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Veröffentlicht am 14.01.2020

Über Hoffnung und das Kämpfen um Normalität

The Light in Us
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Achtung! Diese Rezension enthält einen kleinere Spoiler.

„Hoffnung ist etwas wunderbares. (…) Hoffnung sind Abstufungen von Schwarz, statt reines Schwarz.“

Charlotte ist Violinistin und auf dem besten ...

Achtung! Diese Rezension enthält einen kleinere Spoiler.

„Hoffnung ist etwas wunderbares. (…) Hoffnung sind Abstufungen von Schwarz, statt reines Schwarz.“

Charlotte ist Violinistin und auf dem besten Weg zu einer großen Karriere. Doch durch einen Schicksalsschlag verstummt die Musik in ihr. Statt Berufsmusikerin zu werden, nimmt sie einen Job als Assistentin bei Noah Lake an. Der Extremsportler ist durch einen Unfall erblindet und fühlt nur noch eins: Wut. Doch Charlotte ist entschlossen, sich nicht von ihrem unsympathischen Chef unterkriegen zu lassen und ihm vielleicht sogar ein wenig Wut zu nehmen.

Eventuell kommen die Grundzüge der Geschichte euch bekannt vor? Mich jedenfalls hat der Klappentext sehr an Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes erinnert. Da ich dieses Buch geliebt habe, wollte ich aber auch unbedingt The light in us lesen. Doch auch beim Lesen habe ich beide Bücher leider häufig unbewusst verglichen, auch wenn Charlotte und Lou sehr unterschiedlich sind. Trotzdem versuche ich natürlich unparteiisch zu bleiben und ich weiß, dass man sowohl beide Bücher als auch nur eines von beiden lieben kann, denn The light in us ist defitniv kein unorgineller Abklatsch . 🙂

Am Anfang hatte ich große Schwierigkeiten in die Geschichte zu finden. Noah war mir anfangs zu überspitzt und Charlotte fand ich ziemlich nervig. Wahrscheinlich klingt das jetzt ziemlich unsensibel, aber es hat mich genervt, dass sie es nicht geschafft hat zu kämpfen. Dass sie einfach ohne Hoffnung darauf gewartet hat, dass Rettung kommt. Und vor Allem, dass sie nicht für den Wunsch ihres Bruder gekämpft hat. Das konnte ich einfach null nachvollziehen und als Leser hat mich das einfach gestört.

Was mir dann aber wirklich Spaß gemacht hat, war die Veränderung von Charlotte und Noah und der Umgang zwischen ihnen. DAS hat das Buch für mich so lesenswert gemacht. Ich brauche bei dieser Geschichte gar nicht so viel Dramatik, sondern hätte viel lieber mehr davon. Zum Schluss kam nochmal etwas Dramatik auf, was gegen Ende ja auch gut ist, allerdings war mir das dann schon wieder too much. Und es gab da so eine Situation wo ich definitiv anders regiert hätte. Ich hab Charlotte da manchmal echt nicht nachvollziehen können und das ist für mich leider doch sehr wichtig.

Generell hätte ich mir sogar unspannendere Charaktere gewünscht. Klingt komisch? Nun ja, fangen wir mal bei Noah an. Der Held unter den Extremsportler, der natürlich irre heiß und groß ist und immer nur mit Models ausging. Anfangs wirkte es eher so, als würde Charlotte ihn vergöttern wie ein kleines Kind einen Teeniestar. Und Charlotte selbst hat natürlich auch einen traurigen Hintergrund und ist gleichzeitig ein musikalisches Wunderkind. Mir persönlich ist das einfach zu viel. Eine „einfache“ Studentin mit alltäglicherem Berufswunsch hätte es für mich auch getan und mich vielleicht sogar noch mehr angesprochen 😀

Fazit

Die Mitte des Buches finde ich wirklich großartig und gefühlvoll. Am Anfang und am Ende war mir alles ein wenig zu dramatisch, da hätte ich viel lieber noch mehr Harmonisches und Schönes gelesen. Denn diese Momente im Buch waren meine Highlights.

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Veröffentlicht am 12.01.2020

Die großen Mysterien ihrer Welt

Die Spiegelreisende 2 - Die Verschwundenen vom Mondscheinpalast
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„Wollt ihr immer meine Meinung und immer meinen Rat hören, gnädiges Fräulein? Hier meine Meinung: Ihr braucht dringend Rat. Hier mein Rat: Hört immer auf meine Meinung.“

Ophelia, die zur Vize-Erzählerin ...

„Wollt ihr immer meine Meinung und immer meinen Rat hören, gnädiges Fräulein? Hier meine Meinung: Ihr braucht dringend Rat. Hier mein Rat: Hört immer auf meine Meinung.“

Ophelia, die zur Vize-Erzählerin des Familiengeistes Faruk ernannt wurde, erhält anonyme Drohbriefe: Sie soll die Hochzeit mit Thorn absagen und vom Hof verschwinden, sonst würde ihr Übles widerfahren. Doch auch andere durchaus wichtige Persönlichkeiten scheinen ähnliche Briefe zu erhalten und einige von ihnen verschwinden. Wieder einmal steht Ophelia einer Reihe von Rätseln und Mysterien gegenüber und muss sich fragen, wem sie trauen kann.

Ophelias Geschichte geht weiter und jetzt beginnt sie so richtig: Mehr Gefahren, mehr Rätsel und deutlich größere Mysterien, die aufgedeckt werden wollen. Den ersten Teil empfand ich als etwas langatmige Einleitung, bei der ich noch nicht so ganz wusste, wo das Buch denn mit mir hin will. Dass die Handlung nun diese Richtung einschlagen würde, damit hatte ich nicht gerechnet und es haut mich wirklich um. Alles ist viel viel weitreichender und größer und ich liebe es! Wirklich, ich war baff und habe gestaunt und war begeistert und habe mitgefiebert…

Nach wie vor ist es aber sehr schwer sich auf eine Figur einzulassen. Personen, die ich im ersten Teil überhaupt nicht leiden konnte, habe ich lieben gelernt, von Anderen lieb gewonnenen war ich schockiert und enttäuscht. Doch genauso muss sich wohl auch Ophelia fühlen und das kommt auch beim Leser sehr gut an, obwohl das Buch nicht in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Dabei macht die eher ruhige Animistin eine wirkliche Wandlung durch und wird eine richtig tolle und ungewöhnliche Protagonistin, die nicht immer nur laut und rebellisch ist, sondern auch klug, besonnen und etwas tollpatschig.

Der Schreibstil ist für mich sehr besonders, aber nicht immer ganz leicht. Ich muss mich auf das Buch konzentrieren und es für mich definitiv nichts für „Mal eben zwischendurch“. Ich habe für das Buch auch etwas länger gebraucht, aber das ist mehr als ok, weil ich nie das Gefühl hatte, dass es jetzt langweilig oder langatmig wird. Gerade die letzten Seiten habe ich verschlungen.

Fazit

Der zweite Teil gefällt mir so viel besser als der erste und den fand ich ja auch schon gut. Ich fange an, die Welt besser zu verstehen und die Eigenarten der Story zu lieben. Ich habe auf Instagram mal gelesen, dass jemand sie als etwas schrullig bezeichnet und ja! Das passt so verdammt gut! Ich bin tierisch gespannt auf den dritten Teil und freue mich auf neue Intrigen, Geheimnisse, Rätsel und Mysterien.

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Veröffentlicht am 30.12.2019

Das würdige Finale

Scythe – Das Vermächtnis der Ältesten
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Achtung! Spoiler zu den Bänden 1+2

„Zeit ist nie wesentlich, bis irgendjemand entscheidet, dass sie es ist.“

Seit dem Versinken Enduras ist die Welt der Scythe eine Neue. Während Citra und Rowan in ihrem ...

Achtung! Spoiler zu den Bänden 1+2

„Zeit ist nie wesentlich, bis irgendjemand entscheidet, dass sie es ist.“

Seit dem Versinken Enduras ist die Welt der Scythe eine Neue. Während Citra und Rowan in ihrem eisernen Gefängnis auf ihre Rettung warten, gewinnen die Scythe der neuen Ordnung unter Goddardimmer mehr an Macht. Scythe Faraday ahnt nichts von dem Unglück und macht sich mit Munira auf die Suche nach der Notfalllösung der Gründer-Scythe. Auch bei den Tonisten herrscht Unruhe. Und dann wäre da ja auch noch der geheimnisvolle Toll…

Endlich konnte ich es lesen, das Finale meiner absoluten Lieblingsreihe überhaupt! Und das Warten hat sich gelohnt. Ich liebe die Welt, die Shusterman geschaffen hat. Diese seltsame Wandlung einer Utopie, die eigentlich eine Dystopie ist. Es gibt viele neue Ideen der Zukunft, manche davon wichtig, manche einfach nur zum Schmunzeln. Neben alten geliebten Charakteren gibt es auch viele neue Personen von denen ich einige wirklich lieb gewonnen habe :) Citra, Rowan und Faraday empfinde ich als viel gefühlvoller und näher als noch in Band 1, was perfekt zu ihrer Entwicklung und den Entwicklungen in der Welt passt.

Der Schreibstil ist wie immer ein Träumchen. Er ist humorvoll und detailliert und das Buch zog sich für mich an keiner Stelle. Am liebsten hätte ich mich mit dem Buch eingesperrt und wäre erst nach Beenden wieder rausgekommen. Da hatte mein reales Leben aber leider was gegen :D Beim finalen Band ist natürlich eines am Wichtigsten: Das Ende! Das bin ich ja immer sehr, sehr kritisch. Das Tempo gefiel mir jedoch sehr gut. Es war konstant aber spannend und nicht, wie leider so oft, erst zäh und zum Schluss viel zu gehetzt. Außerdem war es nicht komplett vorhersehbar, aber auch nicht zu abgedreht.

Fazit

Ich bin mehr als zufrieden mit dem Ende dieser großartigen Reihe und hätte auch nichts gegen ein Spin-Off einzuwenden ;) Generell gehört diese Reihe zu den wirklich wenigen, die ich irgendwann noch einmal lesen möchte, weil ich diese Geschichte so interessant, neu und spannend finde. Enttäuscht hat sie mich jedenfalls nie :)

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Veröffentlicht am 23.12.2019

Die extraordinäre Geschichte von Victor Vale und Eli Ever

Vicious - Das Böse in uns
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Victor und Eli sind brillante Medizinstudenten und beste Freunde. Für eine Abschlussarbeit beginnen sie mit Forschungen rund um EOs, ExtraOrdinäre mit Superkräften. Um selbst ein EO zu werden müssen beide ...

Victor und Eli sind brillante Medizinstudenten und beste Freunde. Für eine Abschlussarbeit beginnen sie mit Forschungen rund um EOs, ExtraOrdinäre mit Superkräften. Um selbst ein EO zu werden müssen beide sterben und wieder auferstehen. Tatsächlich überleben sie ihr Experiment: Eli bekommt die Kraft, sich selbst wieder zu heilen und zu regenerieren, Victor kann sich und anderen Schmerzen zufügen aber auch nehmen. Doch Superkräfte machen keinen Helden und so geraten die Ereignisse außer Kontrolle…

Die Geschichte spielt einmal in der Gegenwart und einmal in der Vergangenheit zu Zeiten des Experiments. Die Kapitel wechseln sich in ihrer Zeit immer ab, sodass man nicht selten in eine Endlos-Schleife von „Verdammt ich muss doch wissen, wie es weiter geht“ gerät. Denn wenn ein Kapitel in der Vergangenheit mit einem kleinen Cliffhanger endet muss ich erst wieder eins in der Gegenwart lesen und da wartet dann schon der nächste Cliffhanger und dann der nächste und der nächste… Außerdem sind viele Kapitel recht kurz und der Schreibstil wie gewohnt wirklich gut und flüssig, sodass ich an einigen Abenden nicht mehr Aufhören konnte, weil ich einfach keinen Punkt fand, an dem ich das Buch weglegen wollte.

Die Geschichte finde ich sehr gut ausgearbeitet und auch irgendwie schafft die Autorin es, dass alles logisch erscheint. Natürlich funktioniert das mit der Nahtoderfahrung so nicht (naja, ich glaube es zumindest nicht und bin auch nicht scharf darauf es herauszufinden 😀 ), aber während des Lesens denkt man sich oft nur “ jaja, klar macht ja Sinn, dass das so ist“. Und das macht eine gute Story ja schließlich aus!

Die Protagonisten mag ich sehr und man merkt schnell, dass nicht immer alles nur schwarz und weiß ist. Victor ist definitiv nicht aber man findet ihn doch trotzdem so cool und sympathisch. Und Eli ist mal andere Motive als ich sie sonst gewohnt bin, was ich sehr interessant finde, wenn auch etwas paradox. Was mir erst im Nachhinein erst aufgefallen ist, dass die Welt nicht so präsent ist. Das muss sie aber auch nicht sein, da der Hauptmerk so wirklich auf den Protagonisten und der Story liegt, sodass das der Story keinen Abbruch tut.

Fazit

Für mich ein richtiges Highlight zum Ende des Jahres. Düstere Atmosphäre und die übliche Frage zwischen Gut und Böse, Falsch und Vertretbar. Außerdem nutzt die Autorin ihre eigenen Elemente, um überraschende Plottwists einzubauen und begeistert mit Story, Charakteren und Feeling.


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Veröffentlicht am 28.11.2019

Das Drachentrio schlägt wieder zu

Redwood Dreams – Es beginnt mit einem Lächeln
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„Jeder hat Angst davor, die Menschen zu verlieren, die er liebt. Wir haben kein Mitspracherecht darin, wann wir kommen oder wann wir gehen, nur wie wir unser Leben dazwischen leben. Und die Erinnerung ...

„Jeder hat Angst davor, die Menschen zu verlieren, die er liebt. Wir haben kein Mitspracherecht darin, wann wir kommen oder wann wir gehen, nur wie wir unser Leben dazwischen leben. Und die Erinnerung an jene, die nicht mehr unter uns sind, ehren wir, indem wir genau das tun. Leben.“

Jason ist Feuerwehrmann im kleinen malerischen Redwood. Kein Wunder also, dass der charmante Single irgendwann mal ins Visier des Drachentrios gerät. Das Kuppler-Trio hat sich als Gegenstück Ella ausgesucht. Schüchtern, süß und Lehrerin ist eigentlich gar nicht Jasons Beuteschema. Überhaupt passt keine Frau in sein Beuteschema, die länger als nötig bleiben will. Und doch: Ella verdreht ihm den Kopf. Und das, obwohl sie etwas vor ihm verheimlicht…

Endlich konnte ich wieder einen meiner liebsten Buchorte besuchen. Redwood ist idyllisch und heimelig und DIE Wohlfühlreihe für den Herbst. Das Buch ist genauso wunderschön wie seine Vorgänger und den Schreibstil der Autorin finde ich nach wie vor toll. Er ist immer ein wenig angepasst an die jeweilige Hauptperson des Kapitels und vor Allem ist er total humorvoll. Es gibt Szenen zum kaputt lachen, welche für den Herzschmerz und welche zum Grinsen – eben so, wie ich es noch in Erinnerung habe.

Die Geschichte finde ich sogar besser als die aus dem dritten Band. Jason ist charmant und lustig, aber er kann mit schlechten Nachrichten nicht gut umgehen. An seiner Seite ist der Sheriff der Stadt, sein bester Freund Parker. Um den geht es übrigens im Nachfolgeband und ich finde ihn jetzt schon toll 🙂 Ella ist sehr schüchtern und eher unauffällig. Sie ist aber keineswegs das nervige Mauerblümchen, dass plötzlich auftaut. Das ist etwas, dass mir bei diesem Band total gefallen hat: Die Charaktere haben immer ihre Gründe. Auch wenn ich manche Entscheidungen nicht nachvollziehen kann, dann doch zumindest eben diese Gründe.

Die Handlung selbst ist eher typisch: Verlieben, Probleme, Geheimnisse und die Frage: Happy End ja nein? Trotzdem macht es Spaß, mit den beiden Hauptcharakteren mitzufiebern und mitzufühlen. Kleiner Kritikpunkt: Ich hätte mir mehr von Redwood gewünscht. Natürlich muss nicht in jedem zweiten Kapitel einer der Tierärzte auftauchen, aber ich hätte gern mehr von den alten Bekannten oder auch von Parker erfahren. Das macht für mich einen großen Teil des Charmes von Redwood aus. Außerdem spielten sich die meisten Ereignisse innerhalb von vier Wänden ab, was ich eher schade finde.

Fazit


Redwood ist und bleibt einfach einer meiner Lieblingsorte und ich freue mich auch schon, es bald wieder besuchen zu dürfen. Trotzdem sind mir die Enden oft zu schnell (nicht zu plötzlich, wer das Buch gelesen hat, weiß jetzt vielleicht was ich meine), was bei mir dann immer ein wenig Euphorie nimmt. Ich habe es aber wirklich verschlungen und finde den Teil sogar besser als Band 3 und wirklich fast so gut wie die ersten zwei Teile, was bei Spin-Offs nicht ganz leicht ist :)