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Veröffentlicht am 24.06.2020

Liebevoll, anders und schön...

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Einerseits hörte sich das Buch nach den typischen New Adult-Geschichten an, aber dann auch wieder nicht. Es war mal nicht die typische College-Liebe zwischen Studentin und Student. Ich war neugierig auf ...

Einerseits hörte sich das Buch nach den typischen New Adult-Geschichten an, aber dann auch wieder nicht. Es war mal nicht die typische College-Liebe zwischen Studentin und Student. Ich war neugierig auf die Charaktere und ihr Kennenlernen.

Ich fand sehr gut in die Geschichte hinein. Zunächst lernt man Tamsin kennen, die kurzerhand ihre Taschen packt und vor ihren Eltern nach Pearley flüchtet, um dort zu studieren und ihre Freiheit zu genießen. Zudem lernt man den männlichen Protagonist kennen. Rhys wurde gerade aus dem Jugendgefängnis entlassen, wo er 6 Jahre unschuldig gesessen hat. Tamsin lernt Rhys in einem Café kennen, jedoch ist er sehr wortkarg zu ihr. Woran könnte es liegen? Kann sie ihn aus seinem Schneckenhaus hervorlocken?

Mit Tamsin hat die Autorin ein lebensbejahenden Charakter geschaffen, immer etwas quierlig, aber auch mutig. Manchmal hatte sie allerdings einen kleinen Hang zur Aufdringlichkeit. Zudem hat sie auch an einigen Sachen aus ihrem früheren Leben zu knabbern. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen.
Im Gegensatz dazu steht Rhys, der zurückhaltend und verschlossen ist. Aufgrund seiner Vergangenheit kann man es verstehen, warum er so ist und jetzt erst einmal in das normale Leben zurückfinden muss.
Die beiden sind von ihrer Art unterschiedlich, aber dennoch passen sie gut zusammen. Durch Tamsin kommt Rhys immer mehr aus sich heraus und kann sich auch mit seiner Umgebung anfreunden.

Mir hat es außerdem gefallen, dass es nicht die typische Rollenverteilung gab und somit die Charaktere authentisch dargestellt wurden. Es wurde zudem mal ein anderes Thema behandelt, vor allem die Gefängnisgeschichte war interessant zu lesen und wie Rhys langsam wieder auftaut und sich im Leben zurechtfindet. Aus dem Thema hat die Autorin eine schönes Konstrukt geschaffen und der Geschichte somit Leben eingehaucht.

Der Schreibstil von Kathinka Engel ist angenehm, ruhig und leicht zu lesen. Zudem konnte man die Gefühle zwischen den Protagonisten spüren und sich gut hineinversetzen. Es entstand eine guter Lesefluss. Außerdem bekommt einen Einblick in beide Gefühlswelten der Protagonisten, weil diese abwechselnd aus deren Sicht geschrieben wurde. Ich habe beide Einblicke gerne gelesen und konnte mitfühlen. Rhys hätte ich am liebsten einfach manchmal in den Arm genommen. Er ist einfach ein liebevoller und toller Charakter trotz seiner verlorenen Jugend.
Auch die Ängste, Zweifel, Verunsicherung und Hoffnung der Charaktere konnte mir die Autorin gut vermitteln.

Die Liebesgeschichte konnte mich emotional einnehmen. Aber auch die kleinen Dramen und Rückschläge, die mit in die Handlung eingebaut wurden, waren stimmig. Aber mehr hätte es nicht sein dürfen, sonst wäre es in die gekünstelte Schiene gedriftet.

Die Nebencharaktere fand ich auch schön dargestellt. Sam, der beste Freund von Tamsin aus früheren Zeiten und ihre neugewonnene Freundin, Zelda, aber auch Malik, der Mitbewohner von Rhys hauchen der Geschichte ebenso Leben ein. Ich freue mich schon mehr über sie in den Folgebänden zu lesen bzw. ihre Geschichten zu erfahren.

Fazit:
Eine liebevolle Geschichte, die mal etwas anders ist bzw. ein anderes Thema beinhaltet. Daraus hat die Autorin ein schönes Konstrukt geschaffen. Die zwei Protagonisten haben mir gut gefallen. Ihre gegensätzliche Art ergeben ein Ganzes und eine schöne Anziehung trotz der Hürden, die sie überwinden müssen. Ängste, Zweifel, Verunsicherung, Hoffnung und Liebe konnte die Autorin gut beschreiben. Ich freue mich schon auf die Folgebände, um die Geschichten der anderen Charaktere zu lesen.

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Veröffentlicht am 21.06.2020

Fantasievoll und magisch...aber zu viele Nebenhandlungen

Das sternenlose Meer
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Bei diesem Buch habe ich eine fantastische Geschichte erwartet. Fantasievoll war sie durch und durch, aber leider konnte mich die Geschichte nicht im Ganzen überzeugen.

Die Geschichte ist ziemlich komplex ...

Bei diesem Buch habe ich eine fantastische Geschichte erwartet. Fantasievoll war sie durch und durch, aber leider konnte mich die Geschichte nicht im Ganzen überzeugen.

Die Geschichte ist ziemlich komplex aufgebaut. Sie ist in eine Hauptgeschichte gegliedert, aber auch in kleinere Nebengeschichten, die der Haupthandlung dienlich sein sollen. Aber dadurch verliert sich der eigentliche Handlungsstrang manchmal und es wirkt alles etwas langatmig.

In der Haupthandlung geht es um Zachary, der ein geheimnisvolles Buch in der Bibliothek findet. Daraufhin findet er sich in einer Parallelwelt im Untergrund von Manhattan wieder. Auf der Suche nach dem sternenlosen Meer begibt er sich in eine geheimnisvolle und magische Welt, die von Türen und Schlüsseln, aber auch anderen magischen Wesen handelt. Dabei kann man kaum unterscheiden, was Traum und Realität ist.

Die Haupthandlung hat mir an sich gut gefallen und wurde zunehmend spannender. Dennoch wird man durch die Nebenhandlungen immer wieder im Geschehen gestoppt. Manche Teile fließen mit in die magische Welt ein und dienen den weiteren Verlauf. Aber bei manchen wusste ich nicht so recht, wo sie hingehörten. Dabei tauchen auch immer wieder mal andere Figuren auf, die zu der magischen Welt beitragen, aber auch für Verwirrung stiften. So kam ich doch des öfteren mal durcheinander beim Lesen.

Der Weltenentwurf ist fantasievoll und magisch gestaltet. Man konnte sich gut in die Parallelwelt, wenn man von den Nebenhandlungen absieht, hineinfinden. So wusste ich manchmal selbst nicht mehr, was die reale Welt war, da man an verschiedene Orte mit magischen Türen entführt wurde. Das konnte die Autorin gut herüberbringen. Zudem wurde die Welt düster beschrieben. Sie ist außerdem faszinierend und rätselhaft zugleich, sodass man verstehen konnte, wenn Zachary sich in dieser verliert und den Geheimnis auf die Spur durch entschlüsseln von Rätseln kommen möchte. Dennoch stellt sich auch die Frage, wie findet er wieder in die reale Welt zurück.

Der Schreibstil ist zudem sehr komplex, aber auch poetisch und magisch gestaltet. Dadurch hat man gemerkt, dass die Autorin sehr viel Fantasie hat und diese auf Papier bringen möchte. Der Schreibstil ist somit sehr vielschichtig und verflochten gestaltet.

Mit allen Nebenfiguren wurde ich nicht richtig warm. Sie haben etwas magisches und faszinierendes an sich, dennoch wurden sich nur wenig beschrieben. Am besten haben Zachary und Dorian gefallen. Nach und nach konnte man die Verbundenheit zwischen ihnen spüren.

Man muss der Geschichte aufmerksam folgen, um sich auf die Handlung einlassen zu können. Die Komplexität an magischen und fantastischen Elementen mit den Nebenhandlungen ist hoch. Jedoch wäre für mich die Haupthandlung ausreichend gewesen, denn diese habe ich gerne gelesen.

Fazit:
Es ist eine anspruchsvolle und fantasievolle Geschichte, die mit einer magischen Parallelwelt ausgestattet ist. In dieser Welt kann man sich verlieren, jedoch wird man durch die kleineren Nebenhandlungen immer wieder im Lesefluss gestört. Zudem ist der Schreibstil vielschichtig sowie poetisch gestaltet.
Die Geschichte erfordert aufmerksames Lesen, da sie sehr komplex und verschachelt ist. Man muss sich auf darauf einlassen können. Die Fantasiewelt mit den magischen Elementen hat mir gut gefallen, nur die Nebenhandlungen waren für mich nicht immer richtig greifbar, um sie ins Geschehen einordnen zu können.

Bewertung: 3 - / 5

Vielen Dank an den Blessing Verlag (Random House) für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Mireißend und spannend trotz ungewöhnlichem Schreibstil

Ich fürchte mich nicht
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Über die Reihe habe ich schon viel positives gehört. Da ich außerdem gerne Dystopien lese, durfte diese nicht in meiner Sammlung fehlen. Aber auch magische Elemente spielen in dieser Geschichte eine Rolle, ...

Über die Reihe habe ich schon viel positives gehört. Da ich außerdem gerne Dystopien lese, durfte diese nicht in meiner Sammlung fehlen. Aber auch magische Elemente spielen in dieser Geschichte eine Rolle, denn die Protagonistin Juliette ist kein gewöhnliches Mädchen. Sie hat eine besondere, aber auch schlimme Gabe - ihre Berührung kann tödlich enden. Sie wird als unmenschlich wahrgenommen und daher gefangen gehalten. Seit mehreren Jahren hat sie nun schon eingesperrt. Die Welt draußen ist eine andere geworden. Eines Tages wird ihr Adam zur Seite gestellt, um sie zu bewachen, denn sie soll den Mächtigen als Folterwaffe dienen. Aber Adam ist jemand, den sie noch von früher kennt. Außerdem weckt er Gefühle in ihr, doch scheint er unerreichbar für sie zu sein. Haben sie dennoch eine Chance? Finden sie gemeinsam eine Lösung, um sich von Machthaber Warner abzuwenden?

Als ersten bin ich doch etwas ungewöhnlichen Schreibstil gestolpert. Er enthält durchgestrichen Gedankengänge von Juliette, aber auch Wortwiederholungen. Aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, findet man gut in die Geschichte hinein.

Im Ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen, dennoch gibt es ein paar Kritikpunkte. Ich hätte gerne erfahren, was mit der Welt passiert ist, mehr über den Hintergrunddetails. Die Story wird mehr auf das jetzige Geschehen verlagert und auch die Liebesgeschichte steht oftmals im Vordergrund. Dennoch passieren auch einige Dinge, die die Geschichte immer wieder vorantreiben und so doch spannend gestaltet ist.
Die Liebesgeschichte mag zwar etwas schnell gehen, aber Juliette und Adam kennen sich bereits und hatten schon damals Gefühle füreinander. Daher ist sie nicht zu abwegig und nachvollziehbar. Mir haben sie zusammen sehr gefallen.

Juliette hat es mit ihren Schicksal nicht leicht. Warum sollte man sie nicht für ein Monster halten, denn sie ist nun mal eine tödliche Waffe. Man merkt, dass sie mit sich zu hadern hat und sie möchte außerdem nicht die Kontrolle verlieren. Sie ist eine einsame gebrochene Seele, aber durch Adam wächst sie mehr aus sich heraus, da er sie nicht als Monster sieht, sondern den Mensch dahinter. Adam ist ein Soldat der Mächtigen, dennoch versucht er das richtige zu tun.
Auch die anderen Charaktere haben mir gut gefallen. Vor allem bei Warner bin ich gespannt, wie sich die Geschichte entwickelt, was er wirklich mit Juliette vorhat. Obwohl Warner der 'böse' ist, hat er noch etwas geheimnisvolles an sich, was die Handlung auch noch etwas spannend macht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Geschichte noch in eine andere Richtung entwickelt.

Die Geschichte entfaltete sich dann doch noch etwas anders als erwartet. Natürlich gibt es in dieser Welt auch ein paar Rebellen und eine Untergrundformation. Trotzdem tappe ich noch etwas im Dunkeln, wie sich das Ganze in die dystopische Welt einfügt.
Obwohl die Handlung viele dystopische Elemente enthält, ist sie doch anders und außergewöhnlich. Dennoch finde ich das Zusammenspiel mit einer zerstörten Welt und den verschiedenen Kräften beeindruckend.

Die Grundidee des Buches konnte mich mitreißen, aber für mich gibt es definitiv noch etwas Luft nach oben. Aber ich bin auch gespannt, wie sich die Geschichte zwischen Adam und Juliette, aber auch Juliette und Warner weiterentwickelt.

Fazit:
Der Anfang der Geschichte ist etwas holprig, da der Schreibstil etwas ungewöhnlich ist. Aber wenn man sich hineingefunden hat, wird man von dem Geschehen mitgerissen. Die Liebeskonstellation steht zwar im Vordergrund, dennoch gibt es auch spannende Handlungsverläufe, die die Geschichte immer wieder vorantreiben. Eine Dystopie mit besonderen Gaben/Kräften, die etwas anders, aber beeindruckend ist. Auf den Fortgang des Geschehens bin ich schon sehr neugierig.

Bewertung: 4- / 5

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Veröffentlicht am 01.06.2020

Authentisch, überraschend... und eine tolle Kulisse

Scherben spiegeln das Licht
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Ich hatte bereits „Hit Delete“ von Nina Hirschlehner gelesen und war begeistert. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich auch ihr neuestes Werk „Scherben spiegeln das Licht“ vorab lesen durfte. Außerdem ...

Ich hatte bereits „Hit Delete“ von Nina Hirschlehner gelesen und war begeistert. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich auch ihr neuestes Werk „Scherben spiegeln das Licht“ vorab lesen durfte. Außerdem spielt das Buch größtenteils in New York. Da konnte ich einfach nicht widerstehen.

In der Geschichte geht es um April, die an ihrem 16. Geburtstag erfährt, dass sie adoptiert wurde. Auf der Suche nach ihrer leiblichen Familie, macht sie sich auf den Weg zu ihrer Tante nach New York. Dabei trifft sie auf Eli, der ihr zur Hilfe kommt. Aber ist er wirklich der nette Junge, der er vorgibt zu sein?

April fühlt sich schon immer nicht zugehörig zu ihrer Familie. Ständig wird sie für ihr Handeln kritisiert, aber so richtig interessieren sich ihre Eltern auch nicht für ihr Tun. Ihre kleine Schwester wird dahingehend ganz anders behandelt. Auch in der Schule ist sie eher eine Außenseiterin. Ihre beste Freundin Bean steht ihr aber zur Seite.

Ich konnte sehr gut mit April mitfühlen und sie verstehen, warum sie so handelt. Gerade weil sie so behandelt wird, muss sie sehen, wie sie zurechtkommt und schnell erwachsen werden. Auch wenn ihre Art an eine Rebellin erinnert, möchte sie einfach nur ankommen und sich zugehörig fühlen. Sie ist ein authentisch gezeichneter und tiefgründiger Charakter.

Der Schreibstil von Nina konnte mich gleich sehr gut in die Geschichte hinein katapultieren. Er ist flüssig, leicht und sehr angenehm zu lesen. Man kann der Geschichte sehr gut folgen.

Die Autorin konnte mich auch mit einigen unerwarteten Wendungen überraschen. Anfangs dachte ich noch, dass einiges vorhersehbar erscheint, aber dann ergab sich doch bei einigen Geschehnissen eine andere Entwicklung. Der Verlauf hat mir sehr gut gefallen.

In der Geschichte kommen tiefgründige Themen, aber auch kriminelle Handlungen vor. So wird die Geschichte vielschichtig gestaltet. Aber auch die Kulisse von New York bietet ein reges Treiben und einen guten Hintergrund. So hat man immer wieder einige düstere Gassen, aber auch den Central Park, die reichere Gegend der großen Metropole, vor Augen.

Neben April, Bean und Eli gesellen sich zudem noch weitere Charaktere hinzu, die den Verlauf der Geschichte vorantreiben. So nehmen Chase und Sam wichtige Rollen mit ein. Auch diese Charaktere konnte die Autorin gut und authentisch beschreiben. Vor allem Chase konnte dabei überraschen, denn hinter seiner Fassade steckt viel mehr. Seine Entwicklung mochte ich sehr.

Durch die Nebenhandlungen wird jedoch manchmal die Suche nach der leiblichen Familie von April hinten angestellt. Die Nebenhandlungen passen zwar sehr gut ins Geschehen, jedoch hätte ich mir bei der Auflösung noch eine ausführlichere Erklärung über den Hintergrund ihrer Adoption gewünscht und vielleicht auch noch etwas mehr über ihre leiblichen Eltern erfahren.

Fazit:
Die Autorin hat eine schöne und stimmungsvolle Geschichte geschaffen, die mit einigen Wendungen überraschen kann und doch nicht so vorhersehbar ist. Es werden tiefgründige Themen behandelt, aber auch Emotionen und die Liebe spielen eine Rolle. Außerdem wird die Geschichte durch authentische Charaktere und den flüssigen Schreibstil lebendig gestaltet. Nur die Suche nach der leiblichen Familie von April kommt manchmal etwas zu kurz und bei der Auflösung hätte ich mir einen kleinen Tick mehr gewünscht.

Bewertung: 4/5

Vielen Dank an die Autorin Nina Hirschlehner für das Rezensionsexemplar.

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Veröffentlicht am 28.05.2020

Prinz vs. Sirene

Elian und Lira – Das wilde Herz der See
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Lange lag das Buch nun auf meinen ungelesenen Stapel. Dabei hatte mir der Klappentext so sehr zugesagt, dennoch kam ich jetzt erst dazu es zu lesen.

Gleich zu Anfang erfährt man, wer Lira ist. Sie ist ...

Lange lag das Buch nun auf meinen ungelesenen Stapel. Dabei hatte mir der Klappentext so sehr zugesagt, dennoch kam ich jetzt erst dazu es zu lesen.

Gleich zu Anfang erfährt man, wer Lira ist. Sie ist eine Sirene, die jedes Jahr zu ihrem Geburtstag das Herz eines Prinzens raubt. Ihre Mutter ist die Meereskönigin, die grausam und emotionslos ist. Lira tut vieles, um es ihrer Mutter recht zu machen bzw. eine angemessene Thronfolgerin zu werden. Dennoch hat sie auch eine mitfühlende Seite, die ihr eines Tages zum Verhängnis wird. Ihre Mutter verbannt sie als Mensch. Dabei trifft sie auf Prinz Elian, der die Prinzenmörderin tot sehen will. Doch Lira verbirgt ihr wahres Ich. Kann sie das Herz von Prinz Elian stehlen oder sich von ihrer Mutter befreien?

Lira könnte man als skrupellos bezeichnen, da sie ziemlich kaltblütig ist und sogar Gefallen daran findet, den Prinzen das Herz zu stehlen. Dennoch tut sie es auch, um die Anerkennung ihrer Mutter zu bekommen. Aber man bekommt auch ihre andere Seite zu Gesicht, wenn sie mitfühlend mit ihrer Cousine ist. Sie möchte nicht, dass eine nahestehende Person leiden muss. Als sie zum Menschsein verbannt wird, kommt immer mehr ihre gute Seite hervor. Ihre Entwicklung hat mir gut gefallen.

Ihr Gegenpart Prinz Elian hat mir von Anfang an zugesagt. Er ist kein typischer Prinz, sondern bezeichnet sich selbst als Pirat. Er treibt sich lieber auf den Meer herum, um Sirenen zu vernichten als ein Land zu regieren.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt. So bekommt man einen guten Einblick in ihre Gedankenwelt bzw. ihren Zweifeln gegenüber dem Anderen. Die Autorin konnte mir außerdem anschaulich die Meereswelt beschreiben, aber auch das Leben auf dem Schiff und an Land. Es wurden aber auch einige Grausamkeiten detailliert beschrieben, wie die Machenschaften der Meereskönigin oder der Herzensraub der Prinzen von Lira. Durch den flüssigen Schreibstil wird man zudem schön durch die Geschichte gezogen.

Die Liebesgeschichte zwischen Elian und Lira entwickelt sich langsam, jedoch bleiben hierbei die großen Emotionen aus. Aber der Schlagabtausch und die humorvollen Dialogen zwischen Beiden trieben das Knistern voran.

Im Vordergrund steht mehr den Meeresfrieden herzustellen und die grausame Meereskönigin zu stürzen. Die Menschen und Meereswesen sollen wieder zusammenleben können, ohne dass sie aneinander fürchten müssen. Dabei wird man durch eine düstere und anfangs herzlose Welt sowie verschiedenartige Kulissen getrieben. Aber auch mit Spannung und Abenteuer geht es ans Ziel voran.

Auch einige Nebencharaktere, wie die Gefährten von Prinz Elian, kommen in der Geschichte vor und fügen sie mit ins Geschehen ein. Jedoch erfährt man nicht allzu von ihnen. Aber sie treiben die Geschichte gut mit voran.

Die Auflösung und das Ende fand ich gelungen. Es wirkte stimmig. Hier wird man noch mal in eine andere Kulisse entführt. Die Autorin hat da noch einmal unter Beweis gestellt, dass sie verschiedene Kulissen in einer Geschichte unterbringen und anschaulich darstellen kann. Der Weltenentwurf hat mir insgesamt sehr gut gefallen und wirkte gut durchdacht.

Fazit:
Eine schöne Fantasy-Geschichte, die auf dem Meer spielt, aber auch an Land eine gute Rolle einnimmt. Die Liebesgeschichte steht hier nicht im Vordergrund, sondern entfaltet sich erst zu einem späteren Zeitpunkt. Die Handlung besticht durch Anschaulichkeit und guten Charakteren, die das Geschehen immer wieder vorantreiben.

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