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Veröffentlicht am 13.11.2025

Gefühlvolle Geschichte

Der Pakt mit meinem Schutzengel
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Vera wacht nach einem schweren Unfall im Krankenhaus auf und begegnet in einer Art Zwischenwelt ihrem Schutzengel Ted. Dieser ähnelt in keiner Weise unseren Vorstellungen von einem Schutzengel. Er raucht ...

Vera wacht nach einem schweren Unfall im Krankenhaus auf und begegnet in einer Art Zwischenwelt ihrem Schutzengel Ted. Dieser ähnelt in keiner Weise unseren Vorstellungen von einem Schutzengel. Er raucht und flucht und Flügel hat er auch keine. Mit ihm beginnt Veras Albtraum.

Als ich mit dem Buch begann, dachte ich nur oha, denn mit Engeln kann ich eigentlich so gar nichts anfangen. Aber die Geschichte hat mich dann doch überraschen und auch packen können. Ich fand sie nicht nur unterhaltsam und teilweise auch witzig, sondern sie verfügt auch über Tiefgang. Es gab viele Stellen, an denen ich innehielt, um mein eigenes Verhalten in ähnlichen Situationen zu reflektieren. Nicht dass ich mich für eine karrieregeile und egoistische Frau wie Vera halte, die von Sandra Halbe übrigens sehr gut skizziert wurde, aber ein bisschen Reflexion schadet ja auch nicht.

Sehr gefühlvoll schreibt die Autorin von Schuld, Verlust, Verzeihen, Hoffnung, Liebe und Freundschaft. Eine gewisse Leichtigkeit bekommt die emotionale Geschichte durch die Interaktionen zwischen Vera und ihrem ungewöhnlichen Schutzengel Ted. Einige seiner Tricks würde ich auch gerne beherrschen, z. B. dass schmutzige Wäsche verschwindet und sauber wieder herbeigewünscht werden kann oder sich an jeden Ort der Welt quasi beamen zu können.

Auch wenn ich das vorher nicht gedacht hätte, so gefiel mir das Buch doch sehr gut und bekommt von mir fünf himmlische Sterne.

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Veröffentlicht am 02.11.2025

Wettlauf gegen die Zeit

Stecknitz-Mörder
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Die im Elbe-Lübeck-Kanal gefundene Leiche bringt für Morten Sandt und seine Kollegen der Lübecker Kripo einen neuen Fall. Allerdings gibt die besonders brutal zugerichtete Frau den Ermittlern einige Rätsel ...

Die im Elbe-Lübeck-Kanal gefundene Leiche bringt für Morten Sandt und seine Kollegen der Lübecker Kripo einen neuen Fall. Allerdings gibt die besonders brutal zugerichtete Frau den Ermittlern einige Rätsel auf. Es gibt weder Spuren noch Anhaltspunkte für ein Motiv. Und es sollte noch schlimmer werden.

Jobst Schlennstedt kreiert bereits zu Beginn eine unheimliche Atmosphäre. Kaltes Novemberwetter und Schritte, die sich im dichten Nebel nähern. Da hatte nicht nur Katja Burmester ein ungutes Gefühl. Genau die richtige Stimmung für einen Krimi und das hiesige Unwetter passte ebenfalls dazu.

Die Ermittler kenne ich bereits aus den vorherigen Bänden, so dass es ein Wiedersehen mit Bekannten war. Die Entwicklungen im Privatleben weckten in mir diverse Emotionen. Um Morten machte ich mir Sorgen; Elif tat mir leid, ebenso wie Ida-Marie und Ole sorgte für unterschiedliche Gefühle. Neben den Ermittlungen war also auch im Privaten einiges los.

Der Autor hat wieder einen vielschichtigen Krimi mit Spannung von Anfang bis Ende geschrieben. Ich konnte sowohl miträtseln als auch mitfiebern. So war es nicht verwunderlich, dass ich ruckzuck am Ende ankam.

Wer Spannung, Atmosphäre und eine ausgewogene Mischung von Ermittlungen und Privatleben mag, dem kann ich diese Reihe der Küsten Krimis nur empfehlen. Von mir gibt es fünf goldene Sterne, die man auch im Nebel sieht.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Kopfbedeckungen

Hüte
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Ganz anders als Karen Exner hatte ich mich vor diesem Buch noch nie intensiver mit Kopfbedeckungen beschäftigt. Ich bin auch kein Freund davon und benutze selten eine.

Die Autorin stellt 60 verschiedene ...

Ganz anders als Karen Exner hatte ich mich vor diesem Buch noch nie intensiver mit Kopfbedeckungen beschäftigt. Ich bin auch kein Freund davon und benutze selten eine.

Die Autorin stellt 60 verschiedene Kopfbedeckungen vom Aluhut über die Federhaube bis zum Zylinder vor. Neben einer entsprechenden Zeichnung gibt es Informationen z. B. zu Herkunft, Verbreitung und Bedeutung. So erfahre ich, dass man früher an der Kochmütze erkennen konnte, auf wie vielen Arten der Koch ein Ei zubereiten konnte oder wie die Melone nach Bolivien kam und dort zu einem Symbol des Selbstbewusstseins der Cholitas, indigene Frauen in Peru, Chile und Bolivien, wurde. Ich weiß nun auch was ein Hundsgugel ist.

Die Illustrationen in dem Buch sind auch etwas Besonderes. Denn Karen Exner hat einen eigenen Stil entwickelt. Sie kratzt ihre Illustrationen in Ölpastellkreide. Eine gleichsam zeitintensive wie meditative Art.

Dieses für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte Buch hat mich jedenfalls positiv überrascht und ich habe einige für mich neue Kopfbedeckungen kennengelernt und über altbekannte etwas Neues erfahren.

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Tödliches Spiel

Nordseerätsel
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Hermann Suhrkamp bekommt seltsame Postkarten zugeschickt, die vom Tenor her immer gefährlicher klingen. Freersen wird von der Nichte für die Aufklärung engagiert. Aber Suhrkamp spannt den Detektiv für ...

Hermann Suhrkamp bekommt seltsame Postkarten zugeschickt, die vom Tenor her immer gefährlicher klingen. Freersen wird von der Nichte für die Aufklärung engagiert. Aber Suhrkamp spannt den Detektiv für sein Ratespiel à la Agatha Christie mit einem ausgelobten Gewinn von 100.00 Euro ein. Angeblich hat ein Familienmitglied es nämlich auf seinen vorzeitigen Tod abgesehen und Freersen soll ein Auge auf alle haben und dem Alten Bericht erstatten. Was als lustiges Rätselraten beginnt, entwickelt sich zu einem gefährlichen Spiel mit überraschenden Wendungen.

Diese Reihe mit dem Inseldetektiv Raphael Freersen von Heike Denzau kannte ich bisher noch nicht und war daher gespannt, ob Raphael Freersen Lyn Harms aus der anderen Reihe das Wasser reichen kann. Er ist ein ganz anderer Typ und bedient einige Klischees: er raucht, trinkt, immer knapp bei Kasse und Frauen sind für ihn ein reiner Zeitvertreib. Nicht gerade ein sympathischer Zeitgenosse. Aber gerade diese Eigenheiten machen ihn für mich greifbar und ich habe eine konkrete Vorstellung von diesem Mann. Aber auch die anderen Protagonisten sind lebendig und damit realistisch beschrieben.

Unangenehm überrascht hat mich der Prolog, in dem es um Verschickungskinder aus den 60-er Jahren geht. Über dieses düstere Kapitel in der deutschen Vergangenheit habe ich schon einiges gelesen und jedes Mal blieb ich betroffen und mit Tränen in den Augen zurück. Diese Taten dürfen nicht unter den Teppich gekehrt werden und daher finde ich es gut, dass es auch in diesem Krimi zur Sprache kommt.

Der Schreibstil ist locker und mit einer guten Prise Humor gewürzt. Spannung ist von Beginn an gegeben und hält auch bis zum Ende an. Bei der Lösung der gestellten Rätsel konnte ich leider nicht viel beitragen, da man Insiderwissen benötigte bzw. eine Recherche vor Ort notwendig war. Als absoluter Nordseefan hat mir natürlich die Meereskulisse besonders gefallen.

Ein gut gemachter Krimi mit einem verrückten Plan, der mich gut unterhalten hat, aber ein wirklicher Fan vom Inseldetektiv bin ich noch nicht.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Schwacher Krimi

Tegernsee-Verhängnis
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Bewertet mit 3.5 Sternen

Als zwei Taucher tot aus dem Tegernsee geborgen werden, stellt sich die Frage, war es ein erweiterter Suizid oder Mord. Kurz danach gibt es ein weiteres Opfer. Könnte es einen ...

Bewertet mit 3.5 Sternen

Als zwei Taucher tot aus dem Tegernsee geborgen werden, stellt sich die Frage, war es ein erweiterter Suizid oder Mord. Kurz danach gibt es ein weiteres Opfer. Könnte es einen Zusammenhang zwischen den beiden Fällen geben?

Ich kannte diese Reihe bisher nicht, was mir aber keinerlei Probleme bereitete. Den Anfang mit Bezug zum Fußball fand ich interessant, bin ich doch selbst großer Fan eines Bundeligisten. Nein, auf keinen Fall von dem in München ansässigen Verein. Die eingefügten älteren Artikel aus der Lokalpresse ließen mich zu Beginn rätseln wie alles zusammenhängen könnte, da sie sich mit völlig unterschiedlichen Themen befassten. Aber schon bald war klar wo die Fäden zusammenliefen.

Hauptkommissar Markus Kling blieb mir fremd, vielleicht weil ich die Vorgänger nicht kannte. Auch die übrigen Charaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen. Lediglich das Schicksal des Fußballers Ramón Cevallos sorgte bei mir für Emotionen.

Der Schreibstil ist flott und die kurzen Kapitel sowie Perspektivwechsel sorgten für einen guten Lesefluss. Mir gefielen die eingeschobenen Landschaftsbeschreibungen, denn die Gegend Deutschlands ist mir völlig unbekannt.

Nach dem vielversprechenden Beginn fehlte es mir allerdings an Spannung. Das Ende konnte mich nicht mehr wirklich überraschen.

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