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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2024

Peanuts, nicht für Kids

Peanuts für Kids - Neue Abenteuer 1: Ein Beagle auf dem Mond
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Ich war begeistert, als ich den Titel sah: Peanuts, für Kids! Ich habe selber als junge Person die Peanuts Comics gelesen und habe mich darauf gefreut, jetzt die Figuren meinen Kindern vorzustellen. Snoopy ...

Ich war begeistert, als ich den Titel sah: Peanuts, für Kids! Ich habe selber als junge Person die Peanuts Comics gelesen und habe mich darauf gefreut, jetzt die Figuren meinen Kindern vorzustellen. Snoopy kannte er schon (allerdings als "Schnuffi"), aber die menschlichen Figuren noch nicht. 

Ehrlich gesagt, ich bin enttäuscht. Das Buch ist ein super Peanuts-Comic, aber leider nicht "für Kids" und auf jeden Fall nicht ab sechs Jahren. Die Peanuts Comic-Strips sind im Grunde für ältere Leser. Die Zeichnungen sind zwar süß und kindlich, aber die Handlung und der Schreibstil sind eher anspruchsvoll. Ich erwartete also eine vereinfachte Version mit einer simplen Geschichte. Stattdessen ist dieses Buch genauso kompliziert wie die traditionellen Snoopys. Die Geschichte springt ohne Gliederung von einem Handlungsstrang zu einem anderen und ist zu chaotisch für Kinder. 

Ich habe das Comic mit meinem Kind (6 Jahre alt) gelesen und er konnte die Geschichte nicht wirklich folgen. Der Text ist auch oft anspruchsvoll, abstrakt oder bezieht sich auf Lebenserfahrungen, die Kinder halt nicht haben. 

Fazit: tolles Buch, nicht für Kids.

Veröffentlicht am 21.04.2024

Tolle Fantasywelt für Buchliebhaber

Sepia 1: Sepia und das Erwachen der Tintenmagie
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Das wunderschöne Buchcover hebt dieses Buch wirklich von anderen ab und gab mir den Eindruck, dass der Schreibstil literarischer sein würde, als bei den üblichen Teenage-Fantasy-Abenteuern. In der Tat ...

Das wunderschöne Buchcover hebt dieses Buch wirklich von anderen ab und gab mir den Eindruck, dass der Schreibstil literarischer sein würde, als bei den üblichen Teenage-Fantasy-Abenteuern. In der Tat ist der Schreibstil ein Hauch über dem Durchschnitt, aber nicht übermäßig literarisch. Dabei lässt sich das Buch sehr gut lesen. Das Tempo finde ich allerdings uneinheitlich: am Anfang ist es passend, die Action-Kapitel fühlen sich ein wenig atemlos an aber das Ende ist eher langatmig. 

Die Handlung hat die übliche Struktur einer "Kind erfährt, dass es besonders ist und muss die Welt retten"-Geschichte und wenn man ein Paar von diesen Büchern gelesen hat, hat man das Gefühl, man kennt schon alle. Alle Elemente sind da: ein Waisenkind, zwölf Jahre alt, ein Du-bist-besonders-Brief, eimr Reise ins neue Leben, ein Internat (oder ähnlich), ein Freundschafts-Trio, ein Gut-gegen-Böse Kampf, usw.

Ich bin aber beeindruckt, wie diese Geschichte neu erzählt wird und die Welt in diesem Buch ist ein Traum für alle Bücherwürmer.

Veröffentlicht am 20.04.2024

Kinderroman für Erwachsene

Bella und die Böllersum-Bande
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Als Kinderroman empfohlen für Kinder ab acht Jahren finde ich dieses Buch ganz schön heftig. Mit 192 Seiten und ziemlich viel Text auf jeder Seite muss das Kind schon ein erfahrener Leser sein. (Dieses ...

Als Kinderroman empfohlen für Kinder ab acht Jahren finde ich dieses Buch ganz schön heftig. Mit 192 Seiten und ziemlich viel Text auf jeder Seite muss das Kind schon ein erfahrener Leser sein. (Dieses Buch hat 28 Zeilen pro Seite und eine entsprechend kleine Schrift, im Vergleich zu den 22 Zeilen, die man üblicherweise bei Büchern für die Altersgruppe sieht.)

Ein bisschen heftig sind auch die Themen, die im Buch besprochen werden. Die Geschichte fängt bei der Beerdigung von Bellas Opa an. Dabei werden einige Dorfbewohner vorgestellt und Bella teilt ganz nüchtern einige Anekdoten über ihren Opa. Sie erzählt auch über das Dorfleben. Böllersum ist kein idyllisches Dorf, sondern ein realitätsnaher Ort mit Armut, hartem Leben und komplizierten Leuten. 

Den Text an sich finde ich trotz der schweren Themen leicht zu lesen. Die Geschichte ist aus der Sicht von Bella erzählt. Sie ist zehn Jahre alt, aber durch den Erzählstil wirkt sie irgendwie jünger. Sie beobachtet und berichtet mit kindlicher Unschuld die Leute und Ereignisse in ihrem Leben. Ab und zu tauchen auch einige schwierige Wörter auf, die im Text sehr auffälig sind. Aber das passt eigentlich gut zum Erzählstil, denn ab und zu verwenden Kinder ja Wörter, die sie gehört haben, um erwachsen zu wirken. 

Im Ganzen finde ich, dass dieses Buch eher für ältere Leser geschrieben wurde, da es eine gewisse inhaltliche Komplexität gibt, die jüngere Leser nicht verstehen werden.

Veröffentlicht am 17.04.2024

Wunderschöne Geschichte für alle Altersgruppen

Kikis kleiner Lieferservice
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Es ist immer interessant zu sehen, welche Bücher als Erwachsene- oder Kinderbücher betrachtet werden. Dieses Buch ist wie ein Märchen geschrieben und fängt sogar mit "Es war einmal..." an. Doch ist "Kikis ...

Es ist immer interessant zu sehen, welche Bücher als Erwachsene- oder Kinderbücher betrachtet werden. Dieses Buch ist wie ein Märchen geschrieben und fängt sogar mit "Es war einmal..." an. Doch ist "Kikis kleiner Lieferservice" im Grunde ein Jugendroman über das Erwachsenwerden, der wahrscheinlich meistens von Erwachsenen gelesen wird. 

Die Protagonistin, Kiki, ist 13 und eine Hexe. Wie es die Tradition ist, muss sie sich nun selbstständig machen und in einen Ort ziehen, wo noch keine Hexe wohnt. 

Das Buch ist sehr schön geschrieben. Der Schreibstil ist simple, doch die Beschreibungen sind lebendig und lassen den Leser sofort in Kikis Welt eintauchen. Die Geschichte umfasst elf Kapiteln. In jedem Kapitel erlebt Kiki ein Abenteuer und lernt eine Art Lebenslektion. In diesem Sinne eignet sich das Buch auch als Vorlesebuch für jüngere Kinder. 

Fazit: Eine wunderschöne, märchenartige Geschichte für alle Altersgruppen.

Veröffentlicht am 14.04.2024

Üppige Fantasywelt und spannende Geschichte

Emblem Island – Der Fluch der Nachthexe
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"Emblem Island: Der Fluch der Nachthexe" ist ein spannendes Fantaysbuch der amerikanischen Autorin Alex Aster. Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn die Handlung (grob betrachtet) nicht besonders ...

"Emblem Island: Der Fluch der Nachthexe" ist ein spannendes Fantaysbuch der amerikanischen Autorin Alex Aster. Die Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn die Handlung (grob betrachtet) nicht besonders originell ist. Die Hauptfiguren sind auch eher stereotypisch: ein Protagonist, der dazu bestimmt ist, etwas Besonderes zu sein, der "Comic-Relief-Sidekick" und das nervige Besserwisser-Mädchen, das einfach mitkommen muss. Der Protagonist ist 12 Jahre alt, also genau in der Altersspanne wo man von phantastischen Abenteuern befallen wird.

Den Schreibstil finde ich im Allgemeinen OK.  Was mich aber persönlich ein bisschen gestört hat, sind die zahlreichen Erwähnungen von Edelsteinen in den Beschreibungen. Augen sind saphirblau, das Meer ist saphirblau oder lapislazuli... Und in dieser Welt wird sogar mit Edelsteinen gekocht: Smaragdpudding, Saphirkuchen, usw. Das finde ich ehrlich gesagt ein bisschen cringe, aber/denn ich war als zehnjährige von Edelsteine fasziniert und bin von daher sicher, dass es die jungen Leser nicht stören würde. 

Die Geschichte finde ich aber spannend und das "Worldbuilding" hat mir sehr gut gefallen.