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Veröffentlicht am 29.01.2026

Sitzt der Lippenstift noch oder war ein Zombie am Werk?

The Blackgate Invitation
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„Als wir sämtliche Wälzer auf dem Tisch durchgeblättert haben, schweigt Wren eine ganze Weile lang; dabei beißt einer ihrer leuchtend weißen Schneidezähne in die verblassten Reste ihres vormals vollkommenen ...

„Als wir sämtliche Wälzer auf dem Tisch durchgeblättert haben, schweigt Wren eine ganze Weile lang; dabei beißt einer ihrer leuchtend weißen Schneidezähne in die verblassten Reste ihres vormals vollkommenen Lippenstifts.“ (Seite 170)

Optisch ist das Buch ein echter Hingucker, doch inhaltlich ist es eine zähe und teilweise wirre Angelegenheit. Hier spürt man magische Ansätze, welche leider auf der Stelle treten, gepaart mit einem erzwungenen Schreibstil der viel Können zeigen möchte.

Der Job klang eigentlich leicht: Die Schwestern Ruby und Wren sollten für einen Abend die Enkeltöchter der exzentrischen Mrs. Blackgate spielen, ein harmloses Schauspiel während eines Dinners im legendären Hegemony Manor. Doch aus dem prunkvollen Abend wird schnell ein Albtraum. Die Schwestern finden sich in einer klassischen Locked-Room-Situation wieder. Das Herrenhaus ist verschlossen, ein Geist hat einen tödlichen Wettkampf ausgerufen und alle anderen Gäste sind dazu noch mächtige Hexen. Mittendrin Ruby, die versuchen muss, die Rätsel zu lösen, während sie dem undurchsichtigen Elementarmagier Auden besser nicht trauen sollte.
Wie würde man sich als einziger Nichtmagier unter einem Haufen Magier fühlen?
Was wenn man dann noch sein Herz an einen von ihnen verliert?

Zunächst möchte ich die Optik loben. Das Cover und der Farbschnitt sind ein absoluter Hingucker und passen hervorragend zur magischen Thematik. Den Schreibstil empfand ich als anstrengend und aufgesetzt. Es sind schöne Sätze keine Frage, viele Verschachtelungen und Beschreibungen. Die Autorin verliert sich teilweise dabei in unwichtigen Details. Meiner Meinung nach liegt dabei auch oft dabei der Fokus darauf wie perfekt oder nicht mehr perfekt der Lippenstift sitzt. Außerdem wurde unglaublich viel über Magie gesprochen, aber gefühlt kaum echte Magie gewirkt, es war mehr ein „Erzählen“ als ein wirkliches „Erleben“.
Die Charaktere hatten zwar Potenzial, blieben für mich aber wenig greifbar. Besonders die Liebesgeschichte wirkte auf mich nicht authentisch, das nötige Knistern wollte einfach nicht überspringen. Zudem machte es die hohe Anzahl an Figuren und Namen schwer, den Überblick zu behalten, wer zu welcher magischen Linie gehört. Mir ist keiner nennenswert in Erinnerung geblieben, ihre Motive waren nicht immer klar und es wirkte nicht ganz rund dadurch.

Weshalb nur 2,5 Sterne?
Obwohl das Setting eines uralten Herrenhauses perfekt für eine spannende Familiensaga oder einen Krimi wäre, fühlte sich hier alles sehr eingeengt an. Die Handlung trat streckenweise auf der Stelle und verlor sich in ellenlangen Dialogen. Ein absoluter Stilbruch und wild waren für mich die Zombies, die plötzlich auftauchten. Sie passten für mich einfach nicht ins restliche Worldbuilding und wirkten deplatziert. Man kann zwar eigene Theorien entwickeln, doch die Geschichte liefert oft zu wenig Klarheit, was das Miträtseln eher frustrierend macht. Ich hatte ehrlichweise auch gar keine Lust mit zu rätseln, weil alles so in die Länge gezogen wurde. Jedes Gespräch wurde nahezu zelebriert und verlor sich in Belanglosigkeiten. Dadurch verging mir schnell die Lust an der Geschichte und ihrer Auflösung.

Fazit: Ein interessanter Mix aus Magie und Rätseln mit einem unerwarteten Twist am Ende, der leider durch eine zähe Erzählweise und eine unübersichtliche Handlung ausgebremst wird. Wer eine dichte Atmosphäre und greifbare Magie sucht, wird hier leider enttäuscht. Ich möchte das Buch an dieser Stelle nicht weiterempfehlen, aber wer mag, liest auf eigene Gefahr selbst…

2,5⭐️

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

Wo die Stille Tiefe hat: Eine Begegnung mit den „Biomen der Meere“

Biome der Meere
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Biome der Meere ist ein Sachbuch, das man nicht einfach liest, man betritt es und lässt sich in eine noch sehr unerforschte Welt entführen. Es spricht zuerst die Augen an, verführt über das Visuelle und ...

Biome der Meere ist ein Sachbuch, das man nicht einfach liest, man betritt es und lässt sich in eine noch sehr unerforschte Welt entführen. Es spricht zuerst die Augen an, verführt über das Visuelle und erreicht dann leise den Verstand. Die Illustrationen sind das Herz dieses Buches, machen es ganz klar aus: farbgewaltig, träumerisch und wunderschön. Sie tragen eine spürbare künstlerische Freiheit in sich und verzichten bewusst auf strenge naturgetreue Abbildung. Dadurch geht zwar ein Teil der zoologischen Exaktheit verloren, doch es entsteht etwas anderes, eine eigene, bildmächtige Sicht auf die Welt der Meere.
Diese Bilder laden zum Träumen ein. Sie öffnen Türen zu einer Welt, die vielen verborgen bleibt und entfalten eine gewisse Neugierde und Entdeckerlust. Man blättert, man verweilt, man liest nicht hastig, sondern konsumiert die kleinen Häppchen Fakten, die sich zwischen Farben und Formen entfalten.
Ein Kritikpunkt habe ich jedoch, weshalb ich nur auf 4 Sterne komme. Die Schrift ist stellenweise auf sehr hellem Hintergrund gesetzt und dadurch schlecht lesbar. Sie verblasst fast in der Farbenpracht der Seiten und geht verloren, wo sie eigentlich tragen sollte. Ein Sachbuch darf schön sein, aber es muss auch lesbar bleiben. Ich verstehe den gestalterischen Wunsch, keine harten Kästen oder dominanten Schriften einzusetzen. Dennoch darf Ästhetik nicht auf Kosten der Zugänglichkeit erzwungen werden.
Inhaltlich trifft das Buch genau in mein Biologinnen-Herz. Es sind die ökologischen Zusammenhänge, die feinen Anpassungen der Meeresbewohner an Druck, Dunkelheit und Strömung, die hier fast zärtlich seziert werden. Biome der Meere richtet sich zwar an junge Leser, bleibt aber auch für Erwachsene spannend. Es ist kein trockenes Rezipieren von Fakten, sondern ein ruhiges, neugieriges Entdecken (pädagogisch wertvoll würde wohl so mancher Lehrer flüstern).
Man liest dieses Buch nicht, um Wissen zu besitzen, sondern um die Mechanik des Lebens unter dem Wellenschlag zu bewundern. Die ökologischen Zusammenhänge werden nicht einfach aufgelistet, sondern in ihrer wechselseitigen Abhängigkeit spürbar gemacht. Hier werden die extremen Nischen sichtbar, die das Leben erzwingt, wie Strömungen Schicksale bestimmen und wie fragil die Architektur der Unterwasserwelt eigentlich ist.
Das Glossar erachte ich als besonders wertvoll, viele biologische Fachbegriffe werden hier kurz und klar erklärt. Letztendlich ist es eine überzeugende Auswahl von Fakten, die klug gesetzt wurden. Auch Kenner können hier noch Momente zum Staunen entdecken.
Biome der Meere ist ein Sachbuch, das Wissen vermittelt, ohne es aufzuzwingen, eher leise, ästhetisch und nachhaltig. Ein Buch, zu dem man gern immer wieder zurückkehrt.


⭐️⭐️⭐️⭐️

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Fiebertraum

Regents
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Ich weiß nicht was das war?
Das Buch hat sich wie ein Fiebertraum gelesen.
Die Regents konnte ich null auseinanderhalten und es war kein Plot vorhanden.
Alles war so verworren, seltsam und völlig unstrukturiert.
Was ...

Ich weiß nicht was das war?
Das Buch hat sich wie ein Fiebertraum gelesen.
Die Regents konnte ich null auseinanderhalten und es war kein Plot vorhanden.
Alles war so verworren, seltsam und völlig unstrukturiert.
Was habe ich da bitte gelesen????

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Gottloses Ende!!!

Praeda
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3.5 ⭐

Um Längen besser als der erste Teil.
Endlich bekommen wir eine Storyline (Verrat, Vampirbündnisse und der Shadowdaddyboss) und die meisten Regents kann man inzwischen auseinander halten. Deutlich ...

3.5 ⭐

Um Längen besser als der erste Teil.
Endlich bekommen wir eine Storyline (Verrat, Vampirbündnisse und der Shadowdaddyboss) und die meisten Regents kann man inzwischen auseinander halten. Deutlich mehr Charaktertiefe und wirklich spannend.
Habe das Hörbuch fast in einem Rutsch durchgehört. Aber verdammt das Ende war einfach nur GOTTLOS!!!!@#+×
Ich brauch den dritten Teil.

Randnotiz: Bin froh nach diesem seltsamen ersten Teil an der Reihe drangeblieben zu sein!

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Veröffentlicht am 22.12.2025

Not-Romeo meets Not-Julia

The Heat is on – Something‘s Cooking Between Us
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Dwight Faraday ist FBI-Agent und kann nicht nur ermitteln, sondern auch kochen und wie! Sein neuester Auftrag führt ihn undercover in das italienische Familienrestaurant der Villas, das im Verdacht steht, ...

Dwight Faraday ist FBI-Agent und kann nicht nur ermitteln, sondern auch kochen und wie! Sein neuester Auftrag führt ihn undercover in das italienische Familienrestaurant der Villas, das im Verdacht steht, mit der New Yorker Unterwelt zu verkehren. Leichter Job? Könnte man denken. Wäre da nicht Julia, die Tochter des Hauses, die niemandem so leicht etwas durchgehen lässt. Um ihr Vertrauen zu gewinnen, muss Dwight nicht nur seine Ermittlerfähigkeiten, sondern auch sein Herz einsetzen. Und plötzlich merkt er, dass das knisternde Chaos zwischen ihnen ihn selbst mehr trifft, als ihm lieb ist.

Noch nie war es so heiß in der Küche und das lag definitiv nicht nur am Herd.
Was mir an „The Heat Is On“ sofort gefallen hat, ist die Mischung aus Spannung, trockenem Humor und einer Romantik, die sich Zeit lässt. Die Undercover-Story sorgt für wunderbar tricky Situationen, die oft herrlich witzig eskalieren und die Küche wird zum echten Schauplatz von Macht, Leidenschaft und Missverständnissen. Dwight als FBI-Agent, der nicht nur ermitteln, sondern auch verdammt gut kochen kann (und Motorrad fährt, bookies wir wissen Bescheid…) ist ein Protagonist, dem man gerne folgt. Er ist charmant, provokant, aber und das ist das Wichtigste, niemals toxisch.
Julia dagegen ist herrlich widerspenstig, eben sein perfektes Gegenstück. Anfangs wirkt sie trotzig und abweisend, aber je mehr man über sie und ihre Familie erfährt, desto verständlicher wird ihr Verhalten. Sie kämpft um Anerkennung, Unabhängigkeit und den Platz in der Küche, der ihr eigentlich zusteht und das macht sie unglaublich greifbar und sympathisch.
Ich habe die Dynamik zwischen den beiden wirklich geliebt. Das Buch hat mir unglaublich viel Spaß gemacht (ich hatte oft ein großes Grinsen im Gesicht), der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und fügt sich perfekt in diese Geschichte ein. Das Küchensetting ist hochexplosiv umgesetzt, die beschriebenen Gerichte machen definitiv Appetit. Und die Wortgefechte zwischen Dwight und Julia? Ein ständiges Aufeinanderprallen voller Witz, Spannung und heißem Knistern, man spürt die Funken regelrecht zwischen den Seiten. Besonders beeindruckend fand ich die sensible und realistische Einbindung eines sehr persönlichen Themas (ich nenne es absichtlich an dieser Stelle nicht, um nicht zu spoilern), das der Geschichte eine unerwartete Tiefe verleiht.
Fazit: Ein Roman mit Ecken, Kanten und ganz viel Herz. Dwight und Julia sind keine Klischees, sondern echte Charaktere, mit denen man mitfiebert. Wer Mafia-Vibes, Küchen-Chaos und eine Liebesgeschichte auf Augenhöhe sucht, wird hier absolut glücklich.


⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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