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Veröffentlicht am 03.07.2023

Ein Anruf, der den Tod bedeutet

Death Call - Er bringt den Tod (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 8)
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Als Tanya Kaitlins Handy klingelt beginnt ihr Alptraum: Sie sieht ihre Freundin gefesselt und geknebelt und Tanya ist die Einzige, die sie retten kann. Dafür muss sie nur zwei Fragen beantworten, doch ...

Als Tanya Kaitlins Handy klingelt beginnt ihr Alptraum: Sie sieht ihre Freundin gefesselt und geknebelt und Tanya ist die Einzige, die sie retten kann. Dafür muss sie nur zwei Fragen beantworten, doch sie scheitert und ihre Freundin stirbt einen grauenvollen Tod.

Death Call – Er bringt den Tod ist der achte Teil der Robert-Hunter-Reihe. Wie seine Vorgänger ist auch dieser Teil theoretisch als Einzelband lesbar, da Carter den Background seiner Charaktere weiterhin erläutert. Empfehlen würde ich dennoch das chronologische Lesen, um die Charakterentwicklung und auch die anderen Fälle mitzuerleben.

Der Spannungsbogen in Death Call – Er bringt den Tod ist von der ersten bis zur letzten Seite auf einem hohen Niveau. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, weil sowohl die Tat als auch das Ende des Buches unkonventionell waren und etwas Neues für mich darstellten.

Bis zum Schluss hatte ich einen anderen als Täter im Blick und wurde dann überrascht. Auch das Tatmotiv wurde gut dargestellt, jedoch hätte ich mir an dieser Stelle noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Gerade weil Carter unheimlich gut die menschliche Psyche darstellen kann und das Tatmotiv dort immer seine Herkunft findet.

Wer Carter kennt, der weiß, dass seine Thriller nichts für Zartbesaitete sind. Dennoch sind sie eben auch sehr authentisch, möglicherweise weil Carter durch seinen beruflichen Background viel Wissen mitbringt.

Auch Death Call – Er bringt den Tod konnte mich erneut überzeugen. Chris Carters authentischer Schreibstil und die kurzen Kapitel sorgen für ein kurzweiliges Lesevergnügen, bei dem ich mir in diesem Fall an einigen Stellen zwar etwas mehr Tiefe gewünscht hätte, der mich ansonsten aber sehr überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 03.07.2023

Ich bin der Tod

I Am Death. Der Totmacher (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 7)
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Eine Leiche wird vor dem Flughafen in Los Angeles gefunden, in ihrem Hals befindet sich ein Zettel mit einer grauenhaften Botschaft: Ich bin der Tod.
Für Robert Hunter und Carlos Garcia geht es wieder ...

Eine Leiche wird vor dem Flughafen in Los Angeles gefunden, in ihrem Hals befindet sich ein Zettel mit einer grauenhaften Botschaft: Ich bin der Tod.
Für Robert Hunter und Carlos Garcia geht es wieder auf die Suche nach einem perfiden Mörder.

Der Schreibstil von Chris Carter ist wie immer klasse. Seine Erfahrungen als Kriminalpsychologe sorgen dafür, dass seine Thriller authentisch wirken und die kurzen Kapitel lassen einen das Buch innerhalb kürzester Zeit durchlesen.

I Am Death – Der Totmacher ist der siebte Band der Robert-Hunter-Reihe. Der Band lässt sich, wie auch jedes weitere Buch der Reihe, auch einzeln lesen, dennoch kann ich jedem nur empfehlen die Reihe chronologisch zu lesen. Einerseits um die Charakterentwicklung besser nachvollziehen zu können, aber vor allem, weil ich jedes Buch nur empfehlen kann.

Chris Carter schmückt jedes Buch damit, dass er den Background seiner Charaktere wiederholt. Wenn man die Bücher direkt hintereinander verschlingt, könnten diese Wiederholungen möglicherweise langweilen, doch so ist man trotz längerer Pausen direkt wieder im Geschehen oder kann, wie bereits erwähnt, jedes Buch auch als Einzelbuch betrachten und lesen.

Die Story war mir dieses Mal jedoch zu vorhersehbar. Neben dem Täter ansich konnte mich auch der letzte Twist nicht überraschen, was nicht weiter tragisch wäre, wenn für meinen Geschmack nicht auch die Ermittlungsarbeiten sehr zäh gewesen wären. Von Hunter und Garcia war ich da anderes gewohnt, sodass das Erkennen gewisser Indizien für mich viel zu lange gedauert hat und die Ermittlungen auch ansonsten nicht viel Abwechslungen boten.

Dennoch konnte Chris Carter mich auch in einem Aspekt begeistern und das war die Perspektive des Wurms, die sehr gut dargestellt wurde und Carters Stärke, der Beschreibung der menschlichen Psyche, erneut darlegen.

Für Zartbesaitete ist dieser Thriller gewiss nichts (, wobei ich schlechte Bewertungen aufgrund dessen in diesem Genre (!) absolut nicht nachvollziehen kann). Doch wer vor allem an der Psyche des Menschen/eines Täters interessiert ist, den kann ich Carters Werke nur empfehlen. Auch wenn der I Am Death – Der Totmacher mich nicht komplett überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Benebelte Wikinger

Wikinger im Nebel 1
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Wikinger im Nebel zeigt uns das Leben auf der See mit der Wikingerbande um ihren Boss Reidolf und das Leben der an Land zurückgebliebenen Frauen.

Der Comic stellt pro Seite meistens zwei Episoden dar, ...

Wikinger im Nebel zeigt uns das Leben auf der See mit der Wikingerbande um ihren Boss Reidolf und das Leben der an Land zurückgebliebenen Frauen.

Der Comic stellt pro Seite meistens zwei Episoden dar, die sich am Ende zu einer Geschichte zusammenfügen. Die episodische Darstellung hat mir sehr gut gefallen, jedoch fehlte mir auf den gesamten Comic bezogen die Quintessenz. Ich hatte am Ende nicht das Gefühl, dass mir eine runde Geschichte vorgelegt wurde und schon gar keine, aus der ich irgendwas mitnehmen könnte.

Phasenweise konnte mich der Comic jedoch mit seinem trockenen Humor für sich gewinnen, der mir vor allem bei den Szenen der Frauen gut gefiel. Außerdem haben mich die Zeichnungen überzeugen können, die perfekt mit dem Schreibstil des Autors harmonisieren.

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Veröffentlicht am 27.06.2023

Rasantes Abenteuer

Im Bann der Elemente (Bd. 1)
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Im Bann der Elemente ist der erste Band einer neuen Reihe um die vier Freunde Jacob, Lili, Taio und Putte. Jacob wird eines nachts von der Dusche aufgefordert in den Garten zu kommen und als ob das nicht ...

Im Bann der Elemente ist der erste Band einer neuen Reihe um die vier Freunde Jacob, Lili, Taio und Putte. Jacob wird eines nachts von der Dusche aufgefordert in den Garten zu kommen und als ob das nicht seltsam genug wäre, soll er die Welt retten und dafür ins innere der Erde reisen. Gelingt Jacob diese große Aufgabe?

Mit den vier Freunden hat Anna Herzog Protagonisten erschaffen, die so unterschiedlich gestaltet sind, dass viele Kinder bestimmt eine Figur finden, mit der sie sich besonders identifizieren können.

Die Geschichte ist aus Jacobs Perspektive geschrieben und die Leser werden von ihm direkt angesprochen, das fand ich am Anfang noch sehr erfrischend, hat mich nach einiger Zeit dann doch leider eher angestrengt. Dennoch glaube ich, dass dieser Schreibstil bei den angesprochenen Rezipienten (Kinder ab 9 Jahren) beliebt sein dürfte. Durch das direkte Ansprechen ist die Sprache auch sehr stark der Mündlichkeit angepasst, sodass der Satzbau eher schlicht gehalten wurde.

Ähnlich schlicht ist es auch mit der Tiefe des Buches, diese ist eher geringgehalten. Es geht ständig Knall auf Fall in ein neues Abenteuer, Erlebtes ist dabei nicht immer logisch nachvollziehbar und kratzt nur an der Oberfläche.

Besonders kritisch empfinde ich die Wesen, die mit einem Sprachfehler ausgestattet wurden. Einerseits weil dieser Sprachfehler seitens Jacob negativ bewertet wird und andererseits, weil dieses Buch an Grunschulkinder adressiert ist, die sich noch im Schreiberwerbsprozess befinden und somit keine sichere Rechtschreibung beherrschen.

Im Bann der Elemente ist ein abenteuerlustiges Buch, das für Kinder mit sicherer Rechtschreibung und wenig Lust an tieferer Lektüre einen puren Lesespaß bieten dürfte. Ansonsten bietet es sich mit Sicherheit auch als Vorlesebuch an.

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Veröffentlicht am 26.06.2023

Die Phönixkrieger

Die Legende des Phönix, Band 1 - Dunkelaura
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Vor etlichen Jahren opferte sich ein Phönix, um die Menschheit am Leben zu halten. Heute kämpfen die auserwählten Phönixkrieger gegen die Rogues an. Für Eden war dies 18 Jahre lang ein Märchen, bis sie ...

Vor etlichen Jahren opferte sich ein Phönix, um die Menschheit am Leben zu halten. Heute kämpfen die auserwählten Phönixkrieger gegen die Rogues an. Für Eden war dies 18 Jahre lang ein Märchen, bis sie auf offener Straße angegriffen und von Lichtträgern gerettet wird. Doch damit nicht genug, Eden erkennt, dass sie selbst eine Auserwählte ist und beginnt die Suche nach ihrer Gabe.

Die Legende des Phönix ist der erste Band einer Dilogie und startet interessant in die Welt des Phönix.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Eden und Kane erzählt, wobei der Anteil von Kane sehr geringgehalten wird. Leider, denn die Mischung aus beiden Sichtweisen empfand ich als besonders spannend und hat den Blick auf die Geschichte vielfältiger gestaltet.

Edens charakterliche Züge sind vor allem durch Hilfsbereitschaft und Empathie geprägt, sodass sie direkt sympathisch wird. Dennoch konnte ich einige Aktionen nicht ganz nachvollziehen.

Die Geschichte der Phönixkrieger ist spannend, verliert sich im Laufe des Buches etwas, weswegen der Mittelteil seine Längen vorweisen konnte. Gegen Ende zog die Spannung dann aber deutlich an und lässt einen gespannt auf den zweiten Teil warten.

Die Beziehung zwischen Eden und Kane konnte mich hingegen wenig überzeugen, zwar gab es einige Momente, die die Gefühle erklären konnten, dennoch kam bei mir nicht genug Gefühl an, um mit den beiden mitbangen zu können.

Die Legende des Phönix war für mich ein interessanter Start in die Dilogie, den ich an manchen Stellen zwar zu emotionslos und wenig spannend fand und dennoch konnte er mich inhaltlich doch überzeugen, sodass ich den zweiten Teil mit Sicherheit lesen werde und gespannt bin, ob meine Vermutung bezüglich des Alphas richtig sind.

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