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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.03.2020

Alles nicht das was es zu sein scheint

JACKABY - Die verschwundenen Knochen
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Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den ...

Es gibt Detektive, die haben so ihre Eigenart. R.F. Jackaby ist nochmal ganz besonders. Denn er ist Detektiv für besondere Fälle. Die Krimi-Fantasyreihe von William Ritter zeigt sich in seinem Humor, den großartigen Charakteren und der schnell gelesenen Bücher, die es einem nicht zu schwer machen, diese zu lesen und dennoch bis zum Ende eine gewisse Spannung aufrechterhalten.
Im zweiten Roman der Reihe, steht das Zwischenmenschliche schon fast mehr im Vordergrund als der neue Fall. Denn zum Anfang merken wir einen sehr aufgebrachten Hausgeist Jenny, welche ihr Zimmer fast in Schutt und Asche zerlegt.
Da kommt der neuste Fall rein, Katzen mit Fischflossen. Nur das die keine mutierte Katze ist, sondern ein fleischfressender Gestaltenwandler. Süße Kätzchen, die Katzen fressen mussten, um Katzen zu sein.
Kaum sind die „Katzen“ untergebracht kommt ein Auftrag auf dem Land rein. Dort wo der Polizist Charlie seinen neuen Dienstort hat. Der ist nicht ganz unerfreut Abigail, die Assistentin von Jackaby, wieder zu sehen.
Wir lernen als neue Hauptperson Hank Hudson kennen, der beste Freund von Jackaby, und welcher weiß für was die Initialen stehen.
Vor Ort gab es einen plötzlichen Tod einer alten Dame und es wird ein riesiges Dinosaurierskelett gefunden. Zwei anerkannte Wissenschaftler streiten sich um die Knochen und Abigail kann ihre Erfahrung als Tochter eines Paläontologen zur Verfügung stellen.
Der zweite Teil ist leider sehr viel schwächer als der Erste. Schön fand ich, dass die Charaktere etwas mehr im Vordergrund stehen, aber die Geschichte um das Skelett, welches doch kein Dino ist, ist recht unspektakulär und uninteressant. Auch die Kulissen, in denen die Geschichte spielt, sind recht wenig und die „Gastcharaktere“ bleiben blass und stören stellenweise durch ihr Verhalten.
Ein zweiter Teil, den man lesen kann, aber fast schon überspringen kann und zum dritten übergeht.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Null Sterne bitte

Axolotl Roadkill
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Selten habe ich ein Buch nach so kurzer Zeit in die Mülltonne geworfen, wie ich es mit diesem Buch getan habe. Bücher dürfen gerne eine etwas herausfordernde Note haben und nicht immer nur mit einem halben ...

Selten habe ich ein Buch nach so kurzer Zeit in die Mülltonne geworfen, wie ich es mit diesem Buch getan habe. Bücher dürfen gerne eine etwas herausfordernde Note haben und nicht immer nur mit einem halben Auge gelesen werden können, aber bei diesem hier fehlt es an Augen und mein Intellekt war einfach zu hoch. Damit will ich nicht sagen das ich übermäßig Schlau oder gar Hochbegabt bin, aber dieses Buch war mir einfach nur zu dumm.

Schon auf den ersten Seiten habe ich mich gefragt ob die Autorin das Buch im Drogenrausch geschrieben hat und um dann die Kurve zu kriegen und es nicht extrem schwach dastehen zu lassen, online mal schnell ein Synonym nach dem anderen in Google herausgesucht hat, um es wieder zu puschen.

Der Charakter von Mifti ist so dermaßen unsympathisch und einfach nur „nein“. Zu lesen wie schlecht es ihr geht und sie deswegen Drogen nehmen muss und Sex mit jedem Bimbo zu haben den es gibt, ist eine Darstellung von Menschen aus schweren Verhältnissen, welche ich persönlich hasse wie die Pest. Denn es gibt auch Menschen mit schlechten Start ins Leben, welche nicht so enden.

Das Tier, welches sich der Titel bedient, ist ein tolles Geschöpf. Sein Selbsterhaltung und Regenerationskonzept ist Hammer. Leider für dieses Buch eine Schande, da hätte man genauso gut „Platt gefahrene Ratte“ nehmen können.

Veröffentlicht am 08.03.2020

Traurig bis in die letzte Zeile

Was fehlt, wenn ich verschwunden bin
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Normalerweise würde man sagen, das Sieben Jahre Altersunterschied für zwei Geschwister schon recht hoch sind und die beiden in jungen Jahren keine gemeinsame Basis haben. Hier ist es anders Phoebe ist ...

Normalerweise würde man sagen, das Sieben Jahre Altersunterschied für zwei Geschwister schon recht hoch sind und die beiden in jungen Jahren keine gemeinsame Basis haben. Hier ist es anders Phoebe ist mit ihren neun Jahren die jüngere der beiden Schwestern. April ist mit 16 mitten in der Pubertät.

Beide sind sich so nah und so wichtig füreinander, dass beide nicht ohne die jeweils andere Leben können.
Phoebe ist jedoch ein sehr besonderes Kind. Sie ist für ihre Denkweise und ihr Verhalten zu jung. Man hat das Gefühl einen Erwachsenen im Kinderkörper zu haben. Und an dieser Stelle beginnt das Problem, denn die Eltern haben ihre jüngere Tochter als ihr Lieblingskind erkoren. Die ältere April fühlt sich daher abgekapselt und allein gelassen. Denn die Schwester ist ihre Basis, aber die Eltern sollten nun mal Eltern sein. So kommt es, mit anderen Umständen, die noch dazu kommen, das April der Magersucht verfällt.

Ihre Eltern stecken sie in eine Klinik, in der sie wieder gesund werden soll. Ihre kleine Schwester darf sie jedoch nicht besuchen und ihr lediglich Briefe schreiben. Dies ist auch der Beginn des Buches, welches im ersten Abschnitt die Briefe von Phoebe beinhalten und ihre Mischung aus kindlichen und erwachsenen Denken. Dem vermissen ihrer Schwester und ihre Sorgen aus dem Alltag. Die Briefe sind ungewohnt und nicht einfach, denn man erwartet Briefe eines Kindes, aber diese sind so viel anders.

Leider liegt eine unheimlich große Trauer in den Briefen, da die kleine Schwester sie weder besuchen darf noch eine Antwort von ihr erhält. Am Anfang liegt es daran das die Eltern die Briefe abfangen und sie ihr nicht geben, aber später ist der Grund ein anderer.
Im zweiten Teil erfahren wir wie es zum Ausbruch der Erkrankung kam und ob April gewollt ist zu kämpfen oder sie für sich keinen Sinn mehr im Leben sieht. Denn der war zuletzt nur ihre Schwester, deren Briefe sie liest. Aber reicht das zum Leben?

Ein Buch welches so dermaßen unter die Haut geht. Die Eltern die man hasst für ihr Verhalten. Die Schwestern welche einem so unendlich leidtun. Es ist eine Geschichte wie sie so wirklich stattfinden könnte, das Abschieben des „schlechteren“ Kindes und sich seinen Problemen überlassen. Die Übervorsorge für das andere welches ebenfalls irgendwann daran zerbrechen wird.
Ein Buch was man gelesen haben sollte.

Veröffentlicht am 07.03.2020

Kurz und bissig

Das NEINhorn, Der Tag, an dem der Opa den Wasserkocher auf den Herd gestellt hat
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Einhörner sind süß und flauschig und pink, und einfach nur knuffig und lieb. Das NEINhorn, ist nicht mal ansatzweise so. Denn es lebt im Wald mit den anderen Einhörnern die Glück und Freude verbreiten ...

Einhörner sind süß und flauschig und pink, und einfach nur knuffig und lieb. Das NEINhorn, ist nicht mal ansatzweise so. Denn es lebt im Wald mit den anderen Einhörnern die Glück und Freude verbreiten wollen, die Zuckerwatte pupsen und singen und springen und einfach nur glücklich sind. So versuchen alle das kleine bockige Einhorn zur Freude zu bringen, aber egal was man ihm sagt es kommt nur ein Böses: Nein.

So geht es auf Reisen und lernt vier weitere Charaktere kennen, welche alle eine feste Phrase haben, welche diese immer wiederholen.

Das gerade mal 15-minütige Hörbuch war schön anzuhören, da der Autor dies selbst vertont hat. Das „Nein“ vom Neinhorn war immer wieder ein Highlight gewesen. Es ist für mich nicht ganz ein Kinderbuch, da schon recht derbe Witze mit dabei sind, welche dann doch nur die Erwachsenen verstehen werden.

Aber alles in allem ist es eine lustige Geschichte mit dem tieferen Sinn, dass du nicht das Sein musst was andere von dir erwarten, sondern das Sein kannst was du sein möchtest. Und wenn du nun mal kein langweiliges Einhorn sein willst, dann sei halt das NEINhorn.

Ich habe das Hörbuch über ein Abo gehört und war daher mit einem minimalen Preis dabei. Zehn Euro würde ich persönlch aber als total überteuert ansehen, da die reine Hörzeit nur 15 Minuten sind. Die andere Hälfte ist die selbe GEschichte nur mit einer Livelesung und lachendem Publikum. - Die zweite Geschichte ist von dieser Rezension ausgenommen, da es leider nicht getrennt aufgeführt ist

Veröffentlicht am 06.03.2020

Gut oder Böse? Was bist du?

Vicious - Das Böse in uns
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Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mir die eine oder andere Rezension durchgelesen, um zu wissen was mich in etwa erwarten wird. Oft war da die Rede von Superhelden. Ob diese Charakterisierung zutrifft, ...

Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich mir die eine oder andere Rezension durchgelesen, um zu wissen was mich in etwa erwarten wird. Oft war da die Rede von Superhelden. Ob diese Charakterisierung zutrifft, sollte jeder für sich entscheiden, denn ich bin nicht so ganz der Meinung das es so ist.

Bevor ich zum Inhalt komme, erstmal der Aufbau des Buches. Zum Anfang haben wir drei Erzählstränge:

In der Gegenwart ein Friedhof mit dem jungen Mädchen Sidney. Mit ihr einer der wichtigsten Charaktere: Victor. Sie beide möchten etwas erledigen, was wichtig ist und eine Botschaft an einen Eli sein soll. Zudem erfahren wir das Vic die letzten zehn Jahre im Gefängnis war und eigentlich auch noch dort sein müsste.

Zehn Jahre zuvor:

Wir lernen Victor als Student kennen, seine Familiengeschichte und was für ein Typ Mensch er ist. Zudem kommt da noch sein Zimmernachbar Eliot. Beide studieren Medizin. Beide sind Teil einer der besten Universitäten des Landes. Eli ist mit Angie zusammen und bekannt für seinen Einser Durchschnitt und dafür alles mehr als nur normal gut zu machen. So kommt er auf die Idee, für seine Studienarbeit
herauszufinden, wie EO´s ticken. Extraordiänere, sind das was man als Superhelden bezeichnen könnte. So gibt es in unserer Welt und im Buch die zwei klassischen Wege einer zu werden: Man wird mit DNA-Veränderung geboren und daher ein Held, oder es sind äußerliche Einflüsse wie Drogen oder Chemikalien, welche diesen Zustand erzeugen.

Victor ist aber der Meinung es gibt noch einen weiteren Weg, nämlich das ein schlimmes Trauma, in diesem Fall eine Nahtoderfahrung, eine Veränderung im Gehirn auslöst und man nach dem Wiedererwecken und Weiterleben Fähigkeiten besitzt. Somit ist der Plan da, dies an sich selbst auszutesten und zu einem EO zu werden.

So kommt es zum Test. Eli geht mit der Unverwundbarkeit aus dem Versuch und Vic kann Schmerzen von sich und anderen Unterdrücken. Leider kommt es bei Vic´s Versuch zu einem Todesopfer und dies führt zu einem Bruch der Freundschaft der beiden. Zudem sich die Menschen nach der Nahtoderfahrung verändern und bei Eli stellt sich ein Drang ein, ein Denken, welches nicht unbedingt das eines Helden ist.

Die dritte Zeit ist von zwei Tagen zuvor bis heute:

Es sind zehn Jahre vergangen und Vic stellt fest das Eli noch lebt. Aber dafür sterben viele andere Menschen die EO´s sind. Für Vic ist es nun Zeit, sich für zehn Jahre Gefängnis zu rächen und zeitgleich andere Menschen zu beschützen. Denn Eli glaubt Gott habe einen Plan für ihn, und der sieht vor das alle EO´s sterben müssen. Und dafür holt er sich Hilfe, u.a. von der Polizei.

Das Buch ist alles andere als ein klassisches Heldenbuch. Es ist auch nicht das reine Fantasybuch. Es ist ein Mix aus verschiedenen. Denn es verschwimmen die Grenzen. Es gibt kein klassisches Gut und Böse. Welche Fähigkeit ist hilfreich für die Welt, welche nur für den eigenen Nutzen? Wer nutzt es, um zu helfen und wer schadet damit? Was verlieren die Wiedererweckten? Viele Fragen, von denen nicht alle beantwortet werden. Denn die ein oder andere muss man sich selbst beantworten, einfach weil es eine Frage der eigenen Einstellung zur Thematik ist. Würde man selbst die Verantwortung über so eine Macht tragen wollen?

Das Buch ist schnell gelesen und einfach zu verstehen. Die zeitlichen Kapitel machen die Übersicht über das Geschehen einfach und die Anzahl an Charakteren ist ebenfalls übersichtlich.

Von der Geschichte her gibt es Menschen mit besonderen Gaben, aber diese als Superhelden zu bezeichnen finde ich falsch. Denn die meisten wollen nur leben. Superhelden sind für mich die, welche die Welt retten wollen. Hier handelt es sich für mich aber um einen Psychothriller im Fantasybereich, mit einem Mann, dem seine Liebe genommen wurde und daher die ein oder andere Sicherung durchgesprungen ist.
Alles in allem ist das Buch aber absolut empfehlenswert und ich freue mich auf den zweiten Teil.