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Veröffentlicht am 29.07.2025

Ein gelungener Abschluss der Trilogie

Gwendys letzte Aufgabe
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Inhalt:
Castle Rock, wir haben ein Problem!

Gwendy, inzwischen in einem hohen politischen Amt und für Klimafragen zuständig, begibt sich zu wissenschaftlichen Zwecken in die Erdumlaufbahn. Dabei ist sie ...

Inhalt:
Castle Rock, wir haben ein Problem!

Gwendy, inzwischen in einem hohen politischen Amt und für Klimafragen zuständig, begibt sich zu wissenschaftlichen Zwecken in die Erdumlaufbahn. Dabei ist sie aber auf ihrer eigenen geheimen Mission unterwegs. Der Wunschkasten ist zu ihr zurückgekehrt, mächtiger und zerstörerischer denn je. Die Aufgabe, die Welt zu retten, könnte für sie zu einer Reise ohne Rückkehr werden.

Meine Meinung:
"Gwendys letzte Aufgabe" von Stephen King und Richard Chizmar ist ein gelungener Abschluss der Trilogie, der einen mitnimmt und nicht mehr loslässt. Ich habe das Buch recht schnell durchgelesen.

Besonders gut gefällt mir das Cover, denn es passt perfekt zum Buch und zu der Handlung. Der braune Rahmen erinnert an das Holz des Wunschkastens. Der Astronautenhelm, der von den Sternen umgeben ist, ist direkt im Mittelpunkt und spiegelt so sehr gut den Inhalt und Gwendys letzte Aufgabe wider.

Der Schreibstil ist besonders flüssig und angenehm zu lesen. Man merkt gar nicht, dass hier zwei Autoren am Werk waren, was mich sehr überrascht hat. Hier war es wieder wie im ersten Band, deutlich besser als im zweiten, bei dem ich erst ein wenig gebraucht habe, um ins Buch hineinzufinden.

Die Geschichte wird aus Sicht von Gwendy erzählt. Gemeinsam mit ihr erlebt man alles mit, kennt ihre innersten Gedanken, Gefühle und Wünsche. Das macht es einem besonders leicht, mit ihr mitzufühlen und mitzufiebern. Sie ist keine Protagonistin, die in allem von Anfang an perfekt ist, sondern hat ihre Ecken und Kanten, sodass man ihr besonders nah sein kann. Und in diesem Buch hat sie ein besonders schweres Los zu tragen, denn sie muss sich nicht nur um den Wunschkasten kümmern, sondern kämpft auch noch mit gesundheitlichen Problemen, die ihr diese letzte Aufgabe besonders schwer machen.

Man fragt sich die ganze Zeit, wie sie es schaffen soll, ihrer Aufgabe gerecht zu werden, ob sie sich gegen ihre Widersacher wehren kann und ob ihre fortschreitenden gesundheitlichen Probleme dafür sorgen, dass sie es nicht schaffen wird.

Das Ende der Trilogie habe ich so nicht erwartet. Das hat mich ziemlich überrascht. Es war für die Geschichte sehr stimmig und auch passend für Gwendy als Figur.

Fazit:
"Gwendys letzte Aufgabe" von Stephen King und Richard Chizmar ist ein mitreißendes und spannendes Buch, das einen von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt und in die Welt des Wunschkastens eintauchen lässt. Es ist ein gelungener Abschluss der Trilogie. Ich kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 03.07.2025

Eine spannende und fesselnde Geschichte

Billy Summers
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Inhalt:
Der Killer und das Mädchen – der neue große Roman von Stephen King um Wahrheit und Fiktion

Billy ist Kriegsveteran und verdingt sich als Auftragskiller. Sein neuester Job ist so lukrativ, dass ...

Inhalt:
Der Killer und das Mädchen – der neue große Roman von Stephen King um Wahrheit und Fiktion

Billy ist Kriegsveteran und verdingt sich als Auftragskiller. Sein neuester Job ist so lukrativ, dass es sein letzter sein soll. Danach will er ein neues Leben beginnen. Aber er hat sich mit mächtigen Hintermännern eingelassen und steht schließlich selbst im Fadenkreuz. Auf der Flucht rettet er die junge Alice, die Opfer einer Gruppenvergewaltigung wurde. Billy muss sich entscheiden. Geht er den Weg der Rache oder der Gerechtigkeit? Gibt es da einen Unterschied? So oder so, die Antwort liegt am Ende des Wegs.

Meine Meinung:
"Billy Summers" von Stephen King ist ein spannendes Buch über einen Auftragskiller, das mich vom Anfang bis zum Ende überwiegend gefesselt hat.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen: Ein Auftragskiller, der noch einen allerletzten Job erledigen und sich dann zur Ruhe setzen will, trifft auf eine junge Frau, rettet sie und muss sich nun entscheiden, ob er sie rächt oder sich wirklich zurückzieht und ein neues Leben beginnt.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen. Man taucht dadurch mitten in das Geschehen hinein.

Die Beschreibungen der verschiedenen Schauplätze und Personen sind sehr bildhaft und ausführlich. Ich hatte dadurch ein genaues Bild von allem vor Augen und konnte es mir ganz genau vorstellen. Man ist mittendrin und es wirkt sehr lebhaft.

Nach und nach lernt man Billy und seine Hintergrundgeschichte besser kennen, man erfährt, wie er zu seinem besonderen Job kam, wie er sich auf seinen letzten Auftrag vorbereitet und auch wie er danach aussteigen und ein neues Leben beginnen will. Er hat alles gut durchdacht und der Plan scheint perfekt – bis Alice in sein Leben trifft und alles auf den Kopf gestellt wird.

Für die Rückblenden in Billys Vergangenheit hat Stephen King sich etwas ganz Besonderes ausgedacht: Er lässt Billy eine Geschichte in der Geschichte schreiben. Der Schreibstil hier ist natürlich komplett anders, zumindest zu Beginn. Das unterstützt nochmal die Handlungen, denn Billy spielt allen etwas vor. Für mich war dies am Anfang etwas zu ausführlich, aber im Nachhinein wird klar, warum all das so genau beschrieben wird: Denn dadurch wird klar, wieso er später genau so handelt, wie er es tut.
Der Schreibstil der von Billy geschriebenen Geschichte war für mich zunächst etwas anstrengend, aber später legt es sich.

Einige Dinge haben sich genauso entwickelt, wie ich es mir erhofft oder erwartet habe, anderes hat mich dagegen komplett überrascht. Vor allem das Ende habe ich so nicht erwartet.

Fazit:
Wer gerne ausführliche und detailreiche Geschichten mit Spannung und bildhaften Beschreibungen mag, dem kann ich das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Für manche Leser mag es jedoch etwas zu ausführlich sein.
Ich komme insgesamt auf 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Ein grandioser Auftakt der Flammengeküsst-Reihe

Fourth Wing – Flammengeküsst
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Inhalt:
Ein Drache ohne seinen Reiter ist tragisch. Ein Reiter ohne seinen Drachen ist tot.

Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter ...

Inhalt:
Ein Drache ohne seinen Reiter ist tragisch. Ein Reiter ohne seinen Drachen ist tot.

Violets Traum, Schriftgelehrte am renommierten Basgiath War College zu werden, zerplatzt jäh, da sie als Tochter der Generalin am Auswahlverfahren der Drachenreiter teilnehmen muss. Das erste Jahr wird nicht einmal die Hälfte aller Bewerber überleben, denn Drachen binden keine schwachen Menschen, sie fackeln sie nieder. Die meisten Kadetten wollen Violet allein aufgrund ihrer Herkunft niederstrecken – besonders Xaden, der mächtigste und skrupelloseste unter den Geschwaderführern. Und ohne Frage auch der attraktivste. Ausgerechnet ihm wird Violet unterstellt. Sie wird jeden Vorteil nutzen müssen, wenn sie überleben will. Denn am Basgiath War College haben alle eine Agenda und es gibt nur zwei Wege hinaus: den Abschluss machen oder sterben.

Meine Meinung:
"Fourth Wing – Flammengeküsst" ist der erste Band der Flammengeküsst-Reihe von Rebecca Yarros und ein grandioser Auftakt der Fantasy-Reihe. Für mich war das Buch das bisherige Highlight in der ersten Jahreshälfte.

Die Aufmachung des Buches ist wunderschön. Das Hardcover hat ein Lesebändchen, der Verlags-Farbschnitt ist richtig toll und der Farbschnitt der Exklusivausgabe ist noch einmal anders und ganz besonders schön. Das Cover passt perfekt zum Inhalt des Buches und wirkt sehr schön und edel.

Die Geschichte hat mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut mitgerissen und gefesselt. Die Seiten flogen nur so dahin und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen. Der Schreibstil ist besonders flüssig und sehr angenehm zu lesen, sodass man gar nicht merkt, wie man in dem Buch voranschreitet.

Violet ist eine sehr sympathische Protagonistin, in die man sich gut hineinversetzen und mit der man als Leser besonders gut mitfühlen und mitfiebern kann. All ihre Handlungen und Entscheidungen sind schlüssig und nachvollziehbar. Ich habe so sehr mit ihr mitgefühlt, dass sie für mich richtig lebendig wurde.

Die Autorin schafft es, diese Fantasy-Welt mit den Drachen und den verschiedenen Quadranten mit ihren Worten vor den Augen des Lesers aufleben zu lassen. Man fühlt sich, als würde man sich einen Film anschauen, als wäre man mittendrin und völlig mit dabei. Alles ist sehr anschaulich und besonders bildhaft.

Was mir auch besonders gut gefallen hat, war die Auswahl an Figuren. Ob Xaden, Dain, Violet, Ridoc, Liam, Imogen oder viele weitere – alle sind sehr unterschiedlich, haben ihre eigenen Geschichten und Erfahrungen, mit denen sie das Buch ausfüllen, und sorgen dafür, dass die Geschehnisse besonders vielschichtig und spannend werden.
Es ist sehr aufregend mitzuerleben, wie sich die einzelnen Figuren weiterentwickeln. Vor allem bei Violet ist es besonders spannend. Denn mit ihr kann man versuchen, hinter die Fassaden all ihrer Mitstreiter zu blicken, um herauszufinden, wem sie trauen kann und wem nicht.
Manche Entwicklungen sind hierbei genau, wie ich es mir erhofft habe, anderes kam dabei sehr überraschend. Die Spannung bleibt daher nicht aus.

Auch die Drachen in diesem Buch sind sehr bildhaft beschrieben. Es ist unglaublich faszinierend zu erleben, wie die Reiter zu ihnen Bindungen aufbauen oder es ihnen nicht gelingt. Niemand ist hier sicher und überall, auch unabhängig von den Drachen, lauern Gefahren.

Das Ende des Buches hält einen riesigen Cliffhanger bereit, der mich sehr überrascht hat. Ich bin nun unglaublich gespannt auf den nächsten Band der Reihe und muss unbedingt zeitnah weiterlesen.

Fazit:
Für mich war "Fourth Wing" ein absolutes Lesehighlight, das sehr viel Spannung, Abwechslung und unfassbar bildhafte Beschreibungen bereithält, die einen von der ersten bis zur letzten Seite an das Buch fesseln. Ich kann es auf alle Fälle weiterempfehlen und kann es kaum erwarten, den zweiten Band der Reihe endlich zu lesen. Es ist ein definitiv lesenswerter Reihenauftakt.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Das Schönste am Buch ist das Cover – der Rest konnte mich leider nicht überzeugen

Blood of Hercules
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Inhalt:
Die Welt ist gefährlich und voller Ungeheuer, aber Alexis ist keine Heldin. Sie versucht einfach nur zu überleben. Doch das Schicksal hat Größeres mit ihr vor. Als sich ihre wahre Abstammung offenbart, ...

Inhalt:
Die Welt ist gefährlich und voller Ungeheuer, aber Alexis ist keine Heldin. Sie versucht einfach nur zu überleben. Doch das Schicksal hat Größeres mit ihr vor. Als sich ihre wahre Abstammung offenbart, muss sie sich in der spartanischen Kriegsakademie mitten in den Dolomiten ausbilden lassen und sich dem Privileg der Unsterblichkeit als würdig erweisen. Um das tödliche Training, mordlustige Mitschüler und den Kampf gegen blutrünstige Bestien zu überstehen, muss Alexis selbst über Leichen gehen und ihre Menschlichkeit aufs Spiel setzen.

Die heißen Gladiatoren Achilles und Patro formen Alexis zu einer gefährlichen Kriegerin. Ihre nicht weniger attraktiven Professoren Augustus und Kharon, die düsteren Erben der Unterwelt, verfolgen eifersüchtig jeden ihrer Schritte … und Gedanken.

Wenn Alexis ehrlich ist, möchte sie dieser Jagd vielleicht auch gar nicht entkommen. Götter und Monster haben es auf Alexis abgesehen – und nicht immer weiß Alexis, mit was sie es zu tun hat.

Meine Meinung:
"Blood of Hercules: Berühre sie und stirb" von Jasmine Mas ist der Auftakt einer Dark-Romantasy-Reihe. Mich konnte dieses Buch leider absolut nicht überzeugen.
Bei dem Klappentext habe ich mir viel erhofft, denn ich bin ein großer Fan von griechischer Mythologie. Eine eher ungewöhnliche Protagonistin, die keine typische Heldin ist, sich in der Männerwelt durchsetzen kann, dazu ein bisschen Dark-Romantasy – das klingt an sich eigentlich sehr gut und vielversprechend. Nur leider wurden meine Erwartungen keineswegs erfüllt.

Das Schönste am Buch ist die Aufmachung. Das Cover ist ein Traum, der Schutzumschlag sieht sehr edel aus, der Farbschnitt ist echt schön und auch das Innenlayout ist toll. Inhaltlich konnte mich das Buch dagegen leider nicht mitreißen.

Während im Klappentext steht, dass Alexis einfach nur versucht zu überleben, ist das Buch eher von ihrer großen Todessehnsucht geprägt. Immer wieder muss man lesen, wie sie sich vorstellt oder erhofft, ihr Leben möge bald ein Ende nehmen.

Die griechische Mythologie ist auch ganz anders, als man sie kennt. Achilles ist nicht der typische Held, wie man ihn aus der klassischen Mythologie kennt. An sich wäre das nicht schlimm, aber sehr viele klassische Verbindungen sind einfach auf den Kopf gestellt und nur das Grundgerüst ist noch gleich. Wer ein Fan der typischen griechischen Mythologie ist, wird hier echt Probleme haben und verwirrt sein.

Die Protagonistin Alexis macht im ganzen Buch so gut wie keine oder zumindest keine großartige Entwicklung durch. Obwohl man alles aus ihrer Perspektive miterlebt, hatte ich die ganze Zeit das Gefühl alles zu durchschauen, während sie nur naiv und leider etwas dumm (obwohl sie ja so schlau ist) einfach nichts um sich herum so richtig wahrnimmt oder durchschaut.

Die vier Männer (ihre Professoren und Mentoren), die als so attraktiv und heiß angepriesen werden, sind einfach nur toxisch, anstrengend und extrem besitzergreifend.

Die Handlung geht kaum voran. Es ist sehr eintönig und es gibt kaum Entwicklungen. Ganz kurz gibt es zwei Abschnitte, in denen etwas Spannung aufgebaut wird und die mich ein wenig mitgerissen haben. Insgesamt bleibt es jedoch eher langweilig.

Alexis' Herkunft war mir schon fast von Anfang an klar, nur in dem Buch schien so gut wie keiner sich dessen bewusst zu sein, erst recht sie nicht, obwohl sie zumindest von ihren Professoren immer wieder darauf gestoßen wird.
Am Ende des Buches wird ihre wahre Identität offenbart. Für einige mag dies überraschend gekommen sein, ich persönlich habe jedoch schon im ersten Viertel des Buches eine Verbindung in diese Richtung gezogen, sodass auch das keine große Überraschung mehr für mich war.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht mitreißen. Irgendwie wirkt es stellenweise recht plump und abgehackt. Einige grammatikalische Fehler sind mir auch aufgefallen.

Aus den genannten Gründen konnte mich das Buch daher leider nicht überzeugen und ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt den nächsten Band lesen werde. Vermutlich eher nicht.

Fazit:
Mich konnte dieses Buch weder durch die Handlung noch durch die Protagonistin überzeugen.
Wer eher die klassische griechische Mythologie mag, der wird es mit diesem Buch auch eher schwer haben.
Wem das nicht so wichtig ist und wer auch keine großartigen Entwicklungen bei der Handlung oder den Figuren erwartet, der kann hier vielleicht noch etwas Lesevergnügen finden.
Ansonsten kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.


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Veröffentlicht am 12.05.2025

Eine gelungene Fortsetzung der Gardasee-Krimireihe

Salute - Die letzte Fahrt
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Inhalt:
Der zweite Teil der Gardasee-Krimireihe von Bestseller-Autor Friedrich Kalpenstein

»Manche Schuld lässt sich nicht mit Geld begleichen!«

Als der ehemalige Kommissar und Neu-Barista Paul Zeitler ...

Inhalt:
Der zweite Teil der Gardasee-Krimireihe von Bestseller-Autor Friedrich Kalpenstein

»Manche Schuld lässt sich nicht mit Geld begleichen!«

Als der ehemalige Kommissar und Neu-Barista Paul Zeitler frühmorgens an der Uferpromenade entlangspaziert, wird er auf einen Hundebesitzer aufmerksam, der in voller Montur ins Wasser springt. Grund dafür ist ein Körper, der leblos im See treibt. Doch für den Bootsbauer Vincenzo Morelli kommt jede Hilfe zu spät. Der charismatische Commissario Lanza aus Bardolino ist sich sicher, dass es kein Unfall war.

Da Morelli eine größere Menge Geld bei sich trug, ist die Verwunderung groß. Denn erste Ermittlungen ergeben, dass er hoch verschuldet war. Hat jemand dafür gesorgt, dass er seine Schulden nicht begleichen konnte?

Meine Meinung:
"Salute - Die letzte Fahrt" von Friedrich Kalpenstein ist eine spannende und humorvolle Fortsetzung der Gardasee-Krimireihe.
Ich habe bisher fast jedes Buch des Autors gelesen und war sehr gespannt, ob mich auch die Fortsetzung der neuen Reihe genauso überzeugen kann wie der erste Band. Dieses Buch fand ich auch sehr gut, aber Band 1 hat mir noch einen Funken besser gefallen. Da ich aber nur ganze Sterne verteile, komme ich auch hier wieder auf die volle Punktzahl.

Der Schreibstil ist, wie man es von Kalpenstein gewohnt ist, sehr angenehm, denn er ist flüssig und leicht zu lesen.
Die Seiten fliegen nur so dahin und man möchte das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen.

Das Buch spielt hauptsächlich in Bardolino am Gardasee. Mir hat dieser Schauplatz sehr gut gefallen. Alles ist so wundervoll beschrieben und strahlt einen herrlichen Charme aus, dass man sich direkt ins schöne Bella Italia versetzt fühlt und Fernweh bekommt. Das Café von Paul Zeitler, der von den Italienern Paolo genannt wird, ein italienisches Restaurant, eine Boutique und ein Bäcker, der die tollsten Köstlichkeiten vorbeibringt, sorgen dafür, dass man ganz schnell nach Italien reisen möchte. Ich konnte mir alles ganz genau vorstellen. Während dieser besondere Flair im ersten Band eine besonders große Rolle einnimmt und auch die Personen um Zeitler herum eine große Rolle spielen, hatte ich diesmal das Gefühl, dass es etwas kürzer kommt. Und genau das hat mir leider etwas gefehlt.

Was mir dagegen besser gefallen hat als im ersten Band, war, dass man zwar wieder viel Zeit an Zeitlers Seite verbringt und das meiste mit ihm miterlebt, aber diesmal auch Lorenzo Lanza und seine Ermittlungen noch mehr in den Vordergrund rücken. Es ist ausgewogener als im Reihenauftakt und bekommt im Finale nochmal ein tolles Highlight.

Es gibt noch weitere Figuren wie die Journalistin Antonia Romana, den Restaurantbesitzer Alessandro Burati, die Boutique-Inhaberin Lisa mit ihrer Hündin Principessa sowie den Konditormeister Manuel Leone, die immer wieder auftauchen und bei denen ich gespannt bin, wie es sich mit ihnen weiterentwickelt.

Ich war von der ersten Seite an mittendrin im Geschehen und habe gerätselt, wer hinter dem Mord stecken könnte.
Ab dem ersten Auftauchen einer bestimmten Person, hatte ich einen bestimmten Verdacht und mein Fokus blieb die ganze Zeit darauf. Mein Gespür war sehr gut, denn ich lag in vielerlei Hinsicht goldrichtig. Dennoch blieb es bis zum Ende spannend, da die Auflösung und vor allem die genauen Zusammenhänge erst am Ende aufgedeckt wurden und mich dort noch einiges überraschen konnte. Ich habe zwar die richtige Person verdächtigt, dachte allerdings, dass das Motiv ein anderes sei.
Zudem gab es zwischendrin noch mehrere Personen, die näher in den Verdächtigenkreis gerückt sind und die mich auf eine andere Fährte hätten locken können. Aber ich bin bei meinen Verdächtigungen eisern geblieben.

Auch der Humor bleibt in diesem Krimi nicht auf der Strecke. Immer wieder gibt es amüsante Szenen, die einen schmunzeln lassen und für kleine Erheiterungen sorgen.

Die Charaktere sind sehr unterschiedlich. Besonders von Zeitler, den Leuten um ihn herum und in diesem Band auch von Lanza bekommt man einen sehr guten Eindruck. Man kann sich Paul ganz genau vorstellen und er ist sehr sympathisch. Auch Lanza ist mir in dieser Fortsetzung immer sympathischer geworden und ich konnte mir ein besseres Bild von ihm machen.
Ich bin vor allem auch gespannt, was noch für weitere Fälle auf die beiden warten werden.
Sehr gespannt bin ich auch auf die Weiterentwicklung all der Personen an diesem schönen Ort in Italien.

Fazit:
Für mich war dieser Gardasee-Krimi eine gelungene Mischung aus Spannung, Humor und Italien-Flair. Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band dieser Reihe und kann das Buch auf alle Fälle weiterempfehlen. Aber Achtung: Fernweh ist vorprogrammiert.

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