Cover-Bild Milchmann
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25,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Tropen
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 452
  • Ersterscheinung: 22.02.2020
  • ISBN: 9783608504682
Anna Burns

Milchmann

Roman
Anna-Nina Kroll (Übersetzer)

»'Milchmann' ist stilistisch vollkommen unverwechselbar. In einem Moment beängstigend, dann wieder inspirierend. Überwältigend.«
Jury des Man Booker Prize

- SPIEGEL BESTSELLER
- Man Booker Prize 2018 (Fiction)
- National Book Critics Circle Award 2018 (Fiction)
- Orwell Prize 2019

»Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas mir eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb.« Mit Milchmann legte Anna Burns das literarische Großereignis des vergangenen Jahres vor. Ein Roman über den unerschrockenen Kampf einer jungen Frau um ein selbstbestimmtes Leben – weltweit gefeiert und ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize.

Eine junge Frau zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines mächtigen und erschreckend älteren Mannes auf sich, Milchmann. Es ist das Letzte, was sie will. Hier, in dieser namenlosen Stadt, erweckt man besser niemandes Interesse. Und so versucht sie, alle in ihrem Umfeld über ihre Begegnungen mit dem Mann im Unklaren zu lassen. Doch Milchmann ist hartnäckig. Und als der Mann ihrer älteren Schwester herausfindet, in welcher Klemme sie steckt, fangen die Leute an zu reden. Plötzlich gilt sie als »interessant« – etwas, das sie immer vermeiden wollte. Hier ist es gefährlich, interessant zu sein.

Doch was kann sie noch tun, nun, da das Gerücht einmal in der Welt ist? Milchmann ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach einem Weg für sich sucht – in einer Gesellschaft, die sich ihre eigenen dunklen Wahrheiten erfindet und in der jeglicher Fehltritt enorme Konsequenzen nach sich zieht.


Stimmen zur englischen Ausgabe

»Ein einzigartiger Blick auf Irland in Zeiten des Aufruhrs.«
Jury des Man Booker Prize

»Brillant. Die beste Booker-Preisträgerin seit Jahren.«
Metro

»Tiefgründige, ausdrucksstarke, eindringliche Prosa.«
Sunday Telegraph

»Auf ein solches Buch haben wir dreißig Jahre lang gewartet.«
Vogue

»Originell, witzig, entwaffnend schräg. Einzigartig.«
The Guardian

»Beeindruckend, wortstark, lustig.«
Irish Times

»Milkman blickt mit schwarzem Humor und jugendlicher Wut auf die Erwachsenenwelt und deren brutale Absurditäten.«
The New Yorker

»Dieser Roman knistert vor intellektueller Kraft.«
New Statesman

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.02.2020

Nicht mein Buch

3

Zum Inhalt:
Als junge Frau will man vieles, aber meistens nicht dass ein alter Mann Interesse für einen zeigt, auch wenn er mächtig ist. Als genau das aber passiert, versucht sie trotzdem alle darüber ...

Zum Inhalt:
Als junge Frau will man vieles, aber meistens nicht dass ein alter Mann Interesse für einen zeigt, auch wenn er mächtig ist. Als genau das aber passiert, versucht sie trotzdem alle darüber im Unklaren zu lassen, was wirklich dahinter steckt. Sie versucht ihren Weg zu gehen auch wenn die Gesellschaft, in der sie sich bewegt, Gerüchte erfindet und mögliche Fehltritt fatale Folgen haben könnten.
Meine Meinung:
So manche Bücher, die hoch gelobt werden, polarisieren. Dieses Buch ist so ein Buch. Wenn ich so manche Rezension lese, die total euphorisch daher kommt, bin ich eher auf der Seite, mich zu fragen, was die Leute in diesem Buch sehen. Mir sagt das Buch nichts, der Schreibstil ist irgendwie schwurbelig und liest sich auch nicht sonderlich gut. Die Geschichte ist für mich völlig uninteressant und nach meiner Meinung völlig überbewertet. Ich musste mich fast zusammen reißen, dass Buch überhaupt zu Ende zu lesen. bein, mein Buch ist das wahrlich nicht.
Fazit:
Nicht mein Buch

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Langweilig!

2


Wenn die Presse ein Buch über den grünen Klee lobt, ist zwar Neugier angesagt, aber keineswegs ehrfürchtiges Nachplappern der sich überschlagenden Pressestimmen. Und so scheue ich mich nicht, meine Meinung ...


Wenn die Presse ein Buch über den grünen Klee lobt, ist zwar Neugier angesagt, aber keineswegs ehrfürchtiges Nachplappern der sich überschlagenden Pressestimmen. Und so scheue ich mich nicht, meine Meinung ehrlich zu formulieren: Ein Buch, das langweilt, hat seinerzeit schon bei Reich-Ranicki verloren. Genauso bei mir. Denn was nutzt eine vermeintlich brillante Sprache oder die gar vermuteten gesellschaftspolitischen Inhalte, wenn das Buch anödet, sodass man sich durch die Seiten schleppt und letztlich mit einem Seufzer der Erleichterung des Lesen beendet? Was bleibt dann von der angeblichen Genialität des Buches übrig?

Das Schönste am Buch ist (für mich) das Cover. Dieser wunderschöne Abendhimmel hat so manchen Leser angelockt, so auch mich. Für den Inhalt, den ich so nicht wirklich erkennen konnte, nutze ich ausnahmsweise die Verlagsankündigung: „Eine junge Frau zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines mächtigen und erschreckend älteren Mannes auf sich, Milchmann. Es ist das Letzte, was sie will. Hier, in dieser namenlosen Stadt, erweckt man besser niemandes Interesse. Und so versucht sie, alle in ihrem Umfeld über ihre Begegnungen mit dem Mann im Unklaren zu lassen. Doch Milchmann ist hartnäckig. Und als der Mann ihrer älteren Schwester herausfindet, in welcher Klemme sie steckt, fangen die Leute an zu reden. Plötzlich gilt sie als »interessant« – etwas, das sie immer vermeiden wollte. Hier ist es gefährlich, interessant zu sein.“

Man schlägt das Buch auf und es geht los, dieses endlose Geschwätz über alles und nichts. Und dazu noch in endlosen Bandwurmsätzen verpackt, diese wiederum in endlosen Kapiteln ausgebreitet. Wortreiche Schilderungen von Nichtigkeiten. Neigung der Autorin, dasselbe mit mehreren Wörtern zu benennen. Viel Ekel, viel Abscheu, viel Depression, viel jugendliche Wut. Selten aufblitzender schwarzer Humor. Und entsetzlich langweilig, das vor allem. Nein, für mich ist das Buch keine literarische Offenbarung.

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Veröffentlicht am 15.03.2020

Eine mühsame Angelegenheit

1

Milchmann - Anna Burns

Bei diesem Buch sollte man sich nicht vom Cover täuschen lassen. Auch wenn der idyllische Sonnenuntergang durchaus auch seinen Platz im Roman hat. Doch in erster Linie ist diese ...

Milchmann - Anna Burns

Bei diesem Buch sollte man sich nicht vom Cover täuschen lassen. Auch wenn der idyllische Sonnenuntergang durchaus auch seinen Platz im Roman hat. Doch in erster Linie ist diese Lektüre mühsam und fordernd, im Nachhinein habe ich auch das Gefühl, bei weitem nicht alles verstanden zu haben.

Die Handlung kann man im Nordirland-Konflikt in den 70er Jahren ansetzen, muss man aber nicht, denn weder die Stadt, noch die Personen haben Namen. Möglicherweise ist dies ein Stilmittel um die Geschichte allgemeingültig(er) zu machen. Auf jeden Fall geht eine gewisse Distanz damit einher. Über weite Teile ist die Geschichte sehr politisch, Hintergrundwissen wäre von Nutzen.
Nun geht es um ein namenloses 18jähriges Mädchen und um Milchmann (ohne Artikel), der unversehens in ihr Leben tritt und damit die Gerüchteküche anheizt. Die Gesellschaft, stockkonservativ, nach vielen Kriegsjahren auch traumatisiert, treibt das Mädchen immer weiter in eine Art Schockstarre. Mit der Situation ist sie eindeutig überfordert. Und diese furchtbare Gesellschaft damit, ihr zu helfen. Eine düstere, hoffnungslose Grundstimmung, die mir Magenschmerzen bereitet hat. Diese Beschreibung eines Zustands unheilvoller Erwartung ist der Autorin herausragend gut gelungen.
Zunehmend gerät der Roman auch noch zur Momentaufnahme einer frühen feministischen Bewegung, für die es in dieser zerrütteten Gesellschaft eindeutig noch zu früh ist. Für mich persönlich sehr viel schwere Themen in einem Roman.

Das eigentlich Anstrengende an diesem Roman aber ist die Sprache. Bei der ausufernden und abschweifenden Erzählweise hat man manches Mal das Gefühl, die Handlung bewegt sich nicht vom Fleck. Wiederholungen und Überspitzungen wirken auf mich zermürbend. Literarisch hochwertig ist es dabei aber auf jeden Fall. The Man Booker Prize 2018 wurde wohl schon zu Recht verliehen. Aber wie so oft bei hochgelobten Preisträgern, sind diese Bücher nicht immer eine Freude zu lesen…

Konnte mich nicht überzeugen, ich konnte auch nicht alles nachvollziehen. Ohne Leserunde hätte ich hier wohl nicht durchgehalten.
3 Sterne

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Veröffentlicht am 19.02.2020

Diese Kunst war nichts für mich

1

Der „Milchmann“ hat ein Auge auf die Protagonistin geworfen. Problem ist, dass „Milchmann“ mehr als doppelt so alt ist wie sie. Mehr ist da nicht, aber die Leute reden gerne. Sie sieht sich schutzlos den ...

Der „Milchmann“ hat ein Auge auf die Protagonistin geworfen. Problem ist, dass „Milchmann“ mehr als doppelt so alt ist wie sie. Mehr ist da nicht, aber die Leute reden gerne. Sie sieht sich schutzlos den Annäherungsversuchen des „Milchmanns“ ausgeliefert und sucht Möglichkeiten ihre Selbstbestimmung zu erhalten.

Nachdem ich das erste Kapitel Probe gelesen hatte, war ich begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist außergewöhnlich und erschien mir ziemlich schräg. Alle Figuren in diesem Buch werden anonymisiert, z.B. nennt die Protagonistin ihre Schwager lediglich Schwager 1, Schwager 2 und Schwager 3. Diese Umschreibungen, gepaart mit trockenem Humor haben ich mich wirklich amüsiert! Aufgrund der Namenlosigkeit begann ich mir selbst ein Bild zu machen, versuchte Orte oder Personen irgendwo einzuordnen, bis ich mir darüber klar wurde, dass sich die Geschichte in der Art eigentlich überall ereignen könnte. Fand ich total interessant!

Ehrlich gesagt habe ich nicht gedacht, dass sich dieser Schreibstil bis zum Ende durchzieht und auf eine Aufklärung dieser Anonymisierung bald darauf gewartet. So, als wäre dieses erste Kapitel lediglich dazu da, die aktuelle Situation der Protagonistin zu beschreiben. Ich habe mir vorgestellt, die Hauptfigur wäre in eine Verbrechenssituation verstrickt und darf aus diesem Grund niemanden verraten. So in etwa. Aber dieser Schreibstil das ganze Buch durch....das war mir dann doch zu viel. Es war so gar nicht meins, habe absolut keinen Zugang zu der Geschichte gefunden. Gefühlt habe ich mich durchgemogelt.

Der Text war für mich schwer zu lesen, da vieles nur angedeutet wurde und die Erzählung der Hauptfigur für mich einem monotonen Geplapper glich. Ich bin ständig mit den Gedanken abgeschweift, wusste teilweise gar nicht mehr, um was es aktuell genau ging. Die Problematik habe ich zwar verstanden, konnte aber weder mit der Geschichte, noch mit irgendeiner Figur eine Verbindung aufbauen. Es rauschte sozusagen alles an mir vorbei. Den Aufbau der Kapitel fand ich viel zu lang und zu unstrukturiert. Hier hat sich der Inhalt des Textes gespiegelt, ohne Punkt und Komma.

Leider habe ich mich bei diesem Buch vergriffen. Ich konnte nichts damit anfangen. Es ist wirklich ein spezielles Buch und ich rate allen potenziellen Lesern, sich zuerst eine ausgiebige Leseprobe zu gönnen, bevor man sich vom Prädikat des „Man Booker Prize“ blenden lässt.

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Veröffentlicht am 22.05.2020

Nichts für mich

0

Der Roman spielt in Nordirland zur Zeit des Nordirlandkonflikts mit einer guten Darstellung des Hintergrundes in Nordirland.
Die junge namenlose Protagonistin zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines ...

Der Roman spielt in Nordirland zur Zeit des Nordirlandkonflikts mit einer guten Darstellung des Hintergrundes in Nordirland.
Die junge namenlose Protagonistin zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines älteren Mannes, dem Milchmann, auf sich und ihr Leben gerät dadurch aus den Fugen.
Da ich den Klappentext ungewöhnlich fand, der Roman als „literarisches Großereignis“ beworben wurde, las ich dieses Buch; aber mir ist rätselhaft, warum dieses so hochgelobt wird.
Der Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig mit seiner Monotonie. Lange Schachtelsätze und sehr lange Kapitel hemmen den Lesefluss. Die Erzählweise ist sehr einseitig, ausschweifend und sehr störend fand ich auch, dass es keine Namen gab, sondern nur Bezeichnungen wie Schwager eins, Schwager drei, Milchmann …
Bei diesem Buch fehlte mir jegliches Lesevergnügen.