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Annikii

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.01.2026

Berührender Reihenauftakt mit nordischem Flair

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Wo die Moltebeeren leuchten erzählt die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Zeiten: Siv, die 1938 als junge Köchin in einem abgelegenen Forstcamp in Nordschweden lebt, und ihre Enkelin Eva, ...

Wo die Moltebeeren leuchten erzählt die Geschichte zweier Frauen aus unterschiedlichen Zeiten: Siv, die 1938 als junge Köchin in einem abgelegenen Forstcamp in Nordschweden lebt, und ihre Enkelin Eva, die 2022 in ihre Heimat zurückkehrt – beruflich und persönlich herausgefordert. Beide verbindet mehr, als sie ahnen, und Stück für Stück entfaltet sich ein generationsübergreifendes Familiengeheimnis.

Ulrika Lagerlöf schreibt ruhig, atmosphärisch und mit viel Gespür für Landschaft, Stimmung und innere Entwicklungen. Die Figuren wirken authentisch und emotional nachvollziehbar. Besonders gelungen ist die Verbindung von Natur, Geschichte und Identität – getragen von starken Frauenfiguren.

Fazit: Ein feinfühliger, stimmungsvoller Roman mit Tiefe und Herz. Für alle, die Familiengeschichten mit Substanz und nordischer Atmosphäre schätzen – absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Ein fantasievolles Abenteuer über das Erwachsenwerden

Immerland – Die Stadt der Ewigkeit
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„Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“ von Flix ist ein außergewöhnlicher Jugendroman für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Erzählt wird die Geschichte des fast 13-jährigen Mika, der in den Sommerferien ...

„Immerland – Die Stadt der Ewigkeit“ von Flix ist ein außergewöhnlicher Jugendroman für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren. Erzählt wird die Geschichte des fast 13-jährigen Mika, der in den Sommerferien bei seiner Großmutter auf einem abgelegenen Gutshaus lebt. Was zunächst nach Langeweile klingt, entwickelt sich zu einem wilden Abenteuer: Mika muss seine Oma retten, landet in einem Luftschiff und findet sich schließlich in der geheimen Stadt Immerland wieder – einem Ort, an dem Wünsche wahr werden, Affen Aufgaben übernehmen und sogar Geisterfreunde leicht zu finden sind.

Der Roman ist ein humorvolles und tiefgründiges Abenteuer, das die Herausforderungen des Erwachsenwerdens thematisiert. Flix gelingt es, eine fantasievolle Welt zu erschaffen, die gleichzeitig Fragen zur Selbstfindung, Verantwortung und den Umgang mit eigenen Ängsten aufwirft.

Das Buch ist reich illustriert und bietet eine Mischung aus Abenteuer, Humor und nachdenklichen Momenten. Es ist ein unterhaltsames und gleichzeitig lehrreiches Werk für junge Leserinnen und Leser.

Fazit: Immerland – Die Stadt der Ewigkeit ist ein gelungener Auftakt zu einer fantasievollen Reihe, die sowohl unterhält als auch zum Nachdenken anregt. Ideal für junge Abenteurer und Fans von Geschichten, die mehr bieten als nur Spannung.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Düster, klug und voller Wendungen – ein ungewöhnlicher Dark-Fantasy-Roman

Anima Daemonis
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Anima Daemonis hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre und den starken Twists absolut gefesselt. Was anfangs wie eine klassische Geschichte über eine Heldin im Kampf gegen Dämonen wirkt, entpuppt sich ...

Anima Daemonis hat mich mit seiner düsteren Atmosphäre und den starken Twists absolut gefesselt. Was anfangs wie eine klassische Geschichte über eine Heldin im Kampf gegen Dämonen wirkt, entpuppt sich nach und nach als vielschichtige Erzählung über Schuld, Verdrängung und Selbstbetrug.

Die große Enthüllung rund um Änlin hat mich komplett überrascht – und rückblickend viele Szenen in ein neues Licht gerückt. Auch Mephisto hat mich berührt: kein typischer Dämon, sondern eine tragische Figur, die an ihrer eigenen Hoffnung zerbricht.

Der Schreibstil ist atmosphärisch, die Welt konsequent düster, die Perspektivwechsel gelungen. Einzig am Ende hätte ich mir an ein paar Stellen etwas mehr Tiefe und Raum zur Entwicklung gewünscht – aber das schmälert meinen Gesamteindruck kaum.

Ein ungewöhnliches, intensives Buch, das lange nachhallt. Sehr empfehlenswert für alle, die es gern dunkel, komplex und emotional fordernd mögen!

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Home Zwischen Wüste, Liebe und Abgrund

No Way Home
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T. C. Boyle hat mit No Way Home einen Roman geschaffen, der gleichermaßen reizt und verstört. Terry, Arzt aus Los Angeles, erbt ein Haus in der Wüste Nevadas – eigentlich ein Neuanfang. Doch dann betritt ...

T. C. Boyle hat mit No Way Home einen Roman geschaffen, der gleichermaßen reizt und verstört. Terry, Arzt aus Los Angeles, erbt ein Haus in der Wüste Nevadas – eigentlich ein Neuanfang. Doch dann betritt Bethany sein Leben, zieht ein und bleibt, und mit ihr kehren alte Schatten zurück: Jesse, ihr Ex, der vor Warnungen nicht zurückschreckt.

Die Geschichte entfaltet sich zögerlich, fast beunruhigend, und wird dabei hoch spannend. Die Wüstenkulisse, das abgeschiedene Erbe, Terrys innere Kämpfe – alles trägt eine gespannte Erwartung in sich. Es ist keine einfache Dreiecksbeziehung, sondern ein Portrait von Abhängigkeiten, Selbsttäuschung und Liebe, die gleichzeitig giftig und verlockend sein kann.

Boyle schreibt mit Klarheit und Tiefe, schafft starke Charaktere, die kein Schwarz-Weiß kennen. Man spürt die Wüstenhitze und die zerstörerischen Kräfte, die unter der Oberfläche brodeln. Für mich ist No Way Home ein Buch, das lange nachwirkt – literarisch, emotional und moralisch. Absolute Empfehlung für alle, die Romane mit Ecken und Kanten und viel Zwiespalt lieben.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Ein Trauerredner zwischen Geheimnissen und Gerechtigkeit

Über die Toten nur Gutes
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Über die Toten nur Gutes ist ein außergewöhnlicher Krimi, der Humor, Spannung und tiefere Fragen auf geschickte Weise miteinander verbindet. Der Erzähler Mads Madsen, ein Trauerredner an der Ostsee, soll ...

Über die Toten nur Gutes ist ein außergewöhnlicher Krimi, der Humor, Spannung und tiefere Fragen auf geschickte Weise miteinander verbindet. Der Erzähler Mads Madsen, ein Trauerredner an der Ostsee, soll eine Abschiedsrede für seinen alten Freund Patrick halten – und findet sich bald in einem Netz aus Lügen, Geheimnissen und bedrohlichen Verstrickungen wieder.

Was ich besonders geschätzt habe: Mads’ liebenswerte Naivität und sein nach und nach wachsendes Unbehagen. Die Nebenfiguren – sein verschrobener Vater, sein Freund, die mürrische Kommissarin – sind lebendig und bringen Farbe ins Geschehen. Die Autor schafft es, Spannung und Nervenkitzel aufzubauen, ohne das Buch in düstere Extreme zu treiben – es bleibt unterhaltsam, aber auch berührend.

Der Mix aus Ermittlungsarbeit, zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Nachspüren der Vergangenheit sorgt dafür, dass man mitfiebert – und sich fragt, wie hoch der Preis ist, wenn man die Wahrheit wissen will. Für mich ist dieser Krimi der perfekte Auftakt einer neuen Reihe – ich freue mich schon darauf, was Andreas Izquierdo als nächstes mit Mads Madsen vorhat.

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