genug auf die restlichen zwei Bände zu warten. Wenn ich nämlich eins beim Lesen auf den Tod nicht ausstehen kann, dann ist es das ewige warten auf die Fortsetzung, wenn der vorherige Band mit einem Cliffhanger geendet hat.

Nachdem im Frühjahr 2019 dann endlich der dritte und letzte Band der Trilogie erschienen war, habe ich mir den ersten Band bei meiner Freundin ausgeliehen und mich voller Vorfreude ans Lesen gemacht. Leider musste ich bereits nach wenigen Kapiteln feststellen, dass das Buch so überhaupt nicht meinen Vorstellungen entspricht und so war meine Vorfreude recht schnell verflogen.

ACHTUNG! SPOILER!



„Eine glamouröse Party in Averys Penthouse wird ihr aller Leben für immer verändern. Einer von ihnen wird in den Tod stürzen. Einer von ihnen wird zum Mörder werden. Und sie alle werden in einem Netz aus Lügen gefangen sein.“

Mit diesem Szenario endet der Klappentext. Meine erste Reaktion bestand aus zwei Fragen. Wer ist der Tote und wer ist der Mörder?! Logischerweise will man mit solch einem Klappentext die Neugierde der Leser wecken und ich muss zugeben bei mir hat das definitiv funktioniert. Mein Bedürfnis nach Antworten war nämlich so immens, dass es mich fast in den Wahnsinn getrieben hat und damit wären wir bei meinem ersten Kritikpunkt! Ich hatte gehofft, dass das Buch mit der „glamourösen Party“ beginnt, dem war aber leider nicht so. Besagte Szene bildet nämlich den Schluss des Buches und da dieses Werk ca. 500 Seiten umfasst brauchte ich als Leser einen extrem langen Geduldsfaden, der eine anstrengende Reise überstehen musst, bis mich die Autorin nach einer gefühlten Ewigkeit endlich erlöst hat.

SPOILER! ENDE!



Mein zweiter Kritikpunkt wäre die Entwicklung der einzelnen Charaktere, die entweder nicht stattgefunden hat oder in eine für mich völlig falsche Richtung verlief.

Avery konnte mich zum Beginn der Geschichte noch faszinieren und ich wollte unbedingt einen Blick hinter ihre perfekte Maske werfen. Rückblickend betrachtet bereu ich das allerdings ein bisschen, denn Avery ist meilenweit davon entfernt perfekt zu sein. Im Grunde genommen hätte sie mir das fast sympathisch gemacht, wenn sie nicht so eine nervige Dramaqueen gewesen wäre. Dieser Frau gelingt es nämlich meisterhaft aus einer Mücke einen Elefanten zu machen.

Leda war mir vom ersten Moment an unsympathisch und ihre negative Entwicklung hat das nur noch verstärkt. In Ledas Welt ist nämlich nur für eine einzige Person Platz und das ist sie selbst. Völlig skrupellos manipuliert sie ihre Mitmenschen und setzt so ihren Willen durch. Und wenn sie den mal nicht bekommt, dann verwandelt sie sich sehr schnell in ein intrigantes Biest, dass vor absolut nichts zurückschreckt. Zum Ende des Buches habe ich sie so sehr verabscheut, dass ihr am liebsten den Hals umgedreht hätte.

Eris verhält sich zum Beginn der Geschichte wie das typische reiche Mädchen, dass sich für was Besseres hält und aus diesem Grund der festen Überzeugung ist, dass sie sich alles erlauben kann. Im ersten Moment dachte ich nur „Oh bitte nicht noch so ein Biest“ aber dann steht Eris Welt plötzlich Kopf und ich schöpfte neue Hoffnung, dass sie vielleicht doch nicht so schlimm ist. Leider war dem nicht so, denn entgegen meiner Erwartungen lernt Eris rein gar nichts aus ihrer neuen Lebenssituation.

Watt ist der einzige männliche Charakter und seine größte Leidenschaft ist das Hacken. Mit jedem weiteren Kapitel aus seiner Sicht stieg mein Interesse an seiner Person und ich wurde regelrecht süchtig nach ihm. In dem Moment als Watt jedoch das erste Mal mit den Bewohnern der oberen Stockwerke in Berührung kommt, habe ich mir innerlich gewünscht, dass ihn das nicht ins Negative verändert. Leider ging mein Wunsch nicht in Erfüllung und am Ende war er mir genauso unsympathisch wie die vier Mädchen.

Rylin war die einzige Person, die mir für einen kurzen Moment sympathisch war. Leider ist es ihr innerhalb weniger Kapitel gelungen diese Sympathie durch ihr mieses Verhalten zu zerstören. Zu Beginn der Geschichte steckt Rylin in einer finanziellen Notlage fest und ich hatte tatsächlich Mitleid mit ihr. Als sie in einem der oberen Stockwerke eine Stelle als Dienstmädchen bekommt habe ich mich kurzzeitig für sie gefreut. Doch der Kontakt zu ihrem Arbeitgeber verändert sie so extrem, dass sie sich in einen Menschen verwandelt, dessen Entscheidungen ich irgendwann nicht mehr nachvollziehen konnte.

Die Tatsache, dass ich zu keinem der fünf Charaktere eine Bindung aufbauen konnte und sie mir am Ende alle gleichermaßen unsympathisch waren hat meinem Lesevergnügen einen heftigen Dämpfer verpasst. Da ich bis zum Schluss gehofft hatte, dass die Charaktere ein Ausgleich zur größtenteils langweiligen Handlung sein könnten, war ich am Ende umso mehr enttäuscht.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht von Avery, Leda, Eris, Watt und Rylin. Eigentlich bin ich ein großer Fan von mehreren Sichten, weil ich meistens neugierig auf die Gedanken der einzelnen Charaktere bin. Bei diesem Buch haben mich die wechselnden Sichten allerdings so sehr durcheinandergebracht, dass ich der Handlung Langezeit nur schwer folgen konnte. Ein kleiner Lichtblick war der Schreibstil, der sich glücklicherweise erstaunlich angenehm und flüssig lesen ließ und die Wortwahl der Autorin konnte mich Stellenweise sogar zum Lachen bringen.

Fazit

Da ich ein großer New York Fan bin und von der Serie „Gossip Girl“ nicht genug kriegen konnte hatte ich große Erwartungen an dieses Buch. Jetzt nachdem ich mich mehr oder weniger durch die Geschichte geschleppt habe bin ich nicht nur maßlos enttäuscht, sondern irgendwie auch ein bisschen frustriert. Momentan fühlt es sich für nämlich so an als hätte ich meine wertvolle Lesezeit an ein schlechtes Buch verloren. Die Frage, ob ich dieses Buch weiterempfehlen kann muss ich daher mit einem klaren Nein beantworten.

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Ohne Worte!!!

After passion
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Meine Meinung

Das Buch basiert auf einer "One Direction" FanFiction, die auf Wattpad veröffentlicht wurde. Ich habe vor einigen Jahren (so genau weiß ich das selber nicht mehr) genau dieses Original gelesen ...

Meine Meinung

Das Buch basiert auf einer "One Direction" FanFiction, die auf Wattpad veröffentlicht wurde. Ich habe vor einigen Jahren (so genau weiß ich das selber nicht mehr) genau dieses Original gelesen und musste damals schon feststellen, dass es nur bedingt meinem Geschmack entspricht. Aber da Wattpad kostenlos ist habe ich mir gedacht, wenn es dich gar nicht mehr packt dann breche es einfach ab und gut ist. (Am Ende habe ich den ersten Band mehr überflogen, als ihn Wort für Wort zu lesen und danach habe ich die Reihe tatsächlich abgebrochen.)

Jetzt wurde mir das Buch (After Passion erschienen im Heyne Verlag) von einer meiner besten Freundinnen empfohlen. (Es ist eines ihrer absoluten Lieblingsbücher.) Ich dachte mir ok gib dem Ganzen eine Chance. So groß kann der Unterschied zum Original ja nicht sein. Klar es handelt sich hier nicht länger um eine FanFiction aber die Handlung sollte ja mehr oder weniger die gleiche sein.

Absoluter Irrtum!!! Bevor ich hier anfange möchte ich darauf hinweisen, dass ich jetzt nicht auf Details eingehen werde schon allein aus dem Grund, dass ich hier niemanden Spoiler will.
Um keinen Roman zu schreiben werde ich es kurz und schmerzlos machen. Das Buch ist die größte Katastrophe die ich jemals in diesem Genre gelesen habe und ich bin extrem froh das ich es nur von meiner Freundin ausgeliehen und nicht für ein eigenes Exemplar Geld ausgeben habe.

Es ist völlig egal ob ich an dieser Stelle mit Tessa oder Hardin anfange. Sie beide haben mich spätestens nach den ersten 50 Seiten nur noch genervt und das teilweise so extrem, dass ich sie einfach nur noch schütteln oder gegen die Wand klatschen wollte.
Tessa war für meinen Geschmack so dermaßen naiv, dass sie meiner Meinung nach, das Verhalten, dass Hardin ihr gegenüber regelmäßig an den Tag gelegt hat, mehr als verdient hat.
Hardin hingegen fand ich von seinem Wesen her unglaublich anstrengend und das bisweilen sogar so extrem, dass ich das Buch pausieren musste, weil ich seine Art einfach nicht mehr ausgehalten habe.

Im Grunde kann man das Buch in ein paar wenigen Sätzen zusammenfassen. "Die beiden kommen zusammen. Dann gibt es ein bisschen "sehr viel" Drama und sie trennen sich wieder. Worauf hin einer der beiden angekrochen kommt und es noch mal versuchen will und dann fängt das ganze Prozedere von vorne an." So geht das fast 700 Seiten lang.

Fazit
Tessa und Hardin sind zwei Protagonisten die meiner Meinung nach eine regelrechte Zumutung für den Leser sind und die die Geschichte für mich einfach nur zerstört haben. Um es noch halbwegs freundlich auszudrücken ich hätte gerne meine Lebenszeit zurück, die ich an dieses Buch verschwendet habe und die Begeisterung meiner Freundin und so vieler anderer kann ich absolut nicht nachvollziehen.

(Ich habe das Buch nur beendet, weil sie eine meiner besten Freundinnen ist und sie meine Meinung hören wollte. Mir wäre es schwergefallen, ihr diese mitzuteilen, wenn ich nur die Hälfte des Buches gekannt hätte.)

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Veröffentlicht am 06.02.2020

Mehr Krimi als Thriller

Cold Case - Das verschwundene Mädchen
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Meine Meinung
„Cold Case - Das verschwundene Mädchen“ stammt aus der Feder der schwedischen Autorin Tina Frennstedt. Ihr Autorendebüt ist gleichzeitig der erste Band einer neuen Thriller-Reihe, in deren ...

Meine Meinung
„Cold Case - Das verschwundene Mädchen“ stammt aus der Feder der schwedischen Autorin Tina Frennstedt. Ihr Autorendebüt ist gleichzeitig der erste Band einer neuen Thriller-Reihe, in deren Mittelpunkt die Kommissarin Therese Hjalmarsson steht, die von allen nur „Tess“ genannt wird. Zusammen mit ihrem Team ist Tess für die Lösung von Cold Cases verantwortlich.

Das erste was mir an diesem Buch aufgefallen ist, ist das wunderschöne Cover. Ich gehöre zu den Menschen, die von „schönen“ Covern geradezu magisch angezogen werden und in den meisten Fällen ist es das Erste was ich an einem Buch wahrnehme. „Cold Case - Das verschwundene Mädchen“ gehört für mich zu diesen Büchern und obwohl ich nach Beendigung des Buches feststellen musste, dass es mich leider so überhaupt nicht in seinen Bann ziehen konnte, gefällt mir das Cover immer noch ausgesprochen gut.

Seit ich denken kann bin ich ein großer Fan von guter Spannungsliteratur und dabei ist es völlig egal ob es sich um einen Krimi oder einen Thriller handelt. Spielt diese dann auch noch in Skandinavien ist meine Neugierde geweckt. Angetrieben von genau dieser Neugierde haben ich mir erst den Klappentext und später die Leseprobe durchgelesen. Was mir daran besonders gut gefallen hat, war die fast schon greifbare Spannung, mit der das Buch beginnt und die mich fast unmittelbar in ihren Bann ziehen konnte. Aus diesem Grund wollte ich unbedingt weiterlesen.

Rückblickend betrachtet bin ich sehr glücklich, dass ich das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen dürfte, denn ich würde mich ärgern, wenn ich dafür Geld ausgegeben hätte. Wer jetzt vermutet, dass mich das Buch nicht überzeugen konnte, der liegt mit seiner Vermutung absolut richtig. Ja vielleicht hätte ich an das Buch keine Erwartungen stellen dürfen aber sei wir mal ehrlich wer fängt schon komplett ohne Erwartungen an zu lesen?! Ich definitiv nicht. Allerdings bemühe ich mich stets darum diese so gering wie möglich zu halten.

Im Grunde stelle ich an einen Spannungsroman fast immer dieselben Erwartungen. Für mich muss spätesten nach den ersten 10% des Buches Spannung aufkommen, diese muss bei mir für Nervenkitzel sorgen und beides sollte im Verlaufe der Handlung stetig zunehmen. Der dritte und letzte Aspekt ist für mich der Täter, der von Anbeginn eine Rolle spielen muss. Ein Täter, der seinen ersten Auftritt erst kurz vor Ende der Geschichte hat, ist für mich ein absolutes „No-Go“.

Bis auf den „Täter“ Aspekt konnte die Autorin meine Erwartungen noch nicht mal ansatzweise erfüllen. Das Fehlen der beiden anderen Aspekte ist demnach mein erster Kritikpunkt. Der einzige Abschnitt, der tatsächlich spannend war, war der erste Teil des ersten Kapitels. Die restlichen Seiten, die leider über 90% des Buches ausmachen, plätscherten ohne jegliche Form von Spannung dahin. Im besten Fall hätte ich diesen Zustand als langweilig beschrieben, da die fehlende Spannung aber von etlichen unwichtigen Informationen (die Autorin schweift immer wieder vom eigentlichen Handlungsstrang ab, indem sie viel zu detailliert auf das Privatleben von Tess eingeht) begleitet wurde, war ich spätestens nach der Hälfte des Buches nur noch frustriert.

Verstärkt wurde das Ganze durch die falsche Gewichtung der zwei Kriminalfälle. Ich hätte mir gewünscht, dass der Schwerpunkt der Geschichte mehr auf dem Cold-Case Fall liegt. Möglicherweise wäre die Auflösung (die des Cold-Case Falles) dann präziser gewesen. Stattdessen hat die Autorin gar keinen Schwerpunkt gesetzt und den Leser am Ende mit einer ziemlich dürftigen Auflösung abgespeist.

Das ein Buch aus mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen besteht ist etwas völlig Normales. Das Ganze funktioniert aber nur, wenn es dem Autor am Ende gelingt diese auch stimmig zusammen zu führen und so alle ungeklärten Fragen beantwortet werden. Leider hat Tina Frennstedt weder das eine noch das andere gemacht und so war ich am Ende reichlich enttäuscht.

Eine unterhaltsame Geschichte lebt für mich von interessanten Charakteren, zu denen ich im besten Fall eine Bindung aufbauen kann. Bei diesem Buch trifft das aber leider nur auf die Protagonistin Tess zu. Nur mit ihr bin ich warm geworden und irgendwann war sie mir sogar sympathisch. Zu den restlichen Charakteren konnte ich bis zum Schluss kaum oder gar keine Bindung aufbauen. Sie waren mir entweder zu unsympathisch oder sie haben schlichtweg kaum eine Rolle gespielt und waren somit fast schon überflüssige Personen.

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, was mir zu Beginn der Geschichte denn Einstieg erschwert hat. Mit vorschreitender Handlung fiel es mir dann glücklicherweise leichter. Über den grauenhaften, bisweilen schwer zu lesenden Schreibstil konnte mich diese Tatsache aber nicht hinwegtrösten. Hinzu kommen die fehlenden Kapitelzahlen, was mich in regelmäßigen Abständen irritiert und so meinen Lesefluss beeinträchtigt hat.

Fazit
Auf dem Cover des Buches steht gut sichtbar „Thriller“. Bekommen tut der Leser hier aber eher einen soliden Krimi, dem jegliche Form von „Thriller-Feeling“ fehlt. Über diese Tatsache könnte ich mich jetzt aufregen tue ich aber nicht, denn das würde den schlechten Zustand der Geschichte kein bisschen ändern. Da mich die Geschichte nie richtig in ihren Bann ziehen konnte und ich mich irgendwie durch die Seiten gequält habe kann ich sie leider niemandem weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 17.01.2020

The Doctor Is In! - Dr. Charming

The Doctor Is In!: Dr. Charming
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Meine Meinung
Mit „Dr. Charming“ ist 2018 die deutsche Übersetzung des ersten Bandes der „The Doctor Is In!“-Reihe des amerikanischen Autorenduos Max Monroe erschienen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen ...

Meine Meinung
Mit „Dr. Charming“ ist 2018 die deutsche Übersetzung des ersten Bandes der „The Doctor Is In!“-Reihe des amerikanischen Autorenduos Max Monroe erschienen. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Dr. William „Will“ Cummings und Melody Marco. Will arbeitet als Gynäkologe am St. Luke’s Krankenhaus in New York. Dank seines eher unfreiwilligen Auftritts in einer fragwürdigen Serie wird sein guter Ruf durch den Dreck gezogen. Melody, die sich gerade von ihrem hoffnungslosen Ex-Freund getrennt hat und wieder bei ihren Eltern eingezogen ist, bewirbt sich, auf das Dränge ihrer Mutter hin, auf eine Stelle als Hebamme im St. Luke’s Krankenhaus.

Melody ist eine Frau, die an die großen Liebe geglaubt hat und dann bitter enttäuscht wurde. Mit der Hoffnung auf einen Neuanfang im Gepäck zieht sie gezwungenermaßen wieder bei ihren Eltern ein und weil es alles andere als cool ist, wenn man mit neunundzwanzig weder ein Job noch eine eigene Wohnung hat, muss schleunigst eine Lösung her. Mir war Melody von der ersten Seite an sympathisch und ich konnte mich ohne große Probleme in sie hineinversetzen. Hinter ihrem Charakter steckt eine faszinierende und starke Persönlichkeit, von der ich spätestens nach der Hälfte des Buches nicht mehr genug kriegen konnte. Sie weiß was sie will und auch wenn sie nicht immer ganz erfolgreich ist gibt sie trotzdem niemals auf.

Will arbeitet als Gynäkologe und ist dabei äußerst erfolgreich. Sein bisheriges Leben als Junggeselle hat er in vollen Zügen genossen und sich dabei nie wirklich Gedanken um seine private Zukunft gemacht. Erst als Melody in sein Leben tritt ändert sich dies, nur leider macht ihm sein Auftritt in der Serie „The Doctor Is In!“ einen Strich durch die Rechnung. Will fand ich zu Beginn der Geschichte zwar unglaublich faszinierend, so richtig greifen konnte ich ihn aber nicht. Zum Glück änderte sich dieser Zustand im Laufe des Buches und so konnte ich langsam, aber stetig eine Art Verbindung zu seinem Charakter aufbauen. Was mich dafür in regelmäßigen Abständen zum Lachen gebracht hat war Wills Beziehung zu seinen mehr als unkonventionellen Eltern.

Neben Will und Melody gibt es in diesem Buch auch noch eine große Menge an Nebencharakteren, durch die die Geschichte erst ihr Gewisse etwas bekommt. Denn sie alle haben eine Sache Gemeinsam ihren sehr offenherzigen und lockeren Umgang mit dem Thema Sexualität und allem was irgendwie damit zu tun hat. Hinzukommen die eindeutigen zweideutigen Bemerkungen, die in gefühlt jedem zweiten Satz fallen und eine bisweilen sehr vulgäre und tabulose Wortwahl. Wer jetzt aber glaubt, dass die beiden ununterbrochen übereinander herfallen, der irrt sich. Zwar bekommt der Leser in diesem Buch deutlich mehr als nur eine seichte Liebesgeschichte geboten, einen maßlosen Überfluss an Sexszenen wird er aber vergeblich suchen, denn das Autorenduo hat eine gesunde Balance aus Handlung und Sexszenen gefunden.

Erzählt wird das Buch abwechselnd aus der Sicht von Will und Melody. Der Leser bekommt so die Chance beide gleichermaßen kennenzulernen. Wenn man mal von der Wortwahl absieht, bekommt man in diesem Werk einen durchaus angenehmen Schreibstil geboten.

Fazit
Wer gerne Liebesgeschichten liest, die von sehr offenherzigen Charakteren und einer expliziten Wortwahl leben, der ist hier genau richtig. Allen anderen Leser rate ich von diesem Buch ab, denn die oben genannten Kriterien ziehen sich wie ein roter Faden durch die gesamte Geschichte. Heißt überlesen funktioniert nicht. Ich gehöre definitiv zu den Lesern, die sich an so etwas nicht stören. Vielmehr würde ich sogar behaupten, dass ich solche Bücher liebe.