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Veröffentlicht am 16.06.2019

Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann
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„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen ...

„Wo man im Meer nicht mehr stehen kann“ von Fabio Genovesi ist 2019 in der deutschsprachigen Ausgabe im Verlag C. Bertelsmann erschienen und im Jahr 2017bei Mondadori Libri. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 408 Seiten.

Der achtjährige Fabio wächst in der unglaublichen, italienischen Familie der Mancinis auf: er hat neben seinen Eltern und Großeltern gleich noch zehn weitere Großväter, die unverheirateten Brüder seines Opas. Fabio steht also im absoluten Mittelpunkt der großen Familie und natürlich möchte jeder der teilweise auch schrulligen Charaktere viel Zeit mit ihm verbringen und ihn auf das „echte“ Leben vorbereiten. Erst in der Schule bemerkt Fabio, dass es auch noch gleichaltrige Kinder gibt, doch da ist er längst ein Außenseiter.
Als sein Vater durch einen Unfall ins Koma fällt, gelingt es Fabio durch seine eigene Art, zu ihm durchzudringen.

Fabio Genovesi gelingt es in seinem Roman den Leser durch seinen feinfühligen, unglaublich anschaulichen, poetischen und dabei auch so humorvollen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Er lässt den jungen Protagonisten Fabio, die Welt der Erwachsenen immer so gut und klug erklären und verstehen und bringt sehr viel Gelassenheit in die Geschichte der oftmals so skurrilen Personen.
Die Botschaft des Buches lautet in meinen Augen: Lebe und vertraue deiner Individualität, verliere nie die Hoffnung und zähle auf die Familie!

Fazit: Ein wunderschöner, feinfühliger, humorvoller und lesenswerter Roman, der mir sehr viele Glücksmomente beim Lesen schenkte und bei dem man unweigerlich ein Grinsen während des Lesens im Gesicht hat.
Es war für mich ein sehr schönes Erlebnis, dieses Buch zu lesen und in die Welt von Fabio und seiner großen Familie einzutauchen.
Ich kann es jedem nur weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Leider nicht wie erwartet

Blackwood
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„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, ...

„Blackwood – Briefe an mich“ von Britta Sabbag ist 2019 im Verlag Fischer FJB erschienen. Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 448 Seiten.

Um was geht es (dem Klappentext entnommen):

Stell dir vor, du bekommst einen Brief von deinem zukünftigen Ich. Würdest du ihn lesen?

Für Gesine ist das keine Frage. Natürlich würde sie. Denn nach dem Tod ihrer Mutter muss sie alleine zu einer Verwandten nach Irland ziehen. In dem kleinen, verschlafenen Dörfchen Blackwood hat sie niemanden, mit dem sie so richtig über ihren Kummer sprechen kann. Auch nicht über Arian Mary, den unverschämt gutaussehenden Sohn der örtlichen Butterdynastie. Noch dazu machen sie die Dorfbewohner mit Geschichten über allerlei übernatürliches Zeug verrückt. Alles Quatsch, denkt sich Gesine. Bis sie in einem geheimnisvollen alten Schreibtisch einen Brief von ihrem zukünftigen Ich findet, der ihre Welt ganz schön durcheinanderbringt...

An dieses Buch bin ich mit sehr hohen Erwartungen herangegangen und letztendlich überwiegt in mir die Enttäuschung, aber warum?
Ich bin in meiner Buchhandlung auf das Buch wegen des Covers gestoßen. Es ist in meinen Augen eines der schönsten Cover, die ich kenne. Auch der Klappentext hat mich total angesprochen und ich habe mir eine spannende, tiefgründige Auseinandersetzung der Protagonistin mit sich selbst, einem Rück- und Vorblick in das eigene Leben erwartet und dazu etwas von dem Zauber, der Irland und seine Natur und das Geheimnisvolle dieser Insel ausmacht.
Letztendlich bin ich enttäuscht, weil die Charaktere in meinen Augen zu wenig ausgearbeitet sind, weil die Briefe, so wenig im Mittelpunkt stehen, weil es viel zu sehr um die Probleme der Teenies Gesine, Adrian etc. geht und weil ich das Buch zu oft als langweilig empfunden habe. Die Geschichte hat meinen Geschmack nicht getroffen. Ich denke, dass man auch viel mehr aus dem „Libellenthema“ hätte machen können und das geheimnisvolle, mystische Irland etwas mehr hätte einbeziehen können.

Veröffentlicht am 25.05.2019

Ein wunderbares, spannendes Abenteuer gewürzt mit ganz viel Apfelkuchenduft!

Das Apfelkuchen-Geheimnis
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Vorsicht: Während des Lesens umweht einen förmlich der Duft von frischgebackenem Apfelkuchen

Seit zehn Jahren ist Zippa ein Einzelkind und dann kamen da plötzlich ihre beiden Zwillingsbrüder dazu. In ...

Vorsicht: Während des Lesens umweht einen förmlich der Duft von frischgebackenem Apfelkuchen

Seit zehn Jahren ist Zippa ein Einzelkind und dann kamen da plötzlich ihre beiden Zwillingsbrüder dazu. In ihrer Familie herrscht natürlich erst einmal Chaos und Zippa steht nicht mehr nur im Rampenlicht für ihre Eltern und auch ihrem Hobby, dem Backen, kann sie nicht mehr ungestört nachgehen. Und dann verstirbt plötzlich auch noch die Uroma Mila. Doch Urmila hat eine spannende Überraschung für Zippa bereit: eine Schatzsuche. Zippa ist natürlich neugierig und gemeinsam mit ihren Freunden kommt sie einem alten Familiengeheimnis auf die Spur und auch Zippas heißgeliebtes Hobby „Backen“ spielt hierbei eine wichtige Rolle.

Mit ihrem Buch „Das Apfelkuchen-Geheimnis“ ist Juliane Breinl ein wunderbares, lebendiges und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Verlag arsEdition 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 192 Seiten umfasst. Es ist geeignet für Kinder ab 9 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber auch für Jungs lesenswert.

Juliane Breinl gelingt es in einer absolut kindgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Sie schafft es ab der ersten Seite eine Nähe zu ihren Lesern zu erzeugen. So macht das Lesen Spaß und Freude und die Geschichte ist spannend wie ein Krimi!
Prima gefallen hat uns die Protagonistin Zippa. Wir konnten prima mit ihr mitfühlen, uns mitfreuen und uns mit ihr ängstigen. Aber auch die anderen Charaktere haben uns begeistert.
Das Thema „Freundschaft“ wird in diesem Buch toll angegangen. So werden von Juliane Breinl ganz alltägliche Momente aufgegriffen, wie etwa ein Streit zwischen Max und Zippa, kleine Eifersüchteleien wegen „Stöcki“, aber eben auch die Wertschätzung der Freunde, die zweite Chance und die Bereitschaft, sich auf einen Menschen einzulassen.
Es werden Lösungen aufgezeigt und die Freundschaft entwickelt sich unter den Kindern prima weiter.
Das anfängliche Thema „Einzelkind versus Geschwisterkind“ wird von der Autorin ebenfalls prima aufgegriffen. Und auch hier hat sich Zippa - auch dank ihrer Freunde und natürlich Eltern - positiv entwickelt.

Das Cover des Buches ist absolut passend zur Geschichte: Max und Zippa mit Spaß und Leidenschaft beim Backen des leckeren Apfeltalers. Meine Tochter und mich hat es total angesprochen.

Ein tolles Highlight wartet außerdem am Ende des Buches: das originale Apfeltaler-Rezept!

Und da uns nun so alles gefällt: die Geschichte insgesamt, die Charaktere, das passende Cover und der frische Schreibstil von Juliane Breinl, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten und wir hoffen darauf, das es noch weitere Bände um Zippa und ihr Backtalent geben wird.

Veröffentlicht am 24.05.2019

Einmal in die mongolische Wildnis und zurück – ein unvergleichliches Abenteuer!

Ins Nirgendwo, bitte!
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„Ins Nirgendwo, bitte! Zu Fuß durch die mongolische Wildnis“ von Franziska Bär ist 2019 im Verlag CONBOOK erschienen. Es umfasst 288 Seiten und ist mit Fotos ergänzt.

Franziska und ihr Freund Felix haben ...

„Ins Nirgendwo, bitte! Zu Fuß durch die mongolische Wildnis“ von Franziska Bär ist 2019 im Verlag CONBOOK erschienen. Es umfasst 288 Seiten und ist mit Fotos ergänzt.

Franziska und ihr Freund Felix haben etwas ganz besonderes vor: eine Reise in die mongolische Wildnis – ein Ort, an dem bisher nur wenige Reisende waren, ein Ort, an dem man die Einsamkeit spüren, das Unentdeckte entdecken kann, die Herausforderung und das Abenteuer erleben kann und der Leser darf mittendrin sein.
Franziska berichtet anfangs von den Reisevorbereitungen, die alles andere als einfach sind und die viele Gedanken kreisen lassen und dann geht die Reise los in dieses von uns in Deutschland weit entfernte Land. Für Franziska und Felix gilt es, die Menschen und das Land auf ihrer Reise kennen zu lernen, Herausforderungen mit den Einheimischen und der Natur zu meistern und auch ihre eigene Beziehung zu ergründen. So erfährt man von einer unheimlichen Begegnung in stockfinsterer Nacht mit einem Einheimischen, von der spannenden Durchquerung eines Gebirgsflusses, von der Konfrontation mit der Einsamkeit, von der Gastfreundschaft der Bevölkerung, der Kommunikation mit Hand, Fuß und Bild, der unglaublichen Natur und vielem mehr.

Franziska Bär gelingt es in ihrem Buch von Anfang an den Leser durch ihren Schreibstil zu begeistern. Sie schreibt flüssig, ehrlich, emotional, spannungsvoll und nimmt auch vor negativen Gedanken und Erlebnissen während der Reise und den Reisevorbereitungen keinen Abstand.

Ich habe mich als Leserin selbst als Mitreisende wahrgenommen, habe mitgefiebert, mitgedacht, mitgeschmunzelt, mich mitgefreut und einfach so gerne gelesen. Die Abenteuerlust und Lebendigkeit von Franziska hat mich gepackt.
Auf in das nächste Abenteuer! Ich freue mich auf weitere Bücher!

Eine glasklare Weiterempfehlung!

Veröffentlicht am 17.05.2019

Mitten in der Pubertät: Louisa – ein Mädchen, das sich selbst kennen lernt

Louisa. Und täglich grüßt das Chaos
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Louisa wird bald 14 Jahre alt und gehört eher zu den unauffälligen, ruhigen Mädchen in ihrer Klasse, die wohl jeder von uns gut kennt. Aber das soll sich jetzt endlich ändern und aus Isi soll die coole ...

Louisa wird bald 14 Jahre alt und gehört eher zu den unauffälligen, ruhigen Mädchen in ihrer Klasse, die wohl jeder von uns gut kennt. Aber das soll sich jetzt endlich ändern und aus Isi soll die coole und angesagte Lou werden. Ein Handyspiel, das Louisa zu ihrem 14. Geburtstag geschenkt bekommt, soll ihr dabei helfen. Aber so einfach ist das alles nicht. Und muss man sich tatsächlich so verändern oder sollte man nicht lieber herausfinden, wer man wirklich ist? Zum Glück hat Louisa liebe Freunde und eine tolle Oma um sich, die sie auf ihrem Weg unterstützen und ihr helfen die echte Louisa kennen zu lernen.

Mit ihrem Buch „Louisa und täglich grüßt das Chaos“ ist Frauke Scheunemann ein wunderbares, jugendgerechtes, lebendiges und sehr lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Oetinger-Verlag 2019 erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 288 Seiten umfasst. Es ist geeignet für Teenies ab 12 Jahren, spricht sicherlich auf den ersten Blick Mädchen an, ist aber bestimmt auch für Jungs lesenswert.

Frauke Scheunemann gelingt es in einer absolut jugendgerechten, klar verständlichen und modernen Sprache ihre Geschichte zu schreiben. Besonders toll finden wir es, dass sie auf die tatsächlichen Schwierigkeiten in der Pubertät mit der eigenen Persönlichkeit eingeht und hier viele Aspekte angeht, die zum Nachdenken anregen und auch zum Darüberschmunzeln. Sie nimmt die Themen (Freundschaft, Erwachsen-Werden, Schule, Selbstbewusstsein) ernst, schafft es aber dennoch den nötigen Humor mit in die Geschichte hineinzubringen. Dadurch gelingt es der Autorin, dass die Leser sofort einen Bezug zu ihrer eigenen Realität herstellen können, sich selbst in die Geschichte hineinversetzen können und das Interesse an der Geschichte natürlich absolut gesteigert wird.
Prima gefallen hat uns auch die Protagonistin Louisa. Wir konnten prima mit ihr mitfühlen, uns mitfreuen und uns mit ihr ärgern. Vor allem in Bezug auf das Thema „Freundschaft“ hat sie sich toll entwickelt und herausgefunden, auf welche Freunde sie zählen kann. Wer weiß, was sich daraus vielleicht in weiteren Bänden noch entwickeln wird?!
Aber auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere, wie zum Beispiel die Oma, Theo, Clarissa usw. sind toll beschrieben und fügen sich in die Geschichte sehr stimmig ein.

Und da uns nun so alles gefällt: die Geschichte insgesamt, die verschiedenen Charaktere, das junge Cover und der frische Schreibstil von Frauke Scheunemann, vergeben wir glatte 5 von 5 Punkten.