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Veröffentlicht am 15.01.2022

Kann man lesen, muss man aber nicht!

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Mit „Die Tribute von Panem X“ hat mein Jahr 2022 begonnen. Und ich kann euch sagen, es ist mir noch nie so schwergefallen, eine klare Meinung zu einem Buch zu formulieren. Suzanne Collins beginnt die Geschichte ...

Mit „Die Tribute von Panem X“ hat mein Jahr 2022 begonnen. Und ich kann euch sagen, es ist mir noch nie so schwergefallen, eine klare Meinung zu einem Buch zu formulieren. Suzanne Collins beginnt die Geschichte um Coriolanus Snow gewohnt stark. Man sieht das Kapitol gleich wieder vor sich und verfolgt gespannt die Vorbereitungen auf die 10. Hungerspiele. Es ist eine andere Zeit, ein anderes Panem, ein anderes Kapitol, was das Ganze besonders interessant macht.

Bis zum Beginn der Hungerspiele...
Was dann folgt, sind ca. 300 Seiten pure Langeweile, in denen wir einen Protagonisten erleben, deren einzige Entwicklung darin besteht, wie ein Fähnchen im Wind hin und her zu schwanken. Coriolanos Gefühlswelt und seine damit verbundenen Entscheidungen sind nur schwer nachvollziehbar und wirken fast willkürlich. Weder zu ihm noch zu den anderen Charakteren lässt sich eine Verbindung aufbauen. Dafür wird zu viel an der Oberfläche gekratzt. Weniger Charaktere und weniger nebensächliche Handlungsstränge, dafür mehr Tiefe, hätten der Geschichte sicherlich gutgetan. Zu viele Seiten wurden mit belanglosen Nichtigkeiten und Liedertexten gefüllt, um wirklich Spannung aufzubauen.
Unabhängig von der Story an sich, hat die Autorin, meiner Meinung nach, aufs falsche Pferd gesetzt. Natürlich macht es Sinn, die Geschichte von Coriolanus Snow zu erzählen. Blöd ist nur, dass die weitaus interessantere Figur, die seines Freundes Sejanus ist. Er macht die größte Entwicklung durch, vom unterdrückten Mitläufer zum Rebellen, der für seine Überzeugung eintritt.

Dennoch hat es sich gelohnt, durchzuhalten. Niemals hätte ich gedacht, dass Suzanne Collins zum Ende nochmal die Kurve kriegen könnte. Aber die letzten Seiten hatten nochmal richtig Tempo und haben damit so einiges wieder gut gemacht. Für die Glaubhaftigkeit von Coriolanus kam es zu abrupt, für die gesamte Geschichte viel zu spät, aber es hat geknallt.

Kurz: „Snow landet immer oben.“ In diesem Fall leider nicht. Er hatte seine Momente, kann Katniss aber nicht mal ansatzweise das Wasser reichen.

Aber, wer kann das schon?!

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Das zweite Abenteuer der Birds - Ein Rennen gegen die Zeit

Birds
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Gerade erst haben sich die Birds von den Strapazen ihres letzten Abenteuers erholt, als sie auch schon mit Vollgas in einen neuen Fall schlittern. Simon, der Bruder von Klaus, ist spurlos verschwunden. ...

Gerade erst haben sich die Birds von den Strapazen ihres letzten Abenteuers erholt, als sie auch schon mit Vollgas in einen neuen Fall schlittern. Simon, der Bruder von Klaus, ist spurlos verschwunden. Und obwohl dieser zu den gegnerischen Snakes gehört, bittet er ausgerechnet King Lui, Bibi, Phil und Stefanie um Hilfe.
Ein Rennen gegen die Zeit beginnt, bei dem die Birds nicht nur ihr Leben, sondern auch ihre Freundschaft in Gefahr bringen.
In „Birds - die Jagd nach dem goldenen Schlüssel“ von Corina Burkhardt geht es um eine Jugendclique, die in vielerlei Hinsicht über sich hinauswachsen muss. Nicht nur die Suche nach dem verschollenen Simon stellt sie vor ungeahnte Herausforderungen, auch die Beziehung zueinander wird auf eine harte Probe gestellt. Was wiegt mehr? Freundschaft oder Liebe? Wo hört Freundschaft auf und wo fängt Liebe überhaupt an? Und was ist man bereit zu tun, um ein Menschenleben zu retten?
Ich kann euch verraten, es wird spannend. Die Birds nehmen den Leser erneut mit auf ein tolles Abenteuer. Wieder einmal habe ich mitgefiebert, mitgerätselt, mitgelitten...
Die Charaktere sind einem so nah, als wäre man direkt unter ihnen. Und wenn die letzte Seite gelesen ist, will man es nicht wahrhaben, dass die gemeinsame Reise nun erstmal wieder vorbei ist.
Liebe Corina, bitte lass es nicht das letzte Abenteuer der Birds gewesen sein. Ich habe sie so sehr ins Herz geschlossen.

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Veröffentlicht am 22.10.2021

Ein Digital-Detox-Trip, der es in sich hat.

Offline
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Digital-Detox könnten wir wohl alle mal gebrauchen. Sich endlich wieder auf sich selbst besinnen. Kein Handy, kein Internet, einfach nur das Leben.
Doch was, wenn sich diese digitale Auszeit anders entwickelt, ...

Digital-Detox könnten wir wohl alle mal gebrauchen. Sich endlich wieder auf sich selbst besinnen. Kein Handy, kein Internet, einfach nur das Leben.
Doch was, wenn sich diese digitale Auszeit anders entwickelt, als du es dir vorgestellt hast? Wenn du in einem verschneiten Bergsteigerhotel festsitzt, zusammen mit einem grausamen Psychopathen? Ohne Kontakt nach draußen, ohne eine Möglichkeit Hilfe zu rufen. Du kannst niemandem vertrauen und es gibt kein Entkommen.

Arno Strobel schickt seine Leser in „Offline“ auf einen Digital-Detox-Trip, der es in sich hat. Eine Reisegruppe muss, abgeschnitten von der Außenwelt, ums Überleben kämpfen. Und der Mörder ist mitten unter ihnen.
Schon der Prolog verspricht eine aufregende Lesezeit voller Gänsehaut und Zähneklappern. Und ich wurde bis zum Ende nicht enttäuscht.
Die ersten Kapitel plätschern, für meinen Geschmack, zwar etwas dahin, aber die Figuren und das Setting der Geschichte müssen ja vorgestellt werden.
Danach geht es dann rasant zur Sache und „Offline sein“ bekommt eine Bedeutung, die man sich in seinen schlimmsten Träumen nicht ausmalen will.
Besonders spannend ist die soziale Interaktion innerhalb der Gruppe. Wie in einer Extremsituation die Masken plötzlich fallen. Wie die Charaktere zwischen Sympathie und Misstrauen hin und her geworfen werden. Wer ist Freund und wer ist Feind?
Jeder ist gleichermaßen verdächtig. Jeder ist gleichermaßen in Gefahr.
Ich selbst habe Seite für Seite fieberhaft nach Indizien gesucht, die den Killer entlarven. Nach jedem Kapitel hatte ich jemand anderen in Verdacht.

Lieber Arno, vielen Dank für dieses tolle Lesevergnügen. Es war mein erstes Buch von dir, es wird aber ganz bestimmt nicht das letzte gewesen sein.
Und sollte ich irgendwann an einem Digital-Detox-Experiment teilnehmen, werde ich in meinem Gepäck auf jeden Fall ein Handy für den Notfall verstecken. Man weiß ja nie... 😉

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Veröffentlicht am 18.09.2021

Eine wunderschöne Liebesgeschichte über ein tragisches Paar, das eine zweite Chance erhält.

Real, not perfect
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Eigentlich mag ich Fortsetzungen nicht besonders.
Ob Happy End oder nicht, irgendwann ist eine Geschichte einfach auserzählt.
Nicht aber die von Lana & Nate...

Lana hatte sich schon vom 1. Teil an in ...

Eigentlich mag ich Fortsetzungen nicht besonders.
Ob Happy End oder nicht, irgendwann ist eine Geschichte einfach auserzählt.
Nicht aber die von Lana & Nate...

Lana hatte sich schon vom 1. Teil an in mein Herz geschlichen und nach dem Ende von „Anything for you“ wusste ich, dass da noch etwas kommen muss.
Denn Nathan hat Lana in der Praxis ihres Mannes keine Wahl gelassen. Es gab keine Aussprache.
Um so gespannter war ich nun auf „Real, not perfect“.

Lana schien ihr Glück endlich gefunden zu haben, als ein schwerer Schicksalsschlag sie in ein tiefes, schwarzes Loch katapultiert.

~ Immer wieder fängt ein neuer Tag an, und ich weiß die meiste Zeit nicht, wozu das gut sein soll. ~

Einzig ihr Herzensprojekt erweist sich als Rettungsanker und führt sie zurück an den Ort, an dem sie damals ihre Sterne neu ordnen konnte: Die Woodland Academy.
Doch auch Nate hat seinen Weg zurückgefunden.
Wird er es schaffen, die Vergangenheit ruhen zu lassen und Lana erneut für sich zu gewinnen?

~ Damals dachte ich immer, du seist mein wunder Punkt. Dann habe ich begriffen, dass du mein Wunder bist. Punkt. ~

„Real, not perfect“ ist eine wunderschöne Liebesgeschichte über ein tragisches Paar, das eine zweite Chance erhält.
Wie im wahren Leben, ist auch in den Büchern von Marcella Fracchiolla nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ich habe beim Lesen richtig mitgefiebert, mitgelitten und das eine oder andere Tränchen vergossen. Und ja, dieses Mal habe ich mir ein Happy End gewünscht. Ob die beiden es bekommen? Lest selbst...

Lana & Nate, eine Geschichte, die euch zutiefst berühren wird.
Nicht perfekt, aber dafür echt!

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Veröffentlicht am 15.09.2021

Eine großartige Abenteuerreise

Birds
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Sich auf einen neuen Autor einzulassen, ist wie ein Glücksspiel.
Im schlimmsten Fall legt man das Buch schon nach wenigen Kapiteln weg.
Aber manchmal lohnt sich die Reise ins Unbekannte und man entdeckt ...

Sich auf einen neuen Autor einzulassen, ist wie ein Glücksspiel.
Im schlimmsten Fall legt man das Buch schon nach wenigen Kapiteln weg.
Aber manchmal lohnt sich die Reise ins Unbekannte und man entdeckt etwas ganz Tolles.
„Birds – Der geheime Kompass von Baden“ ist mein erster Roman von der lieben Corina Burkhardt und ich kann euch sagen, ich bin auf einen kleinen Juwel gestoßen!

Der Inhalt in aller Kürze: King Lui, Bibi und Phil finden einen alten, goldenen Kompass und ehe sie es sich versehen, sind sie schon mittendrin in der abenteuerlichen Suche nach einem verschwundenen Schatz. Doch sie sind nicht die Einzigen, die es auf das Gold abgesehen haben.

Das klingt für euch nach „Fünf Freunde“ und „TKKG“?
Ja vielleicht. Aber mal ehrlich: Wer liebt sie nicht? Und die Birds können da locker mithalten.
Was wie ein Kinderbuch beginnt, entwickelt sich schon nach den ersten zwei Kapiteln zu einem mitreißenden und spannenden Jugendroman, den man nicht mehr aus der Hand legen will.

Das Besondere:
In dieser Geschichte gibt es nicht nur Schwarz oder Weiß, sondern viele Nuancen dazwischen.
Es geht um Freundschaft und um Liebe.
Um gemeinsam und um gegeneinander.
Um kleine Jugendproblemchen und um ernste Schwierigkeiten.
Um Spaß und um Gefahr.
Um Mut und um Leichtsinn.
Und halt um alles, was dazwischen liegt.
Und damit haben die Birds zumindest Tarzan, Karl, Gaby und Klößchen sogar etwas voraus.

„Birds – Der geheime Kompass von Baden“ ist eine großartige Abenteuerreise und ich freue mich schon darauf, noch einmal mit dieser sympathischen Clique erwachsen zu werden.
Denn wie ich von der Autorin erfahren habe, wird es einen zweiten Teil geben. „Birds – die Suche nach dem goldenen Schlüssel“ erscheint bereits im Oktober.

By the way: "Birds" hat es auf die Longlist des diesjährigen Selfpublishing-Buchpreises geschafft und das, meiner Meinung nach, völlig zu Recht.
Liebe Corina Burkhardt, ich drücke dir und den Birds ganz fest die Daumen.

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