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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.10.2024

Ein spannendes Katz- und Maus Spiel in einem außergewöhnlichen locked-room Setting

Kein Land in Sicht
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Als Stephanie Mayrhofer in der Kabine eines Kreuzfahrtschiffes erwacht, weiß sie weder wo noch wer sie ist. Nur dass sie einem großen Verbrechen auf der Spur war und sie niemandem trauen kann, wird ihr ...

Als Stephanie Mayrhofer in der Kabine eines Kreuzfahrtschiffes erwacht, weiß sie weder wo noch wer sie ist. Nur dass sie einem großen Verbrechen auf der Spur war und sie niemandem trauen kann, wird ihr schnell bewusst. Verzweifelt versucht sie, ihre Erinnerungen wachzurufen. Doch sie ist auf sich allein gestellt und die Zeit läuft gegen sie.

Meine persönliche Lesermeinung:
Was für eine abgefahrene Situation! Du wirst in einem fremden Zimmer wach und zack... bist du Animateurin auf einem Kreuzfahrtschiff. Auch wenn sich Stephanie sehr schnell mit dieser ungewöhnlichen Situation anfreundet, hat die Autorin die Story rund um den Gedächtnisverlust spannend inszeniert. Stephanie versucht verzweifelt, herauszufinden, wer sie ist und warum sie sich auf diesem Schiff befindet. Dabei merkt sie schon bald, dass sie niemandem trauen kann. Ihr einziger Halt ist ihre Zimmergenossin. Gemeinsam sind sie der Wahrheit auf der Spur. Was sie herausfinden, hat mich echt überrascht. Ein unfassbares Verbrechen, das hier (zum Glück) aber nicht bis ins Detail ausgeschlachtet wird. „Kein Land in Sicht“ von Christina Pertl ist ein kurzweiliges Lesevergnügen.. Ein Thriller, der mich gut unterhalten hat. Ideal für Urlaub, Sofa oder einfach für zwischendurch...

Kurz: Ein spannendes Katz- und Maus Spiel in einem außergewöhnlichen locked-room Setting. Der gelungene Auftakt der neuen Krimireihe um Kommissarin Sarah Peters.

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Veröffentlicht am 17.10.2024

Ashers Geschichte hat mein Herz im Sturm erobert

Das Verhalten ziemlich normaler Menschen
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„Das Leben ist im Grunde ein elendes, schwarzes Loch, und wir sind nur wegen der Kekse hier.“

Asher Hunters Mutter stirbt bei einem Autounfall. Obwohl der Verursacher betrunken war, kommt er ungestraft ...

„Das Leben ist im Grunde ein elendes, schwarzes Loch, und wir sind nur wegen der Kekse hier.“

Asher Hunters Mutter stirbt bei einem Autounfall. Obwohl der Verursacher betrunken war, kommt er ungestraft davon. Gemeinsam mit seinen neuen Freunden aus der Trauergruppe macht sich Asher auf die Reise von New Jersey nach Memphis, um sich an dem Mörder seiner Mutter zu rächen. Doch Sloane, Will und der 80-jährige Henry haben eigene Pläne...

Meine persönliche Lesermeinung:

„Auf dem Weg verliebte ich mich in ein Auto voller Fremder. Und die Hälfte von ihnen war tot.“

Ja, ich habe mich verliebt. In Asher, Will und Sloane, in Henry und Evelyn, in Peter Pan und Grace...
Sie alle haben mich mitgenommen auf ihrem persönlichen Roadtrip durch die Phasen der Trauer. Ich habe geweint und gelacht, und das manchmal sogar gleichzeitig. Mit dem nötigen Feingefühl, aber auch mit der richtigen Portion Humor, schafft es die Autorin, uns durch die Geschichte zu führen, ohne das wir zerbrochen daraus hervorgehen. Im Gegenteil, nach dem Umblättern der letzten Seite habe ich mich leicht und hoffnungsvoll gefühlt, beinahe fröhlich. Obwohl es nichts Schlimmeres geben kann, als einen geliebten Menschen zu verlieren, verwandelte ich mich während des Lesens in den berühmten Löwenzahn, der seinen Weg durch die Betondecke findet. Liebevoll und wunderschön wie ein Till Schweiger Film, nur ohne Till Schweiger und ohne albern oder kitschig zu werden, hat Ashers Geschichte mein Herz im Sturm erobert. Sie werden mich noch lange begleiten, die außergewöhnlichen Helden dieser Geschichte.
Asher, der den Mut findet, die Richtung zu ändern.
Sloane und Will, die zu echten Freunden werden.
Die Therapeutin Peter Pan, die mit einer Tüte M&Ms wahre Wunder bewirken kann.
Grace, die ihr riesengroßes Herz am rechten Fleck trägt.
Und natürlich Henry und Evelyn, die beweisen, dass Liebe unendlich sein kann.
K.J. Reilly hat sich ihren festen Platz in meinem Bücherregal so was von verdient.
Von mir gibt es die volle Punktzahl mit Sternchen.

Kurz: Eine herzerwärmende, humorvolle Geschichte über Liebe, Freundschaft, Verlust und das Finden von Trost in schweren Zeiten. Das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe.

„Und hier stehe ich, ausgestreckt auf Zehenspitzen auf einer Leiter, und meine Hände greifen nach der Sonne.“

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Veröffentlicht am 15.10.2024

Spannend, humorvoll, erfrischend anders

Pirlo - Gegen alle Regeln
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Unverhofft bekommt der arbeitslose Strafverteidiger Pirlo einen neuen Auftrag. Seine Mandantin wird beschuldigt, ihren Mann ermordet zu haben. Für die Medien ist der Fall klar, die Beweise sind erdrückend. ...

Unverhofft bekommt der arbeitslose Strafverteidiger Pirlo einen neuen Auftrag. Seine Mandantin wird beschuldigt, ihren Mann ermordet zu haben. Für die Medien ist der Fall klar, die Beweise sind erdrückend. Pirlo jedoch muss diesen aussichtslosen Fall unbedingt gewinnen. Denn seine Brüder sind in ernsten Schwierigkeiten und er soll ihre Schulden begleichen. Kurzerhand holt er sich Unterstützung von der jungen Anwältin Sophie Mahler und eröffnet in seinem Wohnzimmer eine eigene Kanzlei. Schon bald steht er vor einem moralischen Dilemma: Familie oder Anwaltsehre? Wie weit wird er für einen Freispruch gehen?

Meine persönliche Lesermeinung:
Ich hatte gar nichts Besonderes erwartet, umso mehr hat der liebe Pirlo mich überrascht. Er ist ein wirklich interessanter Charakter mit Kult-Potential.
Macho trifft auf Sensibelchen, Mistkerl auf gute Seele... Pirlo steckt voller Gegensätze. Am Anfang habe ich kurz die Augen verdreht, aber schon sehr schnell entwickelte sich der Anwalt zum Sympathieträger. Auch Sophie Mahler gefällt mir sehr. Zusammen funktionieren die beiden super. Über Pirlos Brüder musste ich mehrfach schmunzeln. Zu drollig sind die beiden kleinen Gangster. Der Fall an sich ist spannend. Die Szenen vor Gericht sind kurzweilig. Trotzdem muss man etwas aufpassen, um nicht den Faden zu verlieren.

Kurz: Spannend, humorvoll, erfrischend anders. Für Fans der Anwaltsserie „Suits“.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Ein beeindruckendes und sehr spannendes Debüt.

Das Parfüm des Todes
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Seit dem Suizid ihres Bruders kann die Tatortreinigerin Yang Ning nichts mehr riechen. Nur der Gestank des Todes aktiviert ihren Geruchssinn, weshalb sie ihre Arbeit liebt. Als sie die Wohnung einer verschwundenen ...

Seit dem Suizid ihres Bruders kann die Tatortreinigerin Yang Ning nichts mehr riechen. Nur der Gestank des Todes aktiviert ihren Geruchssinn, weshalb sie ihre Arbeit liebt. Als sie die Wohnung einer verschwundenen Person säubern soll, merkt sie zu spät, dass hier ein Mord geschehen ist. Da sie durch die Reinigung alle Spuren beseitigt hat, gilt sie bei der Polizei schon bald als Hauptverdächtige.
Um sich zu entlasten, muss Yang Ning den wahren Täter finden. Doch ihr einziger Anhaltspunkt ist der Duft eines Parfüms, den der Mörder hinterlassen hat.
Yang Ning braucht Unterstützung und die erhält sie ausgerechnet von dem berüchtigten Serienmörder Cheng Chunjin...

Meine persönliche Lesermeinung:
Wow... das ist keine leichte Kost. Wir lernen Yang Ning sehr gut kennen. Ihre Trauer, ihre Verzweiflung, ihre Träume, ihre dunkelsten Geheimnisse...
Dieses Buch ist verstörend und abstoßend, zugleich aber auch gefühlvoll und faszinierend. Die Protagonistin versteckt sich nicht vor dem Leser. Sie lässt uns ganz nah ran. Sie steht quasi nackt vor uns. Für manch einen wird dieser ehrliche Blick auf Yang Nings nahezu animalischen Triebe, auf ihre schon fast perverse Menschlichkeit zu viel sein. Ihre Geschichte ist eher für hartgesottene Thriller-Fans zu empfehlen. Wer aber genau hinschaut, erkennt unter dem ganzen Leichengestank Yang Nings Verletzlichkeit. Selten durfte ich eine so vielschichtige Protagonistin kennenlernen. Auch die Danksagung der Autorin hat mich sehr berührt. Sie scheint ihre ganze Seele in dieses Buch gesteckt zu haben.

Kurz: Ein beeindruckendes und sehr spannendes Debüt. Der Leser durchlebt eine ganze Palette ambivalenter Gefühle. Ein Buch das fordert und sicherlich nichts für schwache Nerven ist. Dennoch ein wahrer Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 14.10.2024

Leichte Kost...

Love Letters to a Serial Killer
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Verliebt in einen Serienkiller, den man nur durch Briefkontakt „kennengelernt“ hat? Muss man nicht verstehen! Soll es aber geben...

In „Love Letters to a Serial Killer“ von Tasha Coryell passiert genau ...

Verliebt in einen Serienkiller, den man nur durch Briefkontakt „kennengelernt“ hat? Muss man nicht verstehen! Soll es aber geben...

In „Love Letters to a Serial Killer“ von Tasha Coryell passiert genau das.
Hannah schreibt dem gutaussehenden Anwalt William Liebesbriefe, obwohl (oder gerade weil) er wegen Mordes vor Gericht steht. Ob das jetzt besonders schlau ist, sei mal dahin gestellt. William schreibt jedenfalls zurück und ändert damit Hannahs ganzes Leben.

Meine persönliche Lesermeinung:
Eins vorweg... Es ist nicht Tasha Coryells Schuld! Ich bin vielleicht etwas naiv an die Sache rangegangen. Der Titel sagt doch eigentlich schon aus, was man als Leser erwarten kann. Es handelt sich also um leichte Kost. Einen Thriller, den man einfach weglesen kann. Und das ist auch so. Für zwischendurch ist die Story ok. Leider war meine Stimmung gerade nicht nach „nur ok“. Wie gesagt: Das ist nicht unbedingt die Schuld der Autorin. Für mich war die Handlung zu seicht, das Ganze zog sich sehr in die Länge. Erst am Ende nimmt sie etwas Fahrt auf. Auch die Protagonistin hat mich eher genervt. Wer hat hier den größeren psychischen Schaden? Hannah oder William? Aber ich habe auch schon Schlechteres gelesen.
Daher fällt auch dieses Buch in die Kategorie: Kann man lesen, muss man aber nicht. Thriller-Einsteiger können evtl. begeistert sein. Für Thriller-Nerds ist es wohl eher nichts.

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