Profilbild von Anna625

Anna625

Lesejury Star
offline

Anna625 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anna625 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.09.2020

Die Ereignisse spitzen sich zu...

Collapse
0

"Wir Menschen haben unseren Planeten behandelt, als gäbe es einen Ersatz dafür. Wir haben ihn zugrunde gerichtet und jetzt zahlen wir den Preis."

Der dritte Teil der Terra-Mater-Reihe! Ich war schon gespannt, ...

"Wir Menschen haben unseren Planeten behandelt, als gäbe es einen Ersatz dafür. Wir haben ihn zugrunde gerichtet und jetzt zahlen wir den Preis."

Der dritte Teil der Terra-Mater-Reihe! Ich war schon gespannt, wie es weitergeht. Ich wurde nicht enttäuscht! In diesem Band spitzen sich die Ereignisse weiter zu; alle vier Jugendliche kämpfen weiter darum, die Elekreen-Kraftwerke abzuschalten und damit die Ermordung weiterer Meliad zu verhindern. Doch das ist kein einfaches Ziel, da die meisten Menschen noch immer nicht verstehen können, dass die Meliad eigentlich die "Guten" sind und die Naturkatastrophen, welche sich rund um den Globus ereignen, nicht von ihnen ausgehen.

Auch in Band drei bleibt Addy im Mittelpunkt; sie ist es, die am meisten Informationen über die Meliad, Belial und Ignis besitzt und der es gelingen muss, die Kräfte von Menschen und Meliad zu vereinen. Dazu kommt der Konflikt zwischen ihr, Casimir und Ben... Younes´ und Liams Geschichten nehmem nun aber auch einen noch größeren Teil des Buches ein, was ich toll finde. Nur zu Ayumi erfährt man über weite Teile des Buches noch nichts, dafür nimmt sie aber gegen Ende eine bedeutende Rolle ein. Obwohl man von allen Protagonisten unterschiedlich viel erfährt, sind alle ihre Geschichten sehr spannend und es gelingt gut, sich in die jeweilige Situation hineinzufühlen; daher kann ich auch noch immer nicht wirklich sagen, wen ich eigentlich am liebsten mag!

Das Buch endet gleich mit mehreren Cliffhangern - meine Vorfreude auf Band vier ist schon jetzt groß!

Veröffentlicht am 27.09.2020

Langweiliges Teenie-Drama

Game of Hearts
0

Ich bin mit gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen und konnte mich auch bis zum Ende nicht wirklich entscheiden, was ich eigentlich davon halte. Einerseits sind Liebesgeschichten immer gut, und ...

Ich bin mit gemischten Gefühlen an dieses Buch herangegangen und konnte mich auch bis zum Ende nicht wirklich entscheiden, was ich eigentlich davon halte. Einerseits sind Liebesgeschichten immer gut, und wenn dann auch noch etwas Spannung durch einen Mord dazukommt - perfekt. Andererseits war ich schon sehr schnell etwas genervt von den relativ flach gehaltenen Charakteren, einzig Jameson hat da gelegentlich für ein wenig Abwechslung gesorgt.

Das Buch ist ein typisches Teenie-Drama: getrennte Eltern, Alkoholsucht, Probleme mit der Liebe und Ausgrenzung - hier wird alles vereint. Eine junge Pratogonistin, die allem trotzt und dabei noch ihrer großen Liebe begegnet. Mir war das alles leider etwas zu klischeehaft und es hebt sich überdies nicht wirklich von der großen Menge ähnlicher Bücher ab. Die Folgebände werde ich definitiv nicht lesen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Ein ganz besonderes Buch

Die Wand
0

"Und heute [...] saß ich im Wald allein mit einer Kuh, einem Hund und einer Katze, und ich besaß nichts mehr von allem, was vierzig Jahre lang mein Leben ausgemacht hatte."


Die Handlung selbst ist schnell ...

"Und heute [...] saß ich im Wald allein mit einer Kuh, einem Hund und einer Katze, und ich besaß nichts mehr von allem, was vierzig Jahre lang mein Leben ausgemacht hatte."


Die Handlung selbst ist schnell erzählt: Eine Frau, die mit Freunden übers Wochenende in die Berge fährt, abends allein in der Hütte bleibt und nach dem Aufwachen feststellen muss, dass eine Art unsichtbare Wand sie vom Dorf und der restlichen Außenwelt trennt. Nicht nur das: Sie scheint das einzige menschliche Wesen zu sein, das sich diesseits der Wand befindet, während außerhalb alles menschliche und tierische Leben wie zu Stein erstarrt wirkt. Von nun an geht es also ums bloße Überleben allein in der Natur.

Geschrieben ist das Buch aus der Perspektive der Frau, die übrigens namenlos bleibt, in zwei verschiedenen Zeitebenen; es handelt sich bei dem Roman um einen Bericht, den die Frau verfasst, um sich vom Alleinsein abzulenken und eine Gedankenstütze zu haben. Sie beginnt etwa zweieinhalb Jahre nach dem Erscheinen der Wand mit dem Schreiben und berichtet rückblickend von den Ereignissen seit jenem Tag; immer wieder greift sie jedoch auch vor, indem sie Anmerkungen über die aktuelle Situation macht.


Ich habe das Buch nun zum zweiten Mal gelesen und bin nach wie vor begeistert; nach dem zweiten Mal vielleicht sogar noch etwas mehr als nach dem ersten Mal, denn es gibt immer wieder etwas zu entdecken, was einem vorher entgangen ist. Keinesfalls wird es langweilig vom Alltag der Frau zu lesen, und immer wieder verliert sie sich in teils philosophischen Gedankengängen, Fragen über den Sinn des Daseins, der Zeit etc. Während des Lesens und auch noch danach habe ich mich immer wieder dabei erwischt, wie ich versuchte mir vorzustellen, selbst in einer solchen Situation zu sein. Man beginnt unweigerlich, Fragestellungen aus dem Buch aufzugreifen und sich selbst zu stellen; ein Buch also, das definitiv zum Nachdenken anregt.

Für mich hat sich "Die Wand" mühelos 5 Sterne verdient und in meinem imaginären Bücherregal einen Ehrenplatz erhalten; Ich werde sie definitiv noch öfter zur Hand nehmen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Auf dem Weg zurück ins Leben

Hoffnungsleuchten
0

"Die persönlichen Probleme erwuchsen zu einem riesigen Amboss, der kurz davorstand, auf mich niederzusausen."

Alison hat es alles andere als leicht. Nicht nur, dass sie immer noch mit den psychischen ...

"Die persönlichen Probleme erwuchsen zu einem riesigen Amboss, der kurz davorstand, auf mich niederzusausen."

Alison hat es alles andere als leicht. Nicht nur, dass sie immer noch mit den psychischen Folgen ihrer einstigen Tumorerkrankung zu kämpfen hat, auch ihr Kinderwunsch will sich einfach nicht erfüllen. Nach drei Fehlgeburten bekommt die Beziehung zu ihrem langjährigen Partner Simon Risse und Alisons Stärke wird auf eine harte Probe gestellt. Wie kann sie mit all diesen Verlusten umgehen? Und was haben die seltsamen, blauen Lichtpunkte, die beinahe wie kleine Fische aussehen, mit alledem zu tun?

Sehr gefühlvoll wird hier die Geschichte einer jungen Frau erzählt, die nach vielen Schicksalsschlägen ihren Weg zurück ins Leben sucht. Dabei unterstützen sie eine sich langsam und vorsichtig anbahnende Liebesgeschichte ebenso sehr, wie die Freundschaft zu ihren Arbeitskollegen, die immer für einen kleinen Spaß zu haben sind und damit so manches Mal Alisons Gedanken wieder auf weniger ernste Themen lenken können.

Der Schreibstil der Autorin ist größtenteils leicht verständlich und die Geschichte somit angenehm zu lesen, es hat mich lediglich gestört, dass auch die wörtliche Rede zwischen den Figuren häufig wie geschriebene Sprache klang.

Die Geschichte selbst ist mir zwar teilweise ein kleines bisschen zu langatmig, aber man kann sich sehr gut in die Protagonistin hineinversetzen und beginnt schnell, mit ihr mitzufühlen. Auch die Idee, die sich hinter den Lichtpunkten verbirgt, finde isch sehr schön.

Insgesamt also ein Buch, das es sich zu lesen lohnt!

Veröffentlicht am 27.09.2020

Wortakrobatik vom Feinsten

Kann denn Liebe Syntax sein?
0

Dieses Buch ist viel mehr als eine Sammlung von Werken aus dreizehn Jahren Bühnenprogramm - es ist eine Hommage für die deutsche Sprache. Unfassbar wortgewandt widmet Philipp Scharrenberg sich hier unterschiedlichsten ...

Dieses Buch ist viel mehr als eine Sammlung von Werken aus dreizehn Jahren Bühnenprogramm - es ist eine Hommage für die deutsche Sprache. Unfassbar wortgewandt widmet Philipp Scharrenberg sich hier unterschiedlichsten Bereichen von Liebe und Fantasy bis hin zu gesellschaftskritischen Themen in Texten wie "Beziehungskistenbingo", "Mork der Ork", "Du bist, was du isst" oder "Die Ballade von der Made". Vollgeladen mit Wortspielen, Mehrdeutigkeiten und Anspielungen bringen Scharrenbergs Texte immer wieder zum Lachen, regen zum Nachdenken an und lassen den Leser schließlich sprachlos ob solcher Eloquenz und Sprachgewalt zurück.

Wer sich nicht vor erbarmungsloser Ehrlichkeit fürchtet und auch mal kritisch hinterfragen möchte, wer Spaß an Wortakrobatik vom Feinsten hat und erleben möchte, wie ebenjene zur Perfektion gebracht wird - der ist hier genau richtig!