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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.06.2019

Tolle Idee! Mittelmäßige Umsetzung.

Mr Fixer Upper
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Meine Meinung
"Mr. Fixer Upper" ist für mich das zweite Buch von Lucy Score. Leider fand ich es nicht annähernd so gut wie "Not My Type".

Im Mittelpunkt des Buches stehen Gannon King und Paige St. James. ...

Meine Meinung
"Mr. Fixer Upper" ist für mich das zweite Buch von Lucy Score. Leider fand ich es nicht annähernd so gut wie "Not My Type".

Im Mittelpunkt des Buches stehen Gannon King und Paige St. James. Gannon King ist der Star einer Reality-Renovierungs-Show und für sein überschäumendes Temperament bekannt. Mit diesem Verhalten treibt er die Aufnahmeleiterin Paige regelmäßig in den Wahnsinn. Paige St. James hast ihre Arbeit. Was unteranderem dran liegt, dass sie wegen ihres Geschlechtes benachteiligt wird.

Gekauft habe ich mir dieses Buch wegen des Klappentextes und weil ich das Cover ziemlich ansprechend fand. Vom Inhalt bin ich allerdings nur mäßig begeistert. Was hauptsächlich an der nervigen Hautprotagonistin lag.

Paige legt mehr oder weniger das gesamte Buch über eine Art und Weise an den Tag, die nicht nur unglaublich nervig sonder auch verdammt anstrengend ist. Dabei sind die Absichten die sie verfolgt alles andere als unwichtig. Nur leider fiel sie mit ihrem Verhalten immer wider negativ auf und für meinen Geschmack war das irgendwann zu viel des Guten.

Gannon hingegen tat mir irgendwann richtig leid. Der arme Kerl ist bis über beide Ohren in Paige verknallt und tut absolut alles um sie von sich zu überzeugen. Manchmal wirkten seine Taten schon fast ein bisschen verzweifelt aber wer nimmt es ihm übel, wenn er gegen eine Frau ankämpfen muss die nicht nur übermäßig stur sonder auch noch absolut blind ist.

Ein positiver Punkt der das ganze Hin und Her erträglicher gemacht hat war ein recht guter Schreibstil und Kapitel, die sich von der Länge her in maßen hielten. Erzählt wir das Buch aus der Sicht von Paige und Gannon, wobei die Anteile von Paige größer sind.

Fazit
Wenn ich nicht bereits ein Buch von Lucy Score gelesen hätte, dann wäre dies vermutlich mein erste und letztes von ihr gewesen. Die Idee ist definitiv nicht schlecht nur leider konnte mich die Umsetzung nicht wirklich überzeugen.

Veröffentlicht am 17.06.2019

Albtraum Urlaub

Kalter Strand
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Meine Meinung
„Kalter Strand“ ist der erste Band einer neuen Thriller-Reihe, in deren Mittelpunkt der Kommissar Tom Skagen steht. Tom arbeitet für Skanpol einer fiktiven Unterabteilung von Europol, die ...

Meine Meinung
„Kalter Strand“ ist der erste Band einer neuen Thriller-Reihe, in deren Mittelpunkt der Kommissar Tom Skagen steht. Tom arbeitet für Skanpol einer fiktiven Unterabteilung von Europol, die als Sondereinheit angefordert werden kann, wenn die Polizei in einem Fall nicht weiterkommt. Die Arbeit von Skanpol konzentriert sich dabei ausschließlich auf die Skandinavischen Länder. So werden Tom und seine Chefin Jette Vestergaard von der dänischen Polizei zur Unterstützung bei einem scheinbaren Mord, an einer unbekannten Frau, hinzugezogen.

Ich bin sowohl durch den Klappentext als auch durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden und als ich gelesen habe, dass es in Skandinavien spielt, wusste ich dieses Buch muss ich lesen. Wer den Klappentext liest, der bekommt bereits einen guten ersten Eindruck. Da gibt es offensichtlich einen „Verrückten“, der sich selber „das Auge“ nennt und scheinbar wahllose Touristen auf so perfide Weise manipuliert, dass sie für ihn Straftaten begehen. Und damit sie auch ja nicht auf Dumme Gedanken kommen, entführt er jemanden, als Druckmittel, der ihnen wichtig ist.

Zunächst einmal fängt die Geschichte mit solider Ermittlungsarbeit an, die mich eher an einen Krimi erinnert hat. Steigert sich dann aber mit jedem weiteren Kapitel zu einem packenden Pageturner voller Action und Cliffhanger, den ich spätestens ab dem zweiten Drittel nicht mehr aus der Hand legen konnte. Bei den etlichen Verdächtigen, die dem Leser in mehreren parallel verlaufenden Handlungssträngen präsentiert werden, gilt es vor allem nicht den Überblick zu verlieren. Was mir dabei stets sehr geholfen hat, waren die Besprechungen der SOKO „Strand“ in den regelmäßig der Stand der momentanen Ermittlungen zusammengefasst wird. Dabei kam für mich irgendwann die Frage auf, ob die Polizei den nun in zwei unterschiedlichen Fällen ermittelt oder ob doch in irgendeiner Weise ein Zusammenhang zwischen den beiden besteht.

Was die Charaktere angeht konnte mich die Autorin leider nicht zu 100% überzeugen. Tom konnte mich von Anfang an faszinieren und so wurde er für mich zu einem Protagonisten, den ich sehr schnell ins Herz geschlossen und mit dem ich regelrecht mit gefiebert habe. Er entwickelt sich im Verlaufe der Geschichte zu einem Mann, der nicht lockerlässt und seinem „Bauchgefühl“ so lange nach geht, bis er eine zufrieden stellende Antwort bekommen hat.

Diese Eigenschaft könnte schon fast als Verbissenheit bezeichnet werden, sorgt aber letztendlich für die Auflösung des ganzen Chaos. Den dank der Starsinnigkeit des Dienststellenleiters Henning Poulsen tritt die SOKO „Strand“ mit den Ermittlungen lange Zeit auf der Stelle und das sorgt für ordentlich Spannungen innerhalb des Kollegiums.

Bei Toms Chefin Jette wird das leider ganz besonders deutlich, denn sie legt fast die gesamte Zeit über ein Verhalten an den Tag, dass mich nicht nur mit dem Kopf hat schütteln lassen, sondern mir irgendwann auch den letzten Nerv geraubt hat. Erst ganz zum Schluss der Geschichte kommt sie zur Besinnung. Für meinen Geschmack kommt sie viel zu spät zu der Einsicht, dass sie einen gravierenden Fehler begangen hat.

Mit einem guten Schreibstil, der sich sehr angenehm lesen ließ, relativ kurzen Kapiteln und einer Erzählweise aus unterschiedlichen Perspektiven konnte mich die Autorin zusätzlich überzeugen. Da kann ich auch die ein oder andere kleine Schwäche verzeihen und so gebe ich diesem Reihenauftakt 4,5 von 5 Sternen.

Fazit
Anne Nørdby ist mit „Kalter Strand“ ein Thriller gelungen, der sowohl perfide als auch eiskalt daherkommt und den Leser vor lauter Fassungslosigkeit mit angehaltenem Atem zurücklasst. Denn was als idyllischer Urlaub in einer malerischen Ferienhaussiedlung in Dänemark beginnt endet als actionreiches Spektakel, das etliche Tote fordert. Wer gerne skandinavische Thriller liest, die sich im Verlauf der Handlung zu wahren Achterbahnfahrten entwickeln, der ist mit diesem Buch bestens bedient. Für mich eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 13.06.2019

Ein schönes Sommerbuch

Perfekt für dich
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Meine Meinung
Mit „Perfekt für dich“ ist Chantal Schreiber ein lustiges und unterhaltsames Jugendbuch gelungen, in dessen Mittelpunkt Kim steht. Sie ist dreizehn und steckt mitten in den Höhen und Tiefen ...

Meine Meinung
Mit „Perfekt für dich“ ist Chantal Schreiber ein lustiges und unterhaltsames Jugendbuch gelungen, in dessen Mittelpunkt Kim steht. Sie ist dreizehn und steckt mitten in den Höhen und Tiefen der Pubertät fest.

Die Pubertät ist eine Phase, durch die wir alle durchmussten und es gab etliche Stellen in diesem Buch bei denen ich mir gedacht habe, dass kommt dir doch irgendwie bekannt vor. Sein es die immer intensiver werdenden Interessen am anderen Geschlecht, der Wunsch nach dem ersten festen Freund und dem damit einhergehenden ersten Kuss oder das verstärkte Bedürfnis sich zu schminken um älter und reifer zu wirken. All diese aufregenden Momente hat die Autorin auf eine humorvolle Weise umgesetzt, die mich immer wieder zum Lachen gebracht haben.

Das Buch spielt während der Sommerferien und umfasst mal gerade einen Zeitraum von knapp einem Monat. Was mir gut gefallen hat, war die Veränderung, die Kim während dieser Zeit durchläuft. War sie anfänglich ein zickiger Teenager, den ich zuweilen ganz gerne an die Wand geklatscht hätte, entwickelte sie sich zu einer deutlich reiferen und erwachseneren Version ihrer selbst. Kim macht im Verlaufe der Handlung eine Menge Fehler, lernt aber daraus und entschuldigt sich am Ende für ihr schlechtes Verhalten.

Neben Kim gibt es eine recht überschaubare Menge an Nebencharakteren, die mir allesamt gut gefallen haben. Wie etwa Kims Großmutter Bine, deren Markenzeichen ihre Jogginganzüge sind und die wohl eher wie eine coole große Schwester ist. Oder Kims großer Bruder Toby, der obwohl er manchmal ein bisschen genervt von Kims Verhalten ist, seine Schwester doch über alles liebt. Kims Eltern spielen eher eine untergeordnete Rolle und tauchen nur in vereinzelten Kapiteln auf, daher fand ich es schwer mir ein genaues Bild über sie zu machen. Zu Kims Freundeskreis gehören definitiv ihre beste Freundin Lolo, die während der Geschichte Urlaub bei ihrer Großmutter in Amerika macht und von daher meistens nur in Form von Telefonaten und SMS in Erscheinung tritt. Der Junge den Kim während eines Fußballcamps kennen lernt, spielt dafür eine umso größere Rolle und Lego gehörte für mich recht schnell zu meinen Lieblingscharakteren.

Ein regelrechtes Gegensatzpaar bilden Danny und Mila, Danny ist der coole Junge aus der Oberstufe, in den Kim total verknallt ist und von dem sie sich wünscht, dass er ihr die verhasste Nachhilfe in Mathe versüßt. Mila ist für Kim im ersten Moment das absolute Gegenteil, die langweilige Streberin, die all ihre perfekten Pläne zunichte macht und die Kim deswegen so schnell wie möglich loswerden will. Am Ende muss sie lernen das sie nicht richtig hingesehen hat und der erste Eindruck täuschen kann.

Fazit
„Perfekt für dich“ ist ein schönes Sommerbuch, das zum Lachen und Entspannen einlädt und das man am besten mit einem kühlen Getränk auf dem Balkon genießen sollte. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 27.05.2019

Spannung? Fehlanzeige!

10 Stunden tot
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Meine Meinung
"10 Stunden tot" ist für mich das erste Buch von Stefan Ahnhem (die Vorgänger Bände der "Fabian Risk" Reihe habe ich nicht gelesen). Was für mich, wie ich im Laufe des Buches lernen musste, ...

Meine Meinung
"10 Stunden tot" ist für mich das erste Buch von Stefan Ahnhem (die Vorgänger Bände der "Fabian Risk" Reihe habe ich nicht gelesen). Was für mich, wie ich im Laufe des Buches lernen musste, ein erheblicher Nachteil war. Okay, weder der Autor noch der Verlag können was dafür, dass ich die Vorgängerbände nicht gelesen habe, aber der eine oder andere Hinweis zu bisher Geschehenem wäre manchmal ganz angebracht gewesen. Denn eiskalt vorauszusetzen, dass jeder die Vorgängerbände gelesen hat, ist meiner Meinung nach mehr als dreist.

Ich kann nur begrenzt beurteilen ob es wirklich so ist. Aber auf mich wirkte das Buch als hätte es weder einen richtigen Anfang noch etwas, das ich als Ende bezeichnen würde. Das Gefühl, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes, wurde mit jedem weiteren Kapitel bei mir immer stärker. Da es sich bei "10 Stunden tot" laut Buchumschlag um Thriller handelt, war das „fertige Buch“ für mich gelinde gesagt eine herbe Enttäuschung, denn es ist nicht wirklich fertig.

Was mich zunehmend gestört hat, war die utopische Anzahl von Fällen. Mir kam das ganze so vor, als hätte der Autor versucht all seine Ideen der letzten Jahre zwischen zwei Buchdeckel zu quetschen. Das damit angerichtete heillose Wirrwarr hatte weder Hand noch Fuß.

Sicherlich! Bücher aus diesem Gerne haben meistens mehrere Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen. Auch zwei bis drei Fälle gleichzeitig sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, aber die meisten Autoren solcher Bücher achten darauf, dass die einzelnen Elemente am Ende der Geschichte zu einem Ganzen verschmelzen. Bei Stefan Ahnhem ist dies aber leider überhaupt nicht der Fall.

Ein weiterer Kritikpunkt ist der Klappentext, denn der hat nahezu gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun. Ich kann nicht beurteilen, ob das ein Übersetzungsfehler ist (ich spreche kein schwedisch), oder ob das gewollt war. Das Zweite wäre allerdings das Resultat eines grauenhaften Marketings. Denn der Fall, der im Klappentext beschrieben wird, spielt nur eine kleine Nebenrolle in der Geschichte. Und was der Titel mit dem Buch zu tun hat, hat sich mir ebenfalls nicht erschlossen.

Das einzig Positive war für mich die Länge der einzelnen Kapitel, denn die waren maximal 9-10 Seite lang. Die Perspektivwechsel fand ich einerseits gut, anderseits waren es für meinen Geschmack zu viele. Der Schreibstil der deutschen Übersetzung ist halbwegs solide, lädt aber nicht zu einem flüssigen und entspannten Lesegenuss ein.

Zu den Charakteren selber möchte ich mich nicht äußeren, denn dank dem fehlenden Wissen aus den Vorgängerbänden kann ich sie nur sehr schwer einschätzen.

Fazit
Würde ich das Buch weiterempfehlen? NEIN! Auf gar keinen Fall. Denn dieses Werk sollte sich meiner Meinung nach nicht als Thriller bezeichnen dürfen. Die Spannung habe ich regelrecht suchen müssen und der Nervenkitzel war schlichtweg nicht vorhanden. Beides ist aber für einen guten bis hervorragenden Thriller unverzichtbar.

Veröffentlicht am 19.05.2019

Mangelhafte Umsetzung

Cainstorm Island – Der Gejagte
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"Cainstorm Island - Der Gejagte" scheint der erste Band einer Reihe zu sein. Zumindest lässt das offene Ende erahnen, dass da noch weitere Bücher folgen werden. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob ich ...

"Cainstorm Island - Der Gejagte" scheint der erste Band einer Reihe zu sein. Zumindest lässt das offene Ende erahnen, dass da noch weitere Bücher folgen werden. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob ich die noch lesen möchte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der 17-Jährige Emilio. Er lebt zusammen mir seiner Mutter, seinem Stiefvater und seinem kleinen Halbbruder auf Cainstorm Island. Einem Ort der von Armut beherrscht wird. Emilio wurde von Eyevision ein Chip ins Gehirn implantiert, der mit seinem Sehnerv verbunden ist. So können Millionen Menschen eine halbe Stunde Live mitverfolgen was er sieht, wenn der Chip auf Sendung geht.

Die Handlung wird durchgehen von Action und Spannung bestimmt und immer wieder eintretende Wendungen sorgen für ein gleichbleibendes Level. Das Buch könnte theoretisch ein Pageturner sein, wären da nicht ein paar Aspekte die mich richtig aufgeregt haben.

Der wohl größte ist Bradley Starlight. Als der Kerl das erste Mal aufgetaucht ist hätte ich ihm am liebsten den Hals um gedreht. Wie eine Geschlechtskrankheit, die man nie wieder los wird, klebt dieser schleimige Widerling an Emilios Versen und es gab wirklich Situationen da hätte ich schreien können. So sehr hat mich dieser Idiot aufgeregte.

Lyssa und Jago waren dagegen ein wahrer Lichtblick. Beide fand ich recht sympathisch. Emilio selber hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Ich konnte mit ihm mitfiebern und beten das er am Leben bleibt und gleichzeitig hätte ich ihn gerne geschüttelt, weil ich sein Verhalten nicht nachvollziehen konnte.

Ich empfehle das Buch Lesern, die gerne dystopische Romane lesen. Allen anderen Rate ich die Finger von diesem Werk zu lassen.