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Veröffentlicht am 17.11.2021

Hat mich nicht überzeugt

Die Blankenburgs
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Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine mitreißende Familiensaga erwartet, bei der ich Erkenntnisse über das Wirken in einer Porzellanmanufaktur sammeln konnte. Leider wurden meine Erwartungen in dieser ...

Aufgrund des Klappentextes hatte ich eine mitreißende Familiensaga erwartet, bei der ich Erkenntnisse über das Wirken in einer Porzellanmanufaktur sammeln konnte. Leider wurden meine Erwartungen in dieser Hinsicht nicht erfüllt.

Nach einem vielversprechenden Anfang verlor ich nach und nach immer mehr das Interesse an der Geschichte. Während der gesamten gut 500 Seiten wurde ich mit keinem der Familienmitglieder der Blankenburgs warm. Nahezu jeder in dieser Familie war nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht und schreckte auch nicht vor Lug und Betrug zurück. Zudem blieben in meinen Augen die Charaktere meist oberflächlich.

Was mir ganz besonders gefehlt hat in dieser Geschichte waren Szenen, die sich mit der Manufaktur und dem Porzellan an sich beschäftigten. Für mich rangierte dieses Thema nur am Rande. Der Nationalsozialismus und seine Auswirkungen nahm für meinen Geschmack eine zu große Rolle ein.

Die jedem, der äußerst langen Kapiteln vorangestellten historischen Fakten zur Weltlage und innerhalb Deutschlands fand ich zwar interessant, aber sie haben meinen Lesefluss jedes Mal unterbrochen. Mir hätte es besser gefallen, wenn sie mehr in die Geschichte integriert worden wären. Aber als dann auch noch die chinesischen Triaden ins Spiel kamen, habe ich endgültig die Lust an dieser Geschichte verloren.

Dass Erich Berg schreiben kann, merkt man zum einen an seinem überzeugendem Schreibstil und zum anderen weiß ich es von anderen Büchern des Autors.

Hilfreich fand ich die Familien-Stammbäume und die Personenliste im Inneren des Buches. Gerade zu Beginn kamen doch sehr viele Personen zur Sprache. Außerdem gefiel mir die schöne und hochwertige Aufmachung des Buches. Aber insgesamt hat es bei mir nur für maximal 3 Sterne gereicht.

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Veröffentlicht am 15.11.2021

Grandios erzählter historischer Roman

Die Schokoladenfabrik - Die Tochter des Apothekers
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Rebekka Eder nimmt uns mit in die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Köln und lässt uns teilhaben am Leben der Apothekertochter Anna Sophia. Sie hat einen großen Anteil an der Gründung des späteren Familienimperiums ...

Rebekka Eder nimmt uns mit in die Mitte des 19. Jahrhunderts nach Köln und lässt uns teilhaben am Leben der Apothekertochter Anna Sophia. Sie hat einen großen Anteil an der Gründung des späteren Familienimperiums der Familie Stollwerk.

Überhaupt begegnen uns in diesem Roman sehr viele starke Frauen, die auch mit ihren Ansichten ihrer Zeit voraus waren. Wir erleben die ersten Ansätze der Frauenbewegung, die z. B. ein Wahlrecht für sich einfordern.

Eindrucksvoll werden die damaligen Arbeitsbedingungen geschildert. Bei diesen Umständen war es nicht verwunderlich, dass es zu Arbeiteraufständen kam. Aber auch diese wurden von der damaligen Regierung noch niedergeschlagen.

Ich habe schon lange keinen historischen Roman mehr gelesen, in dem die politischen und sozialen Gegebenheiten so gekonnt in eine spannende Geschichte verpackt wurden. Die ein oder andere Information war mir noch aus dem Geschichtsunterricht bekannt, aber es gab für mich auch viele neue interessante Aspekte. Zudem befleißigt sich Rebekka Eder eines so tollen Schreibstils, der mich neben der spannenden Thematik zusätzlich gefesselt hat.

Mich hat der Auftakt dieser Saga über die Kölner Familie Stollwerk begeistert und ich fiebere schon der Fortsetzung entgegen.

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Veröffentlicht am 08.11.2021

Das Zuhause des Abenteuers ist die Fremde

Tante Emma und der Schnee-Express
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Zu diesem Buch fällt mir folgendes Sprichwort ein: Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. So geht es auch der sechsjährigen Lia, die mit ihrer Tante eine Zugreise von Wuppertal in die Arktis ...

Zu diesem Buch fällt mir folgendes Sprichwort ein: Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen. So geht es auch der sechsjährigen Lia, die mit ihrer Tante eine Zugreise von Wuppertal in die Arktis unternimmt. Auslöser war ein Buch mit Felix dem Hasen und Lia wollte gerne wissen, ob es irgendwo wirklich so viel Schnee gibt und man dort auch mit dem Zug hinfahren kann.

Mir hat sehr gut gefallen, dass Emma ihrer Nichte nicht nur bestätigt, dass es irgendwo so viel Schnee gibt, sondern ihr die eigene Erfahrung ermöglicht. Sie bindet Lia schon in die Vorbereitungen der Reise mit ein und auch unterwegs werden dem Kind Aufgaben zuteil. Ich weiß nicht, ob ich mit meiner Nichte in dem Alter zu einer 6.000 Kilometer langen Reise alleine aufgebrochen wäre. Aber Emma ist eine Weltenbummlerin und geübt mit ungewohnten Situationen umzugehen, hatte aber keine Vorstellung was eine Sechsjährige so alles „anstellt“.

Es ist schön zu lesen, wie sehr beide dieses gemeinsame Abenteuer genießen und Emma nun manche Dinge durch Kinderaugen betrachtet. Und Lia hat wahrscheinlich gar nicht gemerkt wie sie immer mehr an Selbständigkeit und besonders an Selbstbewusstsein in der kurzen Zeit gewonnen hat. Und ihr Wissen wurde durch Emmas stetige Bemühungen kindgerechte Erklärungen zu Bauwerken, Land, Leuten und deren Gepflogenheiten abzugeben auch erweitert.

Immer mal wieder schiebt Emma in ihre Erzählung Auszüge ihrer Erlebnisse aus vorherigen Reisen, die sie unternommen hat ein. Interessant fand ich auch ihre sozialkritischen und teilweise psychologischen Gedanken.

Diese gemeinsame Reise hat sowohl bei Emma als auch bei Lia mit Sicherheit einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Beide werden sich immer gerne an dieses gemeinsame Abenteuer erinnern. Mir hat es gefallen, die zwei auf der Reise begleiten zu dürfen.

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Veröffentlicht am 06.11.2021

Spannendes und rasantes Jugendbuch

Nachtschattenwald. Auf den Spuren des Mondwandlers
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Ich bin aufgrund des wunderschönen Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden. Es ist wunderschön gestaltet und es strahlt etwas Geheimnisvolles und Gefährliches aus.

Aufgrund des Klappentextes und auch ...

Ich bin aufgrund des wunderschönen Covers auf dieses Buch aufmerksam geworden. Es ist wunderschön gestaltet und es strahlt etwas Geheimnisvolles und Gefährliches aus.

Aufgrund des Klappentextes und auch noch zu Beginn der Erzählung bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Fantasy-Geschichte handelt. Umso überraschter war ich als ich feststellte, dass ich es mit einer Dystopie zu tun habe.

Die beiden Jugendlichen Finn und Samira sind zwei sehr starke und mutige Charaktere, die sich wunderbar ergänzen. Jeder profitiert von den Charakterzügen des anderen. Beeindruckend sind ihre Freundschaft und ihr Vertrauen in den jeweils anderen. Davor konnte ich in manchen Situationen nur meinen Hut ziehen. Aber auch die Charaktere der Jugendlichen von der Elster-Bande sind stark gezeichnet. Das Verhalten aller Protagonisten ist erklärlich und hat seine Wurzeln in ihrer Vergangenheit.

Der Schreibstil ist flüssig und der Zielgruppe von 10 Jahren an aufwärts entsprechend. Super finde ich wie Kathrin Tordasi das Problem der Überbevölkerung und den Raubbau an der Natur so spannend und lebendig erzählt in dieser Geschichte untergebracht hat. Auch das aktuelle Thema „künstliche Intelligenz“ hat hier einen Platz gefunden.

Mir hat das Buch nicht nur ein spannendes Lesevergnügen bereitet, sondern mich auch zum Nachdenken angeregt.

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Veröffentlicht am 04.11.2021

Ist nicht wirklich mein Ding gewesen

Eifersucht
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Bei diesem Buch habe ich mich mehr vom Namen des Autors leiten lassen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Dies lag zum großen Teil sicherlich daran, dass es sich um sieben einzelne ...

Bei diesem Buch habe ich mich mehr vom Namen des Autors leiten lassen. Leider konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen. Dies lag zum großen Teil sicherlich daran, dass es sich um sieben einzelne Erzählungen handelt, die teilweise auch recht kurz sind.

Aufgrund der Kürze konnte ich bei keiner der Geschichten eine Beziehung zu den Charakteren aufbauen. Jede Geschichte handelt von Eifersucht, wobei es sich bei den Beteiligten nicht nur um Paare im eigentlichen Sinn handelt. Gefallen haben mir die sehr unterschiedlichen Erzählungen und die teilweise sehr überraschenden Wendungen in den Geschichten. Da hat sich der Autor wirklich was einfallen lassen.

Jo Nesbos Schreibstil fand ich auch hier sehr flüssig und fesselnd. Leider fehlte mir der Spannungsbogen, den ich bei seinen Krimis so sehr liebe.

Für mich musste ich feststellen, dass ich kein Freund von Kurzgeschichten bin und besser die Finger von solchen Büchern lasse.

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