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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2020

Rasanter Thriller

Als die Nacht begann
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Ein Scharfschütze treibt sein Unwesen mitten in Berlin. Nachdem Jan und sein Team einige Opfer finden, die aus der Ferne erschossen wurden, versuchen sie eine Verbindung zwischen den Opfern herzustellen, ...

Ein Scharfschütze treibt sein Unwesen mitten in Berlin. Nachdem Jan und sein Team einige Opfer finden, die aus der Ferne erschossen wurden, versuchen sie eine Verbindung zwischen den Opfern herzustellen, doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht, bis das Video eines Touristen Jan auf die richtige Spur bringt...

Bereits der Prolog beginnt spannungsreich und rasant, folgt daraufhin ein Bruch in der Geschichte, der mich noch neugieriger gemacht hat und mich fragen ließ, wie er mit dem weiteren Verlauf der Handlung zusammenhängt. Relativ rasch aufeinander werden Menschen erschossen, was zu einem hohen Tempo in den Ermittlungen führt, da der Täter so schnell wie möglich gefasst werden muss. Jan hat einige Freunde und Kollegen, die ihm tatkräftig zur Seite stehen. Amüsant fand ich ihre Treffen und das gemeinsame Essen, auch wenn sich nach und nach ein Schema abzeichnete und sich diese Treffen immer in gleichem Muster wiederholt haben, was mir irgendwann zu eintönig wurde. Nicht jedoch die Ermittlungen, die immer wieder in Sackgassen führten und deren Richtungsänderungen interessant und abwechslungsreich zu lesen waren. Zwar habe ich nichts gegen wenige Regel- und Gesetzesverstöße, aber in diesem Buch war mir das zu viel. Jan hat einen guten Freund, der nichts mit der Polizei am Hut hat und trotzdem kräftig mitmischt und Kontakte zu Kriminellen herstellt und sich zusammen mit Jan auch noch gesetzeswidrig verhält, was mir in der Menge negativ aufgefallen ist. So ist es keine Überraschung, dass sie immer weiter in ihren Ermittlungen kommen und alle Hindernisse leicht aus dem Weg räumen. Das war für mich zu einfach und hätte wesentlich spannender gestaltet werden können. Das Ende und die Auflösung des Falls haben mich überraschen und überzeugen können. Letztendlich ist es wie so oft in Thriller und Krimis: Die Person, die es am unwahrscheinlichsten ist, ist der Täter/die Täterin. Mit dieser Person habe ich gar nicht gerechnet und die Ereignisse überschlagen sich am Ende. Ein atemberaubender Schluss.

Fazit: Ein lesenswerter Thriller mit einigen Aspekten, die mich etwas gestört haben, ansonsten aber gut.

Veröffentlicht am 29.12.2020

Wendungsreicher Thriller mit einigen Längen

Der Bruder
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Sloane Connolly erfährt gerade vom möglichen Selbstmord ihrer Mutter, als ihr ein unwiderstehliches Angebot gemacht wird. Sie darf als Architekturstudentin 6 Denkmäler errichten und wird sehr großzügig ...

Sloane Connolly erfährt gerade vom möglichen Selbstmord ihrer Mutter, als ihr ein unwiderstehliches Angebot gemacht wird. Sie darf als Architekturstudentin 6 Denkmäler errichten und wird sehr großzügig dafür entlohnt. Doch bei ihren Recherchen zu den verstorbenen Personen, denen sie die Denkmäler widmen soll, stößt sie auf einige Ungereimtheiten, die sie zweifeln lassen. Auch der ominöse Auftraggeber, der im Dunkeln bleiben möchte, gibt ihr Rätsel auf...bis eine verschollene Person auftaucht und Licht ins Dunkel bringt, ab da wird Sloane die Gefahr in der sie schwebt bekannt, denn es geht es um Leben oder Tod...

Zu Beginn lernt man Sloane kennen, die gerade von den erschütternden Ereignissen rund um ihre Mutter erfährt, die allerdings Zweifel aufkommen lassen und Fragen aufwerfen. Vor allem ihre schwierige Beziehung zur einzigartigen Mutter Maeve wird intensiv beleuchtet und ließ im weiteren Verlauf viele Theorien entstehen, wie das Verhalten ihrer Mutter mit dem Rest der Geschichte verbunden sein könnte. Anfangs ist vieles wirr und uneindeutig. Die 6 Mordopfer, der Sinn der Denkmäler, der Auftraggeber und das ungewöhnliche Verhalten der Bekannten der Opfer. Zu allem Übel kommt auch noch Roger, Sloanes Ex, ins Spiel, der sie terrorisiert. Es ergaben sich für mich viele Fragen, während die Geschichte vor sich hin plätscherte, ohne dass etwas Nennenswertes geschah. Erst mit der unerwarteten Wendung und dem Erscheinen einer neuen Person wird alles klarer und der Sinn hinter dem Auftrag wird verständlich. Bis dahin hat das Buch jedoch einige Längen, die die Spannung gering halten und in denen man viel hätte kürzen können, um den Spannungsbogen hoch zu halten. Die Hintergründe waren interessant zu lesen und aufschlussreich. Am Ende kommt es dann zu einem großen Showdown, der doch ganz anders kommt, als ich es erwartet habe. Insofern habe ich am Ende doch noch eine spannungsgeladene, aufregende Geschichte bekommen. Zwar sind einige Fragen offen geblieben und ich fand es etwas schade, dass die Morde als solche letztendlich nicht aufgedeckt wurden, aber die Erklärungen waren in sich stimmig und nachvollziehbar, auch wenn es einige Ungereimtheiten gibt.

Fazit: Lesenswerter Thriller, der allerdings einige Längen hat und mehr Informationen und Hintergrundgeschichte hergibt, als Spannung erzeugt. Dennoch ein perfides Katz-Maus-Spiel mit überraschenden Wendungen und einem großen Showdown.

Veröffentlicht am 03.12.2020

Nicht überzeugend

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Nach einem tragischen Unfall, bei dem Blairs Familie umkommt, ist Blair fest entschlossen alles Mögliche über die Valkyren rauszufinden, denn sie verbergen große Geheimnisse, die Blair, als nicht-Valkyre, ...

Nach einem tragischen Unfall, bei dem Blairs Familie umkommt, ist Blair fest entschlossen alles Mögliche über die Valkyren rauszufinden, denn sie verbergen große Geheimnisse, die Blair, als nicht-Valkyre, verborgen bleiben. Doch etwas kommt ihr an dem Unfall seltsam vor und so beginnt sie alleine nachzuforschen. Dabei stößt sie auf einige Geheimnisse, die größer sind, als sie jemals geglaubt hätte, denn das Ende der Welt - Valhalla - steht bevor und es fehlt nicht mehr viel, bis es zum alles entscheidenden Kampf kommen wird. Durch einen verhängnisvollen Fehler, einige Intrigen und die unerschütterliche Freundschaft zu Ryan naht das Ende schneller als es sollte...

Der Anfang war etwas holprig und alles ging viel zu schnell über die Bühne. Kaum lernt man die Protagonisten kennen, wird man mit oberflächlichen Informationen überschüttet und dann passiert auch schon der Unfall. Wedere die Charaktere, noch die Geschichten haben wirklich Tiefgang. Alles geschieht so schnell nacheinander und ist nur mit wenigen Informationen gespickt, die mehr Tiefe haben. Genauso ist es mit den Protagonisten. Da ist nichts was sie besonders macht oder sie mir in Erinnerung behält. Die Handlungen beschränken sich auf ein Minimum, um überhaupt eine Geschichte zu haben und sind sehr blass und langweilig geschildert. Leider konnte mich nichts an dem Buch wirklich überzeugen oder gar fesseln. Ich hätte mir ausdrucksstarke Charaktere und eine tiefgründigere Handlung mit mehr Inhalt zu den Valkyren gewünscht. Man hätte so viel mehr aus der Geschichte machen können und meiner Meinung nach wurde viel Potenzial verschenkt. Das ist schade, denn ich weiß, dass die Autorin das besser kann!

Fazit: Leider eine oberflächliche, langweilige Geschichte, die keinen Wiedererkennungswert hat und viel Potenzial verschenkt.

Veröffentlicht am 11.11.2020

Verschenktes Potenzial

Du darfst nicht sterben
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Die eineiigen Zwillinge Lili und Anne sind unzertrennlich, wenn auch verschieden, bis sie eines Tages den charismatischen Paul treffen, der ihr Leben unwiederbringlich verändert und am Ende sogar ihre ...

Die eineiigen Zwillinge Lili und Anne sind unzertrennlich, wenn auch verschieden, bis sie eines Tages den charismatischen Paul treffen, der ihr Leben unwiederbringlich verändert und am Ende sogar ihre Leben auf dem Spiel stehen.

Das Buch beginnt unglaublich spannend und rasant mit einer bedrohlichen und beängstigenden Situation, die Schlimmes erahnen lässt. Die Handlung wird nicht chorologisch erzählt, sondern beginnt quasi mittendrin, wechselt dann in die Vergangenheit, um anschließend den Anfangsfaden wieder aufzunehmen und die zukünftigen Ereignisse zu schildern. Dadurch wird gerade am Anfang viel Spannung aufgebaut. So begeistert ich vom Anfang war, so schleppend fand ich gerade den Mittelteil. Die Charaktere sind anschaulich und einzigartig dargestellt, aber irgendwie war die Luft raus. Das Kennenlernen, sowie die restliche Geschichte rund um Paul, fand ich eher zäh und kaum spannend. Es konnte mich leider nicht mehr so packen wie am Anfang, wo ich die Panik der Zwillinge noch gespürt habe. Zwar ist Paul ziemlich unheimlich dargestellt und wirkt bisweilen auch wahnsinnig, aber ein fesselndes Gefühl beim Lesen wollte nicht aufkommen. Vielleicht liegt es am holprigen Schreibstil, mit dem ich nicht so klar gekommen bin. Mit fehlten die ausführlichen Beschreibungen der Handlungen, die auf mich sehr gehetzt wirkten und nicht wirklich Raum für Entwicklungen hatten. Zudem fand ich die Darstellung der Innenwelt der Zwillinge (Gefühle, Gedanken) zu wenig ausgeführt. Mir fehlte komplett das Gefühl für die Charaktere, sodass es mir fast schon gleich war wie das mit ihnen ausgeht. Einzig Paul fand ich ganz interessant, auch wenn ich ihn teilweise zu oberflächlich fand und mir da die Tiefe im Charakter fehlte. Die Hintergründe erklären wiederum einiges und auch wie er der geworden ist, der er ist. Da hätte man mehr draus machen können.

Fazit: Ein rasanter Einstieg, der mich vollkommen überzeugen konnte. Leider zog sich das Buch für mich und die Spannung verlor sich zusehend.

Veröffentlicht am 08.11.2020

Toller dritter Band!

Der Todesbruder
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Für Viktor und Ken beginnt der nächste rasante Fall, als einige Menschen auf grausame Art und Weise getötet werden. Schnell ist das Muster klar, doch die Suche nach dem Täter erweist sich als schwierig, ...

Für Viktor und Ken beginnt der nächste rasante Fall, als einige Menschen auf grausame Art und Weise getötet werden. Schnell ist das Muster klar, doch die Suche nach dem Täter erweist sich als schwierig, obwohl er direkt vor ihrer Nase ist und ein perfides Spiel spielt.

Die geschichtliche Thematik und die Art der Morde konnten mein Interesse sofort wecken und ich finde es ungemein spannend und abwechslungsreich, dass der Autor sich des Werkes Dantes Inferno bedient und wie genau er die einzelnen Elemente in die Geschichte einbaut und sie dadurch fantasievoll und glaubwürdig in Szene setzt. Dabei wird erkennbar wie viel Arbeit und Recherche in die Umsetzung der Handlung gesteckt wurde und wie tiefgründig der Autor sich damit auseinandergesetzt hat. Wirklich fantastisch!

Die Charaktere sind bekannt und benehmen sich wie sonst auch. Viktor ist nach wie vor mein Lieblingsermittler und seine rationale, distanzierte Art hat etwas Angenehmes und Beruhigendes, dadurch löst die Rätsel auf unglaublich und fesselnde Weise. Ken und Begüm sind eher nicht so mein Fall, aber an sich ganz okay. Am spannendsten war nach wie vor Stella, die zwar sehr kaltherzig und gewissenlos wirkt - was sie oftmals auch ist - nichtsdestotrotz finde ich sie faszinierend und einige Entwicklungen im Laufe der Geschichte mehr als nur bedauerlich.

Das Ende fand ich - im Gegensatz zum Rest des Buches - etwas zu gequetscht und die Geschehnisse kamen zu plötzlich, als müsste alles noch schnell auf den letzten Seiten zu einem endgültigen Ende kommen. Das wirkte auf mich sehr konstruiert und unglaubwürdig, nicht rund genug, was schade ist, denn der Rest des Buches war absolut überzeugend und hatte alles was ein guter Thriller braucht. Eine klare Leseempfehlung!