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Annikii

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2026

Warmherzig, berührend und voller Herz für Mensch und Tier

Sommer ist mein Lieblingsort
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Mit „Sommer ist mein Lieblingsort“ erzählt Franziska Blum eine bewegende Geschichte über Neuanfänge, Selbstfindung und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier – eingebettet in eine sommerlich-leichte ...

Mit „Sommer ist mein Lieblingsort“ erzählt Franziska Blum eine bewegende Geschichte über Neuanfänge, Selbstfindung und die besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier – eingebettet in eine sommerlich-leichte Atmosphäre, die dennoch viel Tiefe mitbringt.

Im Mittelpunkt steht Cäcilia, die mit ganzem Herzen für ihr Tierheim lebt und dabei zunehmend an ihre Grenzen gerät. Besonders gelungen ist es der Autorin, diesen inneren Konflikt spürbar zu machen: den Wunsch zu helfen und gleichzeitig die eigene Erschöpfung, die sich nicht mehr ignorieren lässt. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch und nahbar.

Ein großer Pluspunkt ist die gelungene Mischung aus Leichtigkeit und ernsteren Themen. Neben Urlaubsfeeling, Reiseeindrücken und zwischenmenschlichen Begegnungen werden auch Themen wie Tierschutz, Verantwortung und emotionale Belastung sensibel aufgegriffen. Gerade die Schicksale der Tiere gehen dabei sehr ans Herz, ohne jemals zu überfordern oder zu dramatisch zu wirken.

Auch die Figuren sind liebevoll gezeichnet. Cäcilia ist eine sympathische Protagonistin, die sich im Laufe der Geschichte spürbar weiterentwickelt. Die Dynamik zwischen ihr und Roman sorgt für zusätzliche Spannung, wobei ihre unterschiedlichen Lebensentwürfe der Geschichte eine interessante Tiefe verleihen.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und macht es leicht, in die Handlung einzutauchen. Die vielen bildhaften Beschreibungen lassen sowohl das raue Inselgefühl als auch die sommerliche Reiselust lebendig werden, sodass man sich beim Lesen oft mitten im Geschehen fühlt.

Einige Entwicklungen im letzten Drittel gehen etwas schnell oder wirken ein wenig zu glatt, und nicht alle offenen Fragen werden vollständig ausgearbeitet. Dennoch bleibt am Ende ein rundes, warmes Gesamtgefühl zurück.

Ein gefühlvoller Roman, der zeigt, dass „Sommer“ nicht nur ein Ort ist, sondern auch ein Zustand – geprägt von Mut, Veränderung und den richtigen Menschen (und Tieren) an der Seite.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.05.2026

Mehr Drama als Thriller

Party of Liars
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„Party of Liars“ beginnt vielversprechend und zieht mit seinem Setting, den vielen Perspektiven und einer spürbar bedrohlichen Atmosphäre schnell in den Bann. Die kurzen Kapitel und wechselnden Blickwinkel ...

„Party of Liars“ beginnt vielversprechend und zieht mit seinem Setting, den vielen Perspektiven und einer spürbar bedrohlichen Atmosphäre schnell in den Bann. Die kurzen Kapitel und wechselnden Blickwinkel sorgen für ein hohes Lesetempo und lassen die Seiten nur so dahinfliegen.

Im Mittelpunkt stehen vor allem die komplexen Beziehungen zwischen den Figuren. Nach außen hin wirkt vieles perfekt, doch hinter der Fassade brodeln Neid, Eifersucht und Geheimnisse. Genau diese zwischenmenschlichen Abgründe sind es, die die Geschichte tragen – weniger klassische Thriller-Spannung als vielmehr ein intensives Psychodrama.

Mit zunehmender Dauer verschiebt sich der Fokus immer stärker auf die Charaktere und ihre Verstrickungen. Das ist interessant zu lesen, lässt aber den erhofften Spannungsbogen etwas vermissen. Viele Andeutungen und Entwicklungen bauen Erwartungen auf, die im Finale nicht ganz eingelöst werden. Gerade der Höhepunkt bleibt hinter den Möglichkeiten zurück.

Positiv hervorzuheben sind die klar gezeichneten Figuren und die psychologischen Aspekte, die sich nachvollziehbar durch die Geschichte ziehen. Der Schreibstil ist angenehm und sorgt dafür, dass man trotz Kritikpunkte am Ball bleibt.

Insgesamt ein gut lesbares Buch mit spannendem Ansatz, das jedoch eher als Beziehungs- und Psychodrama überzeugt als als klassischer Thriller. Wer weniger Wert auf Nervenkitzel und mehr auf zwischenmenschliche Dynamiken legt, wird hier eher auf seine Kosten kommen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 06.05.2026

Freundschaft streiten… und sich wieder vertragen

Der kleine Rabe Socke: Alles wieder beste Freunde!
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"Der kleine Rabe Socke – Alles wieder beste Freunde!"ist eine warmherzige, altersgerechte Geschichte über Streit, Gefühle und Versöhnung – ein Thema, das Kindern sehr vertraut ist und hier wunderbar verständlich ...

"Der kleine Rabe Socke – Alles wieder beste Freunde!"ist eine warmherzige, altersgerechte Geschichte über Streit, Gefühle und Versöhnung – ein Thema, das Kindern sehr vertraut ist und hier wunderbar verständlich erzählt wird.

Rabe Socke gerät mit seinen Freunden aneinander und plötzlich ist alles anders als sonst. Gefühle kochen hoch, Missverständnisse entstehen, und das Zusammensein macht keinen Spaß mehr. Doch genau hier liegt die Stärke dieses Buches: Kinder erleben, dass Streit dazugehört, dass er wehtun kann – aber auch, dass Freundschaft stark genug ist, um wieder zueinanderzufinden.

Die Geschichte ist einfühlsam, klar und mit viel Humor erzählt, ohne zu belehren. Sie zeigt kindgerecht, dass man über Gefühle sprechen kann (und darf), dass Entschuldigungen wichtig sind und dass Freundschaft nicht perfekt sein muss, um wertvoll zu sein. Besonders gelungen ist, dass mehrere Perspektiven sichtbar werden und nicht nur eine „Schuldfrage“ im Raum steht.

Die Illustrationen sind – wie man es von Rabe Socke kennt – lebendig, ausdrucksstark und voller kleiner Details, die zum gemeinsamen Betrachten und Wiederentdecken einladen. Der Text eignet sich hervorragend zum Vorlesen und bietet im Anschluss viele Anknüpfungspunkte für Gespräche mit Kindern über eigenes Erleben.

Ein wunderschönes Kinderbuch, das Trost spendet, Mut macht und zeigt: Streiten gehört dazu – wichtig ist, wie man wieder zueinanderfindet.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Ein kleines Wesen mit einer großen Botschaft

Der kleine Grimlin und das ganz große Herz - Eine Freundschaftsgeschichte
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„Der kleine Grimlin und das ganz große Herz“ ist eine warmherzige, ruhig erzählte Geschichte, die mit viel Feingefühl wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und den Umgang mit Vorurteilen vermittelt. Grimlin ...

„Der kleine Grimlin und das ganz große Herz“ ist eine warmherzige, ruhig erzählte Geschichte, die mit viel Feingefühl wichtige Themen wie Freundschaft, Mut und den Umgang mit Vorurteilen vermittelt. Grimlin ist eine sehr sympathische Hauptfigur, die man sofort ins Herz schließt. Seine Unsicherheiten und Ängste wirken nachvollziehbar und machen seine Entwicklung umso schöner.
Besonders gelungen finde ich, wie die Geschichte zeigt, dass äußere Erscheinungen oft täuschen und echte Freundschaft dort beginnt, wo man bereit ist, offen auf andere zuzugehen. Die Begegnungen auf Grimlins Weg sind fantasievoll gestaltet, ohne überladen zu wirken, und fügen sich stimmig in die Welt ein.
Ein großes Plus sind die liebevollen Illustrationen, die die Geschichte hervorragend ergänzen und viel zum gemütlichen Lesegefühl beitragen. Auch die zusätzlichen Elemente wie die Karte, die Figurenübersicht und die kleinen Extras am Ende machen das Buch besonders und laden zum Entdecken und Mitmachen ein.
Für mich ist dieses Buch nicht nur eine sehr schöne Vorlesegeschichte, sondern auch ein Titel, der Kindern (und Erwachsenen) auf leise Weise Werte vermittelt, ohne belehrend zu sein. Eine rundum gelungene Geschichte, die lange nachklingt und ein echtes Wohlfühlbuch ist.

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  • Thema
Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein warmherziger Wohlfühlroman mit Tiefe und Hoffnung

Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby
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Mit „Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby“ nimmt Charlotte McGregor ihre Leser:innen mit an einen Ort, der sich wie ein literarisches Zuhause anfühlt. Dieser Band vereint Wärme, Humor und emotionale ...

Mit „Highland Happiness – Die Sternwarte von Kirkby“ nimmt Charlotte McGregor ihre Leser:innen mit an einen Ort, der sich wie ein literarisches Zuhause anfühlt. Dieser Band vereint Wärme, Humor und emotionale Tiefe auf eine Weise, die berührt, ohne pathetisch zu werden.

Im Mittelpunkt stehen Flora und Leo, deren Geschichte von Nähe und Distanz, von Angst, Verlust und vorsichtigem Vertrauen geprägt ist. Besonders gelungen finde ich, wie authentisch beide Figuren mit ihren Altlasten umgehen – manchmal unbeholfen, manchmal frustrierend, aber immer glaubwürdig. Dass Ehrlichkeit nicht leichtfällt und Schweigen oft aus Selbstschutz entsteht, wird hier sehr feinfühlig gezeigt.

Auch die Nebenstränge fügen sich stimmig ein: die Wiederbelebung der Sternwarte, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, der respektvolle Umgang mit Tieren und Natur. Kirkby zeigt sich als Ort, an dem Familie viele Formen haben darf – mit Kindern, mit Fell, durch Wahlverwandtschaften und Freundschaften.

Charlotte McGregor gelingt es, ernste Themen behutsam einzubetten und mit Humor, Herzlichkeit und Hoffnung auszubalancieren. Die Sternwarte von Kirkby ist ein Wohlfühlroman mit Tiefgang, der nachhallt und Lust auf ein Wiedersehen macht.

Ein rundes, warmes und sehr menschliches Buch – ich vergebe volle fünf Sterne und freue mich schon jetzt auf die nächste Reise nach Kirkby.

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