Profilbild von BUTTERFLY72

BUTTERFLY72

Lesejury Star
offline

BUTTERFLY72 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit BUTTERFLY72 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.08.2024

Überraschend gut

Es ist nie vorbei
0

Lena Wagner lässt sich nach einem Schicksalsschlag von München nach Kiel, ihre Heimatstadt, versetzen und arbeitet fortan mit dem erfahrenen Kriminalbeamten Karl Hansen zusammen. Nach anfänglicher Skepsis ...

Lena Wagner lässt sich nach einem Schicksalsschlag von München nach Kiel, ihre Heimatstadt, versetzen und arbeitet fortan mit dem erfahrenen Kriminalbeamten Karl Hansen zusammen. Nach anfänglicher Skepsis raufen sie sich zusammen und bilden schnell ein sehr gutes Ermittlerduo. Kaum in Kiel zurück, wartet auf Lena und ihren Kollegen ein brutaler Mordfall auf Aufklärung. Die Suche nach dem Mörder ist nicht einfach, die Ermittlungen kommen oft zum Stillstand und es müssen schnell neue Verdächtigen ausfindig gemacht werden. Erst als sie herausfinden, dass es vor Jahren bereits andere ähnliche Morde gab, kommen sie dem Täter langsam auf die Spur.

Ich lese gerne deutsche Krimis und bin in diesen sehr schnell hereingekommen, was vor allem an der Sympathie für das neue Ermittlerduo und der sehr einfachen und leicht verständlichen Schreibweise der Autorin lag. Es gab keinerlei verschachtelten schwer zu lesbaren Sätze, wo man am Ende des Satzes nicht mehr weiß, wie der Anfang lautete. Mir hat sehr gefallen, dass man bereits beim ersten Fall von Lena Wagner und Karl Hansen viel über deren Hintergrund und Familie erfahren hat. Auch der Fall war sehr interessant geschildert, obwohl er nicht gerade einfache Kost war, sondern sehr brutal und grässlich.

Ich würde mich sehr freuen, wenn die Autorin am Ball bliebe und uns bald mit einem zweiten Fall für Lena und Karl überrascht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Wunderschön

Sheltie - Wie Sheltie zu uns kam
0

Lustig, klug und ganz schön frech – so ist Emmas Pony Sheltie. Gemeinsam erleben die beiden aufregende Abenteuer und haben eine Menge Spaß! Emma will nicht aufs Land ziehen. Dort ist es bestimmt furchtbar ...

Lustig, klug und ganz schön frech – so ist Emmas Pony Sheltie. Gemeinsam erleben die beiden aufregende Abenteuer und haben eine Menge Spaß! Emma will nicht aufs Land ziehen. Dort ist es bestimmt furchtbar langweilig! Es erwartet sie jedoch eine riesige Überraschung: Vor der Tür steht ein Pony, das ihr ganz allein gehören soll. Die beiden werden sofort dicke Freunde und so lässt das erste Abenteuer nicht lange auf sich warten. (Quelle Inhaltsangabe Vorablesen)

Die Geschichte um Emma und Sheltie hat uns sehr gefallen. Die Geschichte geht so ans Herz und es wurde mal wieder offensichtlich, dass Tiere die besten Freunde sind. Die Dialoge sind schlicht und einfach und verständlich für die Kinder. Dazu sind sie sehr lustig hin und wieder, was uns gefallen hat. Die Illustrationen tun ihren Rest und sind eine wunderschöne Ergänzung zu dieser herzerwärmenden Geschichte.

Klare Leseempfehlung von uns.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Leseempfehlung

Löwenherzen
0

Was für ein tolles Buch. Man staunt bereits beim Cover, dessen Gestaltung voll und ganz gelungen ist und einen bereits nach Afrika entführt und Sehnsucht weckt. Gesa Neitzel sorgt mit ihrem Buch wahrlich ...

Was für ein tolles Buch. Man staunt bereits beim Cover, dessen Gestaltung voll und ganz gelungen ist und einen bereits nach Afrika entführt und Sehnsucht weckt. Gesa Neitzel sorgt mit ihrem Buch wahrlich für Fernweh. Man hat ihre detailverliebten Beschreibungen und die Orte direkt vor seinem Auge und man hat das Gefühl, man sei vor Ort. Bei ihrem Schreibstil wird einem als Leser gleich klar, wie sehr sie die Leute, die Tiere und Orte in Afrika und ihren Job als liebt.

Von mir gibt es eine klare Kauf- und Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2024

Große Kluft zwischen Arm und Reich

Polizeiärztin Magda Fuchs – Das Leben, ein ewiger Traum
0

Magda Fuchs verlässt nach zwei Schicksalsschlägen ihren Heimatort und versucht, in der Großstadt Berlin ein neues Leben als Polizeiärztin anzufangen. Schnell muss sie erfahren, dass hier ein ganz anderer ...

Magda Fuchs verlässt nach zwei Schicksalsschlägen ihren Heimatort und versucht, in der Großstadt Berlin ein neues Leben als Polizeiärztin anzufangen. Schnell muss sie erfahren, dass hier ein ganz anderer Wind weht als Zuhause und bekommt es mit sehr viel Elend zu tun, doch sie ist eine Kämpferin und stellt sich dieser Aufgabe.

Diese Rezension enthält Spoiler.

Mir war das Autorenpaar Helene Sommerfeld bisher ganz neu. Das Buch hat mir grundsätzlich sehr gefallen, auch wenn das Buch einige Schwächen aufzuweisen hatte. Die Charaktere konnten nicht alle überzeugen, was wiederum auch an der Zeit gelegen haben konnte, denn diese war sehr bitter und bittere Zeiten machen aus Leuten bittere und kalte Menschen.

Magda lag mir von Anfang an am Herzen und ich habe mit ihr mitgefiebert und ihr nur das Beste gewünscht. Celia dagegen ging mir von Anfang an auf die Nerven. Sie hat nicht dazu gelernt, hat sich ständig von anderen aus der Patsche helfen lassen, anstatt selbst tätig zu werden. Ein Dankeschön hat mir von ihr nie gehört. Magda hat es einmal gut beschrieben, sie ist eine Prinzessin. Celia hat sich in meinen Augen gar nicht entwickelt, verfiel ständig in Selbstmitleid und bildete sich grundlos eine Meinung von Leuten. Man hätte sich dagegen ein wenig mehr auf Doris konzentrieren können. Sie war eindeutig sympathischer und interessanter und sie hat sich mit Magdas Ratschlägen immer wieder selbst aus brenzligen Situationen herausholen können. Ein paar Frauen wirkten auf mich einfach nur abgestumpft, so wie Rita und Erika, das mag an der Zeit gelegen haben, wie bereits erwähnt, vielleicht aber auch nicht. Aber das machte sie durchaus einfach unsympathisch in meinen Augen. Was mir nicht so gefallen hat, waren die großen Zeitsprünge zwischen den Kapiteln. Ich hatte oft das Gefühl, ich habe etwas Großartiges oder Wichtiges verpasst. Das war schade.

Im Großen und Ganzen hat das Buch trotzdem 4 Punkte verdient, weil die Zeit faszinierend und spannend geschildert wurde und mich Magdas Geschichte gefesselt hat. Die Kluft zwischen Armut und Reichtum ist deutlich spürbar und das Schicksal der Kinder lässt keinen Leser kalt. Ich freue mich auf die Fortsetzung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.08.2024

Britischer Cosy-Krimi

Mord in der Charing Cross Road
0

Sally Merton arbeitet in der antiquarischen Buchhandlung der Gebrüder Heldar in der Charing Cross Road. Sie fühlt sich zum Juniorpartner Johnny Heldar hingezogen, der ebenfalls Gefühle für sie hegt. Eines ...

Sally Merton arbeitet in der antiquarischen Buchhandlung der Gebrüder Heldar in der Charing Cross Road. Sie fühlt sich zum Juniorpartner Johnny Heldar hingezogen, der ebenfalls Gefühle für sie hegt. Eines Morgens wird der allgemein unbeliebte Victor Butcher in seinem Büro ermordet aufgefunden. Ihm wurde ein Messer in den Rücken gerammt. Scotland Yard übernimmt die Ermittlungen, aber Johnny und Sally lassen es sich nicht nehmen, eigene Ermittlungen anzustellen und kommen sich währenddessen näher.

Das ist der Auftakt zu der Krimireihe um Sally und Johnny von Henrietta Hamilton, übersetzt wurde er von Dorothee Merkel. Eine wieder entdeckte Reihe, da die Autorin bereits einige Zeit tot ist. Der zweite Fall "Mord auf Westwater Manor" erscheint bereits im März 2025.

Die Autorin fängt die Nachkriegszeit Englands gut ein. Anhand von Personen, die in äußerst armen Verhältnissen leben und kaum über die Runden kommen oder anhand traumatisierter Ex-Soldaten, bekommt man einen authentischen und lebhaften Einblick in das Leben damals. Der respektvolle Umgang miteinander war sehr bewegend. Die Leute kümmerten sich um einander, trotz unterschiedlicher sozialer Schichten. Mit Fred und Mrs. Weldon hatte ich großes Mitleid. Es geht mehr um die Beschäftigten in der Buchhandlung oder ihre Kundschaft als um den Tod von Butcher. Mich hat das nicht gestört. Im Gegenteil. Ich fand den Einblick in die damaligen Abläufe innerhalb einer Buchhandlung sehr interessant.

Der Schreibstil und die Ausdrucksweise waren teilweise etwas schwerfällig, vor allem während langer Dialoge, dann wieder angenehm und leicht verständlich. Ich kann verstehen, wenn einem die Ausdrucksweise nicht gefällt, aber es passt zur damaligen Zeit und der Handlung. Ich empfand sie daher überhaupt nicht als altmodisch. Die Sprache zeigt eine gewisse Schönheit, die heutzutage leider verloren geht.

Abschließend gesehen, war es ein sehr ruhiger Kriminalroman, gemischt mit einer aufblühenden Liebesgeschichte. Mir hat das Buch gut gefallen. Die beiden Hauptfiguren bleiben allerdings im Vergleich zur Belegschaft blass. Diesbezüglich ist noch Luft nach oben. Ich werde wohl auch das nächste Abenteuer von Sally und Johnny lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere