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Veröffentlicht am 24.03.2026

Ein Spiel ohne Grenzen – gnadenloses Trashie-Gold

Das Spiel
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Worum geht’s?
10 Frauen und 10 Männer finden sich in einem abgelegenen Resort mitten in der Wüste wieder. Unter den unbarmherzigen Augen zahlloser Kameras müssen sie sich in Challenges beweisen und alles ...

Worum geht’s?
10 Frauen und 10 Männer finden sich in einem abgelegenen Resort mitten in der Wüste wieder. Unter den unbarmherzigen Augen zahlloser Kameras müssen sie sich in Challenges beweisen und alles daransetzen, bis zum bitteren Ende in der Show zu bleiben. Denn nur eine oder einer von ihnen gewinnt: mit unzähligen Rewards und der verlockenden Aussicht auf ein völlig neues Leben. Doch wie weit sind die Teilnehmenden bereit zu gehen? Und existieren in diesem Spiel überhaupt noch moralische Grenzen?

Meine Meinung:
Ich gestehe: Ich liebe es, meinem Lieblings-YouTuber dabei zuzusehen, wie er mit bissigem Humor die Absurditäten diverser Trash-TV-Formate seziert. Und genau deshalb war der Roman „Das Spiel“ von Aisling Rawle für mich pures Gold – ein echtes Highlight! Ob Einsteiger in die Welt des gepflegten Reality-Wahns genauso schnell hineingezogen werden wie ich, kann ich nicht sicher sagen. Aber für mich war es ein Volltreffer: Der Schreibstil ist messerscharf, die Umsetzung gnadenlos packend und die Figuren wirken erschreckend authentisch. Es ist diese Mischung aus Faszination und Fremdscham, die einen sofort fesselt – und nicht mehr loslässt.

Wir erleben die Geschichte aus der Perspektive von Lily: Anfang 20, attraktiv, klug genug, um mitzuhalten, und im echten Leben als Makeup-Verkäuferin tätig. Für sie ist die Show eine Flucht, eine Chance auf einen Neuanfang. Die anderen Teilnehmer entsprechen mehr oder weniger den Stereotypen in diesen Shows. Die Frauen eine schöner als die andere und die Männer Calvin Klein-Models in unterschiedlicher männlich-animalischer Ausprägung.

Doch der wahre Star ist die Show selbst. Gleich zu Beginn gilt: Wer keinen Partner findet, ist raus. Danach folgen Challenges, die die Teilnehmer nicht nur körperlich, sondern vor allem psychisch an ihre Grenzen treiben. Hier entfaltet sich die Dynamik in ihrer ganzen Brutalität: Manipulation, Druck, emotionale Erpressung. Einzelne setzen ihren Willen mit einer Rücksichtslosigkeit durch, die erschreckend real wirkt. Was sind sie bereit zu tun, um zu gewinnen? Die kurze Antwort: alles.

Und während offiziell die Producer die Kontrolle haben, beginnt dieses Konstrukt zunehmend zu kippen. Was als Spiel beginnt, wird rasend schnell zu etwas Dunklerem, Bedrohlicherem – etwas, das sich jeder Kontrolle entzieht. Die Spannung ist konstant greifbar, die Atmosphäre dicht und beklemmend, und immer wieder schleicht sich die eine Frage ein: Wie weit darf es gehen? Und wer zahlt am Ende den Preis? Ich konnte dieses Buch schlicht nicht aus der Hand legen. Es ist intensiv, verstörend und gleichzeitig so unfassbar unterhaltsam, dass man sich fast ein bisschen dafür schämt, wie sehr man es genießt.

Fazit:
„Das Spiel“ von Aisling Rawle ist kein netter Ausflug ins Reality-TV, sondern ein bissiger, gnadenloser Blick auf eine Welt, in der Moral schneller verdunstet als Wasser in der Wüste. Der Roman treibt seine Figuren mit brutaler Konsequenz an ihre Grenzen und zeigt, wie dünn die Schicht aus Anstand und Menschlichkeit wirklich ist. Mit hohem Tempo, scharf gezeichneten Charakteren und einer konstanten, fast klaustrophobischen Spannung entwickelt sich die Geschichte zu einem düsteren Albtraum. Was als Unterhaltung beginnt, kippt in etwas Unheimliches, beinahe Tödliches – und genau das macht den Reiz aus.

Ein schonungsloses, süchtig machendes Highlight - 5 Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 21.03.2026

Tierisch spannend

Lino Veneziano
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Worum geht’s?
Lino fischt eine Flaschenpost aus dem Meer. Doch es ist keine gewöhnliche Flaschenpost, sondern Werbung für das weltbeste Eis von Gelato Flamingo. Das muss er probieren. Er macht sich direkt ...

Worum geht’s?
Lino fischt eine Flaschenpost aus dem Meer. Doch es ist keine gewöhnliche Flaschenpost, sondern Werbung für das weltbeste Eis von Gelato Flamingo. Das muss er probieren. Er macht sich direkt auf den Weg nach Venedig – und mitten in einen Fall, der seine Superschnüffler-Instinkte benötigt.

Meine Meinung:
In dem Kinderbuch „Lino Veneziano – Ein Superschnüffler auf eiskalter Spur“ nehmen uns Andreas Hüging und Angelika Niestrath mit auf einen wirklich spannenden Fall. Dabei begeistert nicht nur der kindgerechte Schreibstil, der perfekt für 5-jährige Kinder, aber auch für Erstleser geeignet ist – wir werden zusätzlich auf den Seiten von bunten Illustrationen von Sarah Garbes begleitet, die den Fall wunderbar untermalen und echte Hingucker sind (wie genial ist bitte die Ratten-Gang?!).

Besonders gelungen ist auch die sprachliche Gestaltung: Manche Worte, wie zum Beispiel „Gängster“, sind so geschrieben, dass Erstleser sie leichter erfassen und aussprechen können. Ergänzt wird das Ganze durch ein Glossar am Ende des Buches mit den wichtigsten Begriffen – ein durchdachtes Extra, das den Einstieg zusätzlich erleichtert.

Die Charaktere sind einfach unglaublich goldig. Die Hunde Loretta und natürlich Lino, der dicke Polizei-Kater Benedetto und der Flamingo Gelato – ein herrlich bunter Haufen, bei dem jede Figur ihre ganz eigenen Charakterzüge mitbringt. Zusammen entsteht eine lebendige, harmonische Dynamik, die einfach Spaß macht.

Der Fall selbst ist wirklich spannend – nicht nur für die Kleinen, sondern auch für Erwachsene. Die kurzen Kapitel lassen sich perfekt in 5–10 Minuten lesen, und dennoch steckt jedes einzelne voller Spannung, kleiner Wendungen und mitreißender Szenen. Langeweile kommt hier definitiv nicht auf. Ganz nebenbei lernen die Kinder auch noch einiges über Venedig und seine Besonderheiten sowie bekannte Orte der Stadt kennen.

Von Kapitel zu Kapitel kommen wir der Lösung näher, begegnen neuen Figuren und werden immer tiefer in das Abenteuer hineingezogen. Es gibt Verfolgungsjagden auf dem Canal Grande, gleich mehrere Diebstähle, eine herrlich faule und verfressene Katze – und am Ende sogar einen kleinen Plotttwist, der wirklich überrascht. Ein rundum gelungenes Abenteuer, das kleine und große Detektivinnen und Detektive gleichermaßen begeistert.

Fazit:
„Lino Veneziano – Ein Superschnüffler auf eiskalter Spur“ von Andreas Hüging und Angelika Niestrath ist ein rundum gelungenes Kinderbuch, das Spannung, Wissen und liebevolle Details perfekt miteinander verbindet. Die farbenfrohen Illustrationen von Sarah Garbes machen die Geschichte zusätzlich zu einem echten Erlebnis. Besonders der kindgerechte Schreibstil, die kurzen Kapitel und die durchdachten Extras wie das Glossar überzeugen auf ganzer Linie. Die liebenswerten Charaktere und der spannende Fall sorgen dafür, dass kleine und große Leser gleichermaßen mitfiebern. Ein tierisch gutes Abenteuer, das von der ersten bis zur letzten Seite fesselt.

5 tierisch gute Sterne von uns!

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Moorjungfrauen in Gefahr

Moorland. Die Zwillinge
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Worum geht’s?
Die Zwillinge Nike und Jana gehen ins Moor, um Content für TikTok aufzunehmen. Es ist kalt, düster und nebelig. Nur eine von ihnen kehrt zurück. Und sie kann sich an nichts erinnern. Was ...

Worum geht’s?
Die Zwillinge Nike und Jana gehen ins Moor, um Content für TikTok aufzunehmen. Es ist kalt, düster und nebelig. Nur eine von ihnen kehrt zurück. Und sie kann sich an nichts erinnern. Was ist im Moor passiert? Und wo ist ihre Zwillingsschwester?

Meine Meinung:
Mit dem Thriller „Moorland – Die Zwillinge“ startet Andreas Winkelmann in seine neue Serie um Kommissarin Malia Gold – und dieser Auftakt schlägt ein wie ein Schritt ins falsche Moorloch: plötzlich, kalt und ohne Vorwarnung zieht es einen runter. Selten hat mich ein erster Band so gnadenlos gepackt. Schon die Szenerie im namenlosen Moor wirkt wie ein eigener, lebendiger Albtraum – still, unberechenbar und voller dunkler Geheimnisse. Der Nebel kriecht förmlich zwischen die Seiten, und der Schreibstil ist so dicht und treibend, dass man sich dem Sog kaum entziehen kann. Ich habe wirklich alles an diesem Buch geliebt.

Die Charaktere sind eine tolle Kombination, die sich perfekt ergänzen. Wir haben unsere Hauptprotagonistin Malia, die zu ihren Wurzeln zurückkehrt. Dann noch Ida, die ITlerin, den Schriftsteller Alex und Malias Bruder Erik. Ich denke, von diesen werden wir in den kommenden Fällen noch mehr erleben. Vielleicht auch von dem Polizisten vor Ort, Sven, der mit einem Wikinger verglichen wird? Am besten gefallen hat mir hier aber Ruth, die Fährtenleserin, die das Moor wie niemand sonst kennt. Sie ist Malias Mutter und hat echt was drauf – eine wirklich beeindruckende Person.

Der Fall selbst entwickelt von der ersten Seite an eine beklemmende Intensität. Vielleicht liegt es an der eisigen, klammen Atmosphäre, vielleicht an diesem Gefühl, dass im Moor alles möglich ist – und nichts je wirklich verschwindet. Die Spannung schleicht sich leise an, setzt sich fest und lässt einen nicht mehr los. Die Ermittlungen greifen dabei wunderbar ineinander: Jeder geht seinen eigenen Weg, und doch ergibt alles ein großes, düsteres Gesamtbild. Genau dieses Zusammenspiel macht den Reiz aus. Und dann die Wendungen. Mehrfach dachte ich, ich hätte die Richtung erkannt – nur um direkt wieder im Nebel zu stehen. Besonders die wiederholte Erwähnung eines Kastens hat mich komplett auf eine falsche Spur gelockt. Wirklich fies. Wirklich gut. Der Täter? Keine Chance. Nicht mal ansatzweise auf meinem Radar. Genau so muss das sein.

Was dieser Thriller außerdem liefert, ist eine erstaunliche Konsequenz: Der Fall fordert Opfer. Viele. Mehr, als ich in diesem Jahr in anderen Thrillern zusammen erlebt habe. Und trotzdem wirkt nichts überzogen, sondern fügt sich organisch in diese düstere, bedrohliche Welt ein. Und dann dieses Ende. Befriedigend? Ja und nein. Denn Malia bleibt mit einer offenen Frage zurück – und ich gleich mit ihr. Eine dieser Fragen, die einen nicht mehr loslassen, sodass man unbedingt weiterlesen möchte. Genial und gleichzeitig fast schon gemein.

Fazit:
Andreas Winkelmann legt mit „Moorland – Die Zwillinge“ einen Auftakt hin, der atmosphärisch dichter kaum sein könnte. Das Moor wird zur Bühne für einen Fall, der unter die Haut geht. Starke Figuren, eine durchgehend beklemmende Spannung und Wendungen, die selbst geübte Thrillerleser ins Leere laufen lassen, machen dieses Buch zu einem echten Highlight. Und als wäre das nicht genug, bleibt am Ende eine offene Frage, die einen zwingt, weiterzulesen. Genau so startet man eine Serie.

5 morastige Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Ein weiteres Kapitel aus Sannas Vergangenheit

Krakenkind
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Worum geht’s?
1996: In Småland wird eine Frau brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt. Der Täter hinterlässt ein verstörendes Zeichen: Er beißt ihr ein Stück Haut aus dem Hals. Und sie bleibt nicht ...

Worum geht’s?
1996: In Småland wird eine Frau brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt. Der Täter hinterlässt ein verstörendes Zeichen: Er beißt ihr ein Stück Haut aus dem Hals. Und sie bleibt nicht die einzige. Wer steckt hinter den Verbrechen in dem kleinen Ort, in dem jeder jeden kennt? Sanna, die eigentlich nach Gotland ziehen wollte, kann nicht eher ruhen, als bis die Wahrheit ans Licht kommt.

Meine Meinung:
Maria Grund schreibt anders. Ihre Thriller verlangen am Anfang ein kurzes Einfinden, fast so, als würde man langsam in kaltes Wasser steigen. Doch sobald man drin ist, entfalten sie eine Sogwirkung, die einen nicht mehr loslässt. Genau so erging es mir auch mit „Krakenkind“, dem vierten Band der Berling-und-Petersen-Reihe, der diesmal auch wieder ganz im Zeichen von Sanna steht.

Während wir im vorherigen Band eine frischgebackene Polizistin kennengelernt haben, sind wir nun zehn Jahre weiter. Sanna hat sich inzwischen einen Namen gemacht, mehrere gescheiterte Beziehungen hinter sich und träumt davon, gemeinsam mit Patrik auf Gotland neu anzufangen. Sie ist kein glatter Charakter, sondern kantig, eigen und manchmal schwer zu greifen – genau das macht sie so faszinierend. In diesem Band rückt zudem Staatsanwältin Borghild stärker in den Fokus. Ihre Rolle und ihr Einfluss auf Sannas persönlichen und beruflichen Weg sowie die Freundschaft der Frauen sind wirklich spannend.

Der Fall selbst fühlt sich weniger nach klassischem Hochgeschwindigkeits-Thriller an – vielleicht auch, weil wir uns drei Jahrzehnte in der Vergangenheit bewegen. Statt moderner Technik stehen Intuition, Gespräche und mühsame Recherche im Mittelpunkt. Gleichzeitig verwebt Maria Grund schwere Themen in ihre Geschichte: Migration und die damit verbundenen Ängste und Vorurteile, die Unterdrückung von Frauen und Femizid sowie der Handel mit pornografischem Material – damals noch in Form von Fotos und Heften, gewissermaßen die Vorläufer dessen, was heute im Dark Web kursiert. Diese Themen mögen 30 Jahre alt sein, wirken aber erschreckend aktuell. Zwischen ihnen begleiten wir Sanna durch ihre Ermittlungen – Schritt für Schritt, ohne digitale Abkürzungen, dafür mit einem stetigen Kribbeln unter der Haut.

Im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin geht es hier tatsächlich etwas ruhiger zu. Trotzdem hat mich die Geschichte wieder gepackt. Die Auflösung kam für mich überraschend – und gleichzeitig zeigte sich einmal mehr, wie trügerisch Fakten sein können und wie oft das Bauchgefühl recht behält. Neben dem düsteren Fall geht es auch um Freundschaft, Vertrauen, Familie und die Möglichkeit eines Neuanfangs. Und jetzt? Jetzt bleibt vor allem die große Frage: Wie geht es weiter? Bleiben wir noch eine Weile in Sannas Vergangenheit? Begleiten wir ihren möglichen Neuanfang auf Gotland? Oder kehren wir wieder stärker zu Eir zurück, die ich in diesem Band wieder vermisst habe?

Fazit:
Mit „Krakenkind“ erzählt Maria Grund erneut ein Stück von Sannas Vergangenheit. Der Thriller lebt weniger von rasender Action als von Atmosphäre, Figuren und den schweren Themen, die erschreckend nah an unserer Realität liegen. Auch wenn die Geschichte stellenweise etwas gemächlicher verläuft und ich Eir auch diesmal wieder vermisst habe, entwickelt der Roman eine starke, düstere Sogwirkung. Die überraschende Auflösung und die vielschichtigen Charaktere machen das Buch dennoch zu einem packenden Leseerlebnis.

4 atmosphärische Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 20.03.2026

Wenn Magie zum Abenteuer wird

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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Worum geht’s?
In Hagley werden immer wieder Bewohner von einem Fluch belegt und beginnen, nach einem gefährlichen Artefakt zu suchen: Sir Egads Lanze. Wer steckt hinter dem Fluch und was hat es mit der ...

Worum geht’s?
In Hagley werden immer wieder Bewohner von einem Fluch belegt und beginnen, nach einem gefährlichen Artefakt zu suchen: Sir Egads Lanze. Wer steckt hinter dem Fluch und was hat es mit der Lanze auf sich? Cassandra und ihre Freundinnen sind entschlossen, hinter das Geheimnis zu kommen.

Meine Meinung:
Bereits der erste Band der Serie hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen – doch mit „Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ setzt Skye McKenna noch einmal einen drauf. Alles wirkt noch fantastischer, noch geheimnisvoller, noch durchdrungener von Magie. Schon das Äußere des Buches ist ein echter Blickfang, doch zwischen seinen Seiten entfaltet sich eine Welt voller verborgener Türen, rätselhafter Orte und wundersamer Wesen. Dazu kommen die liebevollen, detailreichen Illustrationen von Viktoria Gavrilenko, die das Buch auch visuell zu einem echten Schatz machen – nicht nur für zehnjährige Leseratten.

Wir begleiten Cassandra weiter auf ihrem Weg. Inzwischen hat sie ihren Platz gefunden und konzentriert sich voller Entschlossenheit auf ihre Hexenausbildung, denn ihr größter Wunsch ist es weiterhin, ihre Mutter zu finden. Dieser Band hält dabei auch die Lösung eines ganz besonderen Geheimnisses für sie bereit. Neu in der Runde ist ihr Cousin Sebastian, ein faszinierender Charakter mit viel Tiefgang. Natürlich sind auch Rue und Tabitah wieder mit dabei – zusammen bilden die drei eine wunderbare Freundschaft, die durch Loyalität, Mut und Zusammenhalt geprägt ist. Unterstützung bekommen sie zudem von einem neuen Verbündeten: dem „Wilden Mann“. Und mit Mrs Early tritt eine weitere spannende Figur auf den Plan, die nicht nur Miranda in der Hexenausbildung unterstützt, sondern auch zeigt, dass die Faeiry durchaus verhandlungsbereit sind. und nicht nur als düstere Gestalten wahrgenommen werden müssen.

Die Geschichte selbst ist erneut absolut zauberhaft. Zwischen den Zeilen steckt so viel Fantasie, dass man beim Lesen immer wieder staunend innehält. Die Welt von Hagley wirkt lebendig, bunt und voller Überraschungen – ein Ort, an dem hinter jeder Ecke etwas Unerwartetes lauern kann. Besonders faszinierend ist wieder der Hag, jener düstere, geheimnisvolle Wald, in dem immer neue Wesen auf uns warten und dessen Atmosphäre gleichzeitig unheimlich und magisch ist.

Der Band knüpft nahtlos an den ersten Teil an und verbindet auf wunderbare Weise Freundschaft, Hoffnung, Magie und Mystik. Gleichzeitig bleibt die Geschichte unglaublich spannend. Für mich war dieses Buch ein echter Pageturner, den ich praktisch in einem Rutsch verschlungen habe. Wir erfahren mehr über Cassandras Mutter, Ivy bleibt weiterhin herrlich unsympathisch – und doch verstehen wir sie nun ein wenig besser. Die Sage um Sir Egad entwickelt sich zu einem packenden Rätsel, und die Suche nach dem geheimnisvollen Artefakt zieht sich wie ein fesselnder roter Faden durch die Handlung.

Und immer wieder dieser Ausflug in den Hag – diesen düsteren, unberechenbaren Wald, der einem beim Lesen eine wohlige Gänsehaut beschert. Genau solche Momente machen die Geschichte so besonders. Für mich war dieser zweite Band schlichtweg wieder genial – und ich kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es im dritten Teil weitergeht. Von mir gibt es daher eine glasklare Leseempfehlung.

Fazit:
Mit „Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ erschafft Skye McKenna erneut eine bezaubernde, fantasievolle Geschichte, die junge Leseratten genauso fesseln kann wie erwachsene Fantasyfans. Die Handlung verbindet Abenteuer, Geheimnisse und starke Freundschaft auf eine Weise, die beim Lesen echte Magie entstehen lässt. Besonders die atmosphärische Welt von Hagley und der geheimnisvolle Hag sorgen für ein unvergessliches Setting. Die wundervollen Illustrationen von Viktoria Gavrilenko verleihen dem Buch zusätzlich einen ganz besonderen Zauber. Für mich ist dieser zweite Band ein rundum gelungenes Fantasyabenteuer voller Spannung, Herz und Magie. Wer den ersten Teil mochte, wird „Cassandra Morgan – Die magische Flöte“ lieben.

5 magische Sterne von mir!

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