Cover-Bild Das sternenlose Meer

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22,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Blessing
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Seitenzahl: 640
  • Ersterscheinung: 25.05.2020
  • ISBN: 9783896676573
Erin Morgenstern

Das sternenlose Meer

Roman
Karin Will (Übersetzer)

Eigentlich arbeitet Zachary Ezra Rawlins an seiner Promotion, doch er kommt nicht weiter. Denn immer, wenn er in der Bibliothek ist, sucht er ein Buch auf, das zwischen den Regalen versteckt liegt. Ein Buch, in dem Zachary eines Tages eine Schilderung seiner eigenen Kindheit findet. Aber wie ist das möglich? Auf der Suche nach dem Geheimnis dieses Buches entdeckt Zachary eine unterirdische Welt voller Bücher am Ufer eines sternenlosen Meers, wo er schließlich eine Verschwörung aufdecken und für die Liebe seines Lebens kämpfen muss.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2021

Pure Buchmagie!

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Beschreibung:

Zachary Ezra Rawlins studiert neue Medien und sollte eigentlich mit Videospielen für seine Promotion beschäftigt sein. Doch als er in der Uni-Bibliothek auf ein geheimnisvolles Buch eines ...

Beschreibung:

Zachary Ezra Rawlins studiert neue Medien und sollte eigentlich mit Videospielen für seine Promotion beschäftigt sein. Doch als er in der Uni-Bibliothek auf ein geheimnisvolles Buch eines unbekannten Autors mit dem Titel »Süßes Leid« stößt, kann er sich auf nichts anderes als die darin enthaltenen Geschichten konzentrieren.

Das in rote Leder gebundene Buch, dem schon einige Seiten fehlen, enthält märchenhafte Kurzgeschichten – und eine dieser Geschichten beschreibt haargenau ein Ereignis aus seiner eigenen Kindheit. Auf der Suche nach Antworten folgt der Sohn der Wahrsagerin den immer wiederkehrenden Symbolen Biene, Schlüssel und Schwert bis er an einen unterirdischen Ort der Geschichte gelangt, der sich das sternenlose Meer nennt.

Meine Meinung:

Die US-amerikanische Schriftstellerin Erin Morgenstern konnte mich bereits vor acht Jahren mit ihrem Debütroman »Der Nachtzirkus« und ihrer absolut traumhaften Geschichte verzaubern – in ihrem neuen Roman, »Das sternenlose Meer«, wirkt sie wahre Wort-Magie!

Zachary Ezra Rawlins ist ein Buchliebhaber durch und durch, liebt Geschichten über alles und findet, dass Videospiele in vielerlei Hinsicht dem Lesen eines Romans ähneln, nur dass bei einem Buch vorab jemand sämtliche Entscheidungen abgenommen hat. Da ahnt Ezra jedoch noch nichts davon, dass er sich selbst bald mitten in einem Buch findet und seine eigene Geschichte schreibt.

Alles beginnt mit einem in rotes Leder gebundenes Buch eines unbekannten Autors mit dem Titel »Süßes Leid«, das Ezra in der Bibliothek findet und für ihn die Tür zu einer unbegreiflichen Welt von in sich verschachtelten Geschichten des Suchens und Findens, der Bienen, der Wächter und der Hüter aufstößt, von denen er selbst ein Teil ist.

Mit ihrem unglaublich poetischen Schreibstil kreiert Erin Morgenstern Wort für Wort, Satz für Satz und Seite für Seite eine meisterhafte Geschichte, deren winzige Zahnräder nach und nach ineinandergreifen und ein fantasievolles Kopfkino in Gang setzen, dass für pure Gänsehaut sorgt.

Das komplexe Fadenspiel der zahlreichen Märchen und Mythen die sich hier zu einer dimensionreichen Geschichte verflechten ist gespickt von Metaphern, Symbolen und es gibt klitzekleine Einflüsse/Anspielungen auf andere Romane (was mir ausgesprochen gut gefällt). Geht man dem Faden der einzelnen Geschichten nach, fühlt man sich wie Alice die ins Bodenlose fällt und schließlich dem Kaninchen ins Wunderland folgt, um dort kuriose Abenteuer zu bestehen. Aufmerksame Leser*innen die sich fallen lassen, eröffnen sich zahlreiche Deutungsmöglichkeiten der Metaphern und Symbolik, die sich durch das ganze Buch ziehen und zu einem paradoxen, nicht greifbaren und traumartigen Leseerlebnis führen.

Schon lange habe ich kein Buch mehr gelesen, dass so starke Gefühle in mir geweckt hat, wie das Rauschen des sternenlosen Meeres unter der Erdoberfläche. In diesem kunstvoll gewebten Werk fügen sich die authentisch gezeichneten Charaktere, deren wohlklingende Namen sich bereits in mein Gedächtnis gebrannt haben, perfekt in einem, so scheint es, eigens für Bücherwürmer erträumten Setting ein.

Die Hauptgeschichte über Zachary Ezra Rawlins wird durch märchenhaften Episoden aus den Büchern in dem Buch durchbrochen, sodass es zu einer spannenden »Geschichte in der Geschichte in der Gesichte« Konstellation kommt. Diese mystischen Erzählungen handeln unter anderem von der Liebe zwischen dem Schicksal und der Zeit, dem Eulenkönig, Schlüssel die Türen zu Geschichten öffnen und verschließen, Bienen die Geschichten lauschen und Wächter die den Heimathafen der Geschichten beschützen. Damit sich der Zusammenhang zwischen den einzelnen Geschichtsfäden ergibt, lässt sich diese nicht auf die Schnelle verschlingen. Die Geschichte benötigt auf jeden Fall etwas mehr Zeit, um ihre gesamte Sogkraft zu entfalten – aber für diese perfekte Komposition lohnt sich allemal!

Besonders schön an diesem Buch ist, dass die Geschichten jede Menge Raum für eigene Interpretationen offen lassen (was natürlich auch beinhaltet, dass nicht alle aufgeworfenen Enden eine Antwort erhalten).

Fazit:

Erin Morgensterns Wörter die in »Das sternenlose Meer« zu Geschichten in Geschichten werden, wirken pure Magie!

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© Bellas Wonderworld; Rezension vom 22.06.2020

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.01.2021

Wunderbare Kunst.

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Alle Bücher sind einzigartig. Selbst wenn es Geschichten gibt, die sich ähneln, so werden sie dennoch niemals identisch sein – weil auch die Köpfe, denen sie entstammen, niemals identisch sind. Aber trotzdem ...

Alle Bücher sind einzigartig. Selbst wenn es Geschichten gibt, die sich ähneln, so werden sie dennoch niemals identisch sein – weil auch die Köpfe, denen sie entstammen, niemals identisch sind. Aber trotzdem gibt es als nächste Stufe noch so etwas wie „Das sternenlose Meer“, für das selbst das Wort „einzigartig“ nicht einzigartig genug ist.
Ich weiß immer noch nicht, wie ich das in Worte fassen soll, was ich beim Lesen empfunden und zwischen den Seiten erlebt habe. Das Buch war so besonders, dass ich sofort den unbändigen Drang verspüre, es noch einmal zu lesen, wenn ich länger darüber nachdenke. Immerhin ist es doch eigentlich so viel mehr als ein Buch, als eine Geschichte. Viel eher ist es eine Geschichte in einer Geschichte in einer Geschichte, alle wunderschön verwoben und doch schmerzlich getrennt. Meine Welt wurde von ihnen aus den Angeln gehoben und ich wurde in etwas hineinversetzt, das unbegreiflicher kaum hätte sein können. Poetische Fantasie, ein Traum, eine Schatzsuche. Eben viel mehr als ein Buch. Kunst.
Und trotzdem kann ich verstehen, dass das Buch nicht für jeden etwas ist. Es ist keine Unterhaltung, die man liest, um zu entspannen. Es ist dafür da, Grenzen des Denkens zu sprengen und wird auf eine aufopfernd ausführliche Weise erzählt, die die Aufmerksamkeit ihrer Leser*innen ohne Ausnahme fordert. Es besteht aus Metaphern und Gleichnissen, die schon einen schläfrigen Moment dazu befähigen, dem Lesenden das Verständnis für die gesamte Geschichte zu entziehen.
Wer sich nicht jeder Zeile gänzlich hingibt und sie alle vollends auskostet, droht den Eindruck zu bekommen, das Buch wäre langwierig. Dabei ist es eigentlich etwas ganz anderes: Es ist malerisch, verzaubernd, tiefgründig, komplex, fantastisch, verworren, überfordernd, außergewöhnlich. Kurzum: „Das sternenlose Meer“ ist wunderschön. Eine Hymne auf die Literatur und ihre Kraft, süßer als der beste Honig, von dem ihr jemals gekostet habt (und alle, die das Buch gelesen haben, setzen nun bitte die drei Emoticons hier drunter, die für das stehen, was die Geschichte ausmacht).

Veröffentlicht am 13.10.2020

Must read

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Das sternenlose Meer " ist das erste Buch was ich von der Autorin gelesen habe. Und es wird nicht das letzte sein. Zuerst ist mir ihr sehr bildlicher und fast schon poetischer Schreibstil aufgefallen, ...

Das sternenlose Meer " ist das erste Buch was ich von der Autorin gelesen habe. Und es wird nicht das letzte sein. Zuerst ist mir ihr sehr bildlicher und fast schon poetischer Schreibstil aufgefallen, der mir nur jeder gelesener Seite immer besser gefallen hat. Aber auch die Geschichte und Struktur des Buches, war erfrischend anders,wenn auch teilweise verwirrend. Aufmerksames lesen steht bei diesem Buch ab oberster Stelle, denn der Plot ist sehr verwoben. Dabei spielen die Charaktere, ihre Bedeutung und Beziehung zueinander eine große Rolle. Ohne etwas wichtiges zu Spoilern,kann ich nur wenig dazu sagen. Besonders aufgefallen sind mir neben Zachary , Dorian und der Hüter. Auch wenn wir einiges über die Vergangenheit der einzelnen Charaktere erfahren, hätte ich mir eine stärkere emotionale Bindung zumindest zum Hauptprotagonisten gewünscht. Für mich herrschte immer eine Distanz zwischen Charakter und Leser,dadurch hatten gewisse Momente, nicht den emotionalen effekt. Das ist aber auch meine einzige Kritik an dem Buch. Die Welt, Idee und überhaupt die Kreativität , nicht nur eine Geschichte zu schreiben, sondern gleichzeitig auch andere , welche in Büchern dagestellt werden ist großartig. Ich kann das Buch nur sehr EMPFEHLEN

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.08.2020

Außergewöhnlich

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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 22,00 [D]
Verlag: Blessing
Seiten: 640
Format: Hardcover
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 25.05.2020

Inhalt:

Eigentlich arbeitet Zachary Ezra ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 22,00 [D]
Verlag: Blessing
Seiten: 640
Format: Hardcover
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 25.05.2020

Inhalt:

Eigentlich arbeitet Zachary Ezra Rawlins an seiner Promotion, doch er kommt nicht weiter. Denn immer, wenn er in der Bibliothek ist, sucht er ein Buch auf, das zwischen den Regalen versteckt liegt. Ein Buch, in dem Zachary eines Tages eine Schilderung seiner eigenen Kindheit findet. Aber wie ist das möglich? Auf der Suche nach dem Geheimnis dieses Buches entdeckt Zachary eine unterirdische Welt voller Bücher am Ufer eines sternenlosen Meers, wo er schließlich eine Verschwörung aufdecken und für die Liebe seines Lebens kämpfen muss.

Design:

Das Cover hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Goldene Schlüssel, die an Bändern hängen, jeder davon einzigartig. Der schwarze Hintergrund könnte erdrückend wirken, doch durch die wehenden Bänder bekommt es eine Leichtigkeit und Verspieltheit, sodass ich beim Anschauen des Covers immer grinsen muss. Die minimalistische Farbpalette konzentriert die Aufmerksamkeit des Betrachters voll auf die Schlüssel und den Titel des Buches. Mir gefällt das Design extrem gut.

Meine Meinung:

Das Buch habe ich bei einer Bloggerin auf Instagram entdeckt. Sie hatte das Buch eigentlich schon weitergegeben, es sich dann aber doch noch einmal besorgt, da die Geschichte sie nicht losließ. Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Eine aufwändige Story, die so sehr im Kopf hängen bleibt, dass man unbedingt wissen will wie es ausgeht? Hört sich doch gut an!

Die ersten 100 Seiten etwa brauchte ich um in den Erzählstil der Autorin hineinzufinden. Ich musste mich wirklich konzentrieren, um den Faden nicht zu verlieren und zwischen Geschichten und Haupthandlung zu unterscheiden. Dieses hohe Maß an Konzentration war auch während des gesamten restlichen Buches notwendig, doch ich kam gut damit klar. Es machte richtig Spaß die einzelnen Stränge zu verfolgen.

Unser Protagonist ist Zachary. Er findet in einer Bibliothek ein Buch, in welchem eine Episode seines Lebens geschildert wird. Dies erstaunt und verstört ihn so dermaßen, dass er dem Ganzen auf den Grund gehen will und beginnt zu recherchieren. In was für eine Geschichte er dabei hinein gerät, ist einfach unglaublich.

Der fantasievolle Schreibstil hat mich umgehauen. So viel Kreativität findet man selten. Bei diesem Buch kann man wirklich von Erzählkunst sprechen. Ein Lob auch an die Übersetzung! Ich bin immer noch begeistert von dem schieren Ausmaß dieser Geschichte. Was muss das für eine Arbeit gewesen sein, das kann ich mir kaum vorstellen.

Immer wieder hat mir das Buch das Herz gebrochen. So wie es bei den alten Märchen schon war, die oft kein Happy End hatten. Die in die Hauptstory eingeflochtenen Geschichten zauberten mir oft ein Lächeln aufs Gesicht, doch genauso oft hüpfe mein Herz vor Trauer. Als würde es kurz stolpern, bevor es weiter schlägt. Hier ein Paar abgehackte Hände, dort ein leeres Zimmer, und viel viel mehr.

Interessant fand ich auch, dass ich erst im letzten Drittel des Buches langsam erkennen konnte, worauf alles hinausläuft. Normalerweise liest man ein Buch und weiß direkt, wie es am besten (wenn man nach dem eigenen Geschmack geht) enden würde. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Als Leser war ich stetig neu davon überrascht, was sich plötzlich ereignete oder änderte. Jedes Kapitel war ein Puzzlestück, das für sich selbst stand. Lange konnte ich das Motiv des Bildes nicht erkennen, doch als der Rand fertig war, fügte sich der Rest von alleine. Ich glaube, dass die Autorin mir 10 unterschiedliche Enden vorlegen könnte, und alle wären passend und auf ihre Art gut.

Warum spricht niemand über dieses Meisterwerk eines Romans? Ist es zu wenig Mainstream? Zu anspruchsvoll? Das muss sich ändern! Jeder soll von diesem Buch erfahren. Es ist natürlich nichts für die breite Masse, was man auch an den gemischten Bewertungen auf den verschiedenen Portalen erkennen kann. Doch die, die sich auf die Geschichte einlassen, und sich von der außergewöhnlich tiefgründigen, komplex verschachtelten, poetisch fantasievollen Geschichte nicht verwirren lassen, die erleben ein Meisterwerk.

Jetzt, nachdem ich endlich weiß, worum es wirklich in dem Buch geht, würde ich es am liebsten sofort noch einmal lesen, um all die versteckten Details und übersehenen Bezüge noch einmal zu erleben und richtig zuordnen zu können. Es ist definitiv ein Buch, das man mehrfach lesen muss um es vollständig zu erleben. Und ich bin davon überzeugt, dass man jedesmal noch etwas Neues findet.

Fazit:

Ich kann nur meinen imaginären Hut vor der Autorin ziehen und ihr für dieses Meisterwerk danken. Selten habe ich so gerne und aus vollem Herzen volle 5 Sterne vergeben. Dieser Roman hat es wirklich verdient.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.08.2020

Nach Startschwierigkeiten hat es mich überwältigt

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Der Student Zachary Ezra Rawlins arbeitet an seiner Abschlussarbeit, doch eigentlich versinkt er am allerliebsten in Büchern. Als er in der Bibliothek seiner Universität ein seltsames Buch findet, wird ...

Der Student Zachary Ezra Rawlins arbeitet an seiner Abschlussarbeit, doch eigentlich versinkt er am allerliebsten in Büchern. Als er in der Bibliothek seiner Universität ein seltsames Buch findet, wird er sofort neugierig und möchte es sich ausleihen. Doch auch wenn dieses Buch nirgendwo verzeichnet ist, darf er es mitnehmen. Süßes Leid, so lautet der Titel, erzählt zunächst von einer anderen Welt und dann plötzlich erzählt es seine eigene Geschichte. Zachary kann es kaum glauben und versucht alles über die Herkunft des Buches zu erfahren. Zunächst findet er nichts und dann führt ihn ein Bild zu einem Maskenball und in eine andere Welt.
Meine Meinung
Ein fast unscheinbares und doch wunderschönes Cover machte mich neugierig auf das neue Buch der Autorin Erin Morgenstern.
Allerdings fiel mir im ersten Moment der Einstieg recht schwer, denn Erin Morgenstern setzt ihren Leser zunächst in eine fremde Welt und verschachtelt diese mit unseren. Doch schnell gelang es ihr, mich mit ihrem poetischen Schreibstil einzufangen. Beim Lesen hatte ich förmlich das Gefühl, dass sie mit Worten ihre Welt malt und je mehr man in dieser Welt versank, desto deutlicher wurde die Geschichte.
Diese Geschichte ist unheimlich komplex und völlig anders in ihrem Aufbau, denn Erin Morgenstern verschachtelt Geschichten in der Geschichte. Auszüge aus dem Buch im Buch greifen in die Haupthandlung, vermischen sich ineinander und machen nach und nach immer mehr ein Bild. Auf jeden Fall ist es eine Geschichte, bei der man sich Zeit nehmen muss, nicht nur um die Zusammenhänge zu erkennen, sondern auch um seine Besonderheit wirklich zu fassen. Es ist nicht ganz leicht zu lesen und doch auf seine Weise einzigartig und es hat mich absolut verzaubert. Auf jeden Fall ist “Das sternenlose Meer” ein Buch, das man immer wieder lesen kann und immer wieder auf Neues stösst. Die Fantasie der Autorin und die Liebe zu Büchern und deren Geschichten sind auf jeder Seite spürbar.
Das Buch ist eher ruhig, fast schon unaufgeregt, doch Erin Morgenstern punktet mit ihrem unglaublich metaphorischen Stil, der mich zu Beginn noch zweifeln ließ und mich dann ganz tief einsog und erst zum Schluss wieder losließ.
Wenn ich die Perspektive nennen müsste, würde ich sagen, das geht nicht. Es sind viele Geschichten vieler Personen und diese wechseln hin und her, zunächst scheint es keine Zusammenhänge zu geben und dann staunt man, wie komplex es wird.
Protagonist Zachary Ezra Rawlins erinnerte mich zu Beginn an einen erwachseneren Bastian Balthasar Bux. Er studiert und eigentlich sollte man glauben, dass er weiß, wer er selbst ist. Doch irgendwie ist er auf der Suche, auch auf der Suche nach sich selbst. Bereits mit seinem ersten Auftritt im Buch wusste ich, dass hinter ihm etwas besonderes steckt und seine Entwicklung ist unheimlich gut gelungen. Neben Zachary gibt es unheimlich viele Persönlichkeiten, mal geheimnisvoll, mal böse, mal lebendig, auf jeden Fall aber absolut vielfältig und einzig.
Mein Fazit
Ich könnte seitenweise über diese Geschichte schreiben, ohne dass ich auch nur ansatzweise in Worte fassen kann, was ich da gelesen habe. Autorin Erin Morgenstern hat mich mit ihrem ruhigen, metaphorischen Schreibstil nach anfänglichen Schwierigkeiten absolut bannen können. Man muss diesen Stil lieben, denn ich kann mir durchaus vorstellen, dass es nicht jedem gefällt, doch für mich ist diese Geschichte ein absolutes Meisterwerk. Lest euch in die Leseprobe ein und lasst euch verzaubern! Absolut lesenswert!