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Veröffentlicht am 27.07.2025

Drei starke Frauen gehen ihren Weg

Die Hummerfrauen
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Beatrix Gerstenberger gibt uns einen Einblick in das Leben der 72-jährigen Ann, die sich in Maine als Hummerfischerin durchgesetzt hat, sowie in das der 54-jährigen Julie, die ebenfalls ihren Unterhalt ...

Beatrix Gerstenberger gibt uns einen Einblick in das Leben der 72-jährigen Ann, die sich in Maine als Hummerfischerin durchgesetzt hat, sowie in das der 54-jährigen Julie, die ebenfalls ihren Unterhalt mit Hummerfischen verdient und der 28 Jahre alten Mina, die es an den Urlaubsort ihrer Kindheit verschlagen hat. Gemeinsam ist den Frauen, die zu Freundinnen geworden sind, dass jede auf die ein oder andere Weise einen Verlust erlitten hat und wieder ins Leben finden musste.

Das Leben in Stone Harbour ist nicht leicht. Die meisten Bewohner leben vom Hummerfischen und das raue Meer hat schon manchen Sohn oder Ehemann verschlungen. So rau wie die See sind auch die Bewohner, aber im Ernstfall stehen sie fest zusammen.

Ich mochte wie ich durch Rückblicke, Erinnerungen und Gespräche immer tiefer in die Geschichte und somit in das Leben der drei Frauen eintauchen konnte. Durch die bildhafte und bildgewaltige Beschreibung dieses Fleckchen Erde und seiner Bewohner kam mein Kopfkino auf Touren und ich meinte den stürmischen Wind im Gesicht zu spüren und das Salz auf meinen Lippen zu schmecken.

Ein wunderbarer Roman, der von Liebe, Freundschaft, Verlust, Verzeihung und dem täglichen Kampf des Lebens erzählt. Ich habe das Buch, das mich auch zum Nachdenken angeregt hat mit einem wohligen Seufzer geschlossen.

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Veröffentlicht am 26.07.2025

Zu viele Alleingänge

Gehe mit den Toten
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Ein Großindustrieller wird ermordet aufgefunden. In seinem Jagdhaus macht die junge Kripobeamtin Lara Plank eine ungewöhnliche Entdeckung. Aufgrund eines Zeitungsartikels gerät sie in die Schusslinie der ...

Ein Großindustrieller wird ermordet aufgefunden. In seinem Jagdhaus macht die junge Kripobeamtin Lara Plank eine ungewöhnliche Entdeckung. Aufgrund eines Zeitungsartikels gerät sie in die Schusslinie der Öffentlichkeit und soll sich auf Anweisung ihres Vorgesetzten erstmal bedeckt halten. Allerdings denkt sie nicht im Traum daran und ermittelt auf eigene Faust mit einem Ex-Kollegen fröhlich weiter. Dabei hält sie sich weder an Anweisungen, noch an irgendwelche Gesetze oder Vorschriften.

Mit Lara Plank und ihrem Aktionismus konnte ich nicht warm werden. Sorry, aber das sind mir zu viele Alleingänge und Zufälle. Die Geschichte wirkt auf mich ziemlich konstruiert. Für einen Thriller fehlte es mir zudem an Spannung.

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Veröffentlicht am 22.07.2025

Lucy wollte ich am liebsten schütteln

Aber bitte mit Sonne
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Lucys Welt steht plötzlich Kopf. Nicht nur dass ihre beste Freundin ans andere Ende der Republik zieht, sie befürchtet auch, ihren nächsten Geburtstag nicht mehr zu erleben. Daher bricht sie alle Brücken ...

Lucys Welt steht plötzlich Kopf. Nicht nur dass ihre beste Freundin ans andere Ende der Republik zieht, sie befürchtet auch, ihren nächsten Geburtstag nicht mehr zu erleben. Daher bricht sie alle Brücken ab und will sich ihren Traum erfüllen, aber dann kommt alles ganz anders.

Lucy hätte ich am liebsten bei den Schultern gepackt und geschüttelt. Ich kann ihre Angst nachvollziehen, gerade wegen ihrer familiären Vorbelastung. Aber sich dann nach dem ersten Schock keine Gewissheit zu verschaffen, ist mehr als leichtsinnig. Vielleicht konnte ich mich deswegen nicht so wirklich mit diesem Charakter anfreunden. Andere Personen waren mir da wesentlich sympathischer.

Angelika Schwarzhubers Schreibstil ist gewohnt locker mit einer guten Portion Humor. Besonders gut gefielen mir Matteos Einfälle, um karibisches Urlaubsfeeling zu schaffen.

Ich las schon einige Bücher der Autorin und war bisher immer begeistert von ihren Geschichten. Dieses Mal störte mich die Kombination aus leichter Sommerlektüre und Lucys Umgang mit ihrem Verdacht. Vielleicht liegt es an meiner persönlichen Erfahrung mit dieser Krankheit im Bekanntenkreis.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Neubeginn auf einer Schäreninsel

Sommer auf Kanelholmen
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Von einem Tag auf den anderen kündigt Cornelia Wohnung und Job. Bei ihrer planlosen Flucht vor privaten Problemen landet sie zufällig auf der Schäreninsel Kanelholmen. Entgegen ihrer Absicht wird sie von ...

Von einem Tag auf den anderen kündigt Cornelia Wohnung und Job. Bei ihrer planlosen Flucht vor privaten Problemen landet sie zufällig auf der Schäreninsel Kanelholmen. Entgegen ihrer Absicht wird sie von den Bewohnern herzlich in ihrer Mitte aufgenommen und immer mehr in das Inselleben integriert.

Yvonne Ehn hat ihre Charaktere so lebensnah beschrieben, dass ich eine gute Vorstellung von ihnen bekam. Mit jedem Tag lernte ich sie aus ihren Gesprächen und Handlungen besser kennen. So erfuhr ich auch von ihrer Vergangenheit, ihren Problemen, ihren Sorgen und Ängsten, ihren Enttäuschungen, sowie ihren Träumen und Hoffnungen. Schön war es zu sehen, wie sich Paare fanden, Zwangsstörungen überwunden wurden, die Vergangenheit verarbeitet wurde und Verletzungen verziehen werden konnten.

Der locker-leichte Schreibstil garantiert einen guten Lesefluss. Was als leichter Sommerroman beginnt, bekommt immer mehr Tiefe durch ernste Themen wie z. B. Kindesvernachlässigung, Depression, Zwangsstörungen und Mobbing. Mir wurden fast zu viele Probleme in die Story aufgenommen.

Was mein Herz erfreut hat, waren die vielen detaillierten Beschreibungen der Schären. Hier hatte ich ein klares Bild von der Schönheit dieser Gegend vor Augen und meine Sehnsucht nach einem Urlaub dort wurde geweckt.

Ein Sommerroman mit Tiefgang, der mich gut unterhalten hat.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Einfach mega!

Das heimliche Zimmer: Thriller
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In ihrem 10. Fall haben es die Spezialermittler Laura Kern und Max Hartung mit einem brutalen Mord an einem Jugendlichen zu tun. Ins Visier der Ermittlungen gelangt Leon, ein Mitschüler des Ermordeten ...

In ihrem 10. Fall haben es die Spezialermittler Laura Kern und Max Hartung mit einem brutalen Mord an einem Jugendlichen zu tun. Ins Visier der Ermittlungen gelangt Leon, ein Mitschüler des Ermordeten Jungen. Aber damit nicht genug. Es geschehen weitere Morde und immer wieder führen Spuren zu Leon. Aber ist ein Jugendlicher so abgebrüht?

Laura und Max kenne ich ja schon aus den Vorgängerbänden und habe sie mittlerweile in mein Herz geschlossen. Ich begleite sie ja nicht nur bei ihren Ermittlungen, sondern habe auch Anteil an ihrem Privatleben, wodurch sie mir noch näher rücken. Aber auch ihre anderen Charaktere hat Catherine Shepherd so authentisch beschrieben als wäre sie ihnen schon persönlich begegnet.

Der Schreibstil lässt sich wie gehabt flüssig lesen. Der von Beginn an aufrechtgehaltene Spannungsbogen sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen und ich das Buch kaum aus der Hand legen kann. Währenddessen versuche ich ebenfalls dem Täter auf die Spur zu kommen, entwickle Thesen, werfe sie, betrachte die Liste meiner Verdächtigen und habe doch bis zum Schluss die falsche Person verdächtigt. Die Motivation für diese grausamen Taten lässt mich am Ende erschüttert und fassungslos zurück.

Sympathische Ermittler mit einem Privatleben, ein gut ausgearbeiteter Plot, Spannung von Anfang bis zum Ende und falsche Fährten, damit ich lange rätseln kann, genauso wünsche ich mir einen Thriller und habe ihn hier auch bekommen. Ich bin inzwischen fast süchtig nach den Büchern von Catherine Shepherd, die ich jedem Thriller-Fan nur ans Herz legen kann.

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