Trügt der Schein?
KreidemordDies ist bereits der 14. Band aus der Rügen-Reihe mit Hauptkommissarin Romy Beccare. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, konnte ich ihn auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen. Im Kreidemuseum wird ...
Dies ist bereits der 14. Band aus der Rügen-Reihe mit Hauptkommissarin Romy Beccare. Da der Fall in sich abgeschlossen ist, konnte ich ihn auch ohne Vorkenntnisse problemlos lesen. Im Kreidemuseum wird die Leiche der vor 12 Jahren untergetauchten Julia Schorrer gefunden. Die ehemalige Polizistin hatte sich mit der organisierten Kriminalität eingelassen, war aber aufgeflogen. Romys Vorgesetzter und gleichzeitig ihr Ehemann Jan Riechter übernimmt die Ermittlungen, nicht ahnend, dass ihm der Fall bald um die Ohren fliegen wird.
Jan und Romy waren mir auf Anhieb sympathisch. Mir gefiel mit welcher Akribie sich Romy trotz vermehrter Hiobsbotschaften in die Ermittlungen stürzt und noch jedem kleinsten Hinweis nachgeht. Erstaunlicherweise wird sie dabei von dem neuen Kollegen Gregor Reymann unterstützt, denn Romy würde den Neuen am liebsten in die Wüste schicken. Reymann macht es seinem Umfeld aber auch schwer, ihn zu mögen. Er ist scharfzüngig und haut seinen Mitmenschen gerne Sprüche um die Ohren. Als Ermittler macht er in diesem Fall aber eine gute Figur und ein weiterer Pluspunkt: er ist loyal.
Die Autorin schreibt fesselnd und weiß ihre Leserschaft auch durch unerwartete Wendungen bei der Stange zu halten. Das Thema Deepfakes, was hier zugrunde liegt, ist ja topaktuell und machte für mich diesen Krimi noch interessanter. Schön fand ich zudem wie die Landschaftsbeschreibungen von Rügen in den Fall eingeflossen sind. Da ich schon auf Rügen war, formten sich Bilder vor meinem inneren Auge.
Für mich war es nicht nur die erste Begegnung mit Romy Beccare, sondern auch mein erster Krimi von Katharina Peters. Ich denke, ich habe für mich eine neue Autorin gefunden.