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Veröffentlicht am 06.12.2025

Durchdachte Geschichte mit viel Herz

Winterzauber in Manhattan
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Die Engländerin Hayley erfährt durch Zufall von dem heimlichen Wunsch ihrer Tochter Angel, ihren Vater, mit dem Hayley vor zehn Jahren in New York City eine kurze Affäre hatte, kennenzulernen, und beschließt, ...

Die Engländerin Hayley erfährt durch Zufall von dem heimlichen Wunsch ihrer Tochter Angel, ihren Vater, mit dem Hayley vor zehn Jahren in New York City eine kurze Affäre hatte, kennenzulernen, und beschließt, mit Angel nach New York City zu fliegen, um ihrem in Manhattan lebenden Bruder Dean über Weihnachten einen Besuch abzustatten und bei dieser Gelegenheit nach Angels Vater zu suchen. Leider hat Hayley keinerlei Kontaktdaten von ihm, und so gestaltet sich die Suche schwieriger als gedacht. Als sie auch noch unerwartet Deans Chef Oliver über den Weg läuft, wird ihr einmal mehr klar, dass dieser Urlaub anders verlaufen wird als geplant…

Das Cover ist einfach bezaubernd und kommt erst richtig in der Printversion zur Geltung, da die weiße Titelschrift und der in rot gehaltene Autorenname mit weiß-silbernem Glitzerstaub bedeckt sind, was wirklich sehr schön wirkt.

Ich empfand den Schreibstil als sehr angenehm, und die Figuren sind sehr lebendig ausgearbeitet. Von Anfang an hatte ich das Gefühl, als seien Hayley und Angel mir vertraut. Die Szenen laufen wie Filmszenen vor dem inneren Auge ab. Auch wird die Atmosphäre Manhattans sehr gut transportiert.

Hayley fand ich sympathisch, Angel meistens. Überhaupt erinnere ich mich an keine unsympathische Person in dem Buch (Andrew, den ich nicht als Hauptfigur wahrgenommen habe, mal außen vor gelassen). Trotzdem hat jede Person ihren eigenen Charakter, weswegen ich diesen Umstand nicht als negativ empfand.

Was ich schade fand ist, dass das Lektorat ein paar Fehler (weggelassene Silben/Artikel, einmal sogar eine Namensverwechslung) übersehen hat. Es sind zum Glück nicht viele, aber auch ein inhaltlicher Fehler bezüglich des Tischzauberers und seiner Erwähnung im Epilog ist mir aufgefallen.

Die Geschichte ist aber durchdacht und herzlich erzählt, auch wenn ich den Umstand, dass Hayley bei ihrem Arbeitgeber Majestic Cleaning nun gerade als erste Kundin Olivers Mutter zugeteilt bekommt, fast schon als zu großen Zufall empfand. Andererseits: Die größten Zufälle schreibt das Leben selbst.

Insgesamt vergebe ich gute 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Etwas Turbulent-Spannendes fürs Herz

Kein Kuss unter dieser Nummer
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Poppy Wyatt ist Physiotherapeutin und verlobt mit Magnus Tavish. Auf ihrer Junggesellinnenabschiedsparty verliert sie ihren Verlobungsring - ein hochkarätiges Familienerbstück von Magnus’ Mutter. Als kurz ...

Poppy Wyatt ist Physiotherapeutin und verlobt mit Magnus Tavish. Auf ihrer Junggesellinnenabschiedsparty verliert sie ihren Verlobungsring - ein hochkarätiges Familienerbstück von Magnus’ Mutter. Als kurz darauf auch noch Poppys Handy gestohlen wird, ist das Chaos perfekt. Durch Zufall gelangt sie von jetzt auf gleich an das Handy der Sekretärin eines Geschäftsmanns namens Sam. Natürlich kann sie das Handy nicht gleich wieder zurückgeben, schließlich ist dieses, so denkt sie, ihre letzte Rettung, wieder an ihren Ring zu kommen…

Es ist ein Heidenspaß mitzuverfolgen, wie Poppy es nicht lassen kann, sich um Sams E-Mails zu kümmern. Immer tiefer klinkt sie sich, mit den besten Absichten natürlich, in Sams Angelegenheiten ein. Jeder, der schon einmal in einer großen Wirtschaftsfirma gearbeitet hat, kann sich durch die plastisch dargestellten firmeninternen E-Mails auf die eine oder andere Weise entweder mit Sams Sekretärin oder vielleicht auch mit Sam identifizieren.

Angesichts dessen, dass Poppy sich in Magnus’ Familie nicht so richtig wohl, um nicht zu sagen fehl am Platz, fühlt, kann man sich ziemlich schnell ausmalen, wie die Geschichte endet - und zweifelt aufgrund vieler unerwarteter Ereignisse doch bis zum Schluss immer wieder, wie die Sache ausgehen wird.

Viele Situationen lassen den Leser mehr als nur schmunzeln und Poppy schließlich immer tiefer in sein Herz schließen. Ich fand auch Sam sehr sympathisch. Am Ende kamen mir die Tränen, was wohl nur bedeuten kann, dass die Geschichte nicht lebendiger hätte erzählt werden können.

Die Figuren sind wieder so herrlich lebensecht gezeichnet, dass ich sagen kann, „Kein Kuss unter dieser Nummer“ ist einer der besten Kinsella-Romane.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Wo Menschen noch menschlich sind

Die Schnäppchenjägerin
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Vorneweg: Seht euch bitte nicht den Film „Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin“ an, anstatt das Buch zu lesen. Der Film hat kaum etwas mit dem Buch gemein, eine ganz andere Atmosphäre, und auch die Filmfiguren ...

Vorneweg: Seht euch bitte nicht den Film „Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin“ an, anstatt das Buch zu lesen. Der Film hat kaum etwas mit dem Buch gemein, eine ganz andere Atmosphäre, und auch die Filmfiguren sind anders gezeichnet als die Charaktere in dem Buch.

Auf dem Einband eines Kinsella-Romans, den ich mir im Urlaub kaufte, stand "Autorin der beliebten Shopaholic-Reihe". Diese Urlaubslektüre machte mich neugierig auf diese Reihe, also begann ich schließlich mit "Die Schnäppchenjägerin". Und was soll ich sagen, nach den ersten 50 Seiten mag man das Buch über eine liebenswürdige Chaotin mit der gefährlichen Leidenschaft Shoppen nicht mehr aus den Händen legen. Höchstens, um sich dieselbigen vor die Augen zu halten, weil man sich nur noch traut, durch gespreizte Finger hindurch weiterzulesen ob der Berg- und Tal-Fahrten, die man immer wieder mit der Hauptfigur Becky erlebt.

Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, ihre Romanfiguren so zu gestalten, dass man ziemlich schnell das Gefühl hat, diese schon ewig zu kennen. Man hat, ohne dass die Figuren langatmig beschrieben werden, ein genaues Bild von ihnen. Und man mag viele von ihnen, obwohl sie teilweise doch so abwegig handeln und so anders, als man es selbst getan hätte. Gerne würde man Becky so manches Mal schütteln, und doch versteht man meistens, wieso sie letztendlich handelt, wie sie handelt, weil ihre Gedankengänge an sich dann doch wieder schlüssig sind.

Die Figuren des Romans haben die unterschiedlichsten Persönlichkeiten und alle haben ihre Macken, was sie so menschlich sein lässt. Und das ist meines Erachtens die große Stärke des Romans, der für mich hauptsächlich eines ausdrückt: Lebensfreude!

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Gute Laune beim Lesen garantiert!

Das Hochzeitsversprechen
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Dieser Roman wird abwechselnd aus den Sichtweisen der Schwestern Lottie und Fliss erzählt.
Lottie, eine hoffnungslose Romantikerin, trifft mehr oder weniger zufällig ihre alte Jugendliebe Ben wieder, nachdem ...

Dieser Roman wird abwechselnd aus den Sichtweisen der Schwestern Lottie und Fliss erzählt.
Lottie, eine hoffnungslose Romantikerin, trifft mehr oder weniger zufällig ihre alte Jugendliebe Ben wieder, nachdem gerade ihre Beziehung zu Richard, von dem sie glaubte, er würde sie heiraten, in die Brüche gegangen ist. Lottie glaubt sofort, das Schicksal habe bestimmt, Ben sei ihr Mann fürs Leben.
Fliss, geschieden mit einem Sohn im Grundschulalter, hält nichts mehr von der Ehe und ist außer sich, als Lottie und Ben überstürzt heiraten wollen. Als die beiden Neuvermählten sich auf in die Flitterwochen auf einer griechischen Insel, den Ort ihres Kennenlernens, machen, muss Fliss - so glaubt sie - handeln, um Lottie vor einer Riesenenttäuschung zu bewahren. Schafft sie es, den Vollzug der Ehe ihrer Schwester rechtzeitig zu verhindern?
Und was für ein Kerl ist dieser Lorcan, bester Freund und Geschäftspartner von Ben?


Dieser Roman ist so flüssig geschrieben, dass man nur so durch die Seiten gleitet. Der Sprachstil ist schwungvoll, hier hat der Übersetzer (wieder einmal) einen super Job gemacht!

Man kann sich sehr gut in beide Schwestern hineinversetzen (auch wenn ich mich eher als Fliss denken „hörte“ beim Lesen), obwohl man sie so manches Mal schütteln möchte.
Es gibt immer wieder Überraschungsmomente, und ich musste ein paar Mal laut loslachen (was nicht oft bei mir beim Lesen der Fall ist).

Die Figuren sind in der Kinsella so eigenen Art wieder einmal derart wunderbar gezeichnet, dass man das Gefühl hat, man verbringe seine (Lese-)Zeit mit Freunden.

Fazit: Ich konnte das Buch nur schwer wieder aus der Hand legen und vergebe daher die volle Punktezahl.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Einige Längen, aber geheimnisvoll bis zum Schluss

I'll look for you, Everywhere
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Magdalen und Theo sehen sich zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder, als sie aufgrund einer Hochzeitseinladung in ihren Heimatort, die italienische Kleinstadt Chivasso, reisen. Früher einmal waren sie ...

Magdalen und Theo sehen sich zum ersten Mal nach sieben Jahren wieder, als sie aufgrund einer Hochzeitseinladung in ihren Heimatort, die italienische Kleinstadt Chivasso, reisen. Früher einmal waren sie Nachbarn - Magdalen noch ein Kind und Theos kleine Schwester ihre beste Freundin. Aber jetzt spüren Magdalen und Theo eine knisternde Anziehung zwischen sich. Jedoch treten düstere Geheimnisse ihrer Familien an die Oberfläche. Wie stark sind ihre Gefühle füreinander wirklich?

Die mitunter derbe Wortwahl hat mich zuerst verwundert, aber irgendwie hab ich mich dann doch daran gewöhnt. Angesichts dessen, dass sie vorwiegend in der direkten Rede und den Gedanken der Protagonisten vorkommt, der Rest aber durchaus nicht in anspruchslosem Stil geschrieben ist, finde ich die Sprache insgesamt nicht unbedingt unpassend, und diese Gegensätze im Sprachstil deuten bereits in den ersten Kapiteln darauf hin, dass es im Laufe der Geschichte nicht nur um Anziehung und Romantik gehen wird. Sondern auch um das Gegenteil, was erstmals dann auch durch die Erwähnung von Magdalens Brandnarben verdeutlicht wird. Interessant ist auch, wie die Wortwahl während bestimmter Situationen respektvoller ist; sie ist also durchaus als Stilmittel eingesetzt.

Die wachsende Anziehungskraft zwischen Magdalen und Theo kommt gut in den Formulierungen ihrer Gedanken rüber. Dass Theo sich teilweise aber widersprüchlich zu seinen Gedanken verhält, lässt ihn unnahbarer erscheinen als Magdalen und irgendwie auch - nicht auf positive Weise - unvorhersehbarer. Mir war deshalb bis zu den letzten Kapiteln Magdalen ein bisschen näher, auch wenn manche sie schüchtern oder gar unscheinbar nennen mögen. Ich fand sie angenehm.

Es gibt zwischendurch einige Längen in dem Buch, weil einfach wenig passiert, deshalb gebe ich dem Buch 3,5 Sterne, aufgrund der starken letzten Kapitel aufgerundet auf 4 von 5 Sternen.

Zu erwähnen ist noch der wunderschöne hochwertige Klappen-Einband der Print-Version mit verträumt-geheimnisvollem Cover-Motiv und farblich perfekt dazu passendem Verlaufs-Farbschnitt.

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