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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.03.2026

Emotionale Achterbahn

Alles, was ich geben kann – The Last Letter
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Hätte mir jemand gesagt, dass dieses Buch mich emotional berühren würde, ich hätte ihn ausgelacht. Tja, was soll ich sagen? Manchmal kommt es eben anders als man denkt!

Was für ein wunderbarer Schreibstil! ...

Hätte mir jemand gesagt, dass dieses Buch mich emotional berühren würde, ich hätte ihn ausgelacht. Tja, was soll ich sagen? Manchmal kommt es eben anders als man denkt!

Was für ein wunderbarer Schreibstil! Als Leserin fühlte und litt ich mit den Protagonisten. Alle sind mir im Laufe des Buches ans Herz gewachsen. Mehrfach habe ich mich gefragt, wieviel ein Mensch ertragen und dennoch immer wieder aufstehen kann. Trotz der extremen Schicksalsschläge, ist es für mich ein Buch voller wunderschöner Emotionen und tiefer, echter Liebe. Voller Mitgefühl, Verständnis und Aufopferung für die Menschen die man liebt, das habe ich so noch nie gelesen.

Ich möchte gar nicht so viele Worte dazu schreiben. Lest einfach selbst und lasst euch drauf ein!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Zwei Schwestern. Die eine kämpft für die Freiheit. Die andere für die Liebe.

Die Nachtigall
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Das Buch „Die Nachtigall“ ist aus meiner Sicht nicht nur ein historischer Roman, sondern eine Geschichte, zweier Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Schicksale der beiden Schwestern, ...

Das Buch „Die Nachtigall“ ist aus meiner Sicht nicht nur ein historischer Roman, sondern eine Geschichte, zweier Schwestern, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Die Schicksale der beiden Schwestern, Vianne und Isabelle, haben mich von Anfang an beschäftigt. Sie kämpfen auf so unterschiedliche Weise gegen die Grausamkeit des Krieges, gegen ihre Ängste und das Gefühl der Ohnmacht. Beeindruckt hat mich, dass trotz aller Umstände und Ereignisse, dass sie ihre Menschlichkeit bewahren. Ich habe mich beiden sehr verbunden gefühlt, jedoch auf unterschiedliche Weise. Es blieb nicht aus, dass ich mich so manches Mal auch mit meiner Schwester verglichen habe. Wie wären wir mit den Ereignissen umgegangen, wenn wir beide in dieser Zeit gelebt hätten? Ich kann mir kaum vorstellen, was die Menschen im Krieg ertragen mussten, und genau das macht diese Geschichte so ergreifend.

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Veröffentlicht am 12.03.2026

Was für ein überwältigendes Buch!

Wenn die Kraniche nach Süden ziehen
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Das Buch hat mich nachdenklich zurückgelassen. Meine Eltern sind im fortgeschrittenen Alter und als Tochter möchte ich ihnen natürlich behilflich sein und ihnen den Alltag erleichtern.

Herzzerreißend ...

Das Buch hat mich nachdenklich zurückgelassen. Meine Eltern sind im fortgeschrittenen Alter und als Tochter möchte ich ihnen natürlich behilflich sein und ihnen den Alltag erleichtern.

Herzzerreißend fand ich immer wieder die Szenen, in denen Bo in seinen Gedanken versunken ist und auf sein Leben zurückblickt. Wie er an seinem Hund hängt, ein treuer Lebensgefährte, der ihm wohlgesonnen ist und mit dem er keine Diskussionen austragen muss. Die schnelle Müdigkeit von Bo hat mich stark an meinen Vater erinnert. Hier hatte ich bisweilen mit meinen Gefühlen zu kämpfen und es wird transparent, wie schnell das Leben vorüber sein kann.

Die Autorin Lisa Ridzén hat mir mit Bo eine neue Perspektive eröffnet, vielen Dank. Das Buch fördert das Verständnis für die älteren Mitmenschen, ihr Denken und Handeln. Für mich nehme ich nach dem ersten Eindruck mit, dass man mehr innehalten und aktiv zuhören sollte. In jedem Fall aber auch die Mitmenschen nicht dominieren und eigenmächtig Änderungen herbeizuführen, die sie nicht wollen, auch wenn es ihnen behilflich wäre. Nimm ihnen nicht das, was ihnen lieb ist und woran ihr Herz hängt!

Was für ein großartiges Debut! Ich würde mich sehr über weitere Bücher dieser Autorin freuen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.03.2026

authentische Erzählweise aus Hannas kindlicher Perspektive

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses Buch lesen und äußere hier meine persönliche Meinung.

Wir erleben die nationalsozialistische Zeit aus der Perspektive von Hannah. Der Leser erlebt eine Kindheit ...

Im Rahmen einer Leserunde durfte ich dieses Buch lesen und äußere hier meine persönliche Meinung.

Wir erleben die nationalsozialistische Zeit aus der Perspektive von Hannah. Der Leser erlebt eine Kindheit in Kriegszeiten. Wir lernen Hannah als 6-jähriges Mädchen kennen und beenden das Buch als sie 13 Jahre alt ist.

Hannah wächst in einem kleinen idyllischen Dorf in Westpommern auf. Die Familie, mit Großvater, ist fleißig und erarbeitet sich einen bescheidenen Wohlstand auf ihrem Bauernhof. Kein Leben im Luxus, sondern harter ehrlicher Arbeit. Dieser Teil des Buches liest unglaublich harmonisch. Als Hannah dann in die Schule kommt, beginnt der zweite Weltkrieg. In der Schule hat sie Lehrer, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die kleine Hanna, entspricht nicht nationalsozialistischen Normen und wird drangsaliert sowie misshandelt. Die Persönlichkeit von Hannah habe ich zunächst als naiv und unwissend empfunden. Man darf jedoch nicht ihr Alter vergessen. Hannah stellt Fragen und erscheint mir durchaus als wissbegierig, sie möchte die Welt begreifen und verstehen. Ich verstehe nur nicht, warum sie viele Dinge nicht weiß, während ihre Mitschüler gut informiert sind. Wahrscheinlich wollten ihre Eltern wollten vor den Schrecken des Krieges und den menschenverachtenden Taten der Nationalsozialisten schützen. Ich bin hin und hergerissen, sie ist doch noch ein Kind: Aufklärung oder Schutz?

Es gab Phasen im Buch, die ich als unglaublich intensiv empfunden habe. So die Geburt und Entwicklung ihrer Schwester Rosa. Sie wird mit einer Hasenscharte geboren und muss etliche ärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen. Die Sorgen und Ängste der Familie um die verzögerte Entwicklung von Rosa und das späte Sprechen bzw. gar-nicht-Sprechen ist zu spüren. Schade fand ich, dass zwischenzeitlich Rosa kaum noch Thema war. Ich hatte schon mit Euthanasie und furchtbaren Ereignissen auf dem Hof gerechnet. Es kam dann doch anders. Hannas heile Welt gerät aus den Fugen, als ihr bester Freund Martin fort ist und später ihr geliebter Großvater stirb und zeitgleich die Russen in ihr Dorf vorrücken und sie fliehen müssen. Unterwegs geschieht das Unglaubliche, die kleine Schwester Rosa verschwindet. Die vorherrschenden Ängste und Gefühle kann ich mir kaum vorstellen.

Zusammenfassend habe ich das Buch jedoch als eher nüchtern empfunden, es wird nichts beschönigt oder aufgebauscht. Die Ängste, Sorgen und Nöte die es in diesem Krieg gibt, werden eher beiläufig erwähnt. Vielleicht auch, weil der Krieg im Dorf anders erlebt wird als in den zerbombten Großstädten und auch, weil der Leser die Geschehnisse aus der Perspektive von Hannah erlebt. Die letzten Tage des Krieges, die Vertreibung aus dem Dorf wurde auf wenigen Seiten erzählt, das fand ich überraschend, hatte der Leser zuvor doch eine Detailtreue und sehr bildhafte Beschreibungen über weite Teile des Buches erlebt. Auch sehr schade fand ich die kurzweilige Suche nach der inzwischen 60-jährigen Rosa.

Die kurze Rahmenhandlung, in die die Geschichte eingebettet ist, ist meiner Meinung nach „nice to have“, aber nicht zwingend nötig. Alternativ hätte man zwischendurch einen Perspektivwechsel einbringen können.

Ich tue mich schwer mit dem Buchtitel und dem Cover. Lange habe ich mich gefragt was der Titel und die bildliche Darstellung mit dem Inhalt zu tun haben. In den Beschreibungen sieht Hannah anders aus und es suggeriert, dass sie allein auf der Flucht ist. Irgendwie passt das für mich nicht zusammen. Auch der Titel wird relativ weit am Ende des Buches einmal kurz erwähnt.

Mein Fazit: Interessant war die Erzählperspektive, das war mal etwas anderes. Die Kindheit von Hannah wird ausführlich dargestellt. Der Schreibstil ist der Perspektive des Kindes bzw. der heranwachsenden Hannah angepasst. Schade, dass die Vertreibung so wenig Platz im Roman gefunden hat und dann viele Fragen offen bleiben. Das plötzliche Ende ist stark verdichtet und passt daher nicht zu der Detailtreue des Romans, sehr schade.

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Veröffentlicht am 10.09.2024

Nicht ohne Grund Bestseller

Die siebte Zeugin
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Mein erstes Buch von Schwiecker und Tsokos. Ich bereue keine einzige Seite und habe mir noch während ich das erste Buch las, die anderen drei nachbestellt. Mit Schwiecker und Tsokos hat der Leser Krimi´s ...

Mein erstes Buch von Schwiecker und Tsokos. Ich bereue keine einzige Seite und habe mir noch während ich das erste Buch las, die anderen drei nachbestellt. Mit Schwiecker und Tsokos hat der Leser Krimi´s gefunden, die nicht so gerne mit blutigen und skurrilen Szenen konfrontiert werden möchten. In jedem Fall ist Band 1 spannend bis zur letzten Seite. Es verschafft dem Leser einen Einblick in die realitätsnahe und organisierte Kriminalität. Band 2-4 sind inzwischen auch schon durchgelesen.


Da ich nun Schwiecker und Tsokos kennengelernt habe, würde ich deren Bücher jederzeit kaufen, ohne den Klappentext zu lesen. Das Buch kann nur gut sein.

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