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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2020

Ein zeitloses Kinderbuch

Insel der blauen Delfine
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Es gibt Schullektüren, die sind einfach unvergesslich. Für mich ist „Die Insel der blauen Delfine“ so eine. In der fünften oder sechsten Klasse gelesen, habe ich mich damals geradezu in dieses Buch verliebt. ...


Es gibt Schullektüren, die sind einfach unvergesslich. Für mich ist „Die Insel der blauen Delfine“ so eine. In der fünften oder sechsten Klasse gelesen, habe ich mich damals geradezu in dieses Buch verliebt. Noch heute würde ich es jedem Kind ab etwa 10 Jahren empfehlen, vor allem da es weg von dem heutigen Mainstream ist und einfach für sich besonders. Allein der Aspekt wie man mit der Natur leben kann und leben sollte ist es wert das dieses Buch gelesen wird.

Kurz zusammengefasst:

Wir befinden uns auf einer Insel im Pazifik. Hier lebt das Mädchen Won-a-pa-lei bei ihrem Stamm. So friedlich ihr Leben ist, wird dieser Frieden zerstört als fremde Männer auf die Insel kommen und ein Kampf entsteht. Sie hat Glück sich zu verstecken und muss sehen wie alle die den Kampf überlebt haben auf Schiffen abgeschleppt werden. Für sie soll nun die schwerste Zeit ihres Lebens beginnen. Das Überleben allein auf der Insel und dem Zusammenspiel mit der Natur und gefährlichen Tieren wie auch Naturgewalten. Viele Jahre sollen vergehen bis ein Schiff sich der Insel nähert…

Veröffentlicht am 16.03.2020

Interessante Themen in einer total überzogenen Schreibweise

Milchmann
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Eine junge Frau in einer Welt wo die Realität ausgeblendet wird, der Glaube einheitlich ist und man nicht mal zugeben darf, dass der Himmel mehr als nur die blaue Farbe haben kann.

Wir erleben eine 18-jährige ...

Eine junge Frau in einer Welt wo die Realität ausgeblendet wird, der Glaube einheitlich ist und man nicht mal zugeben darf, dass der Himmel mehr als nur die blaue Farbe haben kann.

Wir erleben eine 18-jährige in Irland, zu Zeiten des Krieges der 70er Jahre. Der Alltag bestehend aus Autobomben, Religionsglaube und Zeiten der großen Gerüchte. Die junge Frau ist unverheiratet und lebt ihr Leben nicht so wie ihre Mutter und die Gesellschaft das gerne sehen würde.

Fragt man ihre Mutter ist sie eine Jungfer und später mal ein Flittchen. Die Ehe wird über alles gestellt und das damit verbundene Kinder bekommen. Der Glaube an die Liebe und einer gleichgestellten Beziehung gibt es nicht. Dem Mann zu gehorchen und Kinder zu gebären steht über allem. Gefolgt von der einen wahren Religion und dem Mitlaufen der Gemeinschaft.

Querdenker will man nicht sehen, so wie auch keine junge Frau, die für sich die Freiheit versucht zu finden.
So wird es für die junge Frau zum Verhängnis als der „Milchmann“ sie anspricht und die Gerüchteküche loslegt. Denn nach dieser habt sie mit dem Mann eine Affäre. Das sie in Wirklichkeit eine „Vielleicht-Beziehung“ führt, weiß nur sie und ihr „Vielleicht-Freund“. Zu ihrem Alltag gehört das Unterbinden von Themen wie Politik und Selbstbestimmtheit.

Sie fühlt sich verwirrt und bedrängt nach dem ersten Treffen mit dem Milchmann. Dieser spricht sie nur an, fasst sie nicht an und sagt nichts Sexuelles, aber für die Protagonistin reicht es aus, um ihre Leben aus den Fugen zu werfen. Sie versucht es richtig zu stellen, aber jeder glaubt das sie lügt.

So erfahren wir in den Kapiteln wir Leben ist. Das sie mit niemanden reden kann, das Leben eine Gradwanderung ist, da sie nicht mit der Masse mitläuft und für die meisten zu sehr daneben schlägt. Wenn dies auch nicht bewusst passieren mag.

Bis hierhin liest sich die Rezension recht spannend, dass Buch könnte es auch sein. Ist es leider aber nicht. Es ist langatmig, umschweifend und langweilig.
Die Autorin hat sich dazu entschieden alle Charakter einen gewissen Tiefgang zu geben, aber diese dennoch sehr anonym zu behalten. So hat niemand einen Namen. Die Protagonistin erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive und wird im Buch seltenst direkt angesprochen.

Wir erfahren von Schwager drei, dem Vielleicht-Freund, der Mutter, der Schwester eins, zwei, drei usw.; der Milchmann usw. Nicht ein Name fällt im ganzen Buch und daher viel es mir schwer einen Bezug zu nur einer einzigen Person aufzubauen, denn keine davon war greifbar.

So sind Themen bis ins Kleinste zerbröselt. Als Beispiel gibt es da das Auto was gewonnen wurde. Vielleicht-Freund hat aber nur einen Teil davon mit nach Hause gebracht. Schon wird darüber gesprochen ob eine Flagge drauf ist oder nicht. Dies ist nicht der Fall, könnte aber sein. Dann wäre er ein Verweigerer. Aber so ist er es ja nicht, oder doch? Seitenweise wird also über das Autoteil diskutiert. Dann eifert die Diskussion aus und geht von Steinchen auf Stöckchen und nach zwanzig Seiten kommt man wieder vorne an. Immerhin ist ja keine Flagge drauf….

Die ist nur eines der Beispiele wo ich mir dachte: So kann man auch Seiten füllen, ohne einen tieferen Inhalt zu verbauen. Es mag Leute geben, die das mögen, ich nicht.

Somit hat das Buch sicherlich viele wichtige Themen und Denkweisen. Der Krieg, die Voreingenommenheit der Menschen, das Verbot der Meinungsfreiheit und die Verpflichtung der Frau. Aber warum musste die Autorin es so unnötig kompliziert und langatmig verpacken?

Für mich war es ein Grund das Buch frühzeitig zu beenden, da ich gefühlt nur Kopfschmerzen davon bekommen habe. Schade um das Buch. Leider führt die Tatsache das das Buch auf einer anderne HP als Leserunde angeboten wurde und somit das Buch als kostenloses Leseexemplar angeboten wurde dazu, dass die eine oder andere Bewertung von fünf Sternen anzu zweifeln ist, denn die Beigeisterung der Leser bei kostenlosen Büchern meistens höher ist, als das Buch es wert ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2020

Es war einmal... in unserer Zeit.

Märchenfluch, Band 1 - Das letzte Dornröschen
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Es war einmal ein Märchen, so modern und auf die heutige Zeit gestrickt, dass es gar nicht wie ein Märchen wirkt. Nein, es ist eine ganz großartige Geschichte mit Jugendlichen Protagonisten und einer Geschichte, ...

Es war einmal ein Märchen, so modern und auf die heutige Zeit gestrickt, dass es gar nicht wie ein Märchen wirkt. Nein, es ist eine ganz großartige Geschichte mit Jugendlichen Protagonisten und einer Geschichte, welche in den Bann zieht.
Wir lernen die junge Flora kennen, welche einen Brief erhält, wo sie zu einem Termin erscheinen soll, um ihre Pflichtjahre anzutreten. Diese weiß gar nicht was los ist und begibt sich zu der komischen Agentur. Was sie dort erwarten wird, das würde sie niemals glauben, wäre sie selbst nicht ein Teil der dort arbeitenden Gemeinschaft.
Flo erfährt das die Märchenfiguren aus den Büchern alle echt sind. Sie miteingeschlossen. Sie ist das Dornröschen und stammt einer alten Linie ab. So lernt sie noch andere junge Frauen kennen, welche magische Kräfte besitzen und weibliche Märchenfiguren sind.
So u.a. Val welche vom Rapunzel abstammt. So hat sie die Mühe ihre Haare so tragen wie sie will, denn diese wachsen immer nach. Einmal nen Pixie -Cut, kurz konzentrieren und schon gehen die Haare wieder so lang wie sie das möchte. Ihr Charakter ist echt süß das sie etwas schusselig ist, aber sehr lieb und keine bösen Gedanken hegt.
Zum Team der Agentur gehört auch Neva, die das Schneewittchen ist. Sie etwas rau zu Anfang und will mit Flo nichts zu tun haben, wird ihr aber als Partnerin zugeteilt. Während der Geschichte erfährt man warum sie so distanziert ist und das soll sich auch legen. Auch wenn man sie zu Anfang nicht mögen wird, mit der Zeit ändert sich dieses.
Auch zwei Männer sind Teil der Geschichte, so wie eine Kröte. Wir lernen aber auch andere Charaktere und Organisationen kennen, welche es nicht so gut mit den Menschen meinen. So werden magische Gegenstände an Menschen ausgeteilt, welche diese vergiften. Das Team hat diese einzusammeln.
Für mich war im Buch ein Highlight, wenn Flo mit dem ominösen Scitus im Spiegel gesprochen hat, denn diese Dialoge waren sehr bissig und mit schwarzem Humor gespickt. Die Liebesgeschichte, welche nebenbei verlief, war nicht nötig, war aber auch nicht störend.
Die Geschichte ist aus der Sicht von Flora erzählt und ermöglicht daher ihre Gedanken und Gefühle mitzuerleben. Die Schreibweise ist flüssig und angenehm, so dass die Story geradezu dahin rast.
Ich freue mich auf den zweiten Teil, denn es wurden Geheimnisse gelüftet, aber es steht noch so einiges aus und ich denke die Autorin hat noch viel Spielraum, um uns zu überraschen.



Veröffentlicht am 09.03.2020

Alles nicht das was es zu sein scheint

JACKABY - Die verschwundenen Knochen
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Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den ...

Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den großartigen Charakteren und der schnell gelesenen Bücher, die es einem nicht zu schwer machen, diese zu lesen und dennoch bis zum Ende eine gewisse Spannung aufrechterhalten.
Im zweiten Roman der Reihe, steht das Zwischenmenschliche schon fast mehr im Vordergrund als der neue Fall. Denn zum Anfang merken wir einen sehr aufgebrachten Hausgeist Jenny, welche ihr Zimmer fast in Schutt und Asche zerlegt.
Da kommt der neuste Fall rein, Katzen mit Fischflossen. Nur das die keine mutierte Katze ist, sondern ein fleischfressender Gestaltenwandler. Süße Kätzchen, die Katzen fressen mussten, um Katzen zu sein.
Kaum sind die „Katzen“ untergebracht kommt ein Auftrag auf dem Land rein. Dort wo der Polizist Charlie seinen neuen Dienstort hat. Der ist nicht ganz unerfreut Abigail, die Assistentin von Jackaby, wieder zu sehen.
Wir lernen als neue Hauptperson Hank Hudson kennen, der beste Freund von Jackaby, und welcher weiß für was die Initialen stehen.
Vor Ort gab es einen plötzlichen Tod einer alten Dame und es wird ein riesiges Dinosaurierskelett gefunden. Zwei anerkannte Wissenschaftler streiten sich um die Knochen und Abigail kann ihre Erfahrung als Tochter eines Paläontologen zur Verfügung stellen.
Der zweite Teil ist leider sehr viel schwächer als der Erste. Schön fand ich, dass die Charaktere etwas mehr im Vordergrund stehen, aber die Geschichte um das Skelett, welches doch kein Dino ist, ist recht unspektakulär und uninteressant. Auch die Kulissen, in denen die Geschichte spielt, sind recht wenig und die „Gastcharaktere“ bleiben blass und stören stellenweise durch ihr Verhalten.
Ein zweiter Teil, den man lesen kann, aber fast schon überspringen kann und zum dritten übergeht.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Null Sterne bitte

Axolotl Roadkill
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Selten habe ich ein Buch nach so kurzer Zeit in die Mülltonne geworfen, wie ich es mit diesem Buch getan habe. Bücher dürfen gerne eine etwas herausfordernde Note haben und nicht immer nur mit einem halben ...

Selten habe ich ein Buch nach so kurzer Zeit in die Mülltonne geworfen, wie ich es mit diesem Buch getan habe. Bücher dürfen gerne eine etwas herausfordernde Note haben und nicht immer nur mit einem halben Auge gelesen werden können, aber bei diesem hier fehlt es an Augen und mein Intellekt war einfach zu hoch. Damit will ich nicht sagen das ich übermäßig Schlau oder gar Hochbegabt bin, aber dieses Buch war mir einfach nur zu dumm.

Schon auf den ersten Seiten habe ich mich gefragt ob die Autorin das Buch im Drogenrausch geschrieben hat und um dann die Kurve zu kriegen und es nicht extrem schwach dastehen zu lassen, online mal schnell ein Synonym nach dem anderen in Google herausgesucht hat, um es wieder zu puschen.

Der Charakter von Mifti ist so dermaßen unsympathisch und einfach nur „nein“. Zu lesen wie schlecht es ihr geht und sie deswegen Drogen nehmen muss und Sex mit jedem Bimbo zu haben den es gibt, ist eine Darstellung von Menschen aus schweren Verhältnissen, welche ich persönlich hasse wie die Pest. Denn es gibt auch Menschen mit schlechten Start ins Leben, welche nicht so enden.

Das Tier, welches sich der Titel bedient, ist ein tolles Geschöpf. Sein Selbsterhaltung und Regenerationskonzept ist Hammer. Leider für dieses Buch eine Schande, da hätte man genauso gut „Platt gefahrene Ratte“ nehmen können.