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Veröffentlicht am 03.05.2026

Zu viel Ruhe vor dem Sturm

Meeresdunkel
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Worum geht’s?
Ein letzter Urlaub in einer alten Villa auf den Klippen, bevor das Haus grundsaniert wird. Günstig, in bester Lage. Das ist das Angebot, das Henrike als Überraschungsurlaub für sich und ihre ...

Worum geht’s?
Ein letzter Urlaub in einer alten Villa auf den Klippen, bevor das Haus grundsaniert wird. Günstig, in bester Lage. Das ist das Angebot, das Henrike als Überraschungsurlaub für sich und ihre Familie annimmt. Doch nicht nur ihre Familie möchte in der Woche Urlaub machen – es gab eine Doppelbuchung. Zufall?

Meine Meinung:
Von Till Raether habe ich schon so viel gehört und mit seinem Thriller „Meeresdunkel“ nun auch endlich das erste Buch von ihm gelesen. Und ja, der Schreibstil und die Atmosphäre, die der Autor zwischen den Zeilen aufleben lässt, sprechen absolut für ihn. Man merkt schnell: Hier geht es nicht um laute Schockmomente, sondern um dieses leise, unterschwellige Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Auch wenn das Buch für einen Thriller doch eher ruhig ist.

Wir begleiten zwei Familien und lesen aus unterschiedlichen Perspektiven. Henrike, die ihre Ehe retten möchte. Marie, die eine Auszeit von der Arbeit braucht. Und dann ist da Juri – erst acht Jahre alt, aber mit einer Wahrnehmung, die viel älter wirkt. Seine Puppe Hedwig hatte für mich dabei etwas durchgehend Unheimliches. Nichts Offensichtliches, aber genau dieses leise Gruseln, das sich immer wieder einschleicht.

Aber zur Story an sich: Hier muss ich leider sagen, dass sich alles sehr langsam aufgebaut hat. Sehr langsam. Bis dann überhaupt der erste Tote auftaucht, vergeht gefühlt eine Ewigkeit. Fast könnte man sagen, ¾ des Buches lesen sich eher wie ein Roman über Familien, Beziehungen und ihre Risse – weniger wie ein Thriller.

Verwirrt hat mich der Rückblick in die Vergangenheit, der plötzlich etwa zur Hälfte auftaucht. Der kam für mich wirklich aus dem Nichts und hat mich eher rausgebracht, als dass er Spannung aufgebaut hätte. Spannend wurde es dann tatsächlich erst auf den letzten Seiten. Da zieht das Tempo endlich an und man merkt, welches Potenzial in der Geschichte steckt. Die Auflösung selbst konnte ich nicht vorhersehen – sie ist komplex, durchdacht und definitiv gut gemacht. Genau da zeigt sich, was das Buch eigentlich hätte sein können. Und genau deshalb ist es ein bisschen schade: Die alten Männer, Lore und die entscheidenden Einblicke vom Ende hätten für mich viel früher ins Buch gehört. Hätte man diese Fäden früher aufgenommen, hätte sich die Spannung ganz anders entwickeln können. So bleibt vieles lange im Hintergrund, obwohl genau dort der eigentliche Nervenkitzel liegt.

Dennoch: Der atmosphärische Schreibstil hat mich wirklich überzeugt. Diese dichte, leicht düstere Stimmung trägt einen durch die ruhigeren Passagen – auch wenn ich mir insgesamt deutlich mehr Tempo und früher einsetzende Spannung gewünscht hätte. Und ja… ich möchte trotzdem unbedingt mehr von ihm lesen.

Fazit:
„Meeresdunkel“ von Till Raether ist ein atmosphärisch starker, aber sehr ruhiger Thriller, der sich viel Zeit lässt – vielleicht zu viel. Die Geschichte überzeugt vor allem durch ihre dichte Stimmung und eine überraschend komplexe Auflösung, verliert aber durch den späten Spannungsaufbau an Wirkung. Mit etwas mehr Tempo und früher gesetzten Wendepunkten wäre hier deutlich mehr drin gewesen.

Gute 3 Sterne für viel Atmosphäre und ein leider nicht ganz ausgeschöpftes Potenzial.

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Veröffentlicht am 01.05.2026

Kleine Maus auf großer Reise

Emmis großes Campingabenteuer
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Worum geht’s?
Emmi und ihre Familie machen Urlaub – und zwar auf einem Campingplatz. Für Emmi ist es der allererste Urlaub überhaupt, und entsprechend groß ist die Aufregung. Was wird sie alles entdecken? ...

Worum geht’s?
Emmi und ihre Familie machen Urlaub – und zwar auf einem Campingplatz. Für Emmi ist es der allererste Urlaub überhaupt, und entsprechend groß ist die Aufregung. Was wird sie alles entdecken? Welche Abenteuer warten hinter jedem Zelt und Wohnwagen?

Meine Meinung:
„Emmis großes Campingabenteuer“ ist ein Buch für Kinder ab 3 Jahre, geschrieben und illustriert von Esther van den Berg. Die Sätze sind kindgerecht und genau auf das Alter abgestimmt. Das große Highlight des Buches sind aber ganz klar die detailverliebten Bilder, an denen man sich kaum sattsehen kann.

Wir begleiten Emmi und ihre Familie und lernen auf dem Campingplatz unter anderem den Hamster Milo kennen sowie einige weitere Tiere – deren Namen wir allerdings nicht erfahren.

Die Reise beginnt schon beim Einpacken und führt über das klassische „Wann sind wir endlich da?“ bis hin zu den vielen kleinen und großen Erlebnissen auf dem Campingplatz. Es werden neue Freundschaften geschlossen, die Unsicherheit vor dem ersten Urlaub verschwindet nach und nach, und überall verstecken sich kleine, fröhliche Szenen, die einfach Spaß machen.

Es ist eine wirklich nette, liebevoll erzählte Geschichte, die allerdings – gerade weil sie für Kinder ab 3 Jahren gedacht ist – gern etwas länger und intensiver hätte sein dürfen. Es passiert viel, alles ist schön erzählt, aber insgesamt wirkt es für die Altersgruppe doch ein wenig kurz. Und was meinen Kleinen tatsächlich gestört hat: Er möchte immer genau wissen, wer wie heißt. Außer Emmi und Milo bleiben die anderen Tiere jedoch namenlos – besonders der Name der Fledermaus hätte ihn sehr interessiert.

Dafür holen die Bilder unglaublich viel raus. Die unterschiedlichen Behausungen auf dem Zeltplatz sind einfach großartig, genauso wie die fantasievollen Wasserfahrzeuge der Tiere. Ob Flaschen, Deckel oder Dosen – hier wird alles kreativ eingebaut. Und egal, wie oft man das Buch anschaut, entdeckt man immer wieder neue, kleine, lustige Details.

Für uns ist es ein wundervolles, kurzweiliges Buch, das sich vielleicht ein bisschen mehr Text und Tiefe verdient hätte – das aber durch seine Illustrationen absolut überzeugt.

Fazit:
„Emmis großes Campingabenteuer“ von Esther van den Berg ist ein liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das vor allem mit seinen detailreichen, fantasievollen Illustrationen begeistert und immer wieder zum Entdecken einlädt. Die Geschichte ist warmherzig, kindgerecht und nimmt kleinen Zuhörern ganz behutsam die Aufregung vor neuen Abenteuern. Auch wenn sie gern etwas ausführlicher hätte sein dürfen und man sich bei den Nebenfiguren mehr Namen gewünscht hätte, überwiegt der positive Gesamteindruck deutlich. Ein rundum schönes Buch für kleine Entdecker, das vor allem durch seinen Charme und seine Bilderwelt überzeugt.

4 erholsame Sterne von uns.

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Atemlos, eiskalt, voller Twists

Der Fjord
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Worum geht’s?
Vor einem Jahr ist Amelias Schwester verschwunden. Zuletzt wurde sie auf dem Anwesen der Fowleys gesehen – doch keiner glaubt ihr. Deshalb baut sich Amelia eine zweite Identität auf, geht ...

Worum geht’s?
Vor einem Jahr ist Amelias Schwester verschwunden. Zuletzt wurde sie auf dem Anwesen der Fowleys gesehen – doch keiner glaubt ihr. Deshalb baut sich Amelia eine zweite Identität auf, geht eine Beziehung mit einem Cousin der Fowleys ein und dringt so in das Innere der Reichen und Mächtigen vor. Doch was wird sie finden?

Meine Meinung:
Mit dem Thriller „Der Fjord“ von Sarah Goodwin habe ich mein erstes Buch der Autorin gelesen – und bin direkt in ein eisiges, perfekt inszeniertes Chaos gestolpert. Dass sie dieses Buch unter massivem Stress geschrieben hat? Man merkt davon nichts. Was man merkt, ist dieses kalte, flirrende Unbehagen, das sich von der ersten Seite an festsetzt und dich nicht mehr loslässt.

Wir begleiten Amelia, die nach ihrer Schwester sucht. Eigentlich ist sie Anwältin, doch sie streift ihr altes Leben ab wie eine zweite Haut und wird zur Personal Trainerin – zur Lügnerin, zur Beobachterin, zur Frau mit Plan. Ihre Beziehung zu Ford ist dabei kein Spiel, sondern ein Risiko, das jederzeit explodieren kann. Und genau dieses permanente Kippen zwischen Kontrolle und Kontrollverlust macht die Geschichte so unangenehm gut.

Das Setting? Ein abgeschottetes Anwesen an einem Fjord, so schön, dass es fast wehtut – und so krass, dass dir beim Lesen die Luft wegbleibt. High Society in ihrer widerlichsten Form: Lawrence, der unsichtbare Patriarch, seine Familie, diese dekadenten Partys, die völlig entgleisen. Exzess, Macht, Gleichgültigkeit. Menschen verschwinden, sterben – und am nächsten Tag wird einfach weitergefeiert. Als wäre nichts gewesen. Als wäre das normal.

Und genau hier entfaltet das Buch seine volle Wucht. Diese absurde Welt fühlt sich erschreckend real an. Die Spannung zieht sich immer enger zu, wie ein Netz, das sich um Amelia legt. Jeder Schritt könnte der falsche sein. Jeder Blick, jede Begegnung trägt dieses unterschwellige „Du solltest hier nicht sein“. Die Twists treffen nicht wie kleine Überraschungen, sondern wie kalte Schläge. Unvorhersehbar, gnadenlos und genau im richtigen Moment. Amelias innere Zerrissenheit geht direkt unter die Haut – dieses Schwanken zwischen Hoffnung, Angst und der Frage, wie weit sie eigentlich noch gehen kann.

Und dann dieses Ende. Kein nettes Ausklingen. Kein sanftes Runterkommen. Sondern ein Moment, der dich einfach stehen lässt, mit diesem unangenehmen Gedanken im Kopf: Das Leben kann doch jetzt nicht einfach so normal weitergehen. Das hier kann noch nicht vorbei sein.

Fazit:
„Der Fjord“ von Sarah Goodwin ist kein Thriller, den man nebenbei liest. Das ist ein eiskalter Sog, der dich Stück für Stück tiefer zieht, bis du merkst, dass es kein Entkommen gibt. Düster, verstörend und mit einer Atmosphäre, die sich wie Frost unter die Haut schiebt. Die Figuren sind komplex, das Setting beklemmend real und die Spannung schlicht gnadenlos. Wer auf psychologischen Druck, moralische Abgründe und Twists steht, die wirklich weh tun, wird hier komplett abgeholt. Und danach sitzt du da und brauchst erstmal einen Moment, um wieder klarzukommen.

5 gethrillte Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Knallhart, wild und richtig lustig

Knallharte Steinzeit
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Worum geht’s?
Krähe und Wolf sind beste Freunde. Und wie das bei echten Steinzeitfreunden so ist, ziehen sie gemeinsam los, erleben Abenteuer und stolpern von einer verrückten Situation in die nächste. ...

Worum geht’s?
Krähe und Wolf sind beste Freunde. Und wie das bei echten Steinzeitfreunden so ist, ziehen sie gemeinsam los, erleben Abenteuer und stolpern von einer verrückten Situation in die nächste. Als sie eines Tages ein verirrtes Mammutbaby entdecken, das sich im gefährlichen Wald versteckt hat, ist für die beiden sofort klar: Das Kleine braucht Hilfe. Und zwar von ihnen. Natürlich.

Meine Meinung:
Steinzeit, Abenteuer, ein bisschen Chaos und ganz viel Herz – genau die Mischung, bei der Kinderaugen leuchten. Und ja, auch wenn nur kurz am Rande ein Dino erwähnt wird, hat Rüdiger Bertram mit „Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr“ den Humor und Geschmack meines Kleinen und auch von mir so punktgenau getroffen, dass man beim Vorlesen ständig grinsen muss. Offiziell ist das Buch für Kinder ab 5 Jahren gedacht. Inoffiziell? Mein knapp Dreijähriger hat sich längst eingeklinkt und wollte immer noch „ein Kapitel mehr“.

Gemeinsam mit Krähe und Wolf tauchen wir ein in eine wunderbar schräge Steinzeitwelt. Zwei Kinder, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten und gerade deshalb perfekt zusammenpassen. Krähes Mutter hat mal eben das Rad erfunden (kein großes Ding), und Krähe selbst tüftelt ständig an neuen Erfindungen. Mal klappt’s… mal eher nicht. Stichwort: Höhlenwarnanlage. Wolf dagegen ist Künstler durch und durch, mit einem Talent für Höhlenmalerei, das sich sehen lassen kann. Auch die Nebenfiguren sind ein kleines Highlight für sich: die Lehrerin, die Alte vom Berg – alle ein bisschen schräg, alle herrlich lebendig. Da merkt man schnell: Hier wurde nicht einfach nur eine Geschichte erzählt, hier wurde eine ganze Welt gebaut.

Die Kapitel haben genau die richtige Länge für kleine Zuhörer – perfekt für das Abendritual oder eine schnelle Reise in die Steinzeit zwischendurch. Und selbst wenn mal weniger Bilder auf einer Seite sind, bleibt die Aufmerksamkeit da. Apropos Bilder: Die Illustrationen von Saskia Gaymann sind bunt, detailverliebt und voller kleiner Überraschungen, die man oft erst beim zweiten oder dritten Lesen entdeckt.

Was besonders Spaß macht: Der Humor funktioniert auf zwei Ebenen. Kinder lachen über das offensichtliche Chaos, Erwachsene über die kleinen, feinen Anspielungen dazwischen. Clever gemacht. Und langweilig wird es hier wirklich nie. Jedes Kapitel bringt ein neues kleines Abenteuer – und am Ende gibt’s nicht nur ein Happy End, sondern auch eine Annäherung. Kurz gesagt: Dieses Buch ist ein kleines Steinzeit-Schatzstück. Voller Fantasie, voller Witz und mit so vielen liebevollen Details, dass man es problemlos immer wieder lesen kann, ohne dass es seinen Charme verliert.

Fazit:
„Knallharte Steinzeit – Kleines Mammut, große Gefahr“ von Rüdiger Bertram ist ein herrlich wildes, lustiges und gleichzeitig warmherziges Kinderbuch, das mit viel Fantasie und Witz überzeugt. Die Geschichte rund um Krähe, Wolf und das kleine Mammut Strubbel ist spannend, abwechslungsreich und perfekt zum Vorlesen geeignet. Gemeinsam mit den liebevollen Illustrationen von Saskia Gaymann entsteht eine lebendige Steinzeitwelt, in die man immer wieder gerne eintaucht. Ein Buch, das Kinder begeistert und Erwachsene mindestens genauso gut unterhält.

5 knallharte Steine – äh Sterne von uns!

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Veröffentlicht am 23.04.2026

Frech, laut, liebenswert - einfach beste Freunde

Der kleine Rabe Socke: Alles wieder beste Freunde!
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Worum geht’s?
Löffel macht sich über Socke lustig. Als alle den kleinen Raben auslachen, schmiedet Socke einen Racheplan. Was als kleiner Spaß beginnt, wird schnell ein ziemliches Durcheinander – und plötzlich ...

Worum geht’s?
Löffel macht sich über Socke lustig. Als alle den kleinen Raben auslachen, schmiedet Socke einen Racheplan. Was als kleiner Spaß beginnt, wird schnell ein ziemliches Durcheinander – und plötzlich ist Löffel traurig und will niemanden mehr sehen. Zum Glück sind da Freunde, die zeigen, was Zusammenhalt wirklich bedeutet.

Meine Meinung:
Mit „Der kleine Rabe Socke: Alles wieder beste Freunde!“ sind wir direkt mitten ins Raben-Chaos geplatzt – und ich sag’s, wie es ist: Wir hatten sofort Spaß. Unser erstes Socke-Buch, unser erster Comic, und direkt ein Volltreffer. Offiziell ab 5 Jahren, aber ganz ehrlich: Nele Moost hat so wunderbar leicht und kindgerecht geschrieben, dass sogar mein knapp 3-Jähriger komplett drin war. Und dann diese herrlich bunten, lebendigen Illustrationen von Annet Rudolph – die erzählen fast schon ihre eigene Geschichte. Da wird geguckt, gelacht, gezeigt und nochmal zurückgeblättert. Kino? Eher Blockbuster.

Als das Buch ankam, war an „später lesen“ nicht zu denken. Es musste sofort sein. Und dann nochmal. Und nochmal. 5 Runden am Stück – ich wiederhole: 5!!! Wer ein Kleinkind kennt, weiß, das ist ungefähr das höchste Gütesiegel, das man bekommen kann.

Ganz schnell hat er angefangen, einzelne Sätze mitzusprechen – besonders der herrlich muffelnde Müffelpups wurde hier zum absoluten Running Gag. Ich sag nur: Krippenhumor at its best. Alles mit Pups ist gerade der absolute Hit.

Was ich aber fast noch schöner fand: Man hat richtig gemerkt, wie sehr ihn die Geschichte auch beschäftigt hat. Dass Löffel durch Sockes unbedachten Streiche irgendwann einfach nur noch traurig ist – das ging ihm nicht einfach so vorbei. So lustig und wild das Ganze auch ist, steckt da eben doch mehr drin. Denn genau das macht dieses Buch so besonders: Es ist nicht nur kunterbunt und albern, sondern zeigt ganz nebenbei, dass Handlungen Konsequenzen haben. Dass man es manchmal übertreibt. Und dass es Mut braucht, wieder aufeinander zuzugehen. Freundschaft ist wichtig – und echte Freunde finden auch wieder zueinander, selbst nach einem ordentlichen Rabenchaos.

Der Comic-Stil hat mich anfangs tatsächlich etwas zweifeln lassen. Sprechblasen, viele kleine Bilder – ob das für meinen Kleinen nicht zu viel ist? Komplett unbegründet. Er war sofort drin, hat verstanden, mitgefühlt und mitgelacht. Neben „klassischen“ Kinderbüchern werden hier also definitiv noch mehr Comics einziehen. Und ja, ziemlich sicher auch noch mehr vom kleinen Raben Socke.

Fazit:
„Der kleine Rabe Socke: Alles wieder beste Freunde!“ von Nele Moost und Annet Rudolph ist ein herrlich turbulenter, bunter und gleichzeitig warmherziger Kindercomic, der genau weiß, wie Kinder ticken. Zwischen Müffelpups und Rabenchaos versteckt sich eine liebevolle Botschaft über Freundschaft, Fehler und Versöhnung. Der Comic-Stil funktioniert überraschend gut – selbst bei jüngeren Kindern – und sorgt für extra viel Dynamik beim Vorlesen. Ein Buch, das nicht nur einmal gelesen wird, sondern gleich im Dauerloop läuft. Und ganz ehrlich: Genau so muss es sein.

5 kunterbunte Sterne von uns!

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