Profilbild von Anna_Schwpps

Anna_Schwpps

Lesejury Star
offline

Anna_Schwpps ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anna_Schwpps über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.02.2020

Never flinch, Never fear. Never forget.

Nevernight - Die Rache
0

„Angst hat ihren Sinn. Angst ist das , was die Dunkelheit daran hindert, dich zu verschlingen.“

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zu den Bänden 1+2! Und ausnahmsweise gibt es den ein oder anderen ...

„Angst hat ihren Sinn. Angst ist das , was die Dunkelheit daran hindert, dich zu verschlingen.“

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zu den Bänden 1+2! Und ausnahmsweise gibt es den ein oder anderen Kraftausdruck… ganz im Stil von Herrn Kristoff 😉

Mia geht als Siegerin aus den Spielen hervor, doch ihr Attentat ist fehlgeschlagen und Julius Scaeva mächtiger als je zuvor. Nun tritt sie ihre letzte Reise an, um den Geheimnissen ihrer Herkunft auf den Grund zu gehen und endgültig Rache an Scaeva zu üben.

Das ist er nun also. Der letzte Band, das furiose Finale um die großartigste F**** der Welt: Mia Corvere. Ich bin glücklich, ich bin traurig und ich bin fix und fertig. Wieder einmal hat Nevernight mich begeistert, mich zu 100% mitgenommen in die Welt von Aa und Niah. Die Handlung ist spannender den je, denn nun laufen die einzelnen Stränge aus den vorherigen Teilen zusammen und ergeben ein komplexes, aber fantastisches und klares Gebilde. Endlich lüften sich Geheimnisse, geht es Mysterien an den Kragen. Und mittendrin sitze ich als Leser und denke mir: „Verdammte Gurgel, wie zur Esse kommt man auf diese Ideen?“

Der Mittelteil ist manchmal etwas langatmig aber mal ehrlich: Ich will doch gar nicht, dass es endet! Zudem ist der Schreibstil einfach einmalig. Der Autor nimmt sich selbst nicht zu ernst und hat mehr als nur eine Prise schwarzen Humor. Wer Sarkasmus liebt, ist hier genau richtig. Selten habe ich einen so direkten und derben Schreibstil gelesen, aber das macht das Buch unter Anderem aus. Auch die Idee mit den Fußnoten finde ich nach wir vor richtig gut. Man merkt dadurch einfach, wie intensiv sich Jay Kristoff mit der Welt beschäftigt hat und bekommt selbst noch viel mehr Einblicke.

Außerdem liebe ich die Charaktere. Mia ist nicht herzlos, aber sie ist stark und mutig und somit die perfekte Mischung. Ihre Begleiter sind speziell und gerade Herr Freundlich hat mein kleines Herz geklaut. Aber auch Mercurio, Marielle oder Sidonius habe ich lieben gelernt. Nur Ashlinn ist nach wie vor nicht mein Fall, obwohl sie wie die anderen Charaktere gut ausgearbeitet wurde. Jeder Charakter bleibt sich treu, hat keine plötzlichen Sinneswandel und agiert seinen Zügen entsprechend.

Mein Lieblingscharakter? Herr Freundlich, der coolste Sidekick aller Fantasy-Universen. ich liebe dieses kleine schwarze Miststück von Nicht-Katze einfach!

Fazit

Für mich ist Nevernight – Die Rache der stärkste Band und ein grandioser Abschluss einer fantastischen, einzigartigen Trilogie. Schmerz, Leid, Freunde, Trauer, Spannung und Humor – Das Buch bietet alles! Ich bin bin bei Enden mehr als kritisch und fast immer unzufrieden, aber das? Das ist der absolute Wahnsinn, edle Freunde! Ich hoffe so so sehr, dass die Bücher irgendwann verfilmt werden, ich würde jeden verdammten Tag ins Kino rennen, um Mia kämpfen zu sehen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2020

Auf ins schöne Schottland

Tage in den Highlands
0

Endlich ist er da: Megs Traumurlaub in Schottland. Doch die Reise steht unter einem schlechten Stern. Zuerst sagt Megs beste Freundin spontan ab und dann landet sie auch noch in einem Schloss, dessen Besitzer ...

Endlich ist er da: Megs Traumurlaub in Schottland. Doch die Reise steht unter einem schlechten Stern. Zuerst sagt Megs beste Freundin spontan ab und dann landet sie auch noch in einem Schloss, dessen Besitzer ebenso attraktiv wie geheimnisvoll ist. Denn es ranken sich düstere Gerüchte um den schönen Schotten.

Ich hatte eine ruhige, schöne Lovestory in den malerischen Highlands erwartet, die sich ganz entspannt und gemütlich lesen lässt. Die hab ich zwar auch bekommen, aber da gab es noch deutlich mehr. Ein etwas düsterer Aspekt wartete auf mich, der mich echt überrascht hat.

Meg ist eine herrlich normale Frau mit Unsicherheiten, aber auch viel Herzlichkeit und Humor. Vor Allem neigt sie nicht zu der Heldenverehrung, die mich bei anderen Lovestory häufig nervt. Sie betont zwar, dass sie Finn attraktiv findet, aber sie beschreibt ihn nicht als perfektes Hugo-Boss-Model. Dadurch wirkt Finn auch deutlich bodenständiger und nicht wie ein unverschämter Schönling aus einer anderen Galaxie. Leider ist mir ganze Liebesgeschichte etwas zu flott, etwas mehr Zeit wäre mir deutlich lieber. Das wirkt für mich dann nicht so gehetzt und auch gefühlvoller.

Bei der Handlung konnte mich am meisten der Aufbau überzeugen. Alles fängt recht entspannt an, aber man ahnt schon, dass da noch etwas kommt. Dass da noch mehr ist, als die Figuren und man selbst glaubt. Ich wusste zwar ungefähr, in welche Richtung es gehen würde, aber von der Intensität des Endes bin ich aber doch sehr überrascht. Der Schreibstil ist auch wirklich humorvoll und angenehm, allerdings sind die Kapitel teils zu lang für meinen Geschmack.

Meine Lieblingsfigur? Tatsächlich mag ich dieses Mal die Hauptfigur Meg am liebsten (ich bin doch sonst so ein Sidekick-Fan). Megs Reaktionen kann ich nachvollziehen und sie handelt herrlich undramatisch und normal. Außerdem mag ich ihre humorvollen Gedanken.

Fazit

Eine gelungene Geschichte über eine (Urlaubs)Romanze und auch über Intuition und Vorurteile. Vor Allem geeignet zum „Mal eben in wenigen Tagen oder auch einem Tag durchsuchten“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2020

Bauch vs. Kopf

Falling Skye (Bd. 1)
0

„Liebe ist nicht logisch. Liebe lässt sich nicht in die Richtung lenken, die wir uns aussuchen. Liebe ist nicht rational.“

Die ehemaligen USA wurden nach einer Katastrophe zu den Gläsernen Nationen. Die ...

„Liebe ist nicht logisch. Liebe lässt sich nicht in die Richtung lenken, die wir uns aussuchen. Liebe ist nicht rational.“

Die ehemaligen USA wurden nach einer Katastrophe zu den Gläsernen Nationen. Die Menschen werden nun eingeteilt in Rationale und Emotionale – die, die ihre Gefühle an die erste Stelle setzen, und die, die immer rational handeln und ihre Gefühle auch in den Hintergrund stellen. Rationale sind häufig in Führungspositionen, Emotionale sind z.B. Erzieher. Skye wird zu ihrer Bestimmung gerufen und sie ist sich sicher: Sie wird eine Rationale, damit sie die angesehene Cremonte-Universität besuchen kann. Doch die Tests sind härter und schockierender als sie annahm und zu Allem Überfluss verschwinden einige der anderen Mädchen, die im Ranking weit unten stehen. Und so beginnt Skye zu hinterfragen…



Handelst du eher aus dem Bauch heraus? Oder bestimmt dein Kopf? Gibst du deinen Gefühlen Macht? Oder stellst du sie für die richtigen Zwecke hinten an? Skye steht auf der rationalen Seite, ebenso wie ihr Vater und ihr bester Freund Elias. Dabei ist Skye nicht direkt skrupellos oder gefühlskalt, sondern geht einfach bewusster und nachdenklicher Probleme an. Im Verlaufe des Buches entwickelt sie sich aber und hinterfragt auch mehr, statt alles naiv hinzunehmen. Ihre Blindheit gegenüber bestimmter Punkte der Politik passte zur Geschichte und zu Skyes Hintergrund, sodass ich es verstehen kann und sinnvoll finde, sie so zu schreiben, wenn ich auch manchmal genervt davon war. Elias ist für mich einfach nur verblendet und furchtbar, machen wir das kurz und knapp 😀 Im Allgemeinen empfinde ich die Figuren als eher einseitig und flach, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht.

Die Thematik des Buches ist sehr spannend und erinnert mich manchmal an Die Bestimmung. Anfangs war ich richtig begeistert, dann kamen aber leider meine Schwierigkeiten. Mir sind viele Logiklöcher aufgefallen und vieles ging mir einfach zu glatt von statten. Es gab kaum Überraschungen und ich wusste eigentlich von Beginn an, wie es ausgeht. Das finde ich extrem schade, weil sowohl die Autorin als auch die Geschichte wirklich Potenzial haben. Doch immer wieder sind mir unsinnige Reaktionen, Plottwists, die ich schon habe kommen sehen, und unlogische Situationen sauer aufgestoßen. Mir fehlt einfach dieser BOOM-Effekt und die Komplexität. Zum Ende hin kommt zwar noch eine eher unerwartete Wendung, aber die konnte mich leider gar nicht überzeugen (Das ist aber definitiv Geschmackssache!).

Was mich auch sehr stört, ist die Lovestory. Viel zu schnell und nicht gefühlvoll genug für meinen Geschmack. Das konnte ich dann irgendwann nicht mehr richtig ernst nehmen, weil es sich so erzwungen anfühlte. Generell fehlen mir oft die Emotionen (denn ich bin eher eine Emotionale 😀 ). Als etwas Schlimmes passierte, war das eher so: „Ach blöd, dass das passiert ist. Schockierend… Hm, ja, egal weiter gehts.“ Und während ich noch immer baff war, ging dann alles einfach weiter.

Trotz dieser Kritikpunkte hat mich das Buch aber sehr gut unterhalten. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, die Kapitel haben eine passende Länge und der Grundgedanke ist wirklich interessant. Deshalb konnte ich das Buch zügig lesen und fand es auch nicht langatmig.

Meine Lieblingsfigur? Luce, mein Sonnenschein. Sympathischste Figur, die für mich oft am logischsten handelt. „Oft“, weil es auch eine Situation gab, in der ich vollkommen verwirrt war, weil ich ihre Reaktion überhaupt nicht verstanden habe. Aber das kam eben des Öfteren mal vor 😀

Fazit

Eine interessante Idee und Geschichte, die leider ihre Schwachstellen hat. Lässt man sich einfach berieseln, dann ist das Buch fantastisch. Wer aber gern Bücher zerdenkt, so wie ich das nun mal gern tue, der wird wie ich auf einige Unstimmigkeiten stoßen. Aber er wird hoffentlich auch wie ich trotzdem viel Freunde an dem Buch finden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Über Elfen, Drachen und Teenager

Die Pan-Trilogie: Das gestohlene Herz der Anderwelt (Pan-Spin-off 2)
0

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Allison muss das gestohlenen Herz der Anderwelt wieder an seinen Platz bringen und die Regenpforte schließen, um das Sterben des Elfenreichs ...

Achtung! Diese Rezension enthält Spoiler zum ersten Band!

Allison muss das gestohlenen Herz der Anderwelt wieder an seinen Platz bringen und die Regenpforte schließen, um das Sterben des Elfenreichs zu verhindern. Leicht in der Theorie, umso schwieriger in der Praxis! Ein gut aussehender Elf und ein dunkler Prinz sowie eine französische Zicke machen Allison das Leben zusätzlich schwer und bringen ihre Welt ganz schön durcheinander.

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. Vielleicht damit, dass ich die Pan-Reihe liebe und mich deshalb so auf mehr Geschichten aus der Anderwelt gefreut habe? Leider war ich vom Finale des Spin-Offs ziemlich enttäuscht.

Der Schreibstil ist wie immer großartig und ich liebe ihn. Humorvoll, jung, frisch und lockerleicht – genau so, wie man es von der Autorin kennt. Trotzdem kommt auch die Spannung nicht zu kurz.

Die Handlung besteht aus den wichtigen Dramen der Elfenwelt und den eher mittelmäßig wichtigen Dramen der Teenager. Grundsätzlich hat man abgesehen von Finn nicht allzu viel von der Anderwelt oder Elfen im Allgemeinen gesehen. Das finde ich sehr schade, weil die Welt dadurch für mich etwas blasser wurde. Die Geschichte um den dunklen Prinzen gefällt mir wirklich gut und sie passt auch toll in den Handlungsstrang. Es gab jedoch einen, sagen wir mal Verlust um nicht zu spoilern, der wirklich traurig. für mich aber auch leider etwas sinnlos war. Eigentlich finde ich es ja gut, wenn es nicht immer nur Happy Ends gibt, aber dabei bin ich etwas zwiegespalten.

Was mich am meisten stört, sind aber die Charaktere. Allison und Finn erinnern mich einfach zu sehr an die Protagonisten aus der Pan-Trilogie Felicity und Lee. Und die zwei finde ich wirklich großartig. Doch sowohl von der äußeren Beschreibung als teilweise auch vom Charakter sind mir die Unterschiede einfach nicht ausgeprägt genug. Alles bleibt für mich so blass und flach, dass ich mir immer wieder Felicity und Lee zurück gewünscht habe.

Meine Lieblingsfigur? Valerie, die vielleicht doch gar nicht so dämliche Ziege. Durch die tolle Charakterentwicklung wird sie von „Schnucki“ zur Heldin.

Fazit

Es tut mir wirklich in der Seele weh diesem Buch so wenig Sterne zu geben. Ich liebe die Pan-Trilogie, aber das Spin-Off konnte mich, wenn ich wirklich ehrlich zu mir selbst bin, einfach nicht begeistern und mitreißen. Vollkommen in Ordnung und gerettet dank eines tollen Schreibstils, aber kein Muss. Schade 🙁

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

Die nächste Runde von Caraval

Legendary
0

Donatella und ihre Schwester Scarlett leben noch nicht lange bei den Schauspielern Caravals, als das Gerücht um eine Sensation gestreut wird: Kurz nach der letzten Caraval-Aufführung plant Master Legend ...

Donatella und ihre Schwester Scarlett leben noch nicht lange bei den Schauspielern Caravals, als das Gerücht um eine Sensation gestreut wird: Kurz nach der letzten Caraval-Aufführung plant Master Legend neue Spiele zu Ehren des Geburtstages der Königin Elantine. Doch Tella hat gerade ziemlich große Sorgen, denn sie hat Schulden, die es zu begleichen gilt. Um ihre und Scarletts Freiheit zu halten lässt sie sich erneut auf das Spiel ein und muss den ebenso gefährlichen wie berühmten Master Legend hintergehen…

Nachdem der Leser beim ersten Teil hauptsächlich Scarlett begleitet, darf man nun Tella näher kennen lernen. Schon zu Beginn wird deutlich, wie verschieden die beiden sind. Scarlett ist vorsichtig und bedacht, Tella ist draufgängerisch und liebt das Abenteuer. Doch sie ist nicht zu unterschätzen und viel klüger als manche zunächst vermuten würden. Beim ersten Band empfand ich die Schwestern oft als eintönig und einseitig, weshalb mir der Wechsel der Protagonistin sehr gut getan hat. Außerdem finde ich die Entwicklung in diesem Band deutlich stärker.

Auch der Schauplatz hat sich wieder geändert. Doch dank der tollen Karte und den sehr genauen Beschreibungen und schillernden Ideen, fand ich mich direkt zu recht. Die Autorin schreibt wirklich sehr bildhaft, was mir manchmal fast zu viel ist. Ich habe mich daran aber gewöhnt und es wirkt auf mich jetzt nicht mehr so befremdlich und drüber, sondern eben genau passend.

Die düstere und geheimnisvolle Atmosphäre kommt auch dieses Mal wieder total bei mir an. Romantik, Rache, Trauer, dunkle Geheimnisse, Lebensfreude… man hat hier das volle Spektrum der Emotionen aber alles wirkt schillernd doch düster. Die Handlung beinhaltet wieder viele Mysterien. Man darf alles Hinterfragen und nichts Hinnehmen. Vieles hat mich überrascht, aber ich darf mich auch über Theorien freuen, die sich bewahrheitet haben.

Ich sage es gern nochmal: ich möchte bitte einen Tim Burton Film davon. Bitte Dankeschön!

Fazit

Für mich eine sehr gelungene Fortsetzung und ich bin schon sehr sehr gespannt auf Finale. Denn, ohja, das wird bestimmt ein Finale mit Feuerwerk und Allem was dazu gehört. Trotzdem gibt es einen Stern Abzug, weil ich einige Stellen als etwas langatmig empfand und der Funke nicht komplett überspringen wollte. Die Entwicklung der ganzen Story sagt mir aber sehr zu.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere