Ich kann eigentlich nur wiederholen, was ich schon zur ersten Graphic Novel gesagt habe: Wunderbar für Fans wie mich, die noch einmal in diese Geschichte eintauchen und sie neu erleben wollen. Die Geschichte, ...
Ich kann eigentlich nur wiederholen, was ich schon zur ersten Graphic Novel gesagt habe: Wunderbar für Fans wie mich, die noch einmal in diese Geschichte eintauchen und sie neu erleben wollen. Die Geschichte, mit der die ganze Reise in das Schattenjäger Universum begonnen hat. Das ist Nostalgie pur und wirklich schön. Allerdings vermisse ich nach wie vor Farbe in dieser Graphic Novel. Und ich würde sie niemandem empfehlen, der die Originalbücher nicht kennt, da das Ganze doch sehr stark vereinfacht/verkürzt ist.
Ich habe aber meinen Spaß damit und genieße die kleine Reise in die Vergangenheit.
Als Yu-Jin einen Neustart in ihrem Leben braucht, landet sie in einem kleinen malerischen Dorf am Fuße eines Berges. Dort in Soyangri eröffnet sie die »Bücherküche", ein Café mit anschließender Pension. ...
Als Yu-Jin einen Neustart in ihrem Leben braucht, landet sie in einem kleinen malerischen Dorf am Fuße eines Berges. Dort in Soyangri eröffnet sie die »Bücherküche", ein Café mit anschließender Pension. Es kehren über die Zeit verschiedenste Personen ein, sitzen über liebevoll zubereiteten Speisen zusammen, tauschen sich über Buchempfehlungen aus, öffnen sich einander und geben sich den Mut, innezuhalten und neue Wege einzuschlagen.
Das war definitiv eine Geschichte zum Wohlfühlen. Eine ruhige und schöne Reise, trotz ernster Probleme der Charaktere, die aufgegriffen werden, und die sie auf die ein oder andere Art in die Bücherküche geführt haben. Sei es Orientierungslosigkeit, Ausgebranntheit im Job, Krankheiten oder Unzufriedenheiten. Alles davon nachvollziehbar und nachfühlbar. Alle tragen irgendein Päckchen, von dem sie sich in der Bücherküche eine Auszeit nehmen können. Neue Kraft tanken, neue Freundschaften schließen, neue Perspektiven aufs Leben bekommen. Das zieht sich super schön durchs Buch und macht die Geschichte insgesamt sehr cozy.
Dazu trägt natürlich das Setting bei. Die Stimmung wird sehr gut durch die Beschreibungen der Natur, des Essens, der Bücher und der Gemütlichkeit in der Pension transportiert. Es fühlt sich wie eine warme Decke an, die man umlegt. Womit ich nicht gerechnet habe, dass es doch eher eine Kurgeschichten-Sammlung ist. Ich hatte erwartet, dass wir Yu-Jin stärker kennenlernen, und ihren Alltag verfolgen, während immer neue Menschen in die Bücherküche kommen und dort aufeinandertreffen. Tatsächlich war aber jedes Kapitel erstmal eine Einleitung in eine neue Person, die dann nach Soyangri kommt. Zwischen den Kapiteln sind auch größere Zeitsprünge, wir kriegen also weniger von der Pension und den dort arbeitenden Personen mit. Natürlich gibt es trotzdem Bindeglieder. Manche Charaktere kehren zurück, tauchen in anderen Kapiteln wieder auf, es wird Bezug genommen auf vorherige Begegnungen und mehr. Das war schön gemacht, nur war es mir trotzdem durch den Aufbau ein klein wenig zu knapp bzw. zu oberflächlich manchmal.
Deswegen hab ich mich nicht ganz so eingesogen in die Geschichte gefühlt, wie erhofft, aber das ist nur ein kleines Manko für mich gewesen. Ansonsten habe ich dieses Buch sehr genossen und gern gelesen. Ich kann es empfehlen, wenn ihr auch mal innehalten wollt.
Carl, früher Buchhändler, ist heute Buchspazierer. Er bringt einigen besonderen Kunden bestellte Bücher nach Hause und spaziert dabei durch die Gassen seiner Stadt. Tag für Tag geht er seiner Routine nach. ...
Carl, früher Buchhändler, ist heute Buchspazierer. Er bringt einigen besonderen Kunden bestellte Bücher nach Hause und spaziert dabei durch die Gassen seiner Stadt. Tag für Tag geht er seiner Routine nach. Bis eines Tages eine Hiobsbotschaft seiner Chefin und ein neunjähriges, aufgewecktes Mädchen alles auf den Kopf stellen und Carl lernen muss, sich auf Neues einzulassen.
Ich finde, "Der Buchspazierer" ist ein süßes, ruhiges Buch, das man gut zum Abschalten lesen kann. Es ist zum Entspannen und Schmökern, nichts mit unfassbar viel Tiefgang oder Finesse, ich war nicht allzu ergriffen oder mitgerissen. Aber ein paar schöne und interessante Messages stecken auf jeden Fall drin, über die man ein wenig sinnieren kann. Und ich mochte den kurzen Ausflug in Carls Leben. Ich mochte es, mitzuerleben, welche Bücher er für wen und warum auswählt, wie er auf das Lesen und die Menschen blickt, wie er sich letztlich weiterentwickelt, und vor allem, wie aus Bücherliebenden eine helfende Gemeinschaft entstehen kann. Bücher bringen eben einfach Menschen zusammen. Das hat diese Geschichte hier sehr schön transportiert.
Alana sieht über jedem Menschen seine restliche Lebenszeit, und fängt an laut zu kreischen, sobald jemand dem Tode nahe ist. Obwohl ihre Freunde versuchen, ihr zu erklären, dass sie eine Banshee sein muss, ...
Alana sieht über jedem Menschen seine restliche Lebenszeit, und fängt an laut zu kreischen, sobald jemand dem Tode nahe ist. Obwohl ihre Freunde versuchen, ihr zu erklären, dass sie eine Banshee sein muss, will sie davon nichts wissen und ein möglichst normales Leben führen. Doch als sich in Santa Fe einige Morde häufen, und der Detective Dylan Shane auf Alana aufmerksam wird, muss sie sich dem stellen, was in ihrem Leben und in ihrer Stadt los ist. Werden sie die Morde aufklären können – und am Ende alle überleben?
Der Klappentext von Plötzlich Banshee hat mich schnell angesprochen, weil es sehr humorvoll klang, und ich mal wieder Lust auf ein witziges Buch hatte, das nicht so schwer im Magen liegt. Das habe ich auch definitiv bekommen. Ich bin ganz gut in die Story reingekommen, fand den roten Faden spannend, der Schreibstil war locker und ich musste am Anfang öfter schmunzeln.
Jedoch ist das relativ schnell für mich gekippt. Ich habe nach den ersten paar Kapiteln festgestellt, dass mir das Buch zu drüber ist und der Schreibstil nicht so meins. Sämtliche Charaktere agieren durchweg total überdreht, die Dialoge und der Humor waren für meinen Geschmack kindisch-übertrieben und wirkten oft affektiert. Zudem haben mich die unendlich vielen Vergleiche und Metaphern irgendwann rausgebracht. Ein paar davon tragen ja gut zu einem bildlichen Schreibstil bei, aber das waren teilweise zwei oder drei pro Seite, und manchmal sehr seltsame.
Wer aber Lust auf überspitze Unterhaltung mit einem Augenzwinkern hat, ist hier sicher gut aufgehoben.
2,5 Sterne von mir
Lysta lebt in Armut und ständiger Angst an einem der Höfe von Aloria. Denn in diesem Reich werden magische Kräfte nicht angeboren, sondern in einem Trialing erworben, und ihr König zwingt seine Bevölkerung ...
Lysta lebt in Armut und ständiger Angst an einem der Höfe von Aloria. Denn in diesem Reich werden magische Kräfte nicht angeboren, sondern in einem Trialing erworben, und ihr König zwingt seine Bevölkerung zu dieser meist tödlichen Prüfung. Als Lysta ihm in die Hände fällt und überraschend überlebt, soll sie zu einer Waffe gemacht werden. Doch ein Spion eines anderen Hofs könnte ihr die Möglichkeit geben, endlich für ihr Volk zu kämpfen. Doch wem kann Lysta wirklich trauen?
War Hour hat eine richtig tolle Basis. Wie cool ist es bitte, dass magische Fähigkeiten dort gewonnen werden können? Jede Prüfung bezieht sich auf die Gaben oder Tugenden des jeweiligen Hofes, das heißt die Fähigkeiten, mit denen man da rauskommt, können von Hof zu Hof und dann auch nochmal von Person zu Person unterschiedliche Ausprägungen haben. Tolle Idee. Und auch generell die verschiedenen Höfe, und das neutrale Land, auf dem sich alle treffen können, um Konflikte zu klären. Welt und Magie sind interessant. Dazu kommt eine unfreiwillig reingezogene Protagonistin und ein launischer junger König eines anderen Hofs, der schwer zu durchschauen und irgendwie auch anziehend ist. Inklusive einem engen Freundeskreis, der ein wenig zugänglicher ist als er. Super Mischung und fand ich definitiv in den Grundzügen sehr gelungen.
Jedoch bliebt das Buch ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück. Ich hatte das Gefühl, dass es ein wenig das Potenzial, das in der Idee steckte, verschenkt hat. Denn alles blieb ziemlich oberflächlich. Ich hab wenig Gefühl für die Höfe und das World Building bekommen, die Charaktere blieben eher eindimensional, in der neutralen Festung plätscherte die Handlung ein wenig, und mich hat das emotional alles nicht so erreicht wie erhofft.
Es ist trotzdem immer noch ein interessantes Buch, das auch neugierig auf die Fortsetzung macht und sich sehr gut lesen lies! Ich hatte nur ein bisschen was epischeres erwartet, das war vielleicht auch mein Fehler. Es kann ja auch nicht immer jede Geschichte übermäßig episch auftrumpfen.