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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.08.2025

Gelungene Fortsetzung

A Torch Against the Night
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Elias und Laia sind auf der Flucht vor dem Imperium, vor Elias' ehemaliger bester Freundin. Das Ziel ihrer gefährlichen Reise ist das Gefängnis, in dem Laias Bruder eingesperrt ist. Für eine mögliche Rebellion ...

Elias und Laia sind auf der Flucht vor dem Imperium, vor Elias' ehemaliger bester Freundin. Das Ziel ihrer gefährlichen Reise ist das Gefängnis, in dem Laias Bruder eingesperrt ist. Für eine mögliche Rebellion ist er unverzichtbar. Doch der Weg dorthin ist voller Gefahren und Geheimnisse ...


Wie schon bei Band 1 brauchte ich auch hier wieder ein wenig, um richtig reinzukommen. Ich hatte das Gefühl, das Buch nimmt erst recht spät so richtig Fahrt auf und ist vor allem im letzten Drittel voller Action und Spannung gewesen, mit denen es mich richtig gekriegt hat.

Aber interessant war auch der Aufbau zuvor. Die Entwicklung der Hauptcharaktere Laia, Elias und Helena. Wie sie zweifeln und immer wieder neu abwägen, ob das gut oder sinnvoll ist, was sie tun. Laia, die immer mehr über sich hinauswächst. Elias, der unbedingt das richtige tun will. Alle Wege hab ich gern begleitet, auch wenn ich sagen muss, dass ich mit Helena nicht wirklich warm werde. Manchmal nervt sie mich etwas, und ich bin kein Fan davon, dass die einzig weibliche Kameradin von Elias natürlich in ihn verliebt sein muss.

Außerdem ist es mir wie im Vorgänger immer noch ein bisschen zu wenig positives und zu viel schlimmes. Ich vermisse leichte, schöne, lustige Momente, die gibt es irgendwie gar nicht. Aber ich find die ganze Welt und Handlung so spannend, weil sie wirklich schaffen, mich trotz kleinerer Kritiken extrem neugierig zu machen, wo alles noch hinführt und was wir noch herausfinden. Manches ist erwartbar, anderes wiederum überraschend, das mag ich sehr. Die Geschichte baut sich zwar langsamer auf, aber nichts davon ist überflüssig, es ist alles wichtig und ergibt Sinn.

Die Beschreibungen, generell der ganze Schreibstil sind zudem wirklich schön und gut zu lesen, es ist sehr bildlich und lebendig alles. Es bleiben einige Fragen offen; vor allem auf Darin oder auch den Nachtbringer bin ich mega gespannt. Darum freue ich mich schon, weiterzulesen!

4 Sterne

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Wundersame, beeindruckende Reise

A Tale of Foxes and Moons
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Auf den ersten Blick ist die Medizinstudentin Aiko eine ganz normale Frau. Doch das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Sie ist die Reinkarnation der Fuchsgöttin Inari, deren Seele so lange ...

Auf den ersten Blick ist die Medizinstudentin Aiko eine ganz normale Frau. Doch das könnte nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein. Sie ist die Reinkarnation der Fuchsgöttin Inari, deren Seele so lange wiedergeboren wird, wie sie einen Kodama, einen Naturgeist an ihrer Seite hat. Als dieser jedoch stirbt, ist Aiko auf der Suche nach einer Rettung für ihre Seele. Dabei kreuzt sich ihr Weg mit Chiaki, ihrem Rivalen aus dem Studium, der niemand anderes ist als die Reinkarnation des Mondgottes Tsukuyomi. Jener Seele, die mit Aikos Seele tief verbunden ist - denn in jedem Leben stirbt Inari durch seine Hand. Doch stattdessen bleibt Aiko und Chiaki dieses Mal keine andere Wahl als zusammenzuarbeiten ...

Wow, was für eine Reise, die sich für mich nur schwer in Worte fassen lässt. Ich hatte die unterschiedlichsten Gefühle während des Lesens; mal überzeugter, mal weniger, immer wieder überrascht, häufig sehr gefesselt und gegen Ende wirklich tief berührt.

Ich hatte manchmal ein bisschen das Gefühl, ich würde verschiedene Bücher lesen, weil die Geschichte sich mehrmals total gewendet hat. Erst wirkt es unschuldig übernatürlich mit den Kodama und seltsamen Vorfällen. Dann wiederum hat es Horrorelemente, wenn Aiko und Chiaki auf der Spur von gruseligen japanischen Mythen und Rachegeistern sind. Manchmal wirkt es wie ein ganz normaler zeitgenössischer Liebesroman, wenn man Aikos normales Leben verfolgt. Es ist aber auch stark durchzogen von medizinischen und gesundheitlichen Elementen. Ein bisschen Enemies to Lovers und Forced Proximity, mit Schicksalsebene. Und dann im letzten Drittel wirklich dramatisch und bittersüß, dass es mich total aus dem Nichts getroffen hat.

Klingt wild? War es auch. Aber irgendwie hat es funktioniert. Es hat gepasst, und das Buch hat mich immer wieder neu gekriegt. Es ist wirklich toll geschrieben. Dazu ist es ziemlich einzigartig, sowas hab ich in dem Stil noch nicht gelesen (was nicht heißt, dass es das nicht gibt), und darum war es total erfrischend und emotional und die Story echt spannend. Was will man mehr?

Ich hab selten einen Fantasy-Einzelband gelesen, der sich - im besten Sinne - nach einer so langen, vollständigen Reise anfühlte. Auch wenn ich objektiv vielleicht ein bisschen Kritik hätte, und es Passagen gab, die mich weniger gefesselt hatten, so ist es rundum ein wahnsinnig interessantes Leseerlebnis gewesen, das mich letztlich wirklich beeindruckt hat.

5 Sterne

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Veröffentlicht am 01.08.2025

Informativ und interessant

Darm mit Charme
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Der Darm hat keinen allzu guten Ruf und es wird selten über ihn gesprochen, weil er vor allem mit Stuhlgang verbunden wird. Dabei ist er so unfassbar wichtig für unsere Gesundheit, und so vielschichtig ...

Der Darm hat keinen allzu guten Ruf und es wird selten über ihn gesprochen, weil er vor allem mit Stuhlgang verbunden wird. Dabei ist er so unfassbar wichtig für unsere Gesundheit, und so vielschichtig in dem was er tut! Zum Beispiel Übergewicht, Depressionen und Allergien hängen mit einer gestörten Balance der Darmflora zusammen. Es ist also sinnvoll, sich näher mit ihm zu beschäftigen. In diesem Buch erklärt die junge Wissenschaftlerin Giulia Enders viel rund um den Darm und eröffnet neue Perspektiven.

Ich fand das Buch sehr gut und angenehm zu lesen, mit einer guten Mischung aus medizinisch korrekten Erklärungen und umgangssprachlichen Ausdrücken. Vor allem mochte ich viele der Vergleiche und Metaphern, die die Autorin nutzt, um verständliche Bilder in unseren Köpfen zu erzeugen. Das Buch ist inhaltlich sinnvoll aufgebaut und mit angenehmen Kapitel- und Unterkapitellängen. Ich hab viel neues gelernt, mir viel markiert und Zusammenhänge verstanden. Selbst manches, was ich schon grob wusste, habe ich mit Hilfe des Buches nochmal genauer unter die Lupe nehmen können. Bei ein, zwei späteren Kapiteln hat mich die Autorin doch ein wenig verloren, denn da ging es so tief in Bakterienstämme, dass ich als Nicht-Biologin gemerkt habe, wie ich gedanklich abschalte und nicht mehr mitkomme. Aber das war nur ein kleiner Teil des Buches.

Insgesamt von mir auf jeden Fall eine Empfehlung. Es ist wirklich gut und wichtig, sich mehr mit dem Darm auseinanderzusetzen, egal ob gesunder Mensch oder vorerkrankt.

4 Sterne

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Berührende Sylt Suspense

Über uns das Tosen des Sturms
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Jette hat es eigentlich geschafft: Sie kann endlich in der Anwaltskanzlei ihres Vaters anfangen. Doch der traut ihr nur wenig zu. Und als ihr auch noch Joshua als erster Fall zugewiesen wird, steht plötzlich ...

Jette hat es eigentlich geschafft: Sie kann endlich in der Anwaltskanzlei ihres Vaters anfangen. Doch der traut ihr nur wenig zu. Und als ihr auch noch Joshua als erster Fall zugewiesen wird, steht plötzlich einiges auf dem Spiel. Joshua von früher. Joshua, der ein unschönes Detail ihrer Vergangenheit kennt. Und der nun selbst in Schwierigkeiten steckt. Doch anders als Jette vermutet, ist Joshua nicht das Unschuldslamm, das er vorgibt zu sein. Denn er kommt mit einer Mission. Und während Jette um die Kontrolle über den Fall und ihre Gefühle ringt, fängt Joshua an, an seinen Absichten zu zweifeln ...

Für mich war »Über uns das Tosen des Sturms« ein sehr schöner Abschluss der Sylt Suspense Reihe. Ich mag Janines Schreibstil einfach sehr gerne, sie schreibt sehr berührend, emotional, mit Poesie aber trotzdem auch umgangssprachlich-verständlich. Die Insel und das Feeling kommen auf jeden Fall gut rüber, auch wenn mir in diesem Band das raue Meer ein bisschen im Fokus gefehlt hat.

Jette ist eine starke Protagonistin, die sich durchsetzen kann, aber auch unter vielen Unsicherheiten leidet. Sie entwickelt sich weiter und gleichzeitig bleibt sie ihren Prinzipien treu. Sie ist vielschichtig und sympathisch. Vor allem mochte ich sie iin Kombination mit ihrem Zwillingsbruder Nick. Von den beiden hätte ich gern noch ein wenig mehr gehabt, denn ihr Umgang miteinander ist wirklich schön.

Joshua hatte es im Leben bisher nicht leicht, das merkt man auch, und trotzdem versucht er, ein guter Mensch zu sein. Das mochte ich an ihm und ich konnte ihn die meiste Zeit nachvollziehen. So richtigen Zugang hab ich aber irgendwie trotzdem nicht zu ihm bekommen, dabei kann ich gar nicht sagen, woran genau es lag. Mir hat so ein letzter Funke gefehlt, und das hat sich auch im Knistern/der Chemie zwischen den beiden gezeigt. Vielleicht war es aber auch weniger er selbst, als das Zusammenspiel, denn ich hätte mir manchmal mehr Vehemenz von Jette bzgl. Grenzen und mehr Akzeptanz dahingehend von Joshua gewünscht. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, ich mochte sie immer noch sehr gerne.

Ein bisschen hab ich die Freundesclique vermisst. Max und Sophie kamen ein wenig vor, aber so dieses Zusammenspiel der Gruppe insgesamt hat gefehlt, vor allem durch die Abwesenheit von Erik und Hanna.

Der Suspense Anteil ist toll umgesetzt. Nicht zu gruselig oder düster, es ist immer noch Romance, aber mit ein wenig Gänsehaut und Gefahr, die die Liebesgeschichte abgerundet hat.

Es ist vielleicht nicht mein Lieblingsband (das ist Band 2), aber ich mochte ihn wieder sehr gerne und kann die ganze Reihe sehr empfehlen. Ich freue mich auf mehr Lesestoff von Janine.

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Veröffentlicht am 25.06.2025

Kein Highlight, aber guter Abschluss

House of Verity (Abschlussband der dystopischen Fantasysaga)
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Um den Aionen die Macht über die Zeit zu nehmen, müssen Averie und ihre Freunde auf Verity in die Vergangenheit reisen und das verschollene Weltenei finden. Doch nicht alle Verbündete der Gegenwart sind ...

Um den Aionen die Macht über die Zeit zu nehmen, müssen Averie und ihre Freunde auf Verity in die Vergangenheit reisen und das verschollene Weltenei finden. Doch nicht alle Verbündete der Gegenwart sind es auch in der Vergangenheit – und umgekehrt. Wem kann Averie trauen, wenn alle ein falsches Spiel spielen? Und wird sie am Ende den Mann, der sich für sie geopfert hat, retten können?

Ich liebe Marah Woolfs Bücher, und diese Reihe war einfach wieder eine richtig gute Idee. Ich finde das ganze Konzept mit der Zeitmagie super spannend und auch überzeugend umgesetzt. So auch hier. Lose Fäden werden verknüpft, weitere Geheimnisse aufgedeckt und Fragen beantwortet, neue und bekannte Charaktere bekommen mehrere Facetten. Außerdem mag ich ihren Schreibstil sehr, und wie sie die Weiterentwicklung von Averie über die Reihe hinweg ausgestaltet hat. Sie weiß einfach, wie mans gut macht.

Nur hat House of Verity mir lange nicht wirkliche Finalband-Vibes gegeben. Es hat sich wirklich langsam aufgebaut, man hat nach und nach mehr erfahren, und nur sehr spät hat das Tempo angezogen, wie ich es erwarten würde, wenn es auf das Finale zusteuert. Es hat sich eher wie ein Mittelband angefühlt. Im Nachhinein denke ich mir, hätte man vielleicht die Zeitenspiele in Band 2 weggelassen und die Reise in die Vergangenheit anders/früher aufgebaut, sodass das große Showdown hier mehr Platz bekommt.

Im letzten Drittel hat es aber deutlich zugelegt und dann hat es mich komplett gefesselt und ich hab am Buch geklebt. Das war die Spannung, wie ich sie hier erhofft hatte, und ich war doch noch glücklich! Allerdings ist mir der Romance Part – der seit Band 1 wichtig war und dementsprechend auch Raum verdient hat – hier zu kurz gekommen. Durch die Zeitreise gab es nur wenig Chance, die Liebesgeschichte weiter auszubauen bzw. kam das zu spät und dann zu plötzlich. Auch die Wiedervereinigung und das Verzeihen ging mir persönlich am Ende zu schnell. Trotzdem war ich glücklich, wie das Buch und die Reihe geendet ist.

Insgesamt nicht das epische Finale, das ich mir gewünscht hätte, und nicht mein Lieblingsband der Reihe. Aber immer noch gut, und die ganze Reihe ist einfach wegen des Magiekonzepts auf jeden Fall zu empfehlen.

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