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Veröffentlicht am 28.06.2025

Geister der Vergangenheit

Eine von uns
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Gina, ihr Ehemann Matt und die beiden kleinen Kinder Tommy und Gracie müssen nach einem Hausbrand bei ihrer Freundin Annie in Hastings unterschlüpfen. Am nächsten Tag steht eine unbekannte Frau vor der ...

Gina, ihr Ehemann Matt und die beiden kleinen Kinder Tommy und Gracie müssen nach einem Hausbrand bei ihrer Freundin Annie in Hastings unterschlüpfen. Am nächsten Tag steht eine unbekannte Frau vor der Tür und stellt sich als Annies Haushälterin Mary vor. Gina hat kein gutes Gefühl, Mary ist ziemlich aufdringlich und scheint die kleine Familie zu beobachten.

Die Geschichte dreht sich um die vier besten Freundinnen Gina, Annie, Laura und Sara. Sie wird aus der Sicht von Gina und Mary, Annies Haushälterin, erzählt. Dazu kommen Rückblenden in die Teenagerzeit der Mädchenclique. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen die Themen Freundschaft, Geheimnisse, Manipulation, Machtausübung, tiefe Abgründe und natürlich Rache.

Bis zum Schluss wurde ich mit keiner Figur so richtig warm, am sympathischsten waren mir noch Sara und Laura. Hin und wieder habe ich mich schon gewundert, wieso ausgerechnet die vier Mädchen befreundet sind. Alle waren so unterschiedlich. Gina und Annie empfand ich als sehr egoistisch, genauso wie Matt, Ginas Ehemann. Unlogisch war mir oft Ginas Verhalten. Sie fühlte sich offensichtlich eingeschüchtert durch Mary, aber spielt ihr auch immer wieder in die Karten und fügt sich ihrem Schicksal. An ihrer Stelle hätte ich in den meisten Fällen anders gehandelt, hoffentlich. Aber es war schon sehr gruselig zu sehen, wie Mary es durch ihre Manipulation schaffte, sich ins Leben anderer Leute zu schleichen. Wenn man dachte, sie hätte alle Register gezogen, kommt der nächste Schachzug von ihr.

Schließlich gibt es ein ereignisreiches Finale, aber um ehrlich zu sein, wurde das ganze Geschehen am Ende von Seite zu Seite unglaubwürdiger. Das Cover finde ich sehr passend zur düsteren Geschichte. Der Schreibstil war zwar fesselnd, aber teilweise leider auch anstrengend und unnötig kompliziert.

Fazit: Für mich war die Geschichte zu vorhersehbar, aber sie wurde spannend erzählt. Ich weiß nicht, ob ich das Buch weiterempfehlen würde. Die Geschmäcker sind da einfach zu verschieden. Macht euch ganz einfach selbst ein Bild.

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Veröffentlicht am 26.06.2025

Ein Haus voller Tod

Im Finsterwald
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1926: Das Kindermädchen Maj Stenberg besucht mit den Kindern der Famile Guldin, Ingmar, Tore, Maianne, Britt und Alice, das Naturhistorische Museum in Göteborg. Draußen herrschen eisige Temperaturen und ...

1926: Das Kindermädchen Maj Stenberg besucht mit den Kindern der Famile Guldin, Ingmar, Tore, Maianne, Britt und Alice, das Naturhistorische Museum in Göteborg. Draußen herrschen eisige Temperaturen und so nutzen sie die Zeit, um sich aufzuwärmen. Doch dann verschwindet die neunjährige Alice. Die Polizei wird aber erst einen Tag später informiert. Nils Gunnarsson, Hauptwachmeister in der Detektivabteilung, und die Journalistin Ellen Grönblad machen sich auf die Suche nach dem Mädchen und der Wahrheit.

Dies ist der bereits dritte Fall für die Journalistin Ellen Grönblad und Hauptwachmeister Nils Gunnarsson im schönen Göteborg.

Für mich war es das erste Buch von Marie Hermanson, diese Reihe war mir total unbekannt. Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt, aus der von Nils und Ellens sowie von Leuten, die in Zusammenhang mit dem Fall und Alice stehen.

Ellen und Nils fand ich sehr sympathisch, jeder hatte so seine Eigenheiten. Er ein Tanzliebhaber, fleißig und ein sehr sorgfältig ermittelnder Beamter. Sie frisch verheiratet und sehr forsch im Umgang mit ihren Mitmenschen. Ich habe gemerkt,  dass beide zusammen eine Vorgeschichte haben und ich hatte oft das Gefühl, als hätte ich etwas verpasst. Diese Lücken werde ich durchs Lesen der anderen Teile schließen müssen. Dass Ellen tatsächlich Journalistin ist, kommt leider nicht so richtig in Erscheinung.

Maj Stenberg ist mit ihren gerade 16 Jahren schon sehr erwachsen. Man hatte den Eindruck, sie ist mindestens zehn Jahre älter.  Sie ist eine sehr tragische, aber auch sehr brisante Figur. Mit Nils Vorgesetztem, Kommissar Nordfeldt, und Georg, Ellens Ehemann, hatte man zusätzlich zwei interessante und unterhaltsame Figuren. Und nicht zu vergessen, das unheimliche Naturhistorische Museum als Schauplatz des Verbrechens, fast schon ein Gruselkabinett, sorgte für spannende Lesestunden.

Gesellschaftlich und zeitlich gesehen, wurde das damalige Leben sehr authentisch und lebendig eingefangen. Männer übten ihre Macht aus, es gab Kinderarbeit und Frauen waren einfach nichts wert. Die Auflösung kam nicht so überraschend. Es hat sich angedeutet, aber um ehrlich zu sein, habe ich gehofft, es gibt eine andere Erklärung. Der Schreibstil war total angenehm und fesselnd. Ich flog nur so durch die Seiten.

Fazit: Die Geschichte und ihre so unterschiedlichen Figuren haben mich von Anfang an gepackt. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Die Vorgänger werde ich definitiv noch nachholen.

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Veröffentlicht am 16.06.2025

Geheimnisse und tödliche Verhängnisse

Das Teufelshorn
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Am hellichten Tag am Strand im Hafen von Pollença verschwindet die achtjährige Miranda Walters. Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores wird von ihrem ehemaligen Vorgesetzten Tolo Cabot gebeten, ihm bei ...

Am hellichten Tag am Strand im Hafen von Pollença verschwindet die achtjährige Miranda Walters. Die ehemalige Kommissarin Isabel Flores wird von ihrem ehemaligen Vorgesetzten Tolo Cabot gebeten, ihm bei der Aufklärung dieses Falls zu helfen. Das gefällt nicht jedem. Dann passiert ein weiteres Verbrechen und Isabel fragt sich, ob die Fälle zusammenhängen.

Das ist der Reihenauftakt zu einer neuen Mallorca-Krimireihe von Anna Nicholas über die ehemalige Kommissarin Isabel Flores.

Wir lernen Isabel Flores kennen. Sie ist eine ehemalige Kommissarin, war früher bei der Policía National in Palma, hat vor zwei Jahren aus privaten Gründen ihren Job hingeschmissen und betreibt jetzt eine Agentur für Ferienwohnungen gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Auszubildenden Pep. Es gibt keinerlei großen Geheimnisse, die sie betreffen. Die Autorin legt gleich im Auftakt alle Gründe auf den Tisch und das kam mir sehr entgegen. Isabel bekommt es mit zwei großen Fällen zu tun, einer Entführung und einer Ermordung. Nebenbei kümmert sie sich um ihre Mitmenschen und ihre Familie. Ihre Art fand ich sehr sympathisch. Wir waren auf einer Wellenlänge. Eine interessante und nicht abgeschlossene Nebengeschichte ist die ihres Onkels Hugo, der vor vier Jahren spurlos verschwand und als Enthüllungsjournalist einer großen Story auf der Spur war. Es ist nicht klar, ob er noch lebt. In Bezug auf ihn haben wir eine sehr verletzliche Seite von Isabel kennengelernt.

Es gab immer wieder wechselnde Schauplätze und ich empfand die ganze Geschichte als sehr temporeich. Anfangs hat es mich etwas verwundert, dass es kaum Ermittlungen von offizieller Seite der Behörden gab. Aber hier wird ja die Geschichte von Isabel erzählt, also ist das einleuchtend. Die Szenen mit Isabel, Pep und dem Frettchen Furó waren immer sehr unterhaltsam. Was ich unheimlich angenehm fand, waren die herzensguten und liebevollen Figuren, die überhaupt nicht anstrengend gezeichnet waren. Ich habe nämlich das Gefühl, dass die meisten Krimis nur noch so vor verkorkster und ermüdender Figuren strotzen, was mir langsam auf die Nerven geht.

Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und fesselnd. Die Autorin hat Land und Leute auf Mallorca authentisch und sehr lebendig beschrieben.

Fazit: Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen und ich werde die Reihe weiterverfolgen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für diesen Mallorca-Krimi.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Einfache und leckere Rezepte

Fast & Tasty
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Ich folge dem Autor Achim Oecal schon seit geraumer Zeit in den sozialen Medien und bin sehr begeistert von seinen einfachen Rezepten. Umso neugieriger war ich auf dieses Kochbuch, sein zweites.

Sämtliche ...

Ich folge dem Autor Achim Oecal schon seit geraumer Zeit in den sozialen Medien und bin sehr begeistert von seinen einfachen Rezepten. Umso neugieriger war ich auf dieses Kochbuch, sein zweites.

Sämtliche Rezepte sind sehr einfach und leicht nachzukochen. Ich empfand sie aber nicht als gesund. Blätterteig und Kartoffeln kommen mir zu oft vor und sind leider auch nicht austauschbar. Gefallen haben mir vor allem die Notizen am unteren Rand, wo Achim Alternativen vorschlägt. Ich habe einige Rezepte ausprobiert und auch hin und wieder abgeändert, was problemlos funktiert. Was mir auch gefallen hat ist, dass mich der Autor nicht mit einer langen und langweiligen Einleitung oder einem Vorwort nervt und es wirklich um seine Rezeptideen geht und eben diese im Mittelpunkt stehen.

Fazit: Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Ich freu mich auf weitere Ideen von Achim. Ob nun auf Instagram, Facebook oder in Form eines Buches. Erstmal werde ich mir aber sein erstes Buch mit Ofengerichten zulegen. Mal sehen, ob es mich auch begeistern kann.

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Veröffentlicht am 04.05.2025

Die Familie ist wie ein Anker.

Was am Ufer lauert
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Als sich die Polizeireporterin Gianna Pitti auf Bitten ihres Vaters Arnaldo mit einem unbekannten Informanten treffen soll, findet sie im See eine tote Frau. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse ...

Als sich die Polizeireporterin Gianna Pitti auf Bitten ihres Vaters Arnaldo mit einem unbekannten Informanten treffen soll, findet sie im See eine tote Frau. Daraufhin überschlagen sich die Ereignisse und die gesamte Familie ermittelt in dem Fall und bringt sich so in Gefahr.

Das ist der zweite Fall für Gianna Pitti, die am Gardasee für die Lokalzeitung Massaggero di Riva als Polizeireporterin arbeitet.

Gemeinsam mit ihrem wieder aufgetauchten Vater Arnaldo, ihrem Onkel, dem Marchese Francesco, und Chefredakteurin Elvira Sondrini ermittelt Gianna in einem mysteriösen Fall um eine tote Frau und einen geheimnisvollen Briefwechsel von Winston Churchill. Der Autor beschreibt wie beim Auftakt bereits einen fantasievollen und mysteriösen Fall. Aber die Geschichte im Ganzen war schon unterhaltsam und ich war gespannt auf die Aufklärung. Was ich traurig und erschreckend fand war, dass sich niemand für die Tote zu interessieren schien.

Gianna und Francesco sind mir weiterhin am sympathischsten. Gianna und ihre offene Art gefallen mir und Francesco habe ich von Anfang an ins Herz geschlossen. Zusätzlich steht seine Demenz im Mittelpunkt, weswegen es an ernsten Momenten nicht fehlte. Ich bewundere ihn, wie er damit umgeht. Elvira war mir dieses Mal nicht so nah, genauso wie Arnaldo, den ich bis zum Schluss nicht greifen konnte. Über Carla würde ich gerne mehr lesen und erfahren. Die Familie steht bei dieser Reihe im Fokus.

Ich empfand den Erzählstil teilweise schwierig, vor allem wenn der Autor so ausschweifte und zu viele uninteressante Sachen mit in die Geschichte integrierte. Das war dann anstrengend und bremste die Erzählung immer wieder aus. Gut gefallen hat mir das sehr lebendige beschriebene Setting am schönen Gardasee, welches Lust macht auf einen Aufenthalt dort.

Fazit: Von einigen Längen mal abgesehen, konnte in meinen Augen vor allem die Familie mit ihren so unterschiedlichen und herzlichen Figuren überzeugen. Ich bin gespannt, welche Abenteuer noch auf sie wartet.

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