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Veröffentlicht am 30.03.2026

Kate - die zwei Seiten einer Frau

ZIMMER 706
6

Kate, Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, eine glückliche Ehe. Doch wie bei vielen berufstätigen Müttern fordern Alltag und Beruf ihren Tribut.
Dann gibt es da noch die andere Seite von Kate, eine Affäre, ...

Kate, Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, eine glückliche Ehe. Doch wie bei vielen berufstätigen Müttern fordern Alltag und Beruf ihren Tribut.
Dann gibt es da noch die andere Seite von Kate, eine Affäre, die schon sechs Jahre andauert. Alle paar Monate trifft sie sich mit James, raus aus ihrem Alltag, sozusagen Wellness für die Seele.
Dann geschieht das Unerwartete, das die Autorin im Nachwort treffend als Force Majeure bezeichnet. In dem Hotel kommt es zu einem Terrorangriff.. Niemand kann das Hotel verlassen oder betreten.
Plötzlich befinden sich Kate und James in einer Situation, die sie nicht kontrollieren können. Werden sie das Hotel lebend verlassen?
Wichtig ist mir, hier zu betonen, dass es sich bei dem Buch nicht um einen Thriller handelt. Die Situation im Hotel dient nur als eine spannende Rahmenhandlung.
Viel mehr geht um die Kate, die ihr Leben und ihre Ehe reflektiert. In Rückblicken erzählt die Autorin von den Anfängen ihrer Beziehung zu ihrem Mann Vic und anderen wichtigen Ereignissen aus Kates Leben.
Kate überlegt, was sie ihrer Familie hinterlassen soll, was von ihr bleibt, wenn sie nicht überlebt.
James, die Affäre, spielt im Hotelzimmer eher eine Nebenrolle. Er ist ein Mensch, der die Leser und Leserinnen spalten wird.
Die Kernthemen des Romans, was möchte man den Menschen, die man liebt, mitteilen, wenn man glaubt zu sterben? Bereut man Dinge, die man getan hat oder hat man das Gefühl, etwas bereinigen zu müssen?
Das Ende überrascht, da nicht alle Fragen beantwortet werden und der Leser auf die eigene Vorstellungskraft angewiesen ist. Für mich ist genau deshalb absolut stimmig.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Cover
Veröffentlicht am 28.03.2026

EIn Sommer und ein nicht vergessene Schuld

Der Sommer, der uns blieb
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Dieses Buch hat ein Cover und eine Ausstattung, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Wunderschön fängt er das Thema Sommer des Titels ein. Ein Lesebändchen, ein passendes Lesezeichen und die Zitate, ...

Dieses Buch hat ein Cover und eine Ausstattung, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Wunderschön fängt er das Thema Sommer des Titels ein. Ein Lesebändchen, ein passendes Lesezeichen und die Zitate, mit denen die Kapitel überschrieben sind, runden den Eindruck ab.
Drei Freunde, Britta, Pia und Martin, ein vergangener Sommer in der Jugend, eine verhängnisvolle Entscheidung, das Ende der Freundschaft und zwei Jahrzehnte Stille.
Nach all den Jahren treffen sich die drei aus unterschiedlichen Gründen mit den jeweiligen Sorgen, die sie belasten, in ihrer alten Heimatstadt wieder.
Werden sie es schaffen, die Ereignisse von damals zu überwinden?
Erzählt wird dieser emotionale Roman aus unterschiedlichen Perspektiven und auf zwei Zeitebenen.
Die kurzen Kapitel fördern den Lesefluss. Die Charaktere sind sehr stimmig beschrieben und wirken in ihren Handlungsweisen authentisch.
Was es für mich nicht gebraucht hätte, war die Verlagerung der Handlung der Gegenwart in die Coronazeit. Das Coronathema bot für die Handlung in meinen Augen keinen Mehrwert.
Dafür wäre stellenweise mehr Tiefe in den Figuren oder Handlungen schön gewesen.
Insgesamt ein lesenswerter Roman, der mit leisen Tönen punktet und das Thema Freundschaft und was wichtig ist im Leben, in den Mittelpunkt stellt.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 28.03.2026

Ein packender historischer Roman

Der Fährmann
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Zwei Dörfer an der deutsch-östereichischen Grenze, getrennt durch die Salzach. Ein Fluss, der in diesem Buch für Verbindungen und Trennungen, Vertrauen und Misstrauen, Freude und Trauer steht.
Der historische ...

Zwei Dörfer an der deutsch-östereichischen Grenze, getrennt durch die Salzach. Ein Fluss, der in diesem Buch für Verbindungen und Trennungen, Vertrauen und Misstrauen, Freude und Trauer steht.
Der historische Roman spielt in der Zeit um den Ersten Weltkrieg. Hannes, Elisabeth und Annemarie verbindet eine enge Freundschaft.
Doch ihre Wege werden sich trennen. In der damaligen Gesellschaft waren die weiteren Lebenswege vorprogrammiert. Hannes, bestimmt dazu, der neue Fährmann zu werden. Ein Leben in Einsamkeit, ohne Familie, ständig den Gefahren des Flusses ausgesetzt.
Hannes wird durch den ganzen Roman nicht nur die Verbindung zwischen den beiden Dörfern sein, sondern auch das Bindeglied zwischen den Personen und in der Handlung. So wird der Beruf des Fährmann auch zum Symbol seines Lebens.
Elisabeth wird gezwungen den Sohn des Großbauern heiraten, einen brutalen und unbarmherzigen Menschen. Obwohl ihr Herz von Kind an für Hannes , den Fährmann schlägt, der diese Liebe auch erwidert.
Annemarie,die Tochter der Wirtsleute, verdammt dazu, freundlich zu den Gästen, vor allem den Männlichen zu sein. Gezwungen, allen Wünschen nachzugeben.
Ein Schreibstil, der einen direkt packt. Versetzt in eine andere Zeit, mit anderen Werten und Regeln, als die, die uns geläufig sind. Eine Zeit, in der Frauen zu gehorchen hatten. Eine Zeit, in der Männer sich nehmen konnten, was sie wollten.
Diese Konstellationen führen zu Schicksalsschlägen, unglücklichen Verbindungen, Tod und Kummer. Der Beginn des Ersten Weltkrieges nimmt den Dörfern die Männer. Die Frauen, auf sich alleine gestellt, lernen, dass auch sie etwas zählen.
Nach allen tragischen Entwicklungen findet der Roman ein gutes Ende. Die Liebesgeschichte ein runden Abschluss.
Regina Denk hat die damaligen Umstände, die untergeordnete Rolle der Frau und die herrschende Gewalt in den Familien vor dem historischen Hintergrund toll in Szene gesetzt. Ein lesenswerter und packender historischer Roman.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
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Veröffentlicht am 28.03.2026

Wem kann man trauen?

Das Gehöft
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Leo Brandt, der Autor, bislang kenne ich ihn nur, unter anderem Namen, als Verfasser einer ausgezeichneten Krimireihe.
Hier hat er einen Thriller vorgelegt, der schon auf dem Cover ein düsteres Szenario ...

Leo Brandt, der Autor, bislang kenne ich ihn nur, unter anderem Namen, als Verfasser einer ausgezeichneten Krimireihe.
Hier hat er einen Thriller vorgelegt, der schon auf dem Cover ein düsteres Szenario bietet. Handlungsort, eine Hallig, das ist die Abgeschiedenheit schon Programm.
Lara und ihr Lebensgefährte Henry ziehen mit einem weiteren Paar und Laras autistischen Bruder Malte auf diese Hallig. Die idealistische Vorstellung der fünf ist die ökologische Bewirtschaftung der Hallig.
Der Prolog lässt schon ahnen, dass es vielleicht doch nicht alles so idyllisch werden könnte.
Zunächst ist alles gut, Silke ist Ärztin, Lara Biologin, Henry und Kenan IT-Experten. Doch dann ändert sich das Wetter, eine Sturmflut wird angekündigt. Es kommt zum Streit mit Henry, Malte verschwindet und Lara findet sich in einem Albtraum wieder. Sie weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann, am allerwenigsten vielleicht Henry.
Der größte Pluspunkt des Thrillers ist die Beschreibung der Atmosphäre. Die ungestüme Gewalt des Wetters, die Einsamkeit auf der Hallig, schaffen ein Kopfkino, bei dem man den Regen spürt und den Wind heulen hört.
Das Thema Vertrauen, Misstrauen und wie schnell so etwas umschlagen kann, ist gut gelungen. Als Leser stellt man sich ständig die Frage, wo das Motiv liegen könnte.
Einige Entwicklungen sind anders gelaufen, als man erwartet hatte, andere Handlungsstränge waren dagegen offensichtlich.
Was mich etwas gestört hat, war die Naivität, wie die fünf diesen Umzug angegangen sind. Stellenweise hätte es dann auch etwas weniger Drama und Wetter sein dürfen.
Überhaupt nicht gepasst hat für mich der Epilog, der auch keinen Mehrwert für die Handlung geboten hat.
Insgesamt aber ein spannender und unterhaltsamer Thriller, der aber an die Krimireihe nicht heranreicht.



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Veröffentlicht am 21.03.2026

Spannender Serienstart

Dunkelmann
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Dunkelmann von Jacob Weinreich und Lars Findsen punktet mit erschreckend realitätsnaher Handlung und einer kontinuierlich vorhandenen Spannung. Maja Birk und Daniel Hartmann ermitteln für den dänischen ...

Dunkelmann von Jacob Weinreich und Lars Findsen punktet mit erschreckend realitätsnaher Handlung und einer kontinuierlich vorhandenen Spannung. Maja Birk und Daniel Hartmann ermitteln für den dänischen Geheimdienst, ein Leben, das mit der “James Bond” Vorstellung nichts gemeinsam hat. Eigene Wünsche und Privatleben werden dem Job untergeordnet, Risiken für Leib und Leben an der Tagesordnung.
Findsen, als ehemaliger Chef des dänischen Geheimdienstes, gewährt dem Leser einige interessante Einblicke in die Arbeit der Geheimdienste.
Dieser politische Thriller kommt zum größten Teil ohne Gewalt aus. Die Spannung entsteht subtil im Hintergrund, da das Ziel lange im Dunklen bleibt.
Es werden mehrere Handlungsstränge kombiniert und die Leser durch die Türkei, Dänemark und Grönland geschickt.
Die Mischung aus wirtschaftlichen Interessen, authentischen Charakteren und aktuellen Bezügen ( Interesse an Grönland und der Aufbau einer neuen Seidenstraße) die macht diesen Thriller lesenswert.
Wer politische Thriller liebt, ist hier genau richtig. Von mir eine klare Empfehlung.

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