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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.02.2023

Gefühlvoller Pageturner

Regenglanz
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Normalerweise bevorzuge ich das Thriller-Genre und daher kann man erahnen, wie gut mir dieses Buch gefallen hat, wenn ich den CR Thriller nach 20 Seiten wieder aus der Hand gelegt habe, um zu erfahren, ...

Normalerweise bevorzuge ich das Thriller-Genre und daher kann man erahnen, wie gut mir dieses Buch gefallen hat, wenn ich den CR Thriller nach 20 Seiten wieder aus der Hand gelegt habe, um zu erfahren, wie es in diesem Buch weitergeht. Daher freue ich mich schon sehr auf den nächsten Band und damit auch auf die nächste Stadt.

Alessia ist eine Kunststudentin, die ihr Geld als Tätowiererin verdient. Alessia scheint eine lebensfrohe Person zu sein, doch ein tragisches Erlebnis aus ihrer Vergangenheit überschattet sie. Die Beziehung von Alessia und ihren Freundinnen Calla und Leo ist wunderschön dargestellt, die Mädels sind das, was wahre Freundschaft ausmachen sollte. Sie sagen sich auch Dinge, die man nicht unbedingt gerne hört, diese Mischung macht das Buch absolut authentisch.
Mit Alessia kann man sich gut identifizieren, da sie nicht das perfekte Mädchen darstellt, sondern Laster aus ihrer Vergangenheit mitbringt, die sie sowohl gestärkt als auch zerbrechlicher gemacht haben. Ihr Verhalten ist objektiv manchmal nicht ganz verständlich, aber durchaus begründbar.
Neben Alessia hat auch Simon in seinem Leben schon viel durchgemacht, was auch ihn nahbar macht. Mir gefällt, dass seine eigentlich positiven Eigenschaften ambivalent betrachtet werden und somit auch die negativen Seiten dargestellt werden. Trotz seiner Vergangenheit ist Simon sehr gefestigt in seiner Persönlichkeit und erspart damit Parts die zum Kopfschütteln wären, was ich extrem erfrischend finde, da es komplett gegensätzlich zu meinen bisherigen Erfahrungen in diesem Genre ist.
Egal ob Simon oder Alessia, beide Charaktere sind für mich super nahbar, sodass man durchweg mit ihnen mitfühlt und mitfiebert.

Amya Omahs Schreibstil unterstützt den Lesefluss und portiert einen direkt nach Hamburg. Regenglanz ist ein perfekter Start dieser Trilogie.

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Veröffentlicht am 07.02.2023

Ein Auftakt, der Luft nach oben lässt

Goldene Flammen
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Alina arbeitet als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka als sie entdeckt, dass sie über magische Kräfte verfügt. Sie wird in das Trainingslager der Grisha versetzt und lernt dort den „Dunklen“ ...

Alina arbeitet als Kartografin in der Ersten Armee des Zaren von Ravka als sie entdeckt, dass sie über magische Kräfte verfügt. Sie wird in das Trainingslager der Grisha versetzt und lernt dort den „Dunklen“ kennen.

Goldene Flammen ist der Auftakt einer Trilogie von Leigh Bardugo. Der Schreibstil ist angenehm und bildhaft, vor allem mit den gelungenen Dialogen konnte Bardugo mich mitreißen.
Die Charaktere sind für mich interessant herausgearbeitet und die Protagonisten sind angenehm reif für ihr noch junges Alter, was sowohl den Plot als auch die Dialoge positiv zu unterstützen weiß.
Leider fiel es mir jedoch gerade zu Beginn schwer mich in die Welt einzufinden und auch das Tempo der Story hielt sich noch in Grenzen, mit 2/3 der Story konnte mich das Buch dann doch für sich gewinnen und ich blicke gespannt auf die (Charakter-)Entwicklung in den nächsten Bänden.

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Veröffentlicht am 06.02.2023

Ein großer Rätselspaß

Alibi
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Ackroyds Liebe Mrs Ferrars wird der Ermordung ihres Ehemanns beschuldigt und kurz darauf vergiftet vorgefunden, war es Suizid oder wurde sie ermordet? Ackroyd findet Hinweise auf die Umstände und wird ...

Ackroyds Liebe Mrs Ferrars wird der Ermordung ihres Ehemanns beschuldigt und kurz darauf vergiftet vorgefunden, war es Suizid oder wurde sie ermordet? Ackroyd findet Hinweise auf die Umstände und wird kurz darauf ermordet.

Alibi ist mittlerweile mein drittes Buch von Agatha Christie und dem Detektive Hercule Poirot und mein bisheriges Highlight!

Agatha Christie baut ihren Krimi auf einer so starken Basis auf, dass das Miträtseln eine absolute Freude ist und vor allem bei diesem Fall war. Ziemlich früh hatte ich den Täter zwar unter Verdacht, aber der Gedanke wurde immer wieder verworfen, weil ich mir das Ende kaum Ausmalen konnte. Umso überragender empfand ich die Auflösung dann.

Für mich war das ein weiterer hervorragender Krimi von Agatha Christie.

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Veröffentlicht am 06.02.2023

Tolle Grundidee, bei der es mir an Reife fehlte

Everything We Had (Love and Trust 1)
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Der Klappentext von Everything we had konnte mein Interesse wecken, da ich in ihm meine beiden Hobbies vereint sah. So musste ich als Thrillerleserin unbedingt einen Ausflug in den Romance Bereich wagen. ...

Der Klappentext von Everything we had konnte mein Interesse wecken, da ich in ihm meine beiden Hobbies vereint sah. So musste ich als Thrillerleserin unbedingt einen Ausflug in den Romance Bereich wagen.
Der Schreibstil von Jennifer Bright bringt einen sehr schnell ins Geschehen, jedoch war mir dieser auf Dauer doch sehr einfach gehalten. Ich flog zwar regelrecht durch die Seiten, aber in dem Fall empfand ich das nicht unbedingt als positiv.
Der Perspektivwechsel zwischen Kate und Aiden hat mir sehr gut gefallen, wobei ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht hätte, so war das doch sehr Kate-lastig. Die Story war extrem vorhersehbar, was ich in dem Fall nicht ganz so schlimm finde. Schade empfand ich jedoch die überspitze Darstellung von Kate und Aiden, die mit ihrer Unreife für extremes Kopfschütteln gesorgt haben.
Unpassend empfand ich auch, dass gefühlt jedes Weltthema seinen Platz gefunden hat, ohne dort wirklich Tiefgang zu erreichen. Alle angesprochenen Themen, mal exemplarisch Veganismus, haben gewiss ihre Daseinsberechtigung und dürfen sehr gerne in einem Buch erwähnt werden, allerdings würde ich mir für diese Themen dann auch etwas mehr Inhalt/Tiefe wünschen.

Everything we had war sehr schnell gelesen und konnte mich zum Ende auch noch ein wenig mitnehmen, jedoch hat mir an vielen Stellen sowohl Tempo als auch Tiefe gefehlt.

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Veröffentlicht am 06.02.2023

Der vorhersehbare Tod auf dem Nil

Der Tod auf dem Nil
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Hercule Poirot möchte sich auf einer Kreuzfahrt auf dem Nil erholen, nichtsahnend, dass er dort bald dringend gebraucht wird. Denn Linnet Ridgeway wird auf ihren Flitterwochen tot aufgefunden.

Der Tod ...

Hercule Poirot möchte sich auf einer Kreuzfahrt auf dem Nil erholen, nichtsahnend, dass er dort bald dringend gebraucht wird. Denn Linnet Ridgeway wird auf ihren Flitterwochen tot aufgefunden.

Der Tod auf dem Nil war mein viertes Buch von Agatha Christie und für mich auch gleichzeitig die größte Enttäuschung.

Ich bin ein großer Fan von Christies Schreibstil und die Art, wie sie ihre Leser zum miträtseln animiert. Bisher war ich es gewohnt, dass das Rätselraten auch früh losgeht. In diesem Fall musste ich jedoch die Hälfte des Buches abwarten, bis der Inhalt dann endlich in Fahrt kam. Bis dahin war es leider ein zähes Geschehen, ab der zweiten Hälfte war der Fall wieder gut umschrieben, jedoch konnte mich die Auflösung des Falls absolut nicht überraschen. Die Auflösung hat sich für mich bereits sehr, sehr früh angedeutet und die Überzeugung, dass es so kommen wird, ließ bei mir nie ab, weswegen mich „Der Tod auf dem Nil“ wegen fehlender Spannung leider nicht packen konnte.

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