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Veröffentlicht am 22.09.2023

Farbspiel

Die graue Stadt
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Robin zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Eine Stadt die ausschließlich in der Farbe grau erstrahlt. Robin, die Farben liebt, möchte ein Leben in einer grauen Stadt nicht führen und macht sich auf ...

Robin zieht mit ihren Eltern in eine neue Stadt. Eine Stadt die ausschließlich in der Farbe grau erstrahlt. Robin, die Farben liebt, möchte ein Leben in einer grauen Stadt nicht führen und macht sich auf die Suche nach der Ursache für das triste Stadtleben. Gemeinsam mit Alani findet sie die Gründe und lässt die Stadt in neuer Farbe erstrahlen.

Die graue Stadt von Torben Kuhlmann zeigt auf eine wunderschöne Weise, welche Macht der einzelne Mensch haben kann. Robin widersetzt sich den Strukturen, denen sich die Erwachsenen längst untergeben haben und das obwohl sie diese Ideologie selbst nicht unterstützten würden. Sie steht für ihre Meinung ein, nimmt Strafen in Kauf und findet Verbündete.

Kuhlmann zeigt mit Die graue Stadt, wie wichtig die Farbe und Vielfalt in unserem Leben ist. Die Illustrationen sind wunderschön gestaltet und selbst in Grautönen wahnsinnig detailliert gezeichnet. Ich habe jede einzelne Zeichnung mit Bewunderung betrachtet.

Inhaltlich lässt sich das Buch bedenkenlos in Kinderhände geben, auf der Textebene denke ich, dass viele Kinder noch unterstützt werden müssen, jedoch macht sich Die graue Stadt mit Sicherheit auch als Vorlesebuch sehr gut und lädt zum über-Farben-philosophieren ein.

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Veröffentlicht am 22.09.2023

Mørck in der Pubertät

Schändung
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Vor über zwanzig Jahren gerät eine Gruppe Jugendlicher in Rørvig unter Mordverdacht, doch nur einer von ihnen ist geständig und nimmt alle Schuld auf sich.

Carl Mørcks Assistent Assad findet die Akte ...

Vor über zwanzig Jahren gerät eine Gruppe Jugendlicher in Rørvig unter Mordverdacht, doch nur einer von ihnen ist geständig und nimmt alle Schuld auf sich.

Carl Mørcks Assistent Assad findet die Akte aus Rørvig und das Interesse der Ermittler ist geweckt. Können Mørck und sein Assistent das Rätsel lösen oder wird ihnen von oberster Stelle ein Stein in den Weg gelegt?

Schändung ist der zweite Teil des Ermittlers Carl Mørck aus dem Sonderdezernat Q, das sich mit Cold Case Fällen beschäftigt. Der Teil kann grundsätzlich eigenständig gelesen werden, da er in sich abgeschlossen ist. Doch natürlich ist es für die Charakterentwicklung der Ermittler und ihrer Teamchemie ratsam, wenn man die Reihenfolge beachtet.

Schändung konnte mich im Gegensatz zum ersten Fall von Carl Mørck leider gar nicht abholen, das lag in diesem Fall vor allem daran, dass ich mit Mørcks Gedankengängen nicht klargekommen bin. Mørck verhält sich wie ein pubertärer Teenager, der gerade die Potenziale seines Geschlechts erkennt und dies in mehrfacher Beschreibung von Konsistenzzuständen an die Leserschaft übermittelt.

Ähnlich verhält es sich mit der Kombination Assad/Mørck. Während die Sprüche mich im ersten Teil noch unterhalten konnten, waren sie mir hier zu häufig deutlich unter der Gürtellinie, auch für ein Buch aus dem Jahre 2005. Ähnliches betrifft Mørcks Gedanken zu Assad. Mit Rose lernen wir eine neue Ermittlerin kennen, die mir in diesem Band am sympathischsten erschien und das trotz Luft nach oben. Dennoch hat sie Potenzial.

Der Fall hingegen weniger. Von Beginn an bekommt man die Lösung auf dem Silbertablett präsentiert, Spannung baut sich daher nicht auf. Nur unendliche Wut auf die Täter, die aus Spaß an der Freude töten und das Ende konnte mich leider auch nicht begeistern.

Einziger „Lichtblick“ war für mich Kimmie, da ihre Persönlichkeit sehr ambivalent gestaltet wurde und ihre Kapitel dadurch ein wenig Interesse wecken konnten.

Alles in allem konnte Schändung mich leider nicht überzeugen, sodass ich die Reihe auch erstmal Ruhen lassen, bis ich Mørck gegenüber wieder positiver gegenüberstehe. Denn die Cold Case Idee gefällt mir weiterhin sehr gut.

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Veröffentlicht am 21.09.2023

Gibt es eine zweite Chance?

Nebelschimmer
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Calla und Jasper schienen das perfekte Paar zu sein, doch dann hat das Leben andere Pläne und die beiden gehen getrennte Wege. Nach einem Jahr in den USA ist Calla nun zurück in Deutschland und zurück ...

Calla und Jasper schienen das perfekte Paar zu sein, doch dann hat das Leben andere Pläne und die beiden gehen getrennte Wege. Nach einem Jahr in den USA ist Calla nun zurück in Deutschland und zurück bei ihren besten Freundinnen. Doch nicht nur ihnen ist Calla wieder näher, auch Jasper läuft sie nun wieder über den Weg und muss erkennen, dass ihre Gefühle weiterhin stark sind.

Nebelschimmer von Anya Omah ist der zweite Band einer Trilogie, der generell auch unabhängig von seinem Vorgänger gelesen werden kann.
Wie schon der Vorgänger konnte auch Nebelschimmer mich vollkommen für sich einnehmen und ich bin begeistert, dass man eine solche Geschichte gestalten kann, ohne eine Part als denjenigen darzustellen, der alles verbockt hat. Beide haben und machen Fehler und beide reflektieren dies.

Rassismus ist ein großes Thema dieses Bands, das im großen und ganzen gut eingebaut wurde. Wenngleich ich mir an mancher Stelle mehr Überlegenheit gewünscht hätte, aber ich konnte auch diese konfrontale Darstellung nachvollziehen.

Nebelschimmer konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett einnehmen, sodass ich dieses Buch innerhalb von 24 Stunden eingeatmet habe. Tolle Entwicklung, tolle Charaktere und tolle Reflexionen der Charaktere.
Geärgert hat mich lediglich, dass die Spleens von Calla und Lissa erwähnt und am Ende vertauscht wurden. Ich liebe solche kleinen Details, weil sie Charaktere einzigartig machen. Dies aber nur als Anmerkung, Einfluss auf die Bewertung hat dieses kleine Detail natürlich nicht.

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Veröffentlicht am 20.09.2023

Besondere Welt

Die Insel der besonderen Kinder
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Abraham erzählte seinem Enkel von einer besonderen Insel, auf der Kinder mit besonderen Fähigkeiten lebten und von Monstern, die diese Kinder jagten. Jacob dachte immer, dass sein Opa ihm, wie alle Großeltern ...

Abraham erzählte seinem Enkel von einer besonderen Insel, auf der Kinder mit besonderen Fähigkeiten lebten und von Monstern, die diese Kinder jagten. Jacob dachte immer, dass sein Opa ihm, wie alle Großeltern dies tun, Märchen erzählte und glaubte nicht an die Existenz der besonderen Insel.
Jahre später stirbt Abraham durch auf eine mysteriöse Weise und Jacob beginnt sich wieder an die Märchen seines Großvaters zu erinnern. Dann findet er Hinweise, dass die Insel wirklich existiert und macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit seines Großvaters und vergisst dabei die Monster.

Ransom Riggs hat mit Die Insel der besonderen Kinder eine mystische Welt aufgebaut, die einen vollkommen einnimmt und die den Beginn einer sechshändigen Reihe darstellt. Die Geschichte ist eher langsam erzählt, was dafür sorgte, dass ich keinen Höhepunkt oder Spannungsbogen wahrnehmen konnte, jedoch hat dies mein Lesevergnügen zu keiner Zeit gemildert.

Riggs nimmt einen mit seinem bildhaften Schreibstil in die mystische Welt mit und verbindet diese mit der Realen. Man erlebt das Geschehene durch Jacobs Sicht und leidet regelrecht mit ihm mit. Die Story wird stellenweise durch Fotos untermalt.

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Veröffentlicht am 18.09.2023

Wie wäre das Leben mit dir gelaufen?

Vatermal
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Necati Öziri schreibt eine Familiengeschichte aus drei Perspektiven, die nicht viel gemeinsam haben, außer den Verlust des Mannes/Vaters, der seine Familie in Deutschland alleingelassen hat und wieder ...

Necati Öziri schreibt eine Familiengeschichte aus drei Perspektiven, die nicht viel gemeinsam haben, außer den Verlust des Mannes/Vaters, der seine Familie in Deutschland alleingelassen hat und wieder in die Türkei ging.

Vatermal ist die Geschichte einer dreiköpfigen Familie, deren Einzelschicksale wir durch die Perspektivübernahme erfahren. So lernen wir die Mutter Ümran, ihre Tochter Aylin und ihren Sohn Arda genauer kennen. Das besondere: Arda schreibt diese Geschichten für seinen Vater Metin auf, den er nie richtig kennenlernen konnte und spricht diesen auf eine berührende Weise direkt an.

Die Perspektiven sind allesamt emotional und sprechen ganz unterschiedliche Themen an, die für viele Menschen noch heute nah an der Realität sind. Spannend ist, dass die Charaktere durch die Geschichte ambivalente Gefühle hervorrufen. Wir erkennen, dass das Leben von kleinen Dingen beeinflusst werden kann und dass Kinder abhängig von den Entscheidungen der Eltern sind.
Öziri zeigt mit Vatermal die nackte Wahrheit des echten Lebens.

Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass ich die Perspektiven zeitlich nicht immer gut einordnen konnte und dadurch etwas in der Luft hing.

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