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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.05.2024

Bester Band der Reihe

Wintermord
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Der 13. Fall mit der sympathischen Romy Beccare und Team. Ein Krimi, der einen von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt. Der Spannungsbogen zieht immer wieder an, die Wendungen sind trickreich. Obwohl ...

Der 13. Fall mit der sympathischen Romy Beccare und Team. Ein Krimi, der einen von der ersten bis zur letzten Seite mitnimmt. Der Spannungsbogen zieht immer wieder an, die Wendungen sind trickreich. Obwohl man den Täter zu kennen glaubt , kann man sich nie sicher sein.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und die besondere Atmosphäre an der Ostsee wird toll vermittelt. Die Charaktere werden weiter entwickelt und dieses Mal liegt der Focus auf der sympathischen Ruth und Finn, der seit dem letzten Band dazu gekommen ist. Das Privatleben bleibt aber dezent, so dass der Fall nie überlagert wird.
Der Fall selbst ist ausgesprochen spannend. Eine Familientragödie, die rasch geklärt zu sein scheint. Doch dann beginnt, durch eine Zufallsentdeckung, alles von vorne. Ein Verwirrspiel der besten Art. Das Team steht vor vielen Fragezeichen und einer fast unmöglichen Aufgabe.
Mich hat dieser Krimi bestens unterhalten und es gibt eine klare Leseempfehlung für das Buch und natürlich für die ganze Reihe.

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Veröffentlicht am 04.05.2024

Vom Glück, sich selbst zu finden

Bonjour Agneta
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Wo fange ich an? Das Cover ist hübsch, steht aber für mich in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt.
Agneta, 49, zwei erwachsene Kinder, ein Mann, der nicht zu ihr passt. Er schwebt auf der Fitnesswelle, ...

Wo fange ich an? Das Cover ist hübsch, steht aber für mich in keinem Zusammenhang mit dem Inhalt.
Agneta, 49, zwei erwachsene Kinder, ein Mann, der nicht zu ihr passt. Er schwebt auf der Fitnesswelle, sie liebt gutes Essen und das Sofa
Agneta fühlt sich unsichtbar und farblos.
Eine Zeitungsannonce mit einem Jobangebot in der Provence wird für sie zum lebensverändernden Angebot.
Sie bricht aus, aus Ehe und Job.
In der Provence trifft sie auf Einar, 80 Jahre und beginnende Demenz. Um ihn soll sie sich kümmern. Er lebt in einem alten Kloster, im Dorf trifft sie auf einen Barbesitzer, eine alte Frau, die wunderbar nähen kann. Sie trifft auf Menschen, die sich lebendig fühlen. Und zum ersten Mal sieht sie sich wieder, hat das Gefühl zu leben.
Die Autorin hat einen leichten und flüssigen Schreibstil. Die Figuren sind gut dargestellt. Am Anfang konnte mich das Buch mitnehmen, das hat aber mit fortlaufender Story nachgelassen. Mir persönlich wurden hier zu viele Themen verarbeitet.
Das Ende war versöhnlich, die Botschaft klar. Es ist nie zu spät, etwas zu ändern, sein Glück zu finden.

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Veröffentlicht am 03.05.2024

Mord auf der Insel der Reichen und Schönen

Mord unterm Reetdach
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Ein Immobilienmakler schreibt einen Krimi, in dem der Ermittler was ist, ja genau, ein Immobilienmakler. Man merkt deutlich, dass Eric Weismann die Insel liebt, auf der er lebt.
Kristian Dennermann ist ...

Ein Immobilienmakler schreibt einen Krimi, in dem der Ermittler was ist, ja genau, ein Immobilienmakler. Man merkt deutlich, dass Eric Weismann die Insel liebt, auf der er lebt.
Kristian Dennermann ist interessant. Er hat eine besondere Wahrnehmung für seine Umwelt und bemerkt Dinge, die anderen verborgen bleiben. Seine sympathischste Eigenschaft ist sein Faible für das britische Königshaus. Ein eigener Raum mit Souvenirs, ein Corgie und eine Assistentin, die er scherzhaft Miss Honeypenny nennt. Gleichzeitig verfolgt ihn ein Trauma, das sein Leben vor Jahren veränderte.
Das Sylter Urgestein Hinnerk Petersen kommt ums Leben. Dennermann beginnt zu ermitteln und langsam entwickelt sich der Fall. Die involvierten Personen sind unterschiedlich und teilweise sehr skurril. Drohungen und ein mysteriöser Informant im Hintergrund runden die Ermittlungen ab. Der Schreibstil ist locker und humorvoll. Dennermann führt den Leser als Ich- Erzähler durch das Buch.
Insgesamt ein netter Cosy Krimi vor toller Sylt Kulisse, der gut unterhält und bis zum Schluss spannend bleibt.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Klara, Alex und eine Reihe von Missverständnissen

The Happiness Blueprint
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Für Klara geht es zurück nach Schweden, als ihr Vater an Krebs erkrankt. Sie soll für die Zeit der Behandlung die Fliesenfirma leiten.
Klara, kein Organisationstalent, nicht wirklich von sich überzeugt, ...

Für Klara geht es zurück nach Schweden, als ihr Vater an Krebs erkrankt. Sie soll für die Zeit der Behandlung die Fliesenfirma leiten.
Klara, kein Organisationstalent, nicht wirklich von sich überzeugt, autistische Züge, liebenswert, chaotisch.
Auf eine, aus der Not heraus, geschaltete Stellenanzeige, meldet sich Alex.
Alex, ist gefangen in der Trauer um seinen toten Bruder, keinen Job, viel Therapie.
Genau er ist der Richtige für den Job.
Damit wird es kompliziert für die beiden. Von Beginn an reihen sich Missverständnisse aneinander, die den Weg zum zu erwartenden Ende amüsant und holprig gestalten.
Ally Zetterberg lässt die beiden Protagonisten in sich abwechselnden Kapiteln zu Wort kommen. Der Schreibstil wechselt dabei und passt sich dem jeweiligen Charakter an. Google-Suchanfragen und Kalendereinträge runden den Stil ab.
Das Buch ist amüsant geschrieben, bietet aber auch ernste Themen an (z.B. Trauer, Autismus), die zwar nicht in die Tiefe gehen (was auch nicht zum Stil des Buches passen würde) , aber durchaus zum Nachdenken anregen.
Eine emotionale, romantische und humorvolle Geschichte, um zwei sympathische Protagonisten.

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Veröffentlicht am 29.04.2024

Eine Familiengeschichte mit dem Duft von Schokolade

Café Alba
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Der Untertitel “ Ein Traum aus Nuss und Schokolade” und das Cover zeigen uns schon, in welcher Welt der Leser sich bewegen wird.
Das Cover ist einfach nur traumhaft schön und der Hunger auf Schokolade ...

Der Untertitel “ Ein Traum aus Nuss und Schokolade” und das Cover zeigen uns schon, in welcher Welt der Leser sich bewegen wird.
Das Cover ist einfach nur traumhaft schön und der Hunger auf Schokolade wird einen während des ganzen Buches nicht mehr loslassen.
Emilia Lombardi hat sich von der Geschichte der Firma Ferrero inspirieren lassen. Man begegnet immer wieder Leckereien, wie der Crema Piemontese, bei denen man direkt an Ferrero denkt.
Es beginnt alles in der Nachkriegszeit, in einem kleinen Dorf. Francesca muss mit 16 Jahren die Familie verlassen, um in Alba als Hausmädchen für die Familie Milani zu arbeiten.
Die bildhafte Sprache der Autorin lässt das Städtchen Alba, das Café und die Backstube vor den Augen entstehen. Wir begleiten Francesca, die sich schnell im Haushalt eingelebt hat, von 1946 bis 1952.
Zwischen Matteo, dem Sohn der Familie, und Francesca entwickelt sich eine Beziehung.
Schicksalsschläge führen dazu, dass Francesca sich ganz in das Café einbringt und mit Ideen und Geschäftstüchtigkeit hilft. Neider und familiäre Unstimmigkeiten machen die Probleme nicht kleiner.
Emilia Lombardi ist hier eine tolle Familiengeschichte gelungen, die mit Herz und historischem Hintergrund punktet. Man weint und lacht mit den Charakteren, wird von Wendungen überrascht und ist traurig, wenn man auf der letzten Seite angekommen ist.
Ein einziger kleiner Kritikpunkt ist, dass einige Sachen sehr glatt liefen, z.B. die Rückzahlung der Schulden durch den Verkauf der Crema Piemontese. Das ging mir etwas zu schnell. Oder die gute Ausstattung des Haushalts, ein Jahr nach Kriegsende. Aber auf die gesamte Handlung hat es der Lesefreude keinen Abbruch getan.
Ein tolles Buch, das eine Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne bekommt.

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