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Veröffentlicht am 15.05.2017

Ein super lustiges Hörbuch, das ich absolut empfehlen kann

Glück kommt selten allein ...
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Inhalt:
Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, ...

Inhalt:
Mit dem Glück ist es wie mit Diäten oder Erkältungskrankheiten: tausend Rezepte – aber keine überzeugenden Erfolge. Gar keine? Deutschlands lustigster Arzt findet die Trüffel der Glücksforschung, das Kuriose, Komische und Menschliche. Endlich spricht einer aus, was keiner wahrhaben will: Wir sind von Natur aus bestens geeignet, das Glück zu suchen, aber eklatant schlecht darin, zufrieden zu sein. Muss das sein? Wer die evolutionären Webfehler in unseren Wünschen kennt, hat gut Lachen. Ein erfrischend provokanter Perspektivenwechsel auf Finanzkrise, Partnerwahl und Erdbeermarmelade.

Meine Meinung:
"Glück kommt selten allein" von Eckart von Hirschhausen ist ein super lustiges Hörbuch, das mir sehr viel Spaß gemacht hat.

Das Hörbuch ist aufgeteilt in 2 CDs mit jeweils ca. 70 Minuten.
Die CDs sind in zwei Plastikeinfassungen gesichert, die sich in einer aufklappbaren Papphülle befinden. Mit dabei ist ein Booklet mit einem Vorwort, einem Hinweis zur Stiftung "Humor hilft heilen", einem Glückskompass inklusive Gebrauchsanweisung und anderen Sprüchen und Glücksmomenten.

Das Hörbuch ist folgendermaßen gegliedert:
CD 1: Nach einem Vorwort für Optimisten und Pessimisten, bei dem der Pessimist von Vince Ebert gelesen wird, folgen die Kapitel 0 (Glück kommt mit Missverständnissen), 1 (Glück kommt mit anderen), 2 (Glück kommt mit dem Zufall) und 3 (Glück kommt mit dem Genuss). Diese Kapitel sind jeweils noch in Unterkapitel eingeteilt, die zwischen ca. 2 und 10 Minuten lang sind. Somit kann man rasch ein Kapitel zwischendurch hören, auch wenn man mal weniger Zeit hat und weiß genau, wo man wieder einsteigen kann.
CD 2: Nach der Fortsetzung von Kapitel 3, folgen Kapitel 4 (Glück kommt mit dem Tun), 5 (Glück kommt mit dem Lassen), sowie Zugaben (Humor hilft heilen) und ein Bonus (40 ist doch kein Alter, wieder von Vince Ebert gelesen).

Das Tempo und die Stimme von Eckart von Hirschhausen sind sehr angenehm, sodass man das Hörbuch sehr gut nebenbei hören kann und alles mitbekommt, ohne sich groß darauf konzentrieren zu müssen.

Inhaltlich lässt das Hörbuch Alltagssituationen zum Teil sehr witzig erscheinen und lädt auch sonst viel zum Lachen ein.
Ich bin froh, dass ich es zu Hause gehört habe, da ich wirklich mehrfach lautstark und herzhaft lachen musste, dass andere Leute mich sicherlich für verrückt erklärt hätten, wenn ich es in der Öffentlichkeit gehört hätte.

Fazit:
Ich kann dieses Hörbuch, das mit seiner guten Gliederung sowie der angenehmen Stimme überzeugt und für herzhafte Lacher sorgt, nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 15.05.2017

Ein sehr berührendes Buch, das einen nicht mehr loslässt

Die Liste der vergessenen Wünsche
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Inhalt:
Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die sechsjährige Clara Black ihren Kater "Schweinebraten" beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für ...

Inhalt:
Früher war alles einfacher. Abschiede zum Beispiel. Als die sechsjährige Clara Black ihren Kater "Schweinebraten" beerdigte, ahnte sie nicht, dass das Leben noch einen viel größeren Verlust für sie bereithalten würde: Viele Jahre später stirbt ihr Verlobter kurz vor der Hochzeit. Es bricht Claras Herz. Doch dann findet sie eine alte Liste mit ihren Kindheitswünschen, die vor ihrem 35. Geburtstag in Erfüllung gehen sollten. Ganz unverhofft wird die Liste zu Claras Rettungsanker und zum Weg zurück ins Glück...

Meine Meinung:
"Die Liste der vergessenen Wünsche" von Robin Gold ist ein sehr berührendes Buch, das einen packt und nicht mehr loslässt.
Gleich von der ersten Seite an hat mich das Buch aus dem Alltag abgeholt und mich sehr berührt, sodass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Ich habe es in jeder freien Minute zur Hand genommen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht und auch als ich mit dem Lesen fertig war, habe ich es nun erst einmal sacken lassen und noch lange darüber nachgedacht.

Man erlebt Claras Geschichte zwar nicht aus ihrer Perspektive in Ich-Erzählung, aber dennoch merkt man ganz genau, wie sehr sie nach dem Tod ihres Verlobten leidet, wie unwichtig alles für sie geworden ist und was sie durchmacht. Und man leidet praktisch mit.

Nach einem Prolog gibt es 10 große Abschnitte: November, der Monat, in dem sie die Liste findet, bis August, der Monat, in dem sie 35 wird und bis wann sie als Kind die Liste erfüllt haben wollte.

So viele Höhen und Tiefen erlebt man mit Clara mit und merkt, dass auch kleine Dinge, einen Menschen Schritt für Schritt weiter bringen können.
Es wird erzählt, wie sie nach und nach versucht, die Liste abzuarbeiten, wobei sie mit einigen Hürden zu kämpfen hat. Doch so kann sie neuen Mut fassen und langsam wieder ins Leben zurück finden und versuchen, den Verlust ihres Verlobten zu verarbeiten.
Dabei findet sie tatkräftige Unterstützung durch ihren Bruder und einen alten Schulfreund.

Fazit:
"Die Liste der vergessenen Wünsche" von Robin Gold ist ein sehr berührendes Buch, das einen mitnimmt in eine Welt von unterschiedlichen Gefühlen - Trauer, Freude, Wut und Liebe - und das einem klar macht, wie wichtig die kleinen Dinge im Leben sein können. Ich kann dieses Buch auf alle Fälle weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 15.05.2017

Ein guter und vielseitiger Debütroman, der den Appetit anregt

Apfelkuchen am Meer
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Inhalt:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das ...

Inhalt:
Der süße Duft des warmen Kuchens, der sich mit dem salzigen des Meeres vermischt, das ist für Merle das Aroma der Ferien ihrer Kindheit – das Aroma der Apfelrosentorte. Seit Generationen wird das geheime Rezept in Merles Familie weitergereicht. Als eine Freundin ihr erzählt, dass sie genau diese Torte in einem Café auf Juist gegessen hat, macht Merle sich spontan auf die Suche nach der Bäckerin. Unweigerlich führt ihr Weg sie zurück auf die Insel, wo noch mehr Geheimnisse verborgen liegen als nur ein Familienrezept.

Meine Meinung:
"Apfelkuchen am Meer" von Anne Barns ist ein guter und vielseitiger Debütroman, der den Appetit anregt. Es handelt sich hierbei um eine gute Mischung aus spannender und geheimnisvoller Familiengeschichte, gewürzt mit Liebe und kulinarischen Leckerbissen.

Die Geschichte wird aus Sicht der Protagonistin Merle in Ich-Erzählung und in der Gegenwart erzählt. Somit kann man sich sehr gut in sie hinein versetzen, mit ihr mitfühlen und mitfiebern und es bleibt bis zum Ende spannend, da man nicht mehr als die Protagonistin selbst weiß.

Merle ist eine sehr sympathische junge Frau, die in ihren Semesterferien auf die Insel Juist geht, um dort als Kellnerin zu arbeiten. Als junges Kind war sie öfters auf der Insel, auf der ihre Mutter ihre Wurzeln hat. Und so kommt es, dass Merle sich neben der Arbeit im Café auf die Spuren der Vergangenheit macht.

Das Buch ist sehr appetitanregend und man bekommt direkt Lust auf Kuchen und deftige Leckereien, weil sie zum Teil ausführlich in die Geschichte mit eingewoben sind. Am Ende des Buches befinden sich auch zwei Rezepte: Einmal für Apfelbutter und für die berühmte Apfelrosentorte, die auch auf dem Cover zu sehen ist und einem schon das Wasser im Munde zusammenlaufen lässt.

Neben dem Familiengeheimnis, das erst sehr spät gelüftet wird und somit im ganzen Buch Spannung aufbaut, und neben den kulinarischen Eskapaden, lernt man auch die Schönheit der Insel Juist kennen und liest von einer romantischen Liebesgeschichte.
Einiges konnte ich allerdings vorausahnen, manches zwar sehr spät, aber dennoch hat mir die Geschichte gut gefallen. 

Fazit:
Insgesamt hat mir das Buch mit dieser tollen Mischung recht gut gefallen und mich in die zauberhafte Welt von Juist und Tortenbackerei entführt, sodass ich es auf jeden Fall weiter empfehlen würde.

Veröffentlicht am 29.04.2017

Ein guter Abschluss der Forbidden-Touch-Trilogie

Forbidden Touch 3: Neun Seelen
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Inhalt:
Gefeiert, verbrannt und rachsüchtig
Auch wenn sie in einem System aufgewachsen ist, in dem die drei Ligen der Schönheit über den Wert eines Menschen entscheiden, glaubt Leilani fest an die Gleichheit ...

Inhalt:
Gefeiert, verbrannt und rachsüchtig
Auch wenn sie in einem System aufgewachsen ist, in dem die drei Ligen der Schönheit über den Wert eines Menschen entscheiden, glaubt Leilani fest an die Gleichheit aller menschlichen Seelen. Sie würde jederzeit ihr Leben riskieren, um eine weitere Person zu retten und auf die Insel der Ausgestoßenen zu bringen. Für sie steckt in jedem Menschen etwas Gutes. Sogar in Camp van Pinz, dem einstigen Designer aus Liga 1, der nach einem überlebten Brandanschlag nichts mehr zu empfinden scheint als Rachsucht und Hass. Zusammen mit ihm und den anderen Verbündeten setzen sie alles daran, um dem alleinigen Herrscher über AurA Eupa ein für alle Mal ein Ende zu setzen…

Meine Meinung:
"Forbidden Touch - Neun Seelen" von Kerstin Ruhkieck ist ein guter Abschluss der Forbidden-Touch-Trilogie, der mich allerdings nicht vollkommen überzeugen konnte.

In diesem Band ist der Schreibstil zwar auch wieder flüssig und angenehm zu lesen wie in den beiden vorausgegangenen Bänden, allerdings waren hier leider recht viele (Tipp-)Fehler vorhanden, die es mir schwer gemacht haben, das Lesen zu genießen und meinen Lesefluss störten.

Wir erleben die Geschichte diesmal aus der Sicht von Chris Hevans, Novalee Levi, Leilani Ziffi, Jesper Yorlik, Kaylana Vlinder, Asher Slokum und Graey Maaston. Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von all diesen Protagonisten erzählt, die wir in den vorherigen Bänden schon kennenlernen durften.
Dies ist einerseits gut, weil man nun die einzelnen Personen, die alle so verschieden sind, dass sicherlich jeder Leser jemanden findet, mit dem er besonders sympathisieren, mitleiden und mitfühlen kann, und auch deren jeweiligen Antriebe, Gedanken und Gefühle noch besser kennenlernen kann. Andererseits war es für meinen Geschmack auch ein wenig viel an Wechseln. Denn durch die verschiedenen Perspektiven kommen natürlich auch viele Handlungsstränge auf, die sich alle früher oder später in gewisser Weise miteinander verbinden. Somit springt man immer von einem Schauplatz zum nächsten, was natürlich auch Spannung aufbaut, aber auch ein bisschen mühsam sein kann.
Am Anfang des Buches erlebt man nicht nur Wechsel zwischen den Perspektiven, sondern auch noch Rückblicke jeweils auf "einen Abend zuvor".

Sehr positiv fand ich in diesem abschließenden Band allerdings die Mischung aus Spannung, Freundschaft und Liebe, die hier in diesem Band jeweils ihre Höhepunkte erreichen, denn besonders die zwischenmenschlichen Beziehungen werden hier sehr ausführlich behandelt.

Mein Fazit:
"Forbidden Touch - Neun Seelen" ist ein guter Abschluss der Forbidden-Touch-Trilogie von Kerstin Ruhkieck, der vor allem durch Spannung und die weiteren Entwicklungen der zwischenmenschlichen Beziehungen überzeugt, für mich persönlich allerdings zu viele Perspektiven und ein wenig zu viele (Tipp-)Fehler hatte. Wen so etwas nicht stört, dem kann ich das Buch auf alle Fälle weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 16.04.2017

Bombastischer fantastischer Reihenauftakt - ich will unbedingt mehr!!!

Die Legende von Enyador
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Inhalt:
Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal.
Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen ...

Inhalt:
Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal.
Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus ... und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.

Meine Meinung:
"Die Legende von Enyador" von Mira Valentin ist ein bombastischer und fantastischer Auftakt der neuen Enyador-Reihe. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt und war absolut atemberaubend.

Das Cover, das von Alexander Kopainski entworfen wurde, zeigt im Mittelpunkt einen fliegenden Drachen und ist recht düster gehalten. Es vermittelt etwas Magisches und Geheimnisvolles, was auch perfekt zum Buch passt.

Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und sehr angenehm zu lesen und die Geschichte ist so spannend, dass ich das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Die Seiten flogen nur so dahin.

Nach einem Prolog, der die Ausgangssituation schildert und über die vier Könige und ihre Söhne erzählt, richten die Kapitel ihr Augenmerk jeweils auf einen der Hauptprotagonisten: Tristan, Kay, Agnes, Istariel und Isora.
In verschiedenen Handlungssträngen, jeweils mit einem dieser Charaktere in der dritten Person, erlebt man die Geschichte und bekommt so mit, was an den verschiedenen Orten alles gerade passiert. Das macht es besonders aufregend, da man natürlich mehr weiß als die einzelnen Protagonisten selbst.
Diese sind so gut dargestellt, dass man sie sich nicht nur äußerlich, sondern auch charakterlich sehr gut vorstellen kann. Sie sind auch so unterschiedlich, dass sicherlich jeder Leser einen Charakter finden kann, mit dem er besonders sympathisiert.
Auch die Welt von Enyador, die hier geschildert wird, ist mit Worten so gut ausgemalt, dass man alles ganz genau vor Augen hat und richtig in diese fantastische Welt abtauchen kann.
Noch hilfreicher machen dies auch die Illustrationen von Lucy-Mae Tatzel, die einzelne Szenen des Buches darstellen. Das ist ein ganz besonderes Highlight, das den Lesegenuss noch weiter steigert.

Die Drachen in Mira Valentins Buch sind etwas ganz Besonderes, denn sie sind nicht so wie die üblichen Drachen, die man aus anderen Büchern kennt. Nein, sie sind nicht gewöhnlich, sondern Gestaltwandler, die in ihrer menschlichen Erscheinungsweise recht freizügig sind - und das nicht nur, was ihr Aussehen betrifft: auch ihr Mundwerk ist sehr offen und frei. Das sorgt für einige witzige und erheiternde Momente in dem sonst oft kriegerischem und düsteren Umfeld.

Nach und nach verweben sich die Handlungsstränge immer mehr und die einzelnen Protagonisten finden auf ihren Wegen zum Teil zusammen. Ihre jeweiligen Reisen zu verfolgen, ist unheimlich spannend.
Auch das Ende lässt einen mit purer Spannung und großer Erwartung auf den zweiten Band zurück. Ich möchte unbedingt bald mehr von Enyador und diesen sympathischen Protagonisten lesen.

Mein Fazit:
"Die Legende von Enyador" war für mich ein unheimlich guter Reihenauftakt, der mich richtig neugierig auf eine Fortsetzung gemacht hat und mich vom Anfang bis zum Ende begeistern konnte. Ich bin total überrascht, wie sehr mich dieses Buch fesseln konnte, da ich normalerweise nicht unbedingt die "klassische Drachengeschichten-Leserin" bin. Doch die Vielfalt und die Besonderheit der Drachen haben mich absolut überzeugen können.
Für mich war es ein faszinierendes Highlight!