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Veröffentlicht am 01.02.2023

Eine außergewöhnliche, unerwartet spannende, wendungsreiche, magische Regency Romance. Große Leseempfehlung!

True Crown - Die Lady und der Lord Magier
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Mit 'True Crown - Die Lady und der Lord Magier' hat Olivia Atwater bei mir einen Nerv getroffen. Ich liebe einfach alles daran - die Charaktere, das Setting, den historischen Rahmen, die unerwartet spannende ...

Mit 'True Crown - Die Lady und der Lord Magier' hat Olivia Atwater bei mir einen Nerv getroffen. Ich liebe einfach alles daran - die Charaktere, das Setting, den historischen Rahmen, die unerwartet spannende Handlung und nicht zuletzt den Fantasyanteil, der diese Regency Romance so besonders macht. Theodora Ettings mag nur eine halbe Seele haben, dafür besitzt sie jetzt mein ganzes Herz!

Half a Soul...

Der englische Originaltitel 'Half a Soul' passt einfach perfekt, denn Lady Theodora Ettings, kurz Dora, besitzt nur eine halbe Seele. Als Kind wurde ihr die Hälfte davon von einem Elfenmagier gestohlen. Gemeinsam mit ihrer Seele wurde Dora auch ihrer Emotionen beraubt, weshalb die junge Frau auf Außenstehende oftmals unangepasst, verschroben und ungehobelt wirkt. Während der Londoner Ballsaison sollen Dora und ihre Cousine Vanessa in die Gesellschaft eingeführt werden, wobei die beiden einen Plan verfolgen. Der Lord Magier, Elias, welcher sich ebenfalls in London aufhält, soll Dora helfen ihre verlorene Seele wieder zurück zu bekommen. Und der Plan der Ladys scheint aufzugehen, denn mit ihrer unkonventionellen Art fällt Dora dem Lord sofort ins Auge. Doch dann fallen in Londons Armenhäusern immer mehr Kinder in eine Art Koma. Da die Kinder dringend Hilfe benötigen, ändert Dora ihren Plan und beginnt gemeinsam mit dem Lord an der rätselhaften Ursache der Schlafkrankheit zu forschen.

Mich konnte die Handlung voll und ganz in ihren Bann ziehen und ich habe den Reihenauftakt innerhalb weniger Tage verschlungen. Olivia Atwater ist der Spagat zwischen Regency Romance und Fantasy ganz wunderbar gelungen. Und mit dem Rätsel um die schlafenden Kinder kommen auch noch kriminalistische Elemente hinzu. Ich hatte beim Lesen wundervolle 'Jane Austen-Vibes', musste aber auch oft an 'Wie man sich einen Lord angelt' denken, denn große Teile des Buches spielen auf den glanzvollen Bällen der gehobenen Londoner Gesellschaft. Dieser Teil der Geschichte könnte wie gesagt aus einem 'Jane Austen Roman' entsprungen sein, wenn da nicht die klitzekleinen Tatsachen wären, dass auch eine Elfenwelt existiert und Magie in London praktiziert wird.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr einnehmend, der Zeit, in der wir uns hier befinden, angepasst und er besticht durch ganz feinen trockenen Humor. Durch die tollen, bildhaften Beschreibungen von Olivia Atwater hatte ich das Gefühl mitten unter den Lords und Ladys zu sein.
Dora und Elias liefern sich ein hitziges Duell nach dem anderen. Man sieht die Funken richtig fliegen. Da Dora in vielen Situationen das richtige Gespür fehlt, tritt sie mit ihren Aussagen oft ins Fettnäpfchen. Was ihre Mitmenschen als ungehobelt ansehen, habe ich einfach nur gefeiert. Sie ist direkt und sagt offen ihre Meinung. Ich liebs!
Doch auch Elias hat einen eher schlechten Ruf als mürrischer Zeitgenosse. Doras Direktheit und Elias schroffe Art ergänzen sich hingegen wunderbar. Mir haben die beiden im Zusammenspiel unglaublich gut gefallen. Natürlich auch die Entwicklung der Liebesgeschichte, die klarerweise viel Raum einnimmt.

Mir hat das Gesamtpaket wahnsinnig gut gefallen. Wenn ich einen Kritikpunkt äußern müsste, wäre es, dass ich gerne noch etwas mehr im alternativen London bei Dora und Elias verweilt wäre. Ich finde es aber toll, dass das Buch in sich abgeschlossen ist und man es als Einzelband lesen kann. Ich werde mir aber definitiv auch die weiteren Bände der Reihe holen, weil ich einfach noch nicht genug von der außergewöhnlichen Welt habe.

Fazit

Mit 'True Crown - Die Lady und der Lord Magier' hat Olivia Atwater eine originelle Idee zu Papier gebracht. 'Stolz & Vorurteil' trifft auf 'Elfenkrone' und verschmilzt zu einer wirklich außergewöhnlichen, unerwartet spannenden, wendungsreichen, magischen Regency Romance im Stil von 'Wie man sich einen Lord angelt' mit dem Unterschied, dass Dora nicht Geld, sondern Heilung sucht. Einen Fehler hat das Buch aber dann doch - nur 350 Seiten. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Eine Liebeserklärung an die Welt der Bücher und eine tolle Geschichte über das Erwachsenwerden. Ein Herzensbuch!

Die Katze, die von Büchern träumte
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Es waren gleich mehrere Dinge, warum ich 'Die Katze, die von Büchern träumte' unbedingt lesen wollte. Der offensichtlichste ist wohl das Cover, welches ab sofort zu meinen liebsten und schönsten im Bücherregal ...

Es waren gleich mehrere Dinge, warum ich 'Die Katze, die von Büchern träumte' unbedingt lesen wollte. Der offensichtlichste ist wohl das Cover, welches ab sofort zu meinen liebsten und schönsten im Bücherregal zählt. Der zweite Grund ist, dass ich japanische Autor*innen einfach liebe und meine Lieblingsbücher von ihnen stammen. Zu guter Letzt hat mich der Klappentext wahnsinnig angesprochen. Das ganz große Highlight ist es zwar nicht geworden, aber dennoch eine wunderbare Geschichte über die Macht der Bücher.

Und darum geht's...

Als Rintarõs Großvater stirbt, hinterlässt er seinem Enkel die kleine Buchhandlung, in welcher Rintarõ sein Zuhause gefunden hat. Nun sollen das Antiquariat und die wertvollen Schätze verkauft werden. Doch Rintarõ hat noch nicht mit der aktuellen Situation Frieden gefunden. Der stille Schüler schwäntzt die Schule und verkriecht sich immer mehr zwischen seinen geliebten Büchern. Als eines Abends die Türglöckchen einen Besucher ankündigen, staunt Rintarõ nicht schlecht. Eine sprechende Tabby-Katze erbittet Rintarõs Hilfe. Bücher sind in Gefahr und nur Rintarõ kann es schaffen, diese zu retten.

Eine zauberhafte Geschichte über die Welt der Bücher, Freundschaft und das Erwachsenwerden...

'Die Katze, die von Büchern träumte' ist wirklich ein kleines Buchjuwel. Es ist ein Liebeslied an die Welt der Bücher und die Macht, die Büchern innewohnt. Gemeinsam mit dem schüchternen Teenager Rintarõ, der sprechenden Katze und Sayo, Rintarõs Klassenkameradin, die später dazu stößt, begeben wir uns auf eine gefährliche Mission durch vier Labyrinthe. In jedem der Labyrinthe sind Bücher in Gefahr, wobei die Gefahr von Menschen ausgeht. Rintarõ muss mit Geschick, Überzeugungskraft und seiner Buchliebe die Menschen davon überzeugen ihr Leseverhalten zu ändern. Die Dialoge und Denkanstöße, die sich dabei auftun sind sehr philosophisch und man ertappt sich dabei auch über das eigene Leseverhalten nachzudenken.

Auf seinen Missionen erleben wir Rintarõ, wie er über sich hinauswächst. Immer begleitet von den Worten und Ratschlägen seines Großvaters wird aus dem schüchternen Jungen nach und nach ein selbstbewusster junger Mann, der in Sayo eine gute Freundin findet.

"Du bist in der Absicht gekommen, Bücher zu befreien. Und hast mich gebeten, dir dabei zu helfen. Aber ich glaube, dass es in Wirklichkeit anders herum war."
(Zitat aus 'Die Katze, die von Büchern träumte', Seite 132)



Sosuke Natsukawa ist es wunderbar gelungen seine Liebe zur Literatur mit einer Coming-of-Age-Geschichte zu verweben. Das Außergewöhnliche sind die fantastischen Elemente, die sich ganz natürlich in die Handlung einfügen und die ich zu keiner Zeit irgendwie in Frage gestellt habe. Als ob sprechende Katzen das normalste auf der Welt wären.

Fazit:

'Die Katze, die von Büchern träumte' ist eine Liebeserklärung an die Buchwelt, ein wunderbarer Coming-of-Age-Roman und eine tolle Geschichte über Freundschaft. Teilweise waren mir die Dialoge etwas zu philosophisch und die Rettungsmissionen ein bisschen zu einfach gestrickt. Aber, das Buch bietet interessante Denkanstöße und lässt einem insbesondere über das eigene Leseverhalten nachdenken. Ich kann den Roman allen Buchliebhabern sehr ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Ein weihnachtlicher Liebesroman mit ganz viel Zimt, Zuckerguss und einem verdammt niedlichen zahmen Eichhörnchen

Fräulein Gewürzzauber und das Wunder der Liebe
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Eigentlich wollte ich 'Fräulein Gewürzzauber und das Wunder der Liebe' im Dezember als Adventskalender lesen. Jeden Tag ein Kapitel bis zum Heiligen Abend genießen. Leider hat mir aber der Postbote einen ...

Eigentlich wollte ich 'Fräulein Gewürzzauber und das Wunder der Liebe' im Dezember als Adventskalender lesen. Jeden Tag ein Kapitel bis zum Heiligen Abend genießen. Leider hat mir aber der Postbote einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich habe mir daher die Weihnachtszeit etwas verlängert und die Geschichte von Lena, ihrem Eichhörnchen Ruprecht und der Suche nach der Liebe mit in den Jänner genommen.

Briefe aus dem Jenseits mit ganz viel Zimt und Zuckerguss...

Nach dem Ableben ihrer Oma erbt Lena die Bäckerei 'Fräulein Gewürzzauber'. Lena ist glücklich und zufrieden. Sie hat tolle Freunde, einen niedlichen tierischen Gefährten, der immer ein offenes Ohr für Lena hat, und sie liebt ihre Arbeit als Konditorin über alles. Wenns jetzt auch noch mir der Liebe klappen würde, wäre eigentlich alles perfekt. Eines Tages wird Lena ein mysteriöser Brief zugestellt, auf welchen noch viele weitere folgen. Ein Brief für jeden Tag bis Weihnachten. Lenas Oma hat ihrer Enkelin doch tatsächlich einen Adventskalender aus Briefen hinterlassen; mit wertvollen Erinnerungen, Weisheiten und kleinen Aufgaben, die Lena den richtigen Weg weisen sollen, an dessen Ende hoffentlich die Liebe wartet.

Ich fand 'Fräulein Gewürzzauber und das Wunder der Liebe' richtig süß. Ja, es ist kitschig, bedient Klischees und ist vorhersehbar. Und die Idee mit den Briefen aus dem Jenseits ist seit 'P.S. Ich liebe dich' auch nichts Neues mehr. Aber es gibt Bücher, denen kann ich die genannten Dinge verzeihen, wenn sie mich grundsätzlich gut unterhalten. Und das hat Stephanie Marzian definitiv erreicht. 'Fräulein Gewürzzauber' lässt sich wunderbar lesen, wärmt das Herz und die Seele, bietet wirklich einige herzerwärmende Passagen, hat mich aber auch zum Lachen gebracht und mir auch im Jänner nochmal etwas weihnachtliche Atmosphäre in die heimischen vier Wände gezaubert.

Ich hätte das Buch wie gesagt gerne als Adventskalender gelesen. Die kurzen Kapitel eignen sich einfach perfekt dafür. Und ich denke, so hätte es mir auch noch besser gefallen, da mir die paar Längen zwischendrin dann nicht so aufgefallen wären.

Wenn du auf der Suche nach einem romantischen Adventskalender-Buch bist, dann lass dich von Lena und ihren zuckersüßen Kreationen verführen. Außerdem kommt ein zahmes Eichhörnchen vor. Alleine wegen Ruprecht muss ich eine Leseempfehlung aussprechen.

Fazit
Ein weihnachtlicher Liebesroman mit ganz viel Zimt, Zuckerguss und einem verdammt niedlichen zahmen Eichhörnchen namens Ruprecht. Stephanie Marzians Adventskalender-Buch versprüht weihnachtliche Atmosphäre, ganz viel Liebe und Wärme. Ich würde sagen es ist ein perfektes Buch für die Tage bis Weihnachten.

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Veröffentlicht am 27.01.2023

Hazel & Cameron

Shatter and Shine (Faith-Reihe 2)
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'Rise and Fall' war ein großes Highlight für mich. Daher war klar, dass ich auch Band 2 der Faith-Reihe lesen muss. 'Shatter and Shine' hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es mich emotional ...

'Rise and Fall' war ein großes Highlight für mich. Daher war klar, dass ich auch Band 2 der Faith-Reihe lesen muss. 'Shatter and Shine' hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es mich emotional nicht ganz so berührt hat wie der erste Teil.

Hazel & Cameron...

In diesem Band geht es um Hazel, Skys beste Freundin, welche wir schon in 'Rise and Fall' kennen gelernt haben. Hazel hat ihren Freund im Afghanistan-Krieg verloren. Der Schmerz über den Verlust sitzt tief. Kraft geben Hazel einerseits ihr kleiner Bruder Jamie, die Farm ihres geliebten Großvaters un ihre Arbeit als Lehrerin für Gebärdensprache. In einem ihrer Kurse lernt sie den verschlossenen Cameron kennen. Ein Kriegsveteran, der sei Gehör bei einem Bombenanschlag verloren hat. Cameron hat auch einen guten Draht zu Hazels gehörlosen kleinen Bruder Jamie und so kommt er auch Hazel immer näher.

Auch dieses Mal ist es Sarah Stankewitz gelungen Charaktere zu erschaffen mit denen man mitfiebert und mitleidet. Abgesehen davon, dass ich Jamie unglaublich süß finde und er jede seiner Szenen mit Sonnenschein füllt, sind Hazel und Cameron sehr greifbar und tiefgründig. Hazel kämpft mit ihrer Trauer, sieht dabei mutig und stark in die Zukunft und lässt sich nicht unterkriegen. Cameron wird von seinen dunklen Dämonen gejagd. Der Krieg und das dort Erlebte haben ihn gezeichnet. Er ist traumatisiert. Cameron hat große Verluste erlitten und selber fast sein Leben verloren. Sowohl Hazels, als auch Camerons Gedanken und Handlungen, sowie die Annäherung der beiden, sind für mich absolut nachvollziehbar und authentisch.

Ich fand Hazel und Camerons Geschichte wirklich wunderschön. Allerdings konnte sie mich emotional nicht ganz so abholen wie der erste Band. Das liegt vorallem daran, dass durch eine Wendung im letzten Drittel unnötig viel Drama inszeniert wird, welches in meinen Augen gar nicht notwendig gewesen wäre. Es war auch das einzige Mal, dass ich Hazels Beweggründe nicht verstanden habe und ihr Handeln übertrieben war.

Nichts desto trotz habe ich auch 'Shatter and Shine' sehr geliebt und ich freue mich jetzt schon auf den Abschluss der Trilogie 'Dream and Dare, welcher im Frühjahr 2023 erscheint.


Fazit:

Sarah Stankewitz hat wieder einmal große Emotionen auf Papier verewigt. Es geht um große Verluste, schwere Schicksalsschläge und Kriegstraumata, aber auch darum den Weg zurück ins Leben zu finden.

Mir hat auch der zweite Band der Faith-Trilogie sehr gut gefallen, auch wenn es mir stellenweise zu viel aufgebauschtes Drama war. Trotzdem gibt's eine große Empfehlung für alle, die auf großes Gefühlskino stehen.

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Veröffentlicht am 27.01.2023

Das Leben in Farben sehen

Alle Farben meines Lebens
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Seit 'P.S. - Ich liebe Dich' vor 20 Jahren einen großen Hype erlebt hat, dem auch ich erlegen bin, ist Cecelia Ahern aus der Literaturwelt nicht mehr weg zu denken. Auch ich habe 'P.S. - Ich ...

Seit 'P.S. - Ich liebe Dich' vor 20 Jahren einen großen Hype erlebt hat, dem auch ich erlegen bin, ist Cecelia Ahern aus der Literaturwelt nicht mehr weg zu denken. Auch ich habe 'P.S. - Ich liebe Dich' gefeiert, danach aber kein Buch der Autorin mehr gelesen. Als ich 'Alle meine Farben' bei Bookbeat entdeckt habe, dachte ich mir, diesen Umstand muss ich ändern. Und auch dieses Mal hat Cecelia Ahern auf eine ganz besondere Art berührt.

Das Leben als große Farbpalette...

Cecelia Ahern erzählt die berührende Lebensgeschichte von Alice. Alice ist ein besonder Mensch mit einer besonderen Gabe. Sie kann die Emotion von Menschen sehen. Man stelle sich vor, dass jedem Menschen eine Aura umgibt, welche für Alice sichtbar ist. Die Gefühle scheinen Alice zu überrollen. Sie weiß oft nicht wie sie damit umgehen soll, möchte die Stimmung der anderen nicht in sich aufnehmen. Als Folge blockt sie andere ab und wird dadurch oft missverstanden. Dazu kommt, dass Alice in schwierigen familiären Verhältnissen aufwächst. Ihre Mutter leidet an Depressionen und überlässt Alice, sowie ihre zwei Brüder mehr sich selbst. Der ältere Bruder Hugh, welcher für Alice wichtige Bezugsperson ist, schafft den Absprung und geht ins Ausland. Der kleine Bruder Ollie gerät auf die schiefe Bahn.

Wir lernen Alice als 8-jähriges Mädchen kennen und begleiten sie durch ihre traurige Kindheit sowie die verschiedenen Abschnitte ihres Lebens. Cecelia Ahern schreibt mit unglaublich viel Gefühl und Tiefe. Vorallem die Schilderungen aus Alice Kindheit haben mich sehr berührt. Als Erwachsene pflegt Alice ihre Mutter nach einer Krebserkrankung. Andere Menschen meidet sie....bis sie in der U-Bahn auf einen Mann trifft, dessen Farben sie nicht sehen kann. Ab diesem Punkt nimmt Alice Leben eine Wendung und die Geschichte zunehmend an Fahrt auf. Insgesamt ist das Buch aber sehr ruhig und ausgeglichen erzählt. Ein besonderer Roman, der mich sehr berührt hat.

Fazit:

Cecelia Ahern hat hier eine außergewöhnliche, sehr berührende und emotionale Geschichte zu Papier gebracht. Es geht um dysfunktionale Familien und zwischenmenschliche Beziehungen und wie Protagonistin Alice all dies mit ihrer Synästhesie wahrnimmt. Wie Alice ihre Mitmenschen, deren Stimmung und die Farben, die sie umgeben sieht, nimmt einen großen Platz ein. Cecelia Ahern ist die Unsetzung sehr gut gelungen.

Ich habe Alice auf ihrem Lebensweg gerne begleitet und kann das Hörbuch, welches in gekürzter Form verfügbar ist, sehr empfehlen.





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