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Veröffentlicht am 13.06.2020

Eine besondere Reise durch Cornwall

Schlaflos in Cornwall
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Nina, die in einer Redaktion arbeitet, muss, nachdem die Hochzeit für eine Reportage geplatzt ist, deren Hochzeitsreise antreten. In Ermangelung eines Mannes bzw Freundes, sucht sie sich jemanden in einer ...

Nina, die in einer Redaktion arbeitet, muss, nachdem die Hochzeit für eine Reportage geplatzt ist, deren Hochzeitsreise antreten. In Ermangelung eines Mannes bzw Freundes, sucht sie sich jemanden in einer Agentur. Die Wahl fällt auf Tom, einem ehemaligen Musiker. Leider sieht er nicht mehr so gut aus wie auf dem Fotos, die sie von ihm gesehen hatte. Die Reise beginnt schon mit negativen Gefühlen.

Es waren zwei Königskinder, sie hatten einander so lieb. Sie konnten zusammen nicht kommen, das Wasser war viel zu tief.

Wie in diesem alten Lied, so ungefähr geht es den beiden Protagonisten. Das Wasser, ist bzw sind in diesem Fall die Vorurteile, die jeder vom anderen hat.

Sie über ihn: Waldschrat, ungehobelt, Weiberheld.

Er über sie: Karieretussi, oberflächlich, überdreht.

Trotzdem verlieben sie sich ineinander geben aber verbal das genaue Gegenteil von sich. Jeder reizt den anderen bis aufs Blut. Das geht beinahe schief.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Nina und Tom erzählt. So ist man noch näher an ihnen dran. Jeder trägt ein Geheimnis mit sich rum, doch keiner hat soviel Selbstvertrauen, es vor dem anderen zuzugeben. . Bis beide soweit sind, vergeht eine ganze Weile.

Schon nach dem ersten Kapitel bin ich in der Geschichte angekommen. Flott und liebevoll geschrieben geht es mit viel Lokalkolorit durch die Landschaften Cornwalls. Durch die Dialoge kommt auch der Humor nicht zu kurz. Zum Ende hin wird es allerdings nochmal dramatisch.

Ein wunderbarer Urlaubsroman bei dem die Zeit nur so verfliegt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Urlaub, Liebe und ein Familiengeheimnis.

Zwischen dir und mir das Meer
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Lust auf einen Urlaub an der Amalfiküste? Dann sind sie hier richtig

Lena, immer schon die Vernünftige und Vorsichtige, fährt an die Amalfiküste um mehr über ihre verstorbene Mutter herauszufinden. Ihr ...

Lust auf einen Urlaub an der Amalfiküste? Dann sind sie hier richtig

Lena, immer schon die Vernünftige und Vorsichtige, fährt an die Amalfiküste um mehr über ihre verstorbene Mutter herauszufinden. Ihr schließt sich ihre Schwester Zoe an, die schon immer draufgängerisch und mutig war., Alleine dadurch enstehen schon Konflikte. Der Plan gelingt und sie finden ihren Großvater aber er ist sehr abweisend. Lena macht sich daran, den Grund dafür zu finden. Sie will das Familiengeheimnis lüften. Unterstützt wird sie dabei von Matteo, dessen Familie auch in die Geschichte involviert ist.

Eine wunderbare Urlaubslektüre verbunden mit einer Liebesgeschichte, einem Familiengeheimnis und viel Lokalkolorit. Der Roman wird aus Sicht von Lena (Gegenwart) und ihrer Mutter Mariella (Vergangenheit) erzählt.

Das Buch ist leicht und flott geschrieben und nimmt den Leser mit an die Amalfiküste. Die Geschichte wird kurzweilig und liebevoll erzählt ohne ins triviale abzurutschen. Die Charaktere sind sehr sympathisch und man kann ihre Beweggründe nachvollziehen. Ehe man sich versieht ist man schon am Ende angelangt und möchte doch noch ein Weilchen bleiben.

Ein herrlich entspannender Roman der mir schöne Stunden bereitet hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2020

Schöne unaufgeregte Geschichten über das Alter.

Die langen Abende
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Elisabeth Strout beschreibt hier in wundervoller Weise die verschiedenen Arten von Einsamkeit im Alter.

Am Anfang hatte ich etwas Mühe in die Geschichte, eigentlich Geschichten, rein zu kommen, da ich ...

Elisabeth Strout beschreibt hier in wundervoller Weise die verschiedenen Arten von Einsamkeit im Alter.

Am Anfang hatte ich etwas Mühe in die Geschichte, eigentlich Geschichten, rein zu kommen, da ich den ersten Teil, "Mit Blick aufs Meer", nicht kannte. Doch nach dem zweiten Kapitel hat mich das Buch gepackt. Eigentlich sind es viele kleine Kurzgeschichten, durch die sich das Leben von Olive Kitteridge wie ein roter Faden zieht.

Erzählt wird abwechselnd aus Sicht aller Protagonisten Bei den einzelnen Geschichten handelt es sich um das gesamte Spectrum des Lebens. Es geht um den Tod und die Familie. Es sind Tragödien und Komödien. Am Ende fast aller Erzählungen ist ein versöhnliches Ende und der Protagonist hat wieder etwas über sich selber erfahren und dazu gelernt. Es sind sehr anrührende, unaufgeregte Geschichten über das Alter.

Das Buch hat einen wunderbaren Schreibstil, ist kurzweilig und lässt sich auch gut in Etappen lesen..

Man erlebt mit, wie aus der resoluten Olive am Ende eine versöhnliche alte Frau wird, ohne jedoch ihren Charakter zu verbiegen. Altersmilde eben.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2020

Liebevolle Fortsetzung der Endlich Reihe

Endlich eins
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"Endlich ein" ist die 5. Fortsetzung der Endlich Reihe.

Am Anfang werden die einzelnen Personen nochmal vorgestellt, damit man auch mitlesen kann, wenn man die anderen Bände noch nicht kennt.

Das Leben ...

"Endlich ein" ist die 5. Fortsetzung der Endlich Reihe.

Am Anfang werden die einzelnen Personen nochmal vorgestellt, damit man auch mitlesen kann, wenn man die anderen Bände noch nicht kennt.

Das Leben in Lonstrup ist weiter gegangen. Inken plagt eine innere Unruhe und auch ihre Freunde haben mit Problemen zu kämpfen. Da taucht Tjark auf und wirbelt das Leben von Inken und Olav mächtig durcheinander.

Endlich eins ist ein wunderschöner Roman über das Leben in einem kleinen Küstenort in Dänemark. Die Protagonisten sind wieder liebevoll und realistisch ausgearbeitet. Es ist eine Freude nach Lonstrup zurückzukehren. Man ist sofort wieder zu Hause . Der Schreibstil ist flott und nimmt den Leser mit. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Ich war wirklich total begeistert und freue mich schon jetzt auf Band 6.

  • Cover
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Veröffentlicht am 21.05.2020

Ein persönlicher Weg, die Trauer zu überwinden.

Das Leben neu backen
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Das Buch beginnt damit, dass Olivia erfährt, das ihre Mutter gestorben ist. Es beschreibt ihre Gefühle bei und nach der Beerdigung, danach die große Anstrengung, wieder aus dem tiefen Tal der Trauer raus ...

Das Buch beginnt damit, dass Olivia erfährt, das ihre Mutter gestorben ist. Es beschreibt ihre Gefühle bei und nach der Beerdigung, danach die große Anstrengung, wieder aus dem tiefen Tal der Trauer raus zu kommen und wie backen, kochen und essen dabei geholfen haben.

Nebenbei erfährt der Leser auch sehr viel über Strafverteidiger und deren Arbeit vor Gericht. Es ist kein Roman, sondern eher ein Tagebuch der Trauer und dem persönlichen Weg der Autorin, wieder zurück ins Leben.

Die erste Hälfte ist der Trauer und dem Beruf der Strafverteidigerin gewidmet um dann in der Mitte des Buches , auf Backen umzuschwenken.

Obwohl der Stoff der Strafverteidigung doch recht trocken ist, wurde es nie Langweilig. Es war für mich sogar recht interessant. Die zweiten Hälfte des Buches, in der relativ viel gebacken wird, ist gespickt mit Fachbegriffen. Mit denen konnte ich wenig anfangen , obwohl ich gerne backe und koche. Trotzdem, weil die Erzählung auch spannend aufgebaut ist "Schafft sie die Prüfung?" oder was passiert beim Backen? Geht alles gut?" wurde es nicht langatmig.

Mir hat das Buch gut gefallen und ich habe wieder mal etwas dazu gelernt. Vom Verlag her ist das Buch auch wunderbar gestaltet und schön ausgestattet.

Nur mit den Rezepten, die nach jedem Kapitel eingearbeitet sind, kann ich nicht viel anfangen. Zu englisch wahrscheinlich und zu viele unbekannte Zutaten.

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