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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.07.2020

Hot Mama ist mal eher die Bad Zicke

Hot Mama
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Bigtime 1 war für mich ein etwas erwachseneres Buch von Jennifer Estep, von der ich bis jetzt eher die sehr erfolgreichen Jugendbücher gelesen habe.

So war für mich nach dem ersten Teil ganz klar, dass ...

Bigtime 1 war für mich ein etwas erwachseneres Buch von Jennifer Estep, von der ich bis jetzt eher die sehr erfolgreichen Jugendbücher gelesen habe.

So war für mich nach dem ersten Teil ganz klar, dass ich auch den zweiten Lesen würde. Leider kann ich vorwegsagen, dass mir dieser nicht so gut gefallen hat wie der erste.

Zum Inhalt:

Wir schließen an das erste Buch an, wo Carmen und Sam nun vor ihrer Hochzeit stehen und mit anschließend großer Flitterwochentour durch Europa. Carmen ist als Karma Girl ein Teil der Superheldengruppe Fearless Five geworden und Fiona mag Carmen mittlerweile sogar ein bisschen.

Durch Carmen ist auch deren Freundin Lulu hinzugekommen. Die junge Frau ist die IT-Spezialistin und hilft aus dem Background mit, da sie selbst im Rollstuhl sitzt. Mit Fiona nimmt sie sich den Spaß, ihre Witze zum Thema Feuer unter die Nase zu reiben. Daher mag Fiona sie natürlich überhaupt nicht leiden.

Wir lernen Fiona etwas mehr kennen. Ihren Job als Designerin, ihre außergewöhnlichen Essensgewohnheiten und ihren Alltag aus Chefin und Superheldin.

So lernt sie auf der Hochzeitsfeier von Carmen und Sam den natürlich übernatürlich gutaussehenden und super sexy gebauten Johnny Bulluci kennen. Den Bruder ihrer größten Modekontrahentin in New York.

So sehr Fiona ihrem toten Verlobten nachweint, so ganz kann sie die Augen und die Gedanken nicht von Johnny fernhalten.

Neben ihrem nun sehr aufwallenden neuen Liebesleben, ist auch der Nebenjob als Superheldin am Florieren. Zwei böse Mädels sind in der Stadt und verursachen Unfälle, Diebstähle und verletzten Menschen.

Zur Hauptdarstellerin Fiona:

Die ganze Geschichte findet nach wie vor aus der Ich-Perspektive statt, so dass wir Fionas Gefühlsleben hautnah erleben. Den Zwiespalt zwischen Johnny und ihrem Ex-Verlobten. Der Stress mit Lulu und so vielen Dingen die sie unheimlich nerven.

Und da sind wir schon an dem Punkt, der einfach mal gar nicht ging. Schon zum Anfang des Buches regt sie sich darüber auf, das Carmen und Sam überall in der Zentrale Sex haben. In gefühlt jedem Zimmer und jeder Ecke. Aber genau wird sie im laufe des Buches das gleiche mit Johnny machen. Andere verübeln was man selber macht. Ne ne ne. Unsympathisch Teil 1.

2. Moralapostel Fiona kann eine Reporterin nicht leiden, welche in ihren Augen immer super schlampig wirkt. Billige Kleider die nichts verbergen, Dekolletés die alles sprengen und generell das fast schon Flachlegen mit Blicken. Sie verachtet die Alte, aber selbst ist sie kaum besser. Schon nach dem zweiten Date landet sie mit Johnny im Bett und in anderen Ecken. Zeige nicht auf andere, wenn du nicht besser bist.

So war mir Fiona als Charakter einfach nicht interessant genug und alles in allem einfach viel zu unsympathisch. Dieses sich über andere stellen aber nicht besser sein, kann ich gar nicht leiden. Zudem die Autorin immer wieder betonen muss, wie schnell ihr Stoffwechsel ist und sie deswegen ständig essen muss. Es war schon fast wie „Das große Fressen“ und einfach nur noch widerlich. Zwei oder drei Mal hätte gereicht, aber so isst sie gefühlt in jedem Kapitel Unmengen was ein normaler Mensch nicht essen kann. Der Grund ist ja verständlich, aber man muss es doch nicht ständig wiederholen.

Fazit:

Für mich ist das der schwächere Teil und das um Welten. Den ersten fand ich super und das liegt neben der sympathischen Carmen einfach daran, dass die Geschichte mehr Pepp, Humor und Tiefgang hatte. Man hat mitgefiebert wer hinter den Superhelden steckt, hat ihr gewünscht, dass sie ihr Ziel erreicht. Der Druck der Konsequenzen war höher. Hier ist es für mich eine Liebesgeschichte die aus Sex entsteht und einfach in sich so willkürlich und oberflächlich erscheint. Dazu Fiona, welche nicht gerade mit Charme beflügelt.

Das dritte Buch steht noch im Regal und wird daher gelesen, hätte ich das Buch extern erhalten, würde ich es mir nochmals überlegen, auch wenn im dritten Teil ein andere Charakter im Vordergrund steht.

Veröffentlicht am 02.07.2020

So sprachgewaltig wie eine bunte große Kirmes

Carnival
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„Carnival“ beschreibt in einer sehr bildlichen Sprache einen Jahrmarkt, oder wie wir sagen, eine Kirmes irgendwo in den USA. Dem Leser wird die Geschichte aus der Sicht eines Erzählers nähergebracht.

Dieser ...

„Carnival“ beschreibt in einer sehr bildlichen Sprache einen Jahrmarkt, oder wie wir sagen, eine Kirmes irgendwo in den USA. Dem Leser wird die Geschichte aus der Sicht eines Erzählers nähergebracht.

Dieser hat ein recht schnelles Tempo, so wie die schnellen Fahrgeschäfte unserer Zeit. Dabei spielt der Anfang der Geschichte, in einer nicht näher benannten Zeit, wo diese noch aus Holz bestanden und recht einfach gehalten waren. Der Text ist recht durchlaufend geschrieben, ohne Absätze und Pausen in der Geschichte. Er springt von Person zu Person und von der Essensbude zur Spielebude. Dies passiert in einem sehr schnellen und durchlaufenden Tempo, dass man das Gefühl hat, auf einem schnellen Durchflug durch die Kirmes teilnimmt. So das man versucht alles zu sehen, zu verstehen und zu verdauen, dies aber gar nicht gelingen kann bei so viel Input in so wenig Zeit und Raum.

Aber er nimmt sich die Zeit vieles so schön im Detail zu erklären, dass man die Zuckerwatte auf der Zunge spürt und die Gerüche geradezu wahrnehmen kann.

Auch die Menschen die dort arbeiten und „Kirmser“ genannt werden haben ihren Platz im Buch. So vor allem ihre Geschichten. Der Flüchtige, der Mörder, neben dem Mädchen was aus einem schlimmen Zuhause geflüchtet ist. Sie alle sind eine Familie und lieben ihr Leben auf der Kirmes und das tägliche dafür schuften.

So gibt es den „Berufstandschwätzer“ der die Leute auf die Kirmes holt und in die Attraktionen. Solche Begriffe geben dem Buch eine Besonderheit.

„Ein Großkotz und Augenwischer und ein verdammt unterhaltsamer noch dazu.“

So ist das Buch mit 119 Seiten sehr schnell gelesen und gerade wegen der fehlenden Absätze auch so schmal. Es fehlt dem Buch zudem an Dialogen. Es ist wirklich eine reine Erzählung wie aus der Erinnerung eines Menschen und genau dies ist es auch. Denn schon zu Anfang kann man erahnen, was mit der Kirmes und ihren „Kirmsern“ zum Zeitpunkt der Erzählung los ist.

Es ist anders und es ist eigen, vor allem ist es sehr lebendig. Dennoch muss man Fan dieser Art von Buchaufbau sein.

Veröffentlicht am 01.07.2020

Absolut empfehlenswert, wer Fantasy ohne Lovestory sucht

Hex Files - Hexen gibt es doch
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Ivy Wilde ist die Persönlichkeit Frau, welche ich einfach nur göttlich finde. Alles andere als perfekt, bisschen was aufm Rippen und ein großes, loses Mundwerk. Zudem ein bisschen sehr faul und kaum ersichtlich, ...

Ivy Wilde ist die Persönlichkeit Frau, welche ich einfach nur göttlich finde. Alles andere als perfekt, bisschen was aufm Rippen und ein großes, loses Mundwerk. Zudem ein bisschen sehr faul und kaum ersichtlich, sehr intelligent.

Aber wer glaubt nun zu wissen wer Ivy ist, der täuscht. Sie fährt um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren Taxi. So auch direkt am Anfang des Buches. Und wenn da meint einer sie ausrauben zu wollen, so hat dieser das schlechteste Taxi überhaupt erwischt. Denn Ivy ist eine Hexe und dazu noch eine verdammt gut. Eine Rune auf den Oberschenkel gemalt und der Dieb hat auf gut deutsch sowas von verschießen.

In dieser Welt sind normalerweise die Hexen mit ihrem Talent im Orden der Magischen Erleuchtung und lernen dort den Umgang und steigen in der Hierarchie auf. So gibt es für den Leser am Anfang des Buches eine tolle Übersicht, damit man versteht wie die drei Stufen aufgebaut sind und wer wo ist.

Ivy war mal ein Teil des Ordens, ist aber schon im jungen Erwachsenenalter ausgeschieden. Nicht ganz freiwillig, aber traurig ist sie bei weitem nicht drum. Normalerweise hat sie ihre Ruhe vor dem Orden und will daran auch nichts ändern. Das Zaubern ohne driftigen Grund und ohne die Zustimmung des Ordens ist zwar nicht verboten aber es wird nicht gerne gesehen. Daher hält sich Ivy doch sehr bedeckt. Aber Schlösser öffnen und Diebe damit bekämpfen, das ist einfach ein Muss für sie.

Ihr Mitbewohner ist der Kater Brutus. Mehr als nur eine Katze ist er ein Gefährte für sie, so wie jede Hexe und Hexer einen hat. In jungen Jahren hat sie ihm bereits einen kleinen Wortschatz beigebracht. Sein Lieblingswort ist dabei „Hunger“, gefolgt von einer Beleidigung welche ich nicht wiedergeben will XD. Er ist der kleine Star in der Geschichte und man weiß immer, wenn er in die Szene kommt, wird es lustig.

Eine weitere wichtige Rolle und vor allem Kulisse ist ihre Nachbarin Eve und deren Wohnung. Eve ist ebenfalls eine Hexe und Teil des Ordens. Genauso wie Ivy hat auch sie einen Gefährten, der jedoch nicht reden kann. Aber so wie ein Mensch alles versteht was man ihm sagt.

Kurzfristig wird Eve auf einem Außeneinsatz geschickt und Ivy kümmert sich um ihre Wohnung. Dort wird sie nach nur einem Tag überrascht von zwei erstmal offensichtliches Einbrechen und zeigt denen wer das Sagen hat. Nur leider haben diese ihre Aufgabe bereits erfüllt und zu Ivys Verdruss, diese mit Eve verwechselt. Nun sind die beiden gar keine Einbrecher und Ivy hat das Pech nun für die nächsten 100 Tage an der Seite von Adeptus Exemptus Raphael Winter, Teil der Arkanen Abteilung des Ordens und somit der Ermittlungsbehörde, zu arbeiten.

Für die sonst sehr faule Ivy soll eine harte Zeit anfangen mit anderen Aufstehens Zeiten als wie sie es gewohnt ist und einem Mann der ihr Kontra gibt. Die Suche nach den Bösewichten beginnt und für sie gleichzeitig der Weg raus aus der Bindung zu Winter, denn Bock hat sie mal null auf das Ganze.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Beide Charaktere zeigen viel von ihrer Persönlichkeit, wobei bei Winter noch viel Geheimnisvolles hinter steckt. Hier freue ich mich auf Teil zwei und drei um ihn näher kennen zu lernen.

An Ivy mag ich ihre Schlagfertigkeit und das sie sagt was sie denkt. Zudem das sie so schlau ist nicht ihr ganzes Potential zu zeigen. Dies kommt zwar nach und nach zum Vorschein, aber sie bildet sich nichts drauf ein und man glaubt ihr das sie selbst gar nicht weiß wie stark und vielfältig ihre Magie ist. Wenn sie mit Winter ihre Wortgefechte hat oder ihn provoziert mit Blicken und Körpereinsatz, kann man einfach nur grinsen.

Winter ist sehr ruhig und am Anfang sehr streng, lässt aber mit der Zeit etwas nach und gibt auch ein bisschen von sich preis. Er ist schon der klassische Hübschling, lässt es aber nicht raushängen. Das macht ihn ebenfalls sympathisch. Nur solle er aufpassen was er sagt, denn zu Anfang zu Ivy sagen, sie solle abnehmen. Autsch. Das war unschön.

IN der Geschichte passiert recht viel und das Tempo ist schon gut angezogen. Es wird niemals langweilig und neben der Action gibt es sehr gute Gespräche zwischen den beiden, wo man immer folgen kann und auch mal herzlich lachen darf.

Ich finde das beide Charaktere weit weg der 19-Jährigen Teeniegeschichten sind, gibt dem Buch ein gewisses Erwachsensein, welche mir sehr gut gefallen hat. Vor allem weil mal null Liebesgeschichte dabei ist. Wird sicherlich noch kommen, aber dass habe ich im ersten Band null vermisst und gibt den beiden einen guten Start auch mal normale Arbeitskollegen sein zu können.

Ich freue mich schon sehr auf die beiden Folgeteile und werde auf jeden Fall beide lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.06.2020

600 Seiten Überlänge auf die man verzichten kann

Die Tribute von Panem X. Das Lied von Vogel und Schlange
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Dieses Buch, war für mich eines derer, welche ich unter allen Umständen in 2020 lesen wollte. Leider hat mich das Glück in sämtlichen Verlosungen, verschiedener Seiten im Stich gelassen. Aber die Bücherei ...

Dieses Buch, war für mich eines derer, welche ich unter allen Umständen in 2020 lesen wollte. Leider hat mich das Glück in sämtlichen Verlosungen, verschiedener Seiten im Stich gelassen. Aber die Bücherei war dann so großzügig es zu haben und leider bin ich mehr als nur enttäuscht.

Bei einem guten Buch fliege ich nur so durch die Seiten. In der Bahn wird gelesen, beim warten auf diese, daheim in jeder freien Minute. Hier war es eher: Heute mal wieder 30 Seiten lesen, die Bücherei braucht es zeitig wieder, da es vorbestellt wurde.

Ich gehöre zu denen, welche die Hauptreihe vollständig gelesen haben, dazu die schlechten Verfilmungen gesehen hat. Aber dieses Buch schafft es noch die Filme zu unterbieten. So viel Hoffnung auf die Vorgeschichte wie man nur legen konnte, hat dieses Buch mit 600 Seiten eine überzogen lange Geschichte aufgebaut die wenig bis kaum Spannung mit sich bringt.

In diesem Prequel, erfahren wir, wie es zu dem Snow kommt, der mit Gift tötet, wie wir ihn aus den Tributen von Panem kennen gelernt haben. Der junge Coriolanus Snow, lebt mit Cousine und Großmutter in einer Wohnung, welche mehr nach außen hin mit Wert betrachtet wird, aber das Gegenteil ist. Die Familie ist arm, aber dies ist ein Zustand der im Kapitol niemand wissen darf. So hofft Snow auf ein Stipendium, den anders wird er sich die Universität nicht leisten können.

In der Schule ist er nicht schlecht, aber der Direktor hat einen unheimlichen tiefen Hass gegen ihn, was er sich nicht erklären kann. Daher muss er buckeln und alles machen um seine Familie und sich über Wasser zu halten.

So kommen die 10. Hungerspiele und ganz zufällig ist er einer der Mentoren die mit teilnehmen soll. Das erste Mal sind es Jugendliche und keine Erwachsene die dafür eingesetzt werden. Ihm wird, neben der Schmach das mitmachen zu müssen, noch ein Mädchen aus dem 12. Distrikt zugeteilt. Schlimmer kann es für ihn kaum kommen. Aber er wird merken wie sehr er Lucy Gray unterschätzt, denn sie wird es noch weit bringen.

So erleben wir in drei großen Abschnitten die Geschichte um Snow, Lucy und seinen Klassenkameraden und Mitmentor Sejanus Plinth.

Im ersten Teil erleben wir das kennen lernen zwischen den Mentoren und den Tributen. Damals noch wie Tiere in einem leeren Zookäfig gehalten, dem Verhungern nahe und Krankheiten die mitgebracht werden, schaffen es nicht mal alle bis in die Arena hinein. Hier wir Snow das erste Mal vor die Herausforderung gestellt, um sein Leben zu kämpfen. Denn der Direktor legt ihm Steine in den Weg und die extrem unsympathische und soziapathische Dr. Gaul sogar ganze Brocken. So muss er sich gegen Freunde und Mitschüler stellen um Lucys und seine Sicherheit zu wissen. Es ist der Anfang einer Entwicklung, welcher er nie für sich für möglich gehalten hätte.

Im zweiten Teil befindet sich die Geschichte in der Arena. Hier erwartet man eigentlich die Action, die vielfältigen Tode, die Fallen und man bekommt einen riesigen Schuttplatz mit sehr langatmiger Geschichte. Es gab damals noch nicht das was wir aus den 60. Spielen mit Katniss kennen. Es war eine flache Arena, welche durch einen Bombenangriff etwas zerfetzt wird und das war es. Durch Snows Initiative, wenn auch unfreiwillig, werden die Spiele jedoch etwas aufgepeppt. Alles in allem ist es aber ein so immens langweiliger und kräftezehrender Abschnitt, wo eigentlich nichts passiert. Außer dass es immer weniger Tribute werden.

Im dritten Abschnitt ist er dann in der Ausbildung zum Friedenswächter, zusammen mit Sejanus. Hier mag ich gar nichts weiter zu schreiben, außer dass man hier aus 200 Seiten 100 hätte machen können und es wäre immer noch langweilig. Einzig interessant ist, dass hier die absolute Veränderung von Snow ihren Höhepunkt beginnt.

Das Buch hat mich leider null überzeugt. Es wäre so viel möglich gewesen, die Autorin hat aber eine Geschichte geschrieben, gefühlt in Dauerschleife und dann hin und wieder ein paar Brocken eingeworfen dieses mit Leben füllt.

Die Entwicklung von Snow ist langsam, aber fast schon noch das Beste am ganzen Buch. Nur braucht es dafür keine 600 Seiten. Die meisten finden, er war von Anfang an ein Ekel, eingebildet, selbstsüchtig und es wäre zu erwarten gewesen. Dies stimmt aber nicht. Der Junge kommt aus Verhältnissen die mies sind, nach außen muss er den Schein waren. Dann wird ihm Ärger und Tod angedroht und was soll er denn machen, wenn er überleben will? Ich habe Verständnis, denn wer will nicht überleben und buckelt dafür, wenn es sein muss.

Lucy Gray bleibt im Ganzen Buch über sehr grau und dient als Grundlage für die Geschehnisse und Entscheidungen von Snow, aber sie selbst ist mir nach 600 Seiten immer noch sehr fremd.

Ich persönlich habe mir mehr versprochen und das Buch ist nur was für absolute Fangirls und Boys. Denn die Geschichte hat nichts zu bieten. Die Charaktere sind blass. Die Story in die Länge gezogen. Geht man vom ersten Panembuch aus mit seinen 5 Sternen, ist dies hier nicht mehr als 2 Sterne wert.

Veröffentlicht am 24.06.2020

Absolut empfehlenswert, auch für Nicht-Science-Fiction-Fans

Neon Birds
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Wenn es für mich Bücherüberraschungen gibt, dann gehört für mich 2020 Neon Birds dazu. Von der Bücherei ausgeliehen, erstmal nichts Besonderes erwartet, bin ich nach einem etwas holprigen Start extrem ...

Wenn es für mich Bücherüberraschungen gibt, dann gehört für mich 2020 Neon Birds dazu. Von der Bücherei ausgeliehen, erstmal nichts Besonderes erwartet, bin ich nach einem etwas holprigen Start extrem positiv von dem Buch überrascht wurden. Zu oft habe ich erlebt das viele gute Bewertungen bei Büchern sind, da diese als Leseexemplare von den Leuten gehypt werden, aber hier ist es zurecht.

Wir springen sofort in die Geschichte und einen Krieg hinein, den man so auch nicht regelmäßig in Büchern findet. Ein bisschen an eine Zombieapokalypse erinnernd, landen wir in einer Forschungsstation mit Überwachungszentrum, welche dafür sorgt das die gefährlichste Schöpfung der Erde in Gewahrsam ist. Die Moja. Dies beinhaltet Tiere wie Menschen. Es ist das Jahr 2101.

Jahre zuvor wurde mit dem Militärprojekt KAMI, die Forschung mit Nanobots vorangetrieben. Ziel war es Menschen stärker und ausdauernder werden zu lassen. Doch die Technologie brach aus und erzielte unerwünschte Nebeneffekte, so dass die Moja zu einer gefährlichen Spezies wurde, welche sich dann noch als hochansteckend erwiesen.

Also hat das Militär Gruppen rausgeschickt um sich dieser anzunehmen und hält die Moja in großen Gruppen in abgesperrten Arealen mit unendlich hohen Mauern und modernster Technik fest. Nur das die Moja nicht so dumm sind wie klassische Zombies und dies soll das Militär schon recht bald merken.

Die Einheiten der MAKE, welche die bekannten Kämpfer sind, helfen bei Ausbrüchen und beseitigen von Problemen. Die geheime Organisation, welche der Öffentlichkeit nicht bekannt ist, sind die der KAGE. Diese jagen Moja in der Außenwelt, wo niemand wissen darf, dass diese unter ihnen leben.

Neben den Mojabewachern des Militärs gibt es auch die Gegengruppe, eine Sekte Namens DVM. Diese wollen die Moja befreien wo es nur geht und haben „Moja“ als ein Wesen, ähnlich einem Gott.

Die vier Hauptcharaktere der Geschichte sind junge Menschen, die schon viel mitgemacht haben.

Okijen, Luke, Flover und Andra.

Besonders herausstechen dabei Okijen, als ehemaliger KAGE – Kämpfer und ein Cyborg welcher er ist und die junge Andra welche nicht wie die anderen in einer bunten, militären Welt aufgewachsen sind. Denn das ist diese Welt. Sie ist bunt, neonfarben, überall Schilder, alles zugebaut und sehr digital. Dazwischen gibt es dann Oasen der Stille die gesucht werden müssen, oder wie Luke sie sich einfach in der Wohnung schaffen. Dieser hat einen Haufen Pflanzen und ein Haushuhn. Dieses Detail hat mir extrem gut gefallen.

Auch wenn der Einstieg etwas schwergefallen ist, kam man nach etwa ¼ doch recht gut ins Buch hinein. Viele offizielle Dokumente des Militärs erklären die Herkunft und Position einzelner Mitglieder. Erklären die Geschichte um KAMI und was welche Abkürzung zu bedeuten hat. Sehr detailreich aber genau passend in die Story integriert.

Ein sehr schönes Detail bei der E-Book-Fassung, waren die Bilder der vier Charaktere. Mein absolutes Lieblingsbild ist das mit Luke am Tisch sitzend, Pflanzen wo man nur hinsieht und sein Huhn im Nest. Ich habe mich so dermaßen über die Bilder gefreut, weil sie einfach so erfrischend waren. (Und vor allem für mich farblich anzusehen)

Ein super großer Pluspunkt geht für mich auch dahin, dass wir keine klassische Lovestory dabeihaben.

Wir erleben die Geschichte aus allen vier Standpunkten und es ergibt ein super Gesamtbild, welches Lust auf den zweiten Teil macht und zu erfahren was mit den Moja auf sich hat. Was das Militär noch Geheimes macht um es eventuell sogar zu verschlimmern. Für mich steht es noch 2020 auf dem Plan.

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