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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.05.2025

Schatzsuche in der Vergangenheit

Die unsichtbare Hand
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Julie Clark konnte mich mit ihren Büchern bisher immer fesseln. Hier geht es zurück in die Vergangenheit, in das Jahr 1975. Das Jahr, in dem Poppy und Danny ermordet wurden. Ermordet von ihrem eigenen ...

Julie Clark konnte mich mit ihren Büchern bisher immer fesseln. Hier geht es zurück in die Vergangenheit, in das Jahr 1975. Das Jahr, in dem Poppy und Danny ermordet wurden. Ermordet von ihrem eigenen Bruder?
Das Cover zeigt uns das Haus, in dem das Unfassbare geschehen ist. Die Stimmung ist trostlos, verloren, geheimnisvoll.
In der Gegenwart nimmt Olivia Dumont aus finanziellen Gründen einen Auftrag als Ghostwriter an. Auftraggeber, ihr Vater und potentielle Mörder seiner Geschwister. Der Vater, zu dem Olivia schon seit langer Zeit keinen Kontakt mehr hat. Ihre Mutter hat die Familie verlassen und Oliva hat Ojai den Rücken gekehrt.
Wird der Vater die Wahrheit erzählen? Olivia begibt sich auf eine Schatzsuche nach Spuren in der Vergangenheit. Vor uns entwickelt sich die Entstehung und Aufarbeitung dieser Familientragödie. Erzählt wird einmal aus der Perspektive von Poppy und Vincent im Jahr 1975. Die zweite Ebene bildet die Gegenwart mit den Ereignissen um Olivia und ihren Vater.
Ich bin ehrlich, das Buch hat es mir schwer gemacht. Es hat sich stellenweise doch schon sehr gezogen. Winzige Details wurden endlos beleuchtet. Am meisten überzeugt haben mich die Kapitel aus der Sicht von Poppy. Erst im letzten Drittel hat sich der Sog entwickelt, das unbedingte Weiterlesen, um der Lösung näher zu kommen.
Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Erstklassiges Debüt

Teddy
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1969, ein Sommer in Rom. Teddy Huntley Carlyle, frisch verheiratete Diplomatengattin, trifft in Rom auf Intrigen, oberflächliche Beziehungen, dominante Männer und eine Zeit, in der die Rolle der Frau von ...

1969, ein Sommer in Rom. Teddy Huntley Carlyle, frisch verheiratete Diplomatengattin, trifft in Rom auf Intrigen, oberflächliche Beziehungen, dominante Männer und eine Zeit, in der die Rolle der Frau von diesen sehr genau definiert wurde.
Teddy ist eine Frau, die ihre Rolle in der Gesellschaft weder in ihrem bisherigen amerikanischen Leben noch in Rom findet. Sehr bedacht darauf, was andere von ihr denken, dabei stets im Zwiespalt mit der Frau, die sie gerne wäre und der Frau, die sie sein soll.
Das Buch ist fantastisch erzählt. Teddy erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive,nach dem Ereignis, das ihr Leben im 180° drehen sollte.
Gekonnt fängt Emily Dunlay die Stimmung dieses Sommers in Rom ein. Die Partys, die Menschen und die toxische Beziehung zu ihrem Mann. Rückblicke in ihre Vergangenheit runden die Story ab.
Mir hat dieses Debüt ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Tigliobianco, ein Dorf mit Herz und Charme

Erdbeersommer mit Aussicht
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Priscilla Verdebosco steckt in einer Schreibkrise. Außerdem hat sie keine Lust mehr auf die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Umgebung.
Sie sucht Ruhe und Inspiration im kleinen Dörfchen Tigliobianco, ...

Priscilla Verdebosco steckt in einer Schreibkrise. Außerdem hat sie keine Lust mehr auf die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Umgebung.
Sie sucht Ruhe und Inspiration im kleinen Dörfchen Tigliobianco, in dem die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist.
Skurrile Bewohner, kleine Straßen, Buchclub, Kirche, Dorfladen. Ein Dorf, in dem man sich achtet und auch noch aufeinander achtet. Die kleinen persönlichen Dorfstreitigkeiten dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Priscilla landet mitten im Dorf und ist auch schnell mittendrin, inklusive der Bekanntschaft mit einem charmanten Schönheitschirurgen namens Cesare. Ein lange verschollenes Erdbeerkuchenrezept “Die Suprema” sorgt für den kleinen Spannungsfaden. Ob es wohl wieder auftaucht?
Für die Bücherverliebten unter den Lesern sorgt eine Schatzsuche für das besondere Feeling.
Die richtige Portion Kitsch, ein bisschen Liebe, ein wenig Drama, Sommer, Sonne , ein toller Schreibstil und viel Humor. Das Buch hat alles, was man manchmal braucht.

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Veröffentlicht am 01.05.2025

Tolles Finale

Nightbirds, Band 2 - Das Herz des Goldfinken
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Die Geschichte der Nightbirds wird weiter erzählt. Wir tauchen tief ein in die Charaktere und ihre Emotionen. Sie erleben alle eine starke Weiterentwicklung. Die Handlung wird durch die Gefahr einer Droge, ...

Die Geschichte der Nightbirds wird weiter erzählt. Wir tauchen tief ein in die Charaktere und ihre Emotionen. Sie erleben alle eine starke Weiterentwicklung. Die Handlung wird durch die Gefahr einer Droge, die Männern die Möglichkeit gibt, die Magie der Frauen zu beherrschen, sehr spannungsgeladen. Jede der Frauen muss entscheiden, wie weit sie gehen möchte, für sich , für die Nightbirds, für Simta.
Der finale Band lebt von diesen Emotionen, die in einem stürmischen Finale gipfeln.
Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, den ersten Band zu lesen, damit man der Handlung gut folgen kann.
Mich hat auch der zweite Band überzeugt.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Gut aufbereitetes Thema für Jugendliche

Something happened to Ally
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Sexuelle Gewalt, ein wichtiges Thema unter Jugendlichen. Totgeschwiegen, verharmlost, schön

geredet. In diesem Buch werden alle Seiten beleuchtet, Opfer, Täter, Zuschauer.

Es beginnt mit Ally, verliebt ...

Sexuelle Gewalt, ein wichtiges Thema unter Jugendlichen. Totgeschwiegen, verharmlost, schön

geredet. In diesem Buch werden alle Seiten beleuchtet, Opfer, Täter, Zuschauer.

Es beginnt mit Ally, verliebt in den Sportstar der Schule, der glaubt er kann und darf alles. Auf einer Party wird aus einem Nein eine Vergewaltigung.

Es gibt eine Passage, die die Gefühllage von Ally vor der Vergewaltigung unterstreicht: Du willst aber etwa anderes hören, nicht wahr? Dass ich Angst habe. Oder dass es sich nicht gut anfühlt. Aber das tut es. Es ist gleichzeitig erschreckend und großartig.

Sie ist verliebt, aufgeregt, hat ein bisschen Angst vor der eigene Courage. Und dann die Grenzüberschreitung. Man fühlt mit Ally, ihren Schmerz, den sie nicht äußern kann, die verletzten Gefühle und das große Schweigen.

Sehr feinfühlig führt die Autorin die Leser durch dieses schwierige Thema. Da ist Blythe, die mit Sean befreundet ist und aus falsch verstandener Solidarität und starken eigenen Gefühlen, Ally manipulieren will, um Sean zu schützen. Erschreckend die choreografierten Abläufe sexueller Gewalt an der High-School, auch zwischen den jungen Frauen.

Meine Kritikpunkte sind, die für mich nicht ausreichend dargestellten Folgen für Sean. Es geht am Ende etwas unter, wie schwerwiegend seine Tat war. Und die Mütterproblematik bei Ally und Blythe. Hier fehlte mir der für die Handlung Sinn ergebende Zusammenhang.

Positiv hervorzuheben ist auf jeden Fall das Nachwort, in dem die Autorin ihre ganz persönliche Sicht der Dinge und Erfahrungen teilt.

Insgesamt ein Buch , dass ich auch als Schullektüre für geeignet halte.

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