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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.07.2025

Hoher Romance-Anteil

Hell & High Water
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3,5 Sterne für ein Hörbuch, das seinen Schwerpunkt entgegen meiner Erwartungen sehr stark auf den Romance-Teil gelegt hat. Denn zwischen Dex und seinem neuen Vorgesetzten bei den THIRDS knistert es gewaltig. ...

3,5 Sterne für ein Hörbuch, das seinen Schwerpunkt entgegen meiner Erwartungen sehr stark auf den Romance-Teil gelegt hat. Denn zwischen Dex und seinem neuen Vorgesetzten bei den THIRDS knistert es gewaltig. Die schlagfertigen Dialoge, heißen Flirts und der Humor sind auf jeden Fall super unterhaltsam und bringen Tempo in die Geschichte.

Basierend auf dem Klappentext hätte ich aber mehr Gewicht auf der Mordermittlung und der Schilderung der Welt erwartet. Die Therianer, also Gestaltwandler, und ihre Rolle in der Gesellschaft, die Spannungen zwischen Therianern und Menschen und auch die Fähigkeiten der Therianer hätten meiner Meinung nach mehr Raum verdient gehabt.

Den Sprecher des Hörbuchs empfand ich als wahnsinnig angenehm und passend. Seine Stimmfarbe und auch die Interpretation der sehr interessanten und gut ausgearbeiteten Charaktere hat mir gefallen. Ich wusste zu jeder Zeit wer gerade spricht und das finde ich schon beachtenswert. Ein etwas höheres Vorlesetempo hätte ich bevorzugt, aber so habe ich die Geschwindigkeit beim Abspielen einfach etwas erhöht.

Für Fans queerer spicy Romance auf jeden Fall eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Leise und tiefgründig

Sunbirds
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„Sunbirds“ hat mich mit auf eine Selbstfindungs-Reise genommen und viele Gedankenanstöße mitgeliefert. Und auch, wenn mir die Protagonistin mit ihren Entscheidungen am Ende fremd geblieben ist, hat mich ...

„Sunbirds“ hat mich mit auf eine Selbstfindungs-Reise genommen und viele Gedankenanstöße mitgeliefert. Und auch, wenn mir die Protagonistin mit ihren Entscheidungen am Ende fremd geblieben ist, hat mich das Buch berührt.

Es ist ein Buch, das seine Geschichte leise und bedächtig erzählt. Es geht viel um Schmerz, Verlust, Hoffnung und auch Hoffnungslosigkeit. Aber auch um Mutterschaft, Liebe und Vergebung. In der Umgebung Indiens, die für viele Menschen die Suche nach Freiheit und Erleuchtung symbolisiert, sucht Anne nach ihrem vor sieben Jahren verschollenen Sohn. Es werden verschiedene Lebensgeschichten beleuchtet in diesem schönen Buch - verschiedene Schicksale, die ein unterschiedliches Licht auf das Leben und die Idee von Freiheit werfen.

Mich hat das Buch gepackt und der Stil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Ihre Liebe zu und Kenntnis von Indien wird beim Lesen sehr spürbar. Die recht kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven haben nach und nach ein Gesamtbild entblättert.

Konnte ich mich mit den Charakteren identifizieren? Großteils eher nicht. Für mich war es eher eine Reise in die Fremde - sowohl was das Land als auch die Lebensentwürfe anbelangt. Aber gerade das hat auch seinen gewissen Reiz ausgeübt

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Wiedersehen mit den Kriminalistinnen

Die Kriminalistinnen. Der stumme Zeuge
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Dieser dritte Band rund um die ersten Frauen, die in Deutschland als Kriminalistinnen ausgebildet wurden, bildet den Abschluss einer tollen Reihe. Eine Reihe, die den Zeitgeist der späten 1960er und frühen ...

Dieser dritte Band rund um die ersten Frauen, die in Deutschland als Kriminalistinnen ausgebildet wurden, bildet den Abschluss einer tollen Reihe. Eine Reihe, die den Zeitgeist der späten 1960er und frühen 1970er aufleben lässt und seinen ganz eigenen Flair versprüht.

Der Autor hat seine ganze Buchreihe sehr vielschichtig aufgebaut. Neben einem Kriminalfall geht es auch sehr intensiv um das Leben und die Rolle der Frau in der damaligen Zeit. Weitere Themen sind der Umgang mit Homosexualität und der Stand der Technik bei Ermittlungsarbeit und Spurensicherung. Die verschiedenen losen Fäden aus den beiden ersten Bänden rund um Protagonistin Lucia wurden hier zu einem guten Abschluss gebracht.

Etwas schade fand ich, dass aus der Truppe der Kriminalistinnen mit Lucia, Ruth und Mieze nur noch drei starke Frauen eine tragende Rolle gespielt haben. Die weitern Charaktere, die auch alle eine sehr spannende Geschichte mitgebracht haben, wurden kaum oder nur am Rande erwähnt.

Auch den Kriminalfall dieses Bandes fand ich verglichen mit denen der anderen Bände deutlich schwächer. Vielleicht hat der Autor sich hier zum Abschluss auch einfach etwas verzettelt mit zwei parallelen Fällen und dem großen Fall rund um Lucias Mutter. So war mir insbesondere die Geschichte rund um das vermisste Mädchen etwas zu schnell und unproblematisch abgehandelt.

Aber alles in allem kann ich diese Trilogie wärmstens empfehlen. Sie besticht durch tolle Charaktere, viel Lokalkolorit und Zeitgeist. Die Bücher haben mir viel Spaß gemacht. Ich lege jedem ans Herz, mit Band 1 zu beginnen, denn auch die Rahmenhandlung rund um Lucia und die anderen Frauen ist es wert, chronologisch gelesen zu werden.

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Veröffentlicht am 20.07.2025

Hat etwas Potenzial verschenkt

Trip to your Heart
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Dieser Liebesroman lässt sich gut und flüssig lesen und bietet eine recht seichte Geschichte, die mitunter etwas konstruiert wirkt.

Mir hat die Idee, die Protagonistin bei ihrer Reise mit dem Camper nach ...

Dieser Liebesroman lässt sich gut und flüssig lesen und bietet eine recht seichte Geschichte, die mitunter etwas konstruiert wirkt.

Mir hat die Idee, die Protagonistin bei ihrer Reise mit dem Camper nach Schottland zu begleiten, so gut gefallen. Raya macht sich nach dem schmerzlichen Verlust ihres besten Freundes auf den Weg, um ihren gemeinsamen Traum zu erfüllen. Leider wird der Weg sehr abgekürzt und die erwartete Schilderung der rauhen Schönheit Schottlands und des Camper-Lebens bleiben aus.

Recht schnell findet Raya sich dank einer Panne in einem historischen schottischen Schloss wieder und mit dem grummeligen Schlossherrn George konfrontiert. Insgesamt werden erzählerisch immer wieder Abkürzungen genommen, die den Roman - auserzählt - um einiges an emotionaler Tiefe und Spannung bereichert hätten. Schade. So kommen einige Wendungen schnell und wirken konstruiert, die Charaktere sind gegensätzlich und gut gezeichnet - eine richtige Verbindung kommt aber nicht auf.

Leider ist die mir vorliegende Ausgabe auch noch voller Fehler - hier müsste noch nachgebessert werden.

So bleibt es für mich eine nette, kurzweilige Sommerlektüre, die mir aber nicht nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Etwas weniger wäre mehr gewesen

Alles, was wir niemals sagten
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„Alles, was wir niemals sagten“ ist ein schönes und stellenweise sehr emotionales Buch, das meiner Meinung nach aber im Mittelteil etwas gestrafft hätte werden können. Auch eine etwas weniger „besessene“ ...

„Alles, was wir niemals sagten“ ist ein schönes und stellenweise sehr emotionales Buch, das meiner Meinung nach aber im Mittelteil etwas gestrafft hätte werden können. Auch eine etwas weniger „besessene“ Protagonistin hätte der Geschichte gut getan.

Neve verliert in jungen Jahren ihre erste große Liebe bei einem Autounfall und kann diesen Verlust nie richtig verarbeiten. Dies wird besonders deutlich, als sie Jahre später auf Ash trifft. Er ist charmant, gut aussehend und erinnert Neve in dermaßen vielen Dingen an ihren verstorbenen Freund, dass sie beginnt an Seelenwanderung zu glauben.

Die Thematik ist durchaus sehr interessant, wurde hier meiner Meinung nach aber etwas zu sehr auf die Spitze getrieben und damit überreizt. Die Protagonistin wird einem beim Lesen mehr und mehr lästig und die Geschichte verliert auch an Glaubwürdigkeit. Weniger wäre hier durchaus mehr gewesen und hätte dennoch die Romanidee und auch die Themen Trauerbewältigung, Abschied, neue Liebe gut transportieren können.

Insgesamt hätte das Buch mit einigen Seiten weniger gut auskommen können, denn viele Auflösungen wurden künstlich herausgezögert.

Umso mehr konnte mich der Abschluss des Romans begeistern. Er wurde rundum stimmig und mit viel Gefühl zu Ende gebracht und konnte mich mehr als einmal zu Tränen rühren. Das hat dann doch für einiges entschädigt und dem Buch noch seine 4 Sterne eingebracht.

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