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Veröffentlicht am 05.10.2019

Interessant

Meine Suche nach dem Nichts
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 14,00 [D]
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
Format: Paperback, Klappenbroschur
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 20.05.2019

Inhalt:

Nach einer längeren ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 14,00 [D]
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
Format: Paperback, Klappenbroschur
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 20.05.2019

Inhalt:

Nach einer längeren Krankheit lässt die junge Journalistin Lena Schnabl ihr altes Leben hinter sich und macht sich auf den Weg ins japanische Hinterland, um dort einmal im Kreis zu laufen. Im Gepäck das Versprechen, die Leere und damit das höchste Glück zu finden. Auf Shikoku, dieser entrückten Insel abseits der Megastädte und Shinkansen-Trassen, verläuft der japanische Jakobsweg, der älteste Pilgerpfad der Welt: ein Auf und ab von 1.300 Kilometern und 88 Tempeln. Die Pilgerin wird über Berge klettern und an der Küste entlanglaufen, ihre Lehrmeister in Sachen Nirwana werden Mönche, Einheimische und andere Pilger sein, denen sie auf ihrer Reise begegnet. Wird es Lena gelingen, das glücksbringende Nichts zu finden?

Design:

Mich hat das Cover sofort angesprochen. Ich mag Japan und daher ist die Gestaltung voll mein Fall. Die zarten Kirschblüten, der Tempel und der rote Punkt der Flagge - man kann das Buch sofort einsortieren. Die drei Fotos in der Mitte unterstützen das noch. Und spätestens bei dem Untertitel hatte mich das Cover überzeugt. Eine perfekte Umsetzung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Meine Meinung:

Als Fan von Pilgerwegen und Erfahrungsberichten sprang mir dieses Buch sofort entgegen und wollte von mir gelesen werden. Japan finde ich grundsätzlich sowieso interessant, daher war es die perfekte Mischung für mich. Immer nur den Jacobsweg in Spanien zu thematisieren ist irgendwann auch langweilig. Daher freute ich mich auf eine ganz andere Kultur und Religion.

Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer. Es geht relativ lang (für mein Gefühl jedenfalls) um ihre Erkrankung an dem Pfeifferschen Drüsenfieber. Die Antriebslosigkeit und Kraftlosigkeit kann ich total nachvollziehen, denn auch mich hat diese Krankheit schon aus den Socken gehauen. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Im Gegensatz zur Autorin hat bei mir der heftigste Part allerdings (zum Glück!) nur zwei Monate gedauert, nach denen ich mich langsam aber stetig regeneriert habe.

Der Schreibstil war für mich recht gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind entweder sehr kurz, oder mit sehr vielen Kommata voneinander getrennt. Alles wirkt abgehackt, wie in diesem Beispiel:

"An John mag ich unter anderem, dass ich mich nicht groß erklären muss. Wir haben uns ein Jahr nicht gesehen, und ich sitze auf seinem Teppich, trinke Tee, und alles ist wie immer. Einsilbig, entspannt." Seite 48

So einsilbig, wie sie mit ihren Freunden gerne ist, so einsilbig kommt oftmals auch der Schreibstil daher. An vielen Stellen kam es mir außerdem so vor, als wolle die Autorin gewollt cool klingen. Die gewählte Ausdrucksweise passte einfach nicht. Im Laufe des Buches gewöhnte ich mich allerdings an den Schreibstil und später fiel es mir nicht mehr auf.

Inhaltlich ist das Buch sehr interessant. Ich habe mir sogar einige besonders schöne Stellen mit Post-its markiert. Das fing schon bei dem 80% vollen Magen an (das Geheimnis des zufriedenen Lebens, Seite 80). Gerade ihre Erfahrungen mit anderen Pilgern und Personen am Rande des Weges gefielen mir besonders.

Irgendwie hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass sie unwichtige und eher uninteressante Dinge aufführt, nur um etwas berichten zu können. Dafür wird die letzte Präfektur leider viel zu kurz behandelt. Gerade darauf hatte ich mich gefreut. Und was ist aus R. geworden? Das lässt uns Leser neugierig zurück.

Fazit:

1300 km pilgern, das muss man erst einmal schaffen. Hut ab vor dieser Leistung! Den Bericht dieser Reise habe ich gerne gelesen, auch wenn er sich manchmal etwas gezogen hat. Ich vergebe vier Sterne.

Veröffentlicht am 21.09.2019

Überraschend

Caraval
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Preis: € 10,00 [D]
Verlag: Piper
Seiten: 400
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 01.06.2018

Inhalt:

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem ...

Preis: € 10,00 [D]
Verlag: Piper
Seiten: 400
Format: Taschenbuch
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 01.06.2018

Inhalt:

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

Design:

Das Cover besticht durch die simple Gestaltung, die mir ausgesprochen gut gefällt. Auf dem dunkel-blauen Hintergrund ist ein hell-blauer Stern, vor dem das weiße Wort Caraval steht. Die Schnörkel der Schrift winden sich vor und hinter dem Stern entlang. Die Ecken rund um den Stern sind mit pinken Linien verziert, die ein filigranes Muster bilden. Der Untertitel und der Autorinnenname fürgen sich in weiß gut ein.
Mir gefällt, dass das Cover einerseits recht schlicht ist und trotzdem interessant ist. Die einzelnen Elemente passen wunderbar zusammen. Gleichzeitig verrät das Cover allerdings auch nichts über den Inhalt des Buches. Das kann sowohl positiv, als auch negativ sein.

Zur Ausführung der Taschenbuchausgabe muss ich allerdings noch etwas anmerken. Der Buchrücken ist empfindlich. Ich habe es ganz vorsichtig gelesen, aber dennoch sind leichte Knicke an mehreren Stellen sichtbar.

Meine Meinung:

Mit großen Erwartungen bin ich an dieses Buch herangegangen. So viele Menschen lieben die Reihe und kriegen nicht genug von der Welt von Caraval. Was ist da dran, habe ich mich gefragt. Da gerade im Original der dritte Band erschienen ist, liefen mir die Bücher überall über den Weg. Es hat also nicht lange gedauert, bis auch ich den ersten Band gekauft habe.

Wir lernen Scarlett Dragna kennen. Sie soll in Kürze mit einem reichen Mann verheiratet werden, den sie nur aus einigen wenigen Briefen kennt. Ihr bisheriges Leben war ziemlich durchwachsen, da sie bei einem gewalttätigen Vater aufgewachsen ist. Dieser bestrafte sie und ihre Schwester immer für die Fehltritte der jeweils anderen. Gefruchtet hat diese Erziehungsmethode allerdings nicht. Scarlett hat ihren Wunsch an den Spielen von Caraval wenigstens einmal teilzunehmen nie wirklich aufgegeben. Und so gelingt ihr und ihrer Schwester tatsächlich die Flucht. Sie gelangen auf die Insel von Caraval und stürzen von einem Abenteuer ins nächste.

Bis zur Hälfte des Buches hielt sich die Spannung im Rahmen. Die Handlung plätscherte dahin und ich fragte mich, wann es mich endlich packen würde. Dieser Punkt kam irgendwann in der zweiten Buchhälfte. Da passierte auf einmal einiges, von dem ich euch nicht berichten kann, ohne massiv zu spoilern. Aber eins weiß ich: es war interessant. Viele Wendungen und Geheimnisse gab es in meinen Augen zwar nicht, doch die Geschichte hat mir super gefallen.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Er passt zu der jugendlichen Protagonistin und sprüht gleichzeitig vor lauter Kreativität. Die Welt von Caraval konnte ich mir bildlich vorstellen. Mir haben die Ideen der Autorin gut gefallen.

Scarlett erschien mir am Anfang des Buches ein wenig langweilig. Sie hat bescheidene Ansprüche an ihr zukünftiges Leben und will einfach nur aus den Fängen ihres Vaters befreit werden. Im Laufe des Buches wird sie immer selbstbewusster, das hat mir gefallen. Als Leser begleitet man sie auf ihrer Entwicklung.

Was mich richtig fasziniert hat, waren zwei Momente. Es gab zwei Geschehnisse, die ich nicht glauben konnte. Mein Herz kam ins Stolpern und ich weiß noch heute wie ich die Augen aufgerissen habe. Meine Kollegen habe ich auch ganz schön erschrocken als ich in der Pause plötzlich mein Buch laut angemeckert habe. Und natürlich war immer dann meine Pause zu Ende wenn es besonders spannend wurde und ich nicht weiterlesen konnte. Das war vielleicht eine Qual! Aber es zeigt auch, dass ich mit diesen Entwicklungen überhaupt nicht gerechnet habe und es nach langer Zeit mal wieder eine Autorin geschafft hat mich wirklich zu überraschen. Meistens habe ich eine Ahnung oder weiß sogar ziemlich genau was passieren wird. Da war Caraval eine gelungene Abwechslung.

Fazit:

Dieses Buch werde ich garantiert in Erinnerung behalten. Natürlich habe ich mir direkt Band 2 bestellt. Die interessanten und spannenden Wendungen haben mich überzeugt. Da die erste Häfte allerdings etwas ruhiger war, vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 08.09.2019

Unnötig dramatisch

Rückkehr nach Sunset Cove
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Heyne
Seiten: 448
Format: Taschenbuch mit Klappenbroschur
Reihe: Band 1/3
Erscheinungsdatum: 14.01.2019

Inhalt:

Wenn der ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: Heyne
Seiten: 448
Format: Taschenbuch mit Klappenbroschur
Reihe: Band 1/3
Erscheinungsdatum: 14.01.2019

Inhalt:

Wenn der Horizont weit ist und der Ozean rau, ist es Zeit, Geheimnisse zu lüften!

Wie aus dem Nichts bricht Niclas Hunters Welt zusammen. Gerade noch war er ein erfolgreicher Staatsanwalt, doch seine Konkurrentin Gillian Mulhare brachte ihn mit einer sorgsam eingefädelten Intrige zu Fall. Um der Belagerung durch die Presse zu entkommen, flüchtet Niclas nach Cape Cod, wo er im Familiensitz Sunset Cove zur Ruhe kommen will. Doch statt das Haus wie erwartet leerstehend vorzufinden, ertappt er eine mysteriöse Einbrecherin – unter der Dusche. Von der ersten Sekunde an fühlt sich Niclas zu der jungen Frau hingezogen, wie er es noch nie zuvor erlebt hat. Doch wer ist die schöne Unbekannte und was führt sie im Schilde?

Meine Meinung:

Wunderbar sommerlich erscheint das Cover in meinen Augen mit dem weißen Strandhaus, den wehenden Gardinen und den Möwen vor dem Sonnenuntergang. Die Farbgestaltung gefällt mir gut und ich erwartete einen lockeren und leichten Sommerroman.

Im Gegensatz zum Cover spielt die Geschichte im Herbst / Winteranfang. Das Wetter draußen ist so kalt, dass man nicht mehr am Strand übernachten kann. Das ist dann auch der Grund dafür, dass unsere Protagonistin Marie in den leerstehenden Häusern der Insel übernachtet. Nach einer unrechtmäßigen Verurteilung und Gefängnisstrafe hat sie Schwierigkeiten ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen. Im Haus der Hunters wird sie von Niclas, dem Sohn des Hausbesitzers, erwischt. Er ist Staatsanwalt und auf die Insel geflohen um dem Presserummel um einen verpatzten Gerichtsfall zu entfliehen. Er ist auf einen Trick seiner Konkurrentin Gillian Mulhare hereingefallen und aufgrund dessen ist ein berüchtigter Serienkiller auf freiem Fuß. Natürlich hat er damit seine Reputation in den Sand gesetzt und sie wird an seiner Stelle befördert. Als Niclas erfährt, dass die Verurteilung von Marie ebenfalls auf Mulhare zurückzuführen ist, klinkt er sich in ihren Fall ein.

Ehrlich gesagt habe ich bei der Lektüre des Klappentextes nicht mit dem Inhalt gerechnet, den das Buch schlussendlich geliefert hat. Ich habe mir eine leichtere Geschichte vorgestellt. Stattdessen versucht die Autorin künstlich Spannung zu erzeugen, was bei mir überhaupt nicht funktioniert hat. Selbst kurz vor Ende, als es inhaltlich noch einmal spannend werden sollte, hat das bei mir nicht gezündet. Mir war von Anfang an klar wie die Situation ausgehen wird und den gesamten Erzählstrang rund um diese Person fand ich komplett uninteressant und unnötig.

Der Schreibstil war angenehm zu lesen, da kann man nichts sagen. Die Geschichte war einfach etwas langatmig, daher zog sich das Buch für mich in die Länge. Die Schilderungen der Umgebung gefielen mir gut.

Die Charaktere waren überzeichnet und ihre Probleme etwas zu dramatisch. Interessante Nebencharaktere kamen leider zu kurz, dabei war wirklich genug Platz im Buch. Mit den beiden Hauptprotagonisten bin ich leider auch nicht warm geworden und ihre Liebesgeschichte konnte mich nicht packen. Es knisterte einfach nicht. Zu sehr wurde sich auf die Probleme der Personen beschränkt. Schade!

Einen großen Minuspunkt muss ich bei der Ausführung des Prints anführen: Als absoluter Buchschnüffler habe ich natürlich meine Nase ins Buch gesteckt und ordentlich geschnuppert. Ich würde dem Verlag ans Herz legen hier das Papier oder die Tinte zu wechseln. Die wenigsten werden den Geruch kennen, aber ich leider schon. Zur Erklärung: wenn man kleine Hühnerküken hat, dann hat der Kot einen bestimmten Beigeruch von dem Aufzuchtfutter. Kurz gesagt: das Buch riecht nach Hühnerkükenkot. Leicht stechend und nicht gerade angenehm. Sogar mein Mann hat den Geruch erkannt. Ich habe das Buch also entsprechend weit weg von meinem Gesicht gehalten.

Fazit:

Klappentext und Cover versprechen in meinen Augen ein anderes Buch. Daher war ich etwas enttäuscht. Trotzdem hat es mich unterhalten und ich beendete das Buch mit dem Gefühl, dass es okay war, aber nicht gut. Die restlichen Bände der Reihe werde ich nicht mehr lesen. Daher kann ich leider nur zwei Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 25.08.2019

zu spirituell

Wir können alles sein
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 5,99 [D]
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 288
Format: Ebook
Reihe: -
Erscheinungsdatum: keine Angabe

Inhalt:

Ist es besser, von einer traurigen ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 5,99 [D]
Verlag: Selfpublisher
Seiten: 288
Format: Ebook
Reihe: -
Erscheinungsdatum: keine Angabe

Inhalt:

Ist es besser, von einer traurigen Liebe zerrissen zu werden, als überhaupt nicht zu lieben?
Carolina ist achtundzwanzig Jahre alt und auf der Suche nach sich selbst, als sie Brida begegnet, einer Heilerin, die vor den Trümmern ihrer zweiten Ehe steht. Zwanzig Jahre trennen die beiden Frauen. Doch während Carolina vom ersten Augenblick an erkennt, welche Liebe sie verbindet, hat Brida nicht nur Angst, sich auf die Beziehung einzulassen, auch ihr Mann verhindert einen Neuanfang. Ohne Hoffnung bricht Carolina alleine nach Schottland auf, um ihren Weg als Schriftstellerin zu gehen.

Meine Meinung:

Sofort fiel mir der schöne Schreibstil auf. Er ist flüssig und poetisch, was mir grundsätzlich gut gefällt. Viele dieser Stilelemente des Buchs gefallen mir wirklich gut. Doch bereits nach kurzer Zeit wurde es zu viel des Guten. Ich stolperte durch lauter bildhafte Metaphern und vermisste eine wirkliche Handlung.

Die beiden Protagonistinnen Brida und Corolina fühlen sich sofort voneinander angezogen. Carolina geht zu Brida weil sie sich beraten lassen will um ihrer Verwandten am Sterbebett zu helfen. Sofort herrscht eine tiefere Beziehung und Anziehung zwischen ihnen.
Prinzipiell mag ich das, doch schon von Anfang an war das Buch absolut spirituell. Nicht nur angehaucht, sondern 100%. Das hatte ich nicht erwartet und es gefiel mir leider überhaupt nicht. Es dreht sich alles um die Seelenverwandschaft und um die Tatsache, dass sie sich schon aus vorherigen Leben kennen und sich daher so nah stehen. Schon in ihrer ersten Sitzung geht es um Energien und so weiter. Auch wenn ich offen bin, war mir das zu abgespaced.

Viel schlimmer war jedoch, dass es kaum Handlung gibt. Es drehte sich alles um Gefühle. Das ging mir ziemlich schnell auf die Nerven. Auch der schöne Erzählstil konnte mir nicht über die Langatmigkeit und die fehlende Handlung hinweg helfen.

Inhaltlich war es einfach nicht mein Buch. Wer sich für die Themen Seelenverwandschaft, Energien etc. interessiert, der wird dieses Werk sicher anders einstufen als ich. Aber so ist das, nicht jedes Buch kann alle Geschmäcker treffen. Trotzdem werde ich die Autorin allein schon wegen des interessanten Sprachstils im Auge behalten. Vielleicht sind die folgenden Bücher eher etwas für mich.

Eine Sache, die ich aber noch erwähnen möchte, sind die wunderschönen Illustrationen. Diese sind wirklich gelungen und für mich der schönste Teil des Buches gewesen.

Fazit:

Inhaltlich konnte mich das Buch leider überhaupt nicht überzeugen. Daher kann ich nur einen Stern für dieses Werk vergeben.

Veröffentlicht am 10.08.2019

Entspannter Krimi

Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs
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Preis: € 9,95 [D]
Verlag: Audible Studios
Seiten: 8 Stunden und 48 Minuten / 369 Seiten
Format: Hörbuch
Reihe: Band 3
Erscheinungsdatum: 02.05.2016

Inhalt:

Das Sirren der Zikaden, der würzige Duft von ...

Preis: € 9,95 [D]
Verlag: Audible Studios
Seiten: 8 Stunden und 48 Minuten / 369 Seiten
Format: Hörbuch
Reihe: Band 3
Erscheinungsdatum: 02.05.2016

Inhalt:

Das Sirren der Zikaden, der würzige Duft von Lavendel und hinter sanft geschwungenen Hügeln das azurblaue Meer, von einem silbrigen Schleier aus flimmerndem Licht ins Reich der Märchen gerückt.
Das Dörfchen Fragolin im Hinterland der Côte d'Azur wäre der ideale Ort, um die Seele baumeln zu lassen - doch dazu fehlt Kommissarin Isabelle Bonnet mal wieder die Zeit. Der angebliche Selbstmord eines hohen Polizeibeamten, der Besuch eines exzentrischen Bekannten und ein Überfall auf ein Juweliergeschäft an der Croisette in Cannes halten Madame le Commissaire in Atem.

Meine Meinung:

Für mich ist Madame le Commissaire schon so sehr ein Teil meines Arbeitswegs wie das Anschnallen im Auto. Sobald ich im Wagen sitze starte ich das Hörbuch. Und immer freue ich mich auf die neuen Abenteuer der schlauen Kommissarin.

In ihrem dritten Fall wird es direkt wieder haarig. Polizeichef Toulon Bastian begeht Selbstmord nach einer Krebsdiagnose. Doch ist er wirklich gesprungen? Genau das soll Isabelle auf Geheiß aus Paris herausfinden. Natürlich finden das die Kollegen des ehemaligen Polizeichefs überhaupt nicht amüsant und legen ihr immer wieder Steine in den Weg.

Und als wäre ein Fall nicht genug, so ist sie auch noch auf der Spur eines Juwelenraubs. Irgendwie bearbeitet sie immer zwei Fälle parallel. Einer scheint sie nicht genug auszulasten. Diese verflixten Sonderaufgaben aus Paris!

Die beiden Fälle fand ich interessant. Bei dem Juwelenraub hatte ich von Anfang an eine Ahnung, die sich später als wahr herausstellte. Doch beim Tod von Bastian hat mich der Autor überrascht. Hier tappte ich im Dunkeln.

Bei den Hörbüchern dieser Reihe liebe ich das Gefühl, das sie dem Hörer vermitteln. Unbeschwert und wattig, wie in einem gemütlichen Kokon. Man kann den Lavendel nahezu riechen und die Köstlichkeiten schmecken.
Ein wenig gestört haben mich die zahlreichen informativen Wiederholungen. Jetzt beim dritten Hörbuch in Folge kam es mir irgendwann ein wenig zu den Ohren raus. Ja, sie hat ein Sonderkommando geleitet und so weiter. Für neue Hörer (man kann die Folgen ruhig unabhängig voneinander hören) sind die stets wiederholten Informationen nützlich, doch für "alte Hasen" ist das unnötiges Füllmaterial. Vor allem auch, weil eine Information nicht nur von Hörbuch zu Hörbuch einmal wiederholt wird, sondern immer mehrfach erwähnt wird. Als wäre Isabelle ein wenig senil und würde ansonsten nicht mehr wissen wo und wer sie ist.
Vielleicht mache ich mal eine kleine Pause von der Kommissarin, damit sich dieser Eindruck im vierten Teil nicht noch verstärkt.

Fazit:

Ein unterhaltsamer, entspannender Krimi aus der Provence. Ich freue mich auf weitere Teile. Für dieses Hörbuch vergebe ich drei Sterne.