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Veröffentlicht am 08.12.2019

Zauberhaft

Der Weihnachtosaurus und die Winterhexe
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 15,00 [D]
Verlag: cbj
Seiten: 432
Format: Hardcover
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 14.10.2019

Inhalt:

Ein ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 15,00 [D]
Verlag: cbj
Seiten: 432
Format: Hardcover
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 14.10.2019

Inhalt:

Ein Jahr nach seiner Begegnung mit dem außergewöhnlichsten Dinosaurier aller Zeiten, dem Weihnachtosaurus, bekommt William Trudel eine Einladung an den magischen Nordpol vom Weihnachtsmann persönlich. Dort trifft er während einer exklusiven Tour zu allen fantastischen Sehenswürdigkeiten auch auf die unheimliche Winterhexe. Sie ist die Herrscherin über die Zeit, und der Weihnachtsmann braucht sie, damit ihm in der Weihnachtsnacht seine große Reise zu allen Kindern der Welt gelingt. Doch etwas ist aus dem Lot geraten und das schönste aller Feste schwebt in höchster Gefahr! Nun müssen William und der Weihnachtosaurus klug und mutig handeln, um Weihnachten zu retten ...

Meine Meinung:

Schon auf der Frankfurter Buchmesse habe ich es mir nicht nehmen lassen und durch den neuen Band des Weihnachtosauriers geblättert. Er ist wieder genauso liebevoll, detailliert und wunderschön aufgemacht wie bereits Band 1. Da war für mich klar: diese Geschichte muss ich lesen!

Wir treffen wieder auf William Trudel. Etwa ein Jahr nach den Ereignissen aus Band 1 ist die Weihnachtszeit angebrochen und dieses Mal darf seine gesamte Familie mit ihm zusammen zum Nordpol. Mit dabei sind Pamela Pein und ihre Tochter Brenda, welche mittlerweile bei den Trudels wohnen. Doch damit nicht genug! Wie der Titel bereits verrät, spielt die Winterhexe in diesem Band eine wichtige Rolle. Sie beherrscht die Zeit und schickt William direkt mal in die Zukunft, bei der das Weihnachtsfest verboten wurde. Jetzt muss William herausfinden, wie er das verhindern kann.

Über die Aufmachung habe ich schon kurz bemerkt, dass sie wunderschön ist. Schaut euch einfach mal die Zeichnungen an. So bezaubernde Illustrationen! Ich bin immer noch ganz verliebt in die Zeichnungen. Besonders gefällt mir übrigens, dass sie komplett in Schwarz-Weiß gehalten sind. Ich bin immer noch dafür, dass es ein Malbuch mit den Zeichnungen geben sollte.

Die Geschichte war eine wunderbare Fortsetzung des ersten Bandes und steht ihr in nichts nach. Für Fans des Weihnachtosaurus ist der zweite Band ein absolutes Muss. Wenn die Kinder in meiner Verwandtschaft und Bekanntschaft irgendwann mal alt genug sind, dann werde ich ihnen daraus vorlesen. Aber auch für Erwachsene ist das Buch ein schöner Begleiter in der Weihnachtszeit. Da wird man nochmal richtig jung und ich habe mich dabei ertappt, wie ich vor mich hingrinsend durch die Seiten blätterte und alles bestaunt habe.

Auf den Schreibstil und die Sprache sind auf das Publikum angepasst und ich würde sogar sagen, dass auch Kinder unter 8 Jahren das Buch gut vorgelesen bekommen können. Die Art der Ausdrucksweise hat mich daran erinnert, wie es ist, wenn man am Lagerfeuer eine spannende Geschichte erzählt.

Fazit:

Liebevoll gestaltet und inhaltlich überzeugend. Ich liebe den Weihnachtosaurus und hoffe, dass jedes Jahr ein weiterer Band erscheinen wird. Für mich gehört er einfach zur Weihnachtszeit dazu. Natürlich kann ich für solch ein zauberhaftes Buch nur 5 Sterne vergeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.12.2019

Fantasievoller Einstieg

Strange the Dreamer - Der Junge, der träumte
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: One
Seiten: 343
Format: Ebook
Altersempfehlung: junge Erwachsene
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 30.09.2019

Inhalt:

Lass ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: One
Seiten: 343
Format: Ebook
Altersempfehlung: junge Erwachsene
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 30.09.2019

Inhalt:

Lass dich hineinziehen in eine Welt voller Träume

Lazlo Strange liebt es, Geheimnisse zu ergründen und Abenteuer zu erleben. Allerdings nur zwischen den Seiten seiner Bücher, denn ansonsten erlebt der junge Bibliothekar nur wenig Aufregendes. Er ist ein Träumer und schwelgt am liebsten in den Geschichten um die sagenumwobene Stadt Weep – ein mysteriöser Ort, um den sich zahlreiche Geheimnisse ranken. Eines Tages werden Freiwillige für eine Reise nach Weep gesucht, und für Lazlo steht sofort fest, dass er sich der Gruppe anschließen muss. Ohne zu wissen, was sie in der verborgenen Stadt erwartet, machen sie sich auf den Weg. Wird Lazlos Traum nun endlich Wirklichkeit?

Design:

Die goldene Motte auf dem blauen Hintergrund sticht richtig ins Auge. Sie hat ein wenig was von einem Mandala. Den Schriftzug des Titels finde ich sehr schön. Insgesamt ist es ein stimmiges und simples Cover.

Meine Meinung:

Mein erstes Buch von Laini Taylor. Viel habe ich vorher darüber gehört, dass sie eine unglaubliche Fantasie haben soll. Daher wollte ich unbedingt die neueste Reihe von ihr lesen.

Im ersten Band geht es um Lazlo Strange, einen jungen Bibliothekar, der sich mehr in Geschichten Zuhause fühlt als in der realen Welt. Sein großer Traum ist es, die mysteriöse Stadt Weep zu sehen. Um sie ranken sich viele Geheimnisse, denn früher hieß sie anders, doch alle Menschen haben ihren Namen auf einen Schlag vergessen.
Parallel zu ihm lernen wir eine weitere Protgonistin namens Sarai kennen. Über sie möchte ich euch nicht viel erzählen, denn das würde spoilern und das Lesevergnügen enorm nehmen.
Diese beiden Charaktere lernen wir mit der Zeit immer besser kennen und auch alle anderen Persönlichkeiten, die sich in ihrem Umfeld befinden.

Laszlo war mir von Anfang an sympathisch. Wie sollte es auch anders sein? Ein verträumter Bücherwurm, damit kann ich mich identifizieren. Umso interessanter ist es, dass er sich tatsächlich auf eine Reise nach Weep begibt. Er entwickelt sich bereits weiter, doch wird er sicherlich in den kommenden Bänden noch eine enorme Veränderung durchmachen. Das erwarte ich zumindest.

Die Welt, die sich Laini Taylor in diesem Roman ausgedacht hat, ist einerseits fantastisch, andererseits aber auch sehr realitätsnah. Es ist fast so als wäre man auf einem fremden Planeten, der irgendwie doch heimisch wirkt. Diese spannende Mischung aus bekannten und unbekannten Elementen hat mich fasziniert. Wir begegnen Tierwesen, die so auch in jedem anderen Fantasyepos auftauchen könnten. Gleichzeitig ist es als seien wir in einem fast mittelalterlich anmutendem Szenario gelandet. Die Autorin schafft eine eindrucksvolle und detailreiche Welt, die mir regelrecht vor Augen stand.

Der Sprachstil ist dabei ausschmückend, aber nicht überbordend. Sie hat genau die richtige Portion von allem und bleibt dabei flüssig und gut lesbar.

Die Idee hinter der Geschichte hat mir gefallen und je weiter sie sich entfaltet hat, desto beeindruckender wurde sie. Vom Tempo her ist das Buch noch recht langsam. Daher hatte ich manchmal auch den Eindruck, dass es sich ein wenig gezogen hat. Das kommt allerdings sicherlich auch daher, dass der Verlag die Bände jeweils noch einmal halbiert hat und somit aus 2 Bänden ganze vier gemacht hat. Ich vermute also, dass im (deutschen) zweiten Band die Handlung mehr Fahrt aufnimmt. Ansonsten könnte es irgendwann, trotz all der interessanten Ideen, langweilig werden.

Fazit:

Das Buch hat mich wirklich überrascht und überzeugt. Es ist ein guter Einstieg in die Reihe und ich freue mich schon auf den zweiten Band. Da für mich aber noch ein wenig Luft nach oben ist vergebe ich vier Sterne.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Ergreifende Fortsetzung - mehr als gelungen!

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 16,99 [D]
Verlag: FISCHER E-Books
Seiten: 432
Format: Ebook
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 23.10.2019

Inhalt:

»Greif nach den Sternen. Einen ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 16,99 [D]
Verlag: FISCHER E-Books
Seiten: 432
Format: Ebook
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 23.10.2019

Inhalt:

»Greif nach den Sternen. Einen davon wirst du bestimmt erwischen.«

Die überraschende Fortsetzung des Millionen-Bestsellers »P.S. Ich liebe Dich«.

Vor sieben Jahren ist Holly Kennedys geliebter Mann Gerry viel zu jung an Krebs gestorben. Er hat ihr ein wunderbares Geschenk hinterlassen: eine Reihe von Briefen, die sie durch die Trauer begleitet haben. Holly ist stolz darauf, dass sie sich inzwischen ein neues Leben aufgebaut hat. Da wird sie von einer kleinen Gruppe von Menschen angesprochen, die alle unheilbar krank sind. Inspiriert von Gerrys Geschichte, möchten sie ihren Lieben ebenfalls Botschaften hinterlassen.

Holly will nicht in die Vergangenheit zurückgezogen werden. Doch als sie beginnt, den Mitgliedern des »P.S. Ich liebe Dich«-Clubs zu helfen, wird klar: Jeder von uns kann seinen ganz eigenen Lebenssinn finden. Und die Liebe weitertragen. Wenn wir uns nur auf die Frage einlassen: Was will ich heute noch sagen und tun, falls ich morgen nicht mehr da bin?

»Postscript« ist ein eigenständiger, tief berührender Roman über die essentiellen Lebensfragen: Wie können wir sinnvoll und glücklich leben, obwohl wir einmal sterben müssen? Was können wir unseren Liebsten mitgeben? Und was bleibt von uns?

Ergreifend, humorvoll und inspirierend schreibt Cecelia Ahern über das Leben und den Tod; über Schmerz, Liebe und Glück; über das Hier und Jetzt und die Zukunft.

Meine Meinung:

"P. S. Ich liebe dich" war damals der erste Roman, den ich von Cecelia Ahern las, und der erste dieser Art - traurig und nachdenklich. Zuvor hatte ich fast nur historische Bücher und Fantasy gelesen. Daher war dieser realistische, emotionale Roman ein ganz neues Genre für mich. Ich habe mich in den Inhalt und den Schreibstil der Autorin verliebt und danach viele weitere Bücher von ihr gelesen. Als ich also hörte, dass dieses von mir heißgeliebte Buch eine Fortsetzung erhält, musste ich es lesen.

Sieben Jahre nach den Handlungen in Band 1 knüpft der Roman an die Geschichte von Holly an, die ihren Mann Gerry an den Krebs verloren hat. Er hat sie damals nach seinem Tod mit zehn Briefen überrascht, die sie regelmäßig erhielt. Holly ist wieder in einer Beziehung und berichtet in einem Podcast über ihre Geschichte. Kurz danach kontaktiert sie eine Gruppe von Menschen, die unheilbar krank sind und ebenfalls den wichtigsten Menschen in Ihrem Leben Nachrichten hinterlassen wollen. Holly ist hin- und hergerissen, denn sie möchte ihnen zwar helfen, doch auch sich selbst schützen.

Meine Erwartungen an das Buch waren sehr hoch. In Erinnerung an Band 1 zweifelte ich etwas, ob dieses Buch mich wieder so berühren würde. Doch Frau Ahern hat ihre Sache mal wieder mehr als gut gemacht. Für mich (die ihren Vater mit 31 an den Krebs verloren hat) war dieses Buch tatsächlich so viel intensiver, da man dieses Mal auch die Seite der Sterbenden mitverfolgen kann. Oft habe ich mich gefragt, wie mein Papa wohl seine letzten Monate und Wochen erlebt hat. Dinge, die er nicht mehr mitgeteilt hat? Die Angst vor dem Tod, der Wunsch nach Erlösung?

Das Buch hat mich mitgenommen, aufgewühlt, emotional gefordert und mir andererseits so viel gegeben. Das letzte Viertel des Buches hatte ich durchweg Tränen in den Augen. Taschentuchalarm! Besonders Ginika, die jugendliche Mutter mit Krebs, hat mich besonders berührt. Doch nicht nur ihre, sondern alle Geschichten haben mich auf ihre Art beeindruckt. Die Autorin schafft es, dass alle Charaktere glänzen können - von den Mitgliedern des Clubs angefangen, über Holly und ihre beiden Partner, bis zu ihren Freundinnen. Niemand kommt zu kurz und besonders die eingestreuten Erinnerungen an Holly und Gerry haben mir sehr gefallen.

Das Ende war wunderbar und passend. Die allerletzten Geschehnisse auf den letzten Seiten waren mir zwar ein bisschen zu seicht und bemüht (ich sage nur Molly und ihr Partner), aber die Autorin wollte den Kreis noch irgendwie schließen. Das wäre allerdings überhaupt nicht notwendig gewesen. Trotzdem ist der Ausgang der Geschichte wirklich gelungen und für mich ist die Dilogie damit rund.

Über den Sprachstil muss ich nicht groß berichten. Frau Ahern versteht ihr Werk und ich liebe ihre Art sich auszudrücken. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen und werde mir sicher auch noch das Print kaufen.

Man muss übrigens den ersten Band nicht gelesen haben, um diesen zu verstehen. Es werden genug Erläuterungen wie selbstverständlich eingeflochten, sodass die Handlung und die Charaktere schlüssig sind.

Fazit:

Ein würdiger Nachfolger und eine hervorragende Ergänzung und Weiterführung zu dem brillanten ersten Band. Er steht ihm in nichts nach und ich kann ihn jedem Fan von Cecelia Ahern empfehlen. Er wird ab jetzt immer einen besonderen Platz in meinem Herzen haben. Ein Buch, das ich mein Leben lang nicht vergessen werde. 5 Sterne!

Veröffentlicht am 20.10.2019

So gut wie Band 1

Die Prinzessinnen von New York - Rumors
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: LYX
Seiten: 391
Format: Ebook
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 30.09.2019

Inhalt:

Ihre Liebe ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 9,99 [D]
Verlag: LYX
Seiten: 391
Format: Ebook
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
Reihe: Band 2
Erscheinungsdatum: 30.09.2019

Inhalt:

Ihre Liebe verstößt gegen alle Regeln

In der gesellschaftlichen Elite Manhattans 1899 ist nichts gefährlicher als ein Skandal – und nichts wertvoller als ein Geheimnis. Nach der Beerdigung von Elizabeth Holland ist es nun Dianas Pflicht, die Familie durch eine vermögende Heirat zu retten. Aber der Mann, dem ihr Herz gehört, ist für sie unerreichbar: denn Henry Schoonmaker ist der ehemalige Verlobte ihrer Schwester. Trotzdem wollen Diana und Henry für ihre heimliche Liebe kämpfen. Doch sie haben nicht mit der ehrgeizigen Penelope Hayes gerechnet. Die ist fest entschlossen, Elizabeths Platz in der High Society zu übernehmen. Und um zu bekommen, was sie will, ist ihr jedes Mittel recht …

Meine Meinung:

Achtung! Es handelt sich bei diesem Buch um Band 2 einer Reihe. Daher werde ich in dieser Rezension zu Band 1 spoilern.

Nahtlos fügt sich dieser Roman an die Geschehnisse des ersten Bandes an. Die Beerdigung (mit der schon Band 1 begann) ist geschafft und aufgrund der ausgefallenen Hochzeit zwischen Elizabeth Holland und Henry Schoonmaker steht es finanziell überhaupt nicht gut um die Holland-Frauen. Nur Elizabeths Schwester Diana weiß, dass der Tod ihrer Schwester nur vorgetäuscht war, damit sie ihrer großen Liebe in den Westen folgen kann.

Ich habe damit gerechnet, dass sich das Buch vornehmlich um Diana drehen wird. Ein großer Teil tut dies auch, aber viel mehr hat sich die Autorin in meinen Augen um den Neuemporkömmling Carolina Broud, die ehemalige Angestellte der Hollands, gekümmert. Sie ist schwer in Will verliebt und will sich einen guten Namen machen, damit er sich in sie, anstatt in Elizabeth verliebt. Auf ihrer Reise gibt es einige Hochs und Tiefs, bei denen sie von dem Verkäufer Tristan Wrigley begleitet wird. Ihre Entwicklung hat mir sehr gut gefallen und auch ihre Entscheidung gegen Ende des Buches passen dazu.

Natürlich hat auch Penelope als ehemalige Konkurrentin von Elizabeth um Henrys Herz einen ganzen Teil des Buches für sich beansprucht. Allerdings steht sie tatsächlich in meinen Augen etwas hinter Carolina, die die größte Entwicklung durchmacht. Interessant ist die Wendung von Penelope trotzdem, denn um als mögliche Ehefrau zu gelten zieht sie sich aus dem skandalösen Leben zurück und präsentiert das Ableben ihrer besten Freundin als lebensveränderndes Erlebnis, sodass sie nun gesittet und wohlerzogen in der Öffentlichkeit auftritt.

Das Liebesdreieck rund um Henry (in diesem Band also mit den beiden Damen Penelope und Diana) spitzt sich immer weiter zu. Mit einigen Geschehnissen habe ich gerechnet, andere haben mich wirklich überrascht.

Ich habe das Buch übrigens auch direkt im Anschluss an den ersten Band gelesen. Ich war also mitten in der Geschichte und hoffte, dass es so flüssig weitergeht. Tatsächlich bin ich allerdings am Anfang wieder in ein Loch gefallen. Die Autorin braucht wieder einige Zeit, bis die Handlung in Schwung kommt. Das ist schade.

Der Schreibstil ist weiterhin hervorragend. Er passt zur Epoche und vermittelt dem Leser das Gefühl, dass er sich wirklich in einer anderen Zeit befindet. Wenn man sich darauf einlässt, ist es ein wunderbarer, historischer Roman.

Die letzten Seiten des Buches haben mich etwas fassungslos zurückgelassen. Da passiert so viel! Wie kann uns die Autorin das nur antun? Nein, nein, nein! Damit bin ich nicht einverstanden. Und gleichzeitig ist es so großartig, weil sich damit für den kommenden Band so viele Möglichkeiten eröffnen. Ich ziehe meinen Hut davor.

Fazit:

Genauso gut wie Band 1, jedoch mit den gleichen Schwächen. Daher vergebe ich auch für diesen Band 4 Sterne. Ich kann es kaum erwarten den nächsten Teil zu lesen.

Veröffentlicht am 05.10.2019

Interessant

Meine Suche nach dem Nichts
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 14,00 [D]
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
Format: Paperback, Klappenbroschur
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 20.05.2019

Inhalt:

Nach einer längeren ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 14,00 [D]
Verlag: Goldmann
Seiten: 416
Format: Paperback, Klappenbroschur
Reihe: -
Erscheinungsdatum: 20.05.2019

Inhalt:

Nach einer längeren Krankheit lässt die junge Journalistin Lena Schnabl ihr altes Leben hinter sich und macht sich auf den Weg ins japanische Hinterland, um dort einmal im Kreis zu laufen. Im Gepäck das Versprechen, die Leere und damit das höchste Glück zu finden. Auf Shikoku, dieser entrückten Insel abseits der Megastädte und Shinkansen-Trassen, verläuft der japanische Jakobsweg, der älteste Pilgerpfad der Welt: ein Auf und ab von 1.300 Kilometern und 88 Tempeln. Die Pilgerin wird über Berge klettern und an der Küste entlanglaufen, ihre Lehrmeister in Sachen Nirwana werden Mönche, Einheimische und andere Pilger sein, denen sie auf ihrer Reise begegnet. Wird es Lena gelingen, das glücksbringende Nichts zu finden?

Design:

Mich hat das Cover sofort angesprochen. Ich mag Japan und daher ist die Gestaltung voll mein Fall. Die zarten Kirschblüten, der Tempel und der rote Punkt der Flagge - man kann das Buch sofort einsortieren. Die drei Fotos in der Mitte unterstützen das noch. Und spätestens bei dem Untertitel hatte mich das Cover überzeugt. Eine perfekte Umsetzung, mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Meine Meinung:

Als Fan von Pilgerwegen und Erfahrungsberichten sprang mir dieses Buch sofort entgegen und wollte von mir gelesen werden. Japan finde ich grundsätzlich sowieso interessant, daher war es die perfekte Mischung für mich. Immer nur den Jacobsweg in Spanien zu thematisieren ist irgendwann auch langweilig. Daher freute ich mich auf eine ganz andere Kultur und Religion.

Der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer. Es geht relativ lang (für mein Gefühl jedenfalls) um ihre Erkrankung an dem Pfeifferschen Drüsenfieber. Die Antriebslosigkeit und Kraftlosigkeit kann ich total nachvollziehen, denn auch mich hat diese Krankheit schon aus den Socken gehauen. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Im Gegensatz zur Autorin hat bei mir der heftigste Part allerdings (zum Glück!) nur zwei Monate gedauert, nach denen ich mich langsam aber stetig regeneriert habe.

Der Schreibstil war für mich recht gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind entweder sehr kurz, oder mit sehr vielen Kommata voneinander getrennt. Alles wirkt abgehackt, wie in diesem Beispiel:

"An John mag ich unter anderem, dass ich mich nicht groß erklären muss. Wir haben uns ein Jahr nicht gesehen, und ich sitze auf seinem Teppich, trinke Tee, und alles ist wie immer. Einsilbig, entspannt." Seite 48

So einsilbig, wie sie mit ihren Freunden gerne ist, so einsilbig kommt oftmals auch der Schreibstil daher. An vielen Stellen kam es mir außerdem so vor, als wolle die Autorin gewollt cool klingen. Die gewählte Ausdrucksweise passte einfach nicht. Im Laufe des Buches gewöhnte ich mich allerdings an den Schreibstil und später fiel es mir nicht mehr auf.

Inhaltlich ist das Buch sehr interessant. Ich habe mir sogar einige besonders schöne Stellen mit Post-its markiert. Das fing schon bei dem 80% vollen Magen an (das Geheimnis des zufriedenen Lebens, Seite 80). Gerade ihre Erfahrungen mit anderen Pilgern und Personen am Rande des Weges gefielen mir besonders.

Irgendwie hatte ich an einigen Stellen das Gefühl, dass sie unwichtige und eher uninteressante Dinge aufführt, nur um etwas berichten zu können. Dafür wird die letzte Präfektur leider viel zu kurz behandelt. Gerade darauf hatte ich mich gefreut. Und was ist aus R. geworden? Das lässt uns Leser neugierig zurück.

Fazit:

1300 km pilgern, das muss man erst einmal schaffen. Hut ab vor dieser Leistung! Den Bericht dieser Reise habe ich gerne gelesen, auch wenn er sich manchmal etwas gezogen hat. Ich vergebe vier Sterne.