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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2025

ein herzerwärmender Feel-Good-Roman, der auf eine magische Reise einlädt

Der Laden in der Mondlichtgasse
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„Der Laden in der Mondlichtgasse“ von Hiyoko Kurisu ist ein warmherziger Feel-Good-Roman, der in eine magische Welt voller Weisheit entführt. Schon das Cover ist mit dem Gold auf dunkelblauen Grund wunderschön ...

„Der Laden in der Mondlichtgasse“ von Hiyoko Kurisu ist ein warmherziger Feel-Good-Roman, der in eine magische Welt voller Weisheit entführt. Schon das Cover ist mit dem Gold auf dunkelblauen Grund wunderschön gestaltet und unterstreicht den Titel dadurch optisch sehr gut. Im Mittelpunkt steht eine geheimnisvolle Confiserie, betrieben vom Fuchsgeist Kogetsu, die nur zwischen Voll- und Neumond öffnet und von jenen Menschen betreten werden kann, die an etwas in ihrem Leben zweifeln. In sechs Episoden erhält jeweils eine Person eine besondere Süßigkeit, die ihr hilft, einen neuen Blick auf ihr Leben zu gewinnen.
Die Autorin verbindet Elemente japanischer Mythen mit einer ruhigen, bildhaften Sprache, die berührt und zum Nachdenken anregt. Was das Buch für mich so besonders macht, ist die stille Kraft der Geschichten: Heilung entsteht hier nicht durch Wunder, sondern durch Selbstreflexion, Mitgefühl und kleine Impulse, die einen anderen Weg eröffnen.

Fazit: ein klassisch japanischer Feel-Good-Roman für alle, die gerne Lebensweisheiten in kleine Geschichten verpackt mit fantastischen Elementen mögen. Gut geeignet für Leserinnen von „Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san“ und „Der Baum der verlorenen Erinnerungen“.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Eine interessante Lektüre

Ssukgat
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Michelle Jungmin Bangs „Ssukgat. Vergessene koreanische Lebensweisheiten für Gesundheit und Langlebigkeit“ ist eine gelungene Mischung aus Reisebericht, Kulturgeschichte und Gesundheitsratgeber. Die Autorin ...

Michelle Jungmin Bangs „Ssukgat. Vergessene koreanische Lebensweisheiten für Gesundheit und Langlebigkeit“ ist eine gelungene Mischung aus Reisebericht, Kulturgeschichte und Gesundheitsratgeber. Die Autorin nimmt einen mit nach Südkorea, wo sie u.a. von Begegnungen mit buddhistischen Nonnen und der vielfältigen Saunakultur Seouls schildert. Dabei rückt sie die Frage in den Mittelpunkt, wie wir Gesundheit neu und ganzheitlich verstehen können. Anstatt nur Symptome zu bekämpfen, legt sie den Fokus darauf, frühzeitig auf Körpersignale zu achten und diese mit natürlichen, nachhaltigen Methoden zu behandeln.
Persönlich gefällt mir die Verbindung von fundiertem Wissen und persönlichen Erfahrungen gut. Dadurch wird der reine Ratgeber-Aspekt aufgelockert. Dadurch richtet sich das Buch vor allem an Leser, die sich bereits mit Themen wie Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und alternative Heilmethoden beschäftigen. Wer eine streng wissenschaftliche Herangehensweise erwartet, könnte manche Passagen als zu persönlich empfinden. Auch die Fülle an Eindrücken – von Reiseberichten bis zu Rezepten – macht es nicht immer leicht, den Faden zu behalten.
Fazit: für Leser, die ganzheitliche Gesundheit mit kultureller Tiefe verbinden möchten, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Nicht das, was ich erwartet habe

Happiness Forever
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Adelaide Faiths „Happiness Forever“ erzählt die Geschichte von Sylvie, einer Tierarzthelferin, deren Leben sich fast ausschließlich um ihre wöchentliche Therapie und die obsessive Verliebtheit in ihre ...

Adelaide Faiths „Happiness Forever“ erzählt die Geschichte von Sylvie, einer Tierarzthelferin, deren Leben sich fast ausschließlich um ihre wöchentliche Therapie und die obsessive Verliebtheit in ihre Therapeutin dreht. Faith beschreibt Sylvies innere Welt präzise und einfühlsam, ihr Erzählstil ist klar und nüchtern, ohne moralische Belehrungen oder übertriebene Sentimentalität. Die Stärke des Romans liegt in der Darstellung der emotionalen Abhängigkeit Sylvies.
Allerdings bleibt die Handlung größtenteils statisch, äußere Ereignisse treten in den Hintergrund, und die wiederholte Innenschau kann auf Dauer ermüdend wirken. Die Therapeutin bleibt anonym, was die emotionale Konzentration auf Sylvie verstärkt, gleichzeitig aber Dynamik und Spannung reduziert.
Fazit: für alle, die Charakterstudien schätzen und inneres Seelenleben über äußere Handlung stellen. Wer eher eine mitreißende Handlung sucht, könnte den Roman als zu statisch empfinden.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Toller Ratgeber, um wieder mehr Freude am Wandern zu bekommen

Endlich wieder schmerzfrei wandern
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„Endlich wieder schmerzfrei wandern“ von Marwin Isenberg ist ein praxisnaher Ratgeber für alle, die das Wandern lieben, sich aber durch Schmerzen – sei es in Rücken, Knien oder Gelenken – eingeschränkt ...

„Endlich wieder schmerzfrei wandern“ von Marwin Isenberg ist ein praxisnaher Ratgeber für alle, die das Wandern lieben, sich aber durch Schmerzen – sei es in Rücken, Knien oder Gelenken – eingeschränkt fühlen.
Besonders gelungen ist die Verbindung von Hintergrundwissen und praktischen Übungen: Zunächst erfährt man, wo typische Belastungen beim Wandern entstehen und wie man diese vorbeugen kann. Anschließend folgen leicht umsetzbare Übungen, die ohne großen Zeitaufwand in den Alltag integriert werden können. Der Fokus liegt auf Mobilität, Stabilität und einer gesunden Körperhaltung.
Das 12-Wochen-Programm ist so aufgebaut, dass man sich Woche für Woche steigern kann, ohne überfordert zu werden. Auch Einsteiger ohne Vorerfahrung im Training werden sich schnell zurechtfinden. Die Anleitungen sind anschaulich beschrieben und leicht verständlich.
Insgesamt überzeugt „Endlich wieder schmerzfrei wandern“ durch seine klare Struktur, seine praxisnahe Umsetzung und die motivierende Art, den Leser wieder zu mehr Bewegungsfreiheit und Freude am Wandern zu führen.
Fazit: Ein empfehlenswerter Ratgeber für alle, die aktiv etwas gegen Schmerzen tun und die Natur wieder unbeschwert genießen möchten.

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Veröffentlicht am 01.09.2025

Eine gelungene Comic-Adaption über das Leben von Jules Verne

Jules Verne
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Mit der Comic-Biografie „Jules Verne“ von Olivier Sauzereau hat der Knesebeck-Verlag ein absolutes Schmuckstück für alle Jules-Verne-Fans in sein Programm aufgenommen.
Gut recherchiert wird hier die Lebensgeschichte ...

Mit der Comic-Biografie „Jules Verne“ von Olivier Sauzereau hat der Knesebeck-Verlag ein absolutes Schmuckstück für alle Jules-Verne-Fans in sein Programm aufgenommen.
Gut recherchiert wird hier die Lebensgeschichte von Jules Verne von seiner Kindzeit über sein Studium in Paris bis zum erfolgreichen Durchbruch als Autor in mehreren Kapiteln erzählt. Jedes Kapitel schließt mit einem Rückblick bestehend aus Bildern, Fotos und Erläuterungen ab, in denen Sauzereau erklärt, wo er Fiktion eingewoben, aber dabei immer historische stattgefundene Ereignisse als Grundlage verwendet hat. Die Graphic Novel erzählt lebendig, wie Jules Verne auf seine Ideen kam und wie akribisch er - auch mit Hilfe anderer - jedes Thema erforscht hat. Der von seinem Verleger Hetzel verwendete Begriff „Wissenschaftsroman“ passt meiner Meinung viel besser als Science Fiction. Die grafische Umsetzung gefällt mir ausgesprochen gut. Die gedeckten Farben haben mich direkt an die Kupferstiche der alten Covers erinnert und der klare Zeichenstil passt gut zur Biografie.
Fazit: für Jules-Verne-Fans eine tolle Ergänzung zum Werk des Autors, aber auch für jüngere Leser, die sich für Wissenschaft und ihre Entstehung interessieren, sehr empfehlenswert.

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